Freitag, 27.05.2016

Game 5: Warriors - Thunder 120:111

Starke Defense hält Dubs am Leben

Die Golden State Warriors haben das Aus in den West Finals abgewendet und auf 2-3 verkürzt. Beim 120:111-Sieg über die Oklahoma City Thunder zeigte sich vor allem die Defense stark verbessert, auch wenn Kevin Durant und Russell Westbrook fleißig punkteten. Draymond Green war nicht wieder zu erkennen.

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Der Champion stand nach den zwei Pleiten in OKC mit dem Rücken zur Wand, hat aber ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben. Dank einer verbesserten Defense lagen sie fast das gesamte Spiel über vorne, ehe Stephen Curry(31 Punkte, 9/20 FG, 7 Assists, 5 Steals) mit zwei Big Plays den Deckel drauf machte.

Der MVP wurde in der Offense von Klay Thompson (27 Punkte) unterstützt, während in der Verteidigung besonders Draymond Green (11 Punkte, 13 Rebounds, 4 Blocks) und Andrew Bogut (15 Punkte, 14 Rebounds) heraus stachen. Bei den Thunder legten Kevin Durant (40 Punkte, 12/31 FG) und Russell Westbrook (31 Punkte, 11/28 FG) zwar zusammen 71 Punkte auf, bekamen aber zu wenig Unterstützung vom Rest des Teams, sodass sie viele schwierige Würfe nehmen mussten.

Spiel 6 der Serie steigt in der Nacht auf Sonntag und findet in Oklahoma City statt.

Die Reaktionen:

Steve Kerr (Warrirors-Coach, zum Zustand Stephen Currys): "Er war heute bei 91 Prozent."

Kevin Durant (Thunder): "Wir können es uns jetzt nicht leisten, entspannt zu sein. Wir müssen den Fuß auf dem Gas lassen und unsere Defense wieder verbessern. Dann bin ich sicher, dass wir zu Hause gewinnen können."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Steve Kerr verzichtete darauf, sein Starting Lineup durchzuwürfeln und brachte Curry, Thompson, Green, Barnes und Bogut von Anfang an. Sie bekamen es - wie gewohnt - mit Westbrook, Roberson, Durant, Ibaka und Adams zu tun.

© spox

1. Viertel: Durch ein frühes zweites Foul von Adams stand schnell das Small Ball Lineup der Thunder auf dem Feld. Die Warriors-Defense war darauf aber eingestellt und ließ vor allem am Brett wenig zu. Auf der anderen Seite ließen die Dubs zwar von Downtown einiges liegen, hielten ihre Feldwurfquote dank starkem Ball Movement aber zunächst hoch und holten sich eine frühe Führung. OKC hatte auch nach einer Donovan-Auszeit enorme Probleme im Abschluss, blieb dank eines Schlussspurts aber dran: 25:21.

2. Viertel: KD läutete den Durchgang mit einem Treffer vom Parkplatz ein, wurde aber mehrfach von Speights gekontert. Doch OKC war jetzt endgültig im Spiel angekommen und schnupperte an der ersten Führung, ehe sich der MVP mit einem persönlichen 7:0-Run zu Wort meldete (48:39). Davon war Durant aber weniger beeindruckt und netzte mehrfach nach Isolationen ein. Allerdings hatte er wenig Unterstützung, sodass die Hausherren ihren Vorsprung halten konnten: 58:50.

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3. Viertel: Die Thunder kamen heiß aus der Kabine! Ibaka und Durant sorgten für einen 9:2-Run, Steve Kerr war außer sich: Der Vorsprung seines Teams war futsch, Durant und Westbrook von draußen sorgten sogar für die erste OKC-Führung (68:69). Danach ging es deutlich wilder zu als in der ersten Halbzeit, beide Teams leisteten sich einige Ballverluste. Curry und KD wechselten sich mit Dreiern ab, Ezeli traf wichtige Freiwürfe: 81:77.

Warriors vs. Thunder: Hier geht's zum BOXSCORE

4. Viertel: Die Second Unit um Livingston und Iguodala machte ordentlich Dampf, Barnes legte nach und ließ den Vorsprung erstmals zweistellig werden. Den Thunder glitt das Spiel aus der Hand, es gab kaum noch gute Abschlüsse. Das lag auch an Green, der spektakulär Westbrook blockte (96:83). Ibaka und Durant brachten ihr Team mit Dreiern noch einmal in Schlagdistanz, für mehr reichte es jedoch nicht: Curry machte den Deckel mit einem Big Play in der Defense und ansclhließendem Layup drauf.

Der Star des Spiels: Draymond Green. Er war vielleicht der Hauptgrund für die zwei deutlichen Pleiten in OKC. In der Oracle Arena war er aber nicht wieder zu erkennen und machte das, was die Dubs von ihm brauchen. Seine Energie in der Defense riss seine Kollegen mit, seine überragende Helpside machte Durant und Westbrook das Leben schwer (4 Blocks). Darüber hinaus war er auch offensiv mit wichtigen Punkten zur Stelle.

Der Flop des Spiels: Dion Waiters. Obwohl er 28 Minuten spielte, blieb er nahezu unsichtbar. Der Fastbreak war für die Thunder ohnehin kein Faktor, seine wenigen Abschlüsse aus dem Setplay prallten allesamt vom Ring ab. Er blieb bei 0 Punkten (0/4 FG) und hatte auch defensiv keinen Zugriff.

Das fiel auf:

  • Ein großes Problem der Warriors aus den letzten Spielen war das schwache Ball Movement. Davon war diesmal aber nichts zu sehen: Wie zu den besten Reguar-Season-Zeiten rotierte der Ball schnell durch die eigenen Reihen. So hatten die Dubs zur Halbzeit bereits 16 Assists auf dem Konto - einen mehr als im kompletten vierten Spiel.
Stephen Curry: Die Karriere in Bildern
Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Doch gleich mehrere Knöchelverletzungen ließen Zweifel an Currys Profisport-Tauglichkeit aufkommen. In der Saison 2011/2012 konnte er nur 26 Spiele bestreiten
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Aber die Warriors glaubten an ihn und Curry unterschrieb eine Rookie-Extension über vier Jahre und 44 Mio. Dollar, die für das Team nicht ohne Risiko war. Doch in der Saison 2012/2013 folgte der endgültige Durchbruch...
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Curry wurde die Ehre zuteil, bei seinem ersten All-Star-Game direkt zu starten. Schnell zog er in der Gunst der NBA-Fans an Point-Guard-Liebling Chris Paul vorbei
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In der Postseason 2013 sorgten die Dubs für Aufsehen, als sie die Spurs um Spielmacher-Legende Tony Parker an den Rand der Niederlage brachten
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Zum besten Spieler des Planeten hat es Curry vor allem dank seines Arbeitseifers geschafft. Und die Konkurrenz hat jetzt schon Angst davor, der Chef könnte in den nächsten Jahren noch stärker werden...
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  • Billy Donovan setzte das Small Ball Lineup der Thunder nach dem zweiten Adams-Foul früh ein. Das hatte aber keinen positiven Effekt für sein Team, da die Warriors - anders als zuletzt - eine hervorragende Transition Defense spielten. Zudem stand die Helpside sehr gut, womit vor allem Westbrook zunächst Probleme hatte (4/14 FG zur Halbzeit). Green fungierte meist als erste Hilfe, da er viel gegen Roberson verteidigte, während sich Barnes und Iguodala an Durant versuchten.
  • Als Beleg für die stark verbesserte Defense gegen die kleine Thunder-Aufstellung können die Fastbreak-Punkte herangezogen werden: OKC kam auf nur 10 Stück, die Warrirors auf 24.
  • Nach dem Seitenwechsel funktionierte die Offense der Thunder besser. Das lag auch daran, dass Ibaka mehrfach aus der Distanz traf, was Durant und Westbrook enorm entlastete. Denn dadurch konnte sich die Helpside der Dubs nicht mehr so extrem auf das Star-Duo konzentrieren. So kamen Russ und KD öfters in ihr geliebtes Eins-gegen-Eins.
  • Bei den Thunder sah nur Dion Waiters nennenswerte Minuten von der Bank, ansonsten spielte die Starting Five sehr lange. Auf der anderen Seite war die Rotation größer: Iguodala zum Beispiel spielte 34 Minuten. Am Ende ging das Duell der Second Unit klar mit 30:13 an die Dubs.

Der Spielplan im Überblick

Thorben Rybarczik

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