Mittwoch, 02.11.2016

NBA-Schlaglichter

Embiid-Schlamassel und Dubs-Blowout

Die Philadelphia 76ers hätten beinahe ihren ersten Saisonsieg eingefahren, doch Joel Embiid wurde zum tragischen Helden. Die Golden State Warriors schossen die Blazers aus der Halle und die Spurs ließen sich von den Utah Jazz die Butter vom Brot nehmen. Die Pacers siegten dank Paul George und die Timberwolves trafen fast alles.

Joel Embiid machte zwei entscheidende Fehler, die die Sixers den Sieg kosteten
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Joel Embiid machte zwei entscheidende Fehler, die die Sixers den Sieg kosteten

Philadelphia 76ers (0-3) - Orlando Magic (1-3) 101:103 (BOXSCORE)

In der Ankündigung vor dem Spiel nannte ihn der Hallensprecher "The Process" - und damit sollte er Recht behalten. Joel Embiid beeindruckt in seiner ersten Saison weiterhin (18 Punkte, 10 Rebounds in 25 Minuten), jedoch hat er noch eine ganze Menge Arbeit vor sich. Gegen die Magic kosteten seine Turnover den Sixers ihren ersten Saisonsieg.

Zwei Mal in der letzten Minute schenkte Embiid den Spalding her, dabei hatte Philly die Overtime eigentlich sicher und die Chance auf den Sieg. Doch stattdessen schickte T.J. McConnell Serge Ibaka nach dem Embiid-Ballverlust an die Freiwurflinie. Dort behielt der Big Man die Nerven und tütete den Erfolg für Orlando ein.

Joel Embiid: Der personifizierte Prozess

Die Magic lagen zwischenzeitlich schon mit 18 Punkten hinten, doch angeführt von Nik Vucevic (24 Punkte, 14 Rebounds) und Serge Ibaka (21 Punkte, 2 Blocks) kämpfte sich Orlando zurück. Für die Sixers machte Dario Saric sein erstes starkes Spiel und kam auf 21 Punkte. Sergio Rodriduez erzielte 12 Zähler, verteilte 11 Vorlagen und griff sich 5 Boards.

Indiana Pacers (2-2) - Los Angeles Lakers (1-3) 115:108 (BOXSCORE)

PG-13 ist ein besonderer Spieler. Nicht nur, dass er den Lakers 30 Punkte einschenkte, nein, er erzielte auch noch die letzten 12 Zähler für sein Team und machte so in einem engen Spiel den Unterschied aus. Ende der ersten Hälfte war Indy bereits mit 16 Punkten im Hintertreffen, doch die gesamte zweite Halbzeit ging es eng zu.

D'Angelo Russell erwischte keinen guten Tag (11 Punkte, 3/10 FG), Topscorer der Lakers war Lou Williams mit 19 Punkten. Nach seinen starken Auftritten war auch Myles Turner etwas abgekühlt und beendete das Spiel mit 9 Punkten (2/7 FG), 6 Rebounds und 2 Blocks.

Kurios war es übrigens in den ersten sechs Minuten: Da die Uhr nicht funktionierte, mussten die Anschreiber mit Stoppuhren arbeiten und der Hallensprecher ansagen, wenn noch 10 Sekunden auf der Shotclock waren. Das kennt man sonst nur von Amateurligen.

Miami Heat (2-2) - Sacramento Kings (2-3) 108:96 OT (BOXSCORE)

Man konnte es kaum mit ansehen. DeMarcus Cousins machte wieder einmal ein starkes Spiel und ging ohne Fouls ins Schlussviertel, doch das Ende der regulären Spielzeit erlebte der Kings-Big-Man auf der Bank. "Beeindruckend, nicht wahr?" kommentierte Coach Dave Joerger sarksatisch die sechs Fouls innerhalb weniger Minuten gegen Cousins.

In einem sehr physischen Spiel schenkten sich Boogie (30 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) und Hassan Whiteside (14 Punkte, 11 Rebounds, 2 Blocks) nichts und zogen und zerrten unaufhörlich aneinander.

Wirklich äußern wollten sich die beiden Protagonisten zur Partie nicht. "Gutes, hartes, enges Spiel" so Cousins unmotiviert. "Ich sage besser nichts dazu, sonst nimmt mir die Liga Geld weg", meinte Whiteside.

In der Verlängerung fehlte Cousins den Kings an allen Ecken und Enden, zudem hatten sie keine Antwort für den aufdrehenden Tyler Johnson (22 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals, 2 Blocks).

Rudy Gay machte erneut ein starkes Spiel und kam auf 30 Punkte sowie 12 Rebounds. Für die Heat konnte Dion Waiters mit 20 Punkten, 4 Rebounds und 4 Assists positive Akzente setzen. Goran Dragic kam auf 25 Punkte, 8 Rebounds und 8 Assists. Während die Heat 45 Prozent von Downtown trafen, setzte Sacramento fast alle Würfe vom Perimeter daneben (5/23 Dreier).

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