Donnerstag, 03.11.2016

NBA-Schlaglichter

RW0 rupft auch die Clips

Die Oklahoma City haben das Topspiel gegen die Los Angeles Clippers gewonnen und klettern an die Spitze. Die Blazers und Suns lieferten sich mehrere epische Finishes, die Lakers feierten ein Comeback-Sieg bei den Hawks und die Celtics trotzten tapferen Heat. Außerdem: Offensivstarke Nets und überforderte Knicks.

Russell Westbrook ist derzeit nicht zu stoppen
© getty
Russell Westbrook ist derzeit nicht zu stoppen

Washington Wizards (0-3) - Toronto Raptors (3-1) 103:113 (BOXSCORE)

Derzeit sieht es fast so aus, als müsse das Rennen um den MVP-Award um einen Kandidaten erweitert werden. DeMar DeRozan war auch gegen die Wizards nicht zu halten, auch nicht von einer Knöchelverletzung: Kurz nach dem Tip-Off klagte er über Schmerzen und ließ sein Sprunggelenk neu tapen.

Das störte den Flügelspieler aber absolut gar nicht. Der All-Star war einmal mehr unfassbar effizient im Eins-gegen-Eins, egal, welchen Verteidiger Wizards-Coach Scott Brooks auch gegen ihn stellte. 40 Punkte, 14/23 Treffer aus dem Feld und 11/16 von der Freiwurflinie hatte er am Ende hinter seinem Namen stehen - nebst 5 Rebounds, 5 Assists und nur einem Ballverlust.

"Er spielt derzeit auf einem anderen Level", sagte DeRozans Backcourt-Partner Kyle Lowry. "Er macht mir und jedem anderen im Team das Leben sehr einfach. Er kann eine Offense im Alleingang kreieren." Dies tat auf der anderen Seite zum Großteil John Wall, der 33 Punkte und 11 Assists auflegte. Otto Porter Jr. steuerte 23 Zähler bei.

Die Hauptstädter warten somit weiterhin auf ihren ersten Sieg. Wall ist aber keinesfalls beunruhigt: "Es waren erst drei Spiele, also sollten wir nicht in Panik ausbrechen." Brooks denkt da ganz ähnlich: "Es gibt Dinge, an denen wir arbeiten müssen und werden. Dann kommen auch die Siege."

Charlotte Hornets (3-1) - Philadelphia 76ers (0-4) 109:103 (BOXSCORE)

Wenn das wohl schlechteste Team der Conference zu Gast ist, dann hat man einfaches Spiel - dachten sich offenbar die Hornets und lieferten eine erste Halbzeit ab, die an Fahrlässigkeit kaum zu überbieten war. So etwas kann man sich auch nicht gegen die Sixers erlauben, die folgerichtig hochprozentig aus dem Feld trafen und eine 7-Punkte-Führung mit in die Kabine nahmen.

Dort muss es dann bei den Hornets ein Donnerwetter von Head Coach Steve Clifford gegeben haben. Denn: Sein Team war nach dem Seitenwechsel kaum wiederzuerkennen. Angeführt von Nicolas Batum, der 17 seiner 20 Punkte im dritten Viertel erzielte, legten die Hornissen einen 16:2-Run hin und drehten den Spiel. Der dritte Durchgang ging mit 39:20 an die Hausherren, woraufhin sie nichts mehr anbrennen ließen.

"In der ersten Halbzeit war unsere Defense eine Katastrophe. In der zweiten haben wir es vor allem im Eins-gegen-Eins besser gemacht", analysierte Clifford. Batum hatte letztendlich 20 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists auf dem Konto, Kemba Walker kam auf 22 Zähler. Auf der anderen Seite wurde Joel Embiid geschont, während Jahlil Okafor nach seiner Verletzung noch mit einem Minuten-Limit versehen war. So avancierten Dario Saric und Neuzugang Ersan Ilyasova zu den teaminternen Topscorern mit je 14 Punkten.

Brooklyn Nets (2-3) - Detroit Pistons (3-2) 109:101 (BOXSCORE)

Nets-Forward Anthony Bennett hatte vor der Saison versehentlich davor gewarnt, sich Spiele seines Teams anzuschauen. Diese Warnung war aber zumindest an diesem Abend vollkommen unbegründet. Denn was der Lieblingsklub von Jay-Z in der ersten Halbzeit aufs Parkett zauberte, hatten die Fans im Barclay Center lange nicht gesehen.

Stolze 71 Punkte standen zum Pausentee bereits auf dem Konto der New Yorker, die zu diesem Zeitpunkt eine unnormale Wurfquote von 70,7 Prozent aufweisen konnten. Besonders Brook Lopez war on fire und hatte schon 24 Punkte gesammelt - und vier Dreier versenkt. Big Men als Shooter sind halt voll im Trend.

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Nicht so optimal war allerdings die Defense der Nets. Denn die Pistons sammelten auch fleißig Punkte und hatten derer auch schon 55 zum Pausentee. Und da sich die Trefferquote der Hausherren fortan wenig überraschend normalisierte, kam Detroit recht zügig wieder in Schlagdistanz. Zu Beginn des Schlussabschnitts waren es noch elf, 94 Sekunden vor dem Ende noch fünf Punkte Differenz.

Doch da erst Bojan Bogdanovic von der Freiwurflinie die Nerven behielt und Lopez es ihm kurze Zeit später gleich tat, schaukelte Brooklyn das Ding nach Hause. Lopez kam am Ende auf 34 Punkte und 11 Rebounds, Sean Kilpatrick überraschte von der Bank ebenfalls mit einem Double-Double (24 Punkte, 10 Rebounds). Bei den Pistons erzielten Marcus Morris und Tobias Harris jeweils 24 Punkte.

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