Mittwoch, 18.05.2016

Game 1: Cavaliers - Raptors 115:84

Pure Dominanz! Cavs zerstören Raptors

Was für ein Auftritt der Cleveland Cavaliers! Beim ungefährdeten 115:84-Sieg (BOXSCORE) gegen die Toronto Raptors in Spiel 1 der Eastern Conference Finals dominieren die Cavs ihren Gegner nach Belieben. Kyrie Irving und LeBron James sind nicht zu stoppen und liefern eine spektakuläre Show ab.

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Es fing eigentlich so gut an für die Raptors. Die Gäste aus dem Norden fanden gut ins Spiel, lagen früh in Front und konnten im ersten Viertel sehr gut mit Cleveland mithalten - doch dann nahm die Cavaliers-Show an Fahrt auf! Kyrie Irving und LeBron James attackierten unaufhörlich den Korb und führten die Cavs zu einem 22:2-Lauf.

Dadurch war die Messe bereits zur Halbzeit mehr oder weniger gelesen. Spätestens als Cleveland auch im dritten Viertel nicht den Fuß vom Gas nahm, war Spiel 1 gelaufen. Einen überragenden Auftritt zauberten vor allem Irving (27 Punkte, 5 Assists, 11/17 FG) und LBJ (24 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists, 11/13 FG) auf's Parkett, die einfach nicht zu stoppen waren. Zusätzlich steuerte Kevin Love 14 Zähler bei.

Dem hatten die Raptors absolut nichts entgegenzusetzen. Zwar kam DeMar DeRozan auf 18 Zähler, doch ansonsten enttäuschte die Truppe um Kyle Lowry (8 Punkte, 5 Assists, 4 Turnover, 4/14 FG) und DeMarre Carroll (2 Punkte, 1/5 FG) komplett. In Spiel 2 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag muss Toronto nun eine Antwort liefern.

Die Reaktionen:

LeBron James (Cleveland Cavaliers) über die starke Unterstützung seiner Mitspieler: "Sie haben die komplette reguläre Saison auf diesen Moment gewartet. Sie haben die ganze Saison über trainiert, um an diesen Punkt zu gelangen und sie waren spektakulär."

Dwane Casey (Raptors-Coach): "Ich denke, sie [die Cavaliers] haben den frischeren Eindruck gemacht und waren schneller. Dafür gebührt ihnen Anerkennung, aber die Serie ist noch nicht vorbei. Das Ergebnis ist blamabel, aber es ist nur ein Spiel."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Wie erwartet mussten die Raptors auf Valanciunas verzichten, der mit Problemen am Knöchel ausfiel. Dafür starteten Lowry, DeRozan, Carroll, Patterson und Biyombo. Auf Seiten der Cavs standen wie gewohnt Irving, Smith, James, Love und Thompson von Beginn an auf dem Parkett.

1. Viertel: Von so einem Start haben die Raptors wahrscheinlich geträumt. Mit 7:0 gingen die Kanadier in Front, vor allem dank DeRozan, der 12 Zähler im ersten Viertel auflegte. Insgesamt lief es in der Offense für Toronto ziemlich gut, nur fanden sie defensiv kein Mittel gegen die Cavs. Die attackierten angeführt von Irving unaufhörlich die Zone und lagen nach 12 Minuten mit 33:28 in Front.

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2. Viertel: Mit einem 15:0-Run und einer Quote von 74,1 Prozent aus dem Feld sorgten die Cavaliers für recht klare Verhältnisse. Toronto konnte den Gastgeber einfach nicht stoppen und setzte auf der anderen Seite 11 Würfe in Folge nur an den Ring. Damit lag Cleveland zwischenzeitlich mit 20 Punkten vorne. Zwar verkürzten die Raptors nochmal auf 12 Zähler, dennoch ging es mit 66:44 für die Cavaliers in die Halbzeit.

LeBron James: Die besten Bilder
LeBron James Karriere begann in seiner Heimat Ohio. Mit den Cavs reichte es allerdings nicht zum Titel, sodass er 2010 nach Miami wechselte
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3. Viertel: Ähnlich wie im ersten Viertel legten die Raptors mit einem 7:0-Lauf gut los - ähnlich wie im ersten Viertel war danach kein Kraut mehr gegen Cleveland gewachsen. Dank LeBron und Irving fingen sich die Cavs relativ schnell und erarbeiteten sich einen Vorsprung von mehr als 20 Zählern. Das änderte sich anschließend auch nicht mehr - 95:67 für Cleveland.

4. Viertel: Der Schlussabschnitt ist schnell zusammengefasst: 12 Minuten Garbage Time. Beide Head Coaches ließen ihre Starter auf der Bank und schickten die Reservisten auf's Parkett. Das änderte aber auch nichts mehr an der Dominanz der Cavaliers. Die Gastgeber gingen zwischenzeitlich sogar mit 35 Zählern in Front. Am Ende stand ein 115:84-Sieg für Cleveland.

Cleveland Cavaliers vs. Toronto Raptors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kyrie Irving. Zwar hat auch LeBron James eine Erwähnung an dieser Stelle verdient, doch Irving bekommt am Ende den Zuschlag. Egal ob in der Defense oder in der Offense, Irving dominierte seine Gegenspieler. Besonders gegen Kyle Lowry machte der 24-Jährige eine gute Figur. Der Point Guard der Raptors blieb aufgrund der Defense von Irving blass. Doch auch auf der anderen Seite des Courts zeigte Kyrie eine fabelhafte Leistung mit starken Drives, spektakulären Abschlüssen sowie 27 Punkten, 5 Assists und einer Quote von 64,7 Prozent aus dem Feld (11/17 FG).

Der Flop des Spiels: DeMarre Carroll. Vor Beginn der Serie wurde der 29-ährige als möglicher LeBron-Stopper gehandelt - davon war in Spiel 1 absolut nichts zu sehen. Sowohl in der Defense als auch in der Offense lief für Carroll an diesem Abend wenig bis gar nichts zusammen. James penetrierte die Zone nach Belieben und auf der anderen Seite kam der Raptor nur auf magere 2 Punkte bei 1 von 5 aus dem Feld.

Das fiel auf:

  • Die Atlanta Hawks versuchten in den Eastern Conference Semi-Finals gegen die Cavaliers die Zone dicht zu machen und wurden in der Folge mit einem Dreierregen förmlich abgeschossen. Die Raptors gingen in der Defense einen anderen Weg - das Ergebnis war aber das gleiche. Um den Distanzschützen der Cavs möglichst wenig Raum zu bieten, verzichtete Toronto in den meisten Fällen auf irgendeine Form der Help-Defense. Das wurde von Cleveland gnadenlos bestraft.
  • Vor allem LeBron James und Kyrie Irving profitierten davon. LBJ versenkte in der ersten Halbzeit alle seiner 7 Feldwurfversuche, wobei er ausschließlich in der Painted Area zum Abschluss kam. Probleme, in die Zone zu penetrieren und damit zum Ring zu kommen, hatten die Cavaliers dabei zu keinem Zeitpunkt. Dafür war die One-on-One-Verteidigung Torontos einfach nicht gut genug. Zu allem Überfluss aus Raptors-Sicht ließ sich Cleveland auch aus der Distanz nicht wirklich aus der Ruhe bringen (7/20 Dreier, 35 Prozent).
  • Auf der anderen Seite war genau das ein riesen Problem. Von Downtown wollte bei Toronto absolut nichts fallen. Zwar lief der Spalding gut durch die Reihen der Raptors, doch der Abschluss aus der Distanz war in den meisten Fällen mangelhaft. Am Ende stand eine schwache Dreierquote von 20,8 Prozent (5/24 Dreier) im Boxscore. Passenderweise beendeten die Gäste die erste Halbzeit mit 2 Airballs von jenseits der Dreierlinie.
  • Zu Beginn des zweiten Viertels wurde es offensichtlich, dass es sich die Raptors nicht leisten können, sowohl Lowry als auch DeRozan gleichzeitig auf die Bank zu setzen. Ohne den Starting Backcourt war Toronto mehr oder weniger chancenlos, besonders offensiv lief nichts zusammen. In diesem Zeitraum - mit ihren beiden Anführen auf der Bank - hatten die Gäste Cleveland nichts entgegenzusetzen.

Der Spielplan im Überblick

Philipp Jakob

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