NBA

Endlich "Lichtjahre voraus"

Die letzten drei MVP-Gewinner spielen von nun an im selben Team
© getty
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Was bedeutet der Wechsel für die NBA?

Unmittelbar nach der Verkündung des Wechsels war das Geschrei groß: Der Salary Cap habe versagt, die NBA müsse Änderungen vornehmen, die Liga sei mit einem solchen Team nicht mehr interessant, und so weiter. Hände hoch, wer sich dabei an eine Situation im Sommer 2010 erinnert fühlt!

Vorweg: Der Salary Cap hat nicht versagt. Die NBA wollte die Gehälter nach dem neuen Fernsehdeal langsam und stetig ansteigen lassen, die Spieler waren explizit dagegen. Deshalb gibt es in diesem Sommer und auch im kommenden Sommer die beiden massiven Sprünge, die es ermöglichen, dass selbst vorherige Luxury-Teams auf einmal einen neuen Maximal-Vertrag im Kader unterbringen können.

Und wie eingangs gesagt: Es wäre dennoch nicht möglich gewesen, wenn Curry in seinen ersten NBA-Jahren nicht dauernd verletzt gewesen wäre. Die Warriors hatten im Fall Durant die nötige Weitsicht, aber auch eine riesengroße Portion Glück. Es ist nicht so, dass sie ein fehlerhaftes System ausgetrickst hätten.

Des Weiteren ist es zwar durchaus möglich, dass einige Fans der Liga zeitweise den Rücken kehren, weil ihr eigenes Team keine Chance auf den Titel hat. Die Wett-Plattform "Oddsshark" veröffentlichte gestern neue Titel-Quoten für alle Teams: Die Dubs-Quote steht bei -115. Man muss also 115 Dollar wetten, um 100 zu verdienen! Die Cavs sind mit +350 (100 Dollar für 350) als Zweiter weit davon entfernt.

Ja, wir haben mal wieder einen haushohen Favoriten. Wir haben aber auch genug Beweise dafür, dass das nichts Schlechtes für die NBA ist. ESPN baute für LeBrons "Heatles" eine eigene Seite namens "Heat Index" und fuhr damit über vier Jahre Rekordquoten ein. Das wird bei den Warriors nun ähnlich sein, auch wenn keiner ihrer Spieler dermaßen polarisiert wie LeBron zur damaligen Zeit.

Gut möglich, dass viele Leute eher deshalb einschalten, weil sie auf Niederlagen der Warriors hoffen, aber einschalten werden sie so oder so. Super-Teams dieser Art sind daher keineswegs schlecht für die NBA. Sie sind ein Goldesel. Parität ist ein schönes Konzept, hatte im Sport aber aus genau diesen Gründen noch nie eine Chance.

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