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Game 5: Cavaliers - Raptors 116:78

Historische Cavs demütigen Raptors

Von Thorben Rybarczik
Donnerstag, 26.05.2016 | 05:22 Uhr
LeBron James hatte gegen die Raptors diesmal leichtes Spiel
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Die Cleveland Cavaliers sind in den East Finals mit 3-2 in Führung gegangen. Beim mehr als deutlichen 116:78-Sieg gegen die Toronto Raptors spielte der Vizechampion eine historische erste Halbzeit. Besonders die Defense war überragend, im Angriff übernahm die Big Three Verantwortung.

Wer nach einer Definition von "mit denen machen wir kurzen Prozess" suchte, war bei diesem Spiel definitiv richtig. Die Cavs traten nach den Niederlagen aus Game 3 und 4 wie ausgewechselt auf und brannten schon im ersten Viertel (37:19) ein Feuerwerk ab. Da zudem die Defense auf höchstem Niveau agierte, war das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden - mit einem historischen 31-Punkte-Vorsprung.

LeBron James überzeugte mit seiner Vielseitigkeit und legte 23 Punkte, 6 Rebounds und 8 Assists auf, Kevin Love wurde mit 25 Zählern Topscorer des Abends. Auch Kyrie Irving spielte stark (23 Punkte). Auf der anderen Seite blieben Kyle Lowry (13 Punkte, 5 Turnovers) und DeMar DeRozan (14 Punkte, 2/8 FG) unter ihren Möglichkeiten.

Game 6 der Serie steigt in der Nacht auf Samstag und findet in Toronto statt.

Die Reaktionen:

Dwane Casey (Coach Raptors): "Sie haben uns in den Arsch getreten, das ist die Story dieses Spiels."

LeBron James (Cavaliers): "Unser Lauf hat dank Kevin begonnen, dann sind wir seiner Führung gefolgt."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Head Coaches vertrauten der gleichen Starting Five wie zuletzt. Für die Kanadier liefen Lowry, DeRozan, Carroll, Scola und Biyombo auf, Valanciunas nahm zunächst wieder auf der Bank Platz. Für die Cavs begannen Irving, Smith, James, Thompson und Love.

1. Viertel: Die Cavs erwischten den besseren Start, da sie beherzt am offensiven Brett zugriffen und ihre zweiten Chancen nutzten. Das gefiel Dwane Casey natürlich gar nicht, doch seine frühe Auszeit schaffte keine Abhilfe: Die Cavs setzten sich im Nu ab (17:7). Dann griff erstmals Jonas Valanciunas in die Serie ein und brachte sein Team mit 4 Punkten in Folge ran. Allerdings liefen die Hausherren von Downtown komplett heiß und ballerten sich zu einer 37:19-Führung.

2. Viertel: DeRozan erzielte den ersten Raptors-Treffer aus dem Feld seit fast 8 Minuten, doch da waren die Cavaliers schon weiter enteilt (45:22). Dass Lowry überhaupt nicht ins Spiel fand und auch seine Freiwürfe vergab, half den Kanadiern natürlich auch nicht weiter. Auf der anderen Seite ließen es die Cavs etwas langsamer als zu Beginn angehen - außer, sie holten sich einen ihrer zahlreichen Steals und konnten in der Transition punkten. Auf diesen Mix fanden die Raptors weiterhin keine Antwort, sodass es mit einem blowout-verdächtigen 65:34 in die Halbzeit ging.

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3. Viertel: Der Vizechampion spielte seinen Stiefel weiterhin cool runter. Irving zeigte einen seiner unwiderstehlichen And-One-Korbleger, Love präsentierte seine Fähigkeiten im Post und bekam bereits Standing Ovations (81:46). Als die Raptors einen 5:0-Mini-Run starteten, hatte James mit zwei Dreiern auch darauf die Antwort - im Prinzip begann zu diesem Zeitpunkt schon die Garbage Time. Die Raptors nutzten das, um Valanciunas mit ein paar Minuten für das nächste Spiel auf Wettkampftemperatur zu bringen. Mittlerweile stand e s100:60 (ja, richtig gelesen).

4. Viertel: Die Raptors-Stars schauten von der Bank niedergeschlagen aus der Wäsche und sehnten sich nach dem finalen Buzzer. Auf der anderen Bank ging es deutlich fröhlicher zur Sache, während auf dem Feld die Backups der Backups das zu Ende brachten, was nun einmal zu Ende gebracht werden muss.

Cavaliers vs. Raptors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kevin Love. Schon erstaunlich, was ein paar erfolgreiche Würfe zu Beginn alles bewirken können. Love war nach schwachen Auftritten in Toronto kaum wieder zu erkennen, nahm seine Dreier mit viel Selbstvertrauen (3/4) und packte auch ein paar Post Moves aus. Am Ende kam er auf 25 Punkte bei äußerst effizienten 80 Prozent aus dem Feld. Ebenfalls gewohnt stark: LeBron James mit seinem All-Around Game.

Der Flop des Spiels: Kyle Lowry und DeMar DeRozan. Das All-Star-Duo sah gegen diese Cavs-Defense kein Land. Sie kamen zusammen auf 7 von 20 Treffern aus dem Feld sowie 7 Ballverluste. Darüber hinaus wurden sie - das galt aber für das ganze Team - auch auf der anderen Seite des Courts von ihrem direkten Gegenspieler dominiert.

Das fiel auf:

  • Lowry und DeRozan wurden im Pick'n'Roll aggressiv getrappt. Sie fanden dadurch schwer ins Spiel und konnten die Offensive nicht wie gewünscht strukturieren. Da James gegen DeRozan und Irving gegen Lowry auch im Eins-gegen-Eins sehr stark verteidigten, waren Isolationen ebenfalls keine Option. Im ersten Viertel erzielte DeRozan seine 4 Punkte im Fastbreak oder von der Linie, Lowry blieb ohne Erfolgserlebnis.

  • Die Cavs spielten eine historische erste Halbzeit (65:34) - so eine hohe Führung gab es zum Pausentee in den Conference Finals noch nie! Dabei wurde die starke Offense (62,5 Prozent FG und 3FG) von einer noch stärkeren Verteidigung überstrahlt. Die Raptors mussten unglaublich hart um jeden Abschluss kämpfen und verfingen sich immer wieder im Netz der perfekt getimten Double Teams. Sie hatten neben ihrer schwachen Wurfquote (37 Prozent) schon 10 Ballverluste gesammelt, woraus die Cavs 18 Punkte generierten.
  • Die Raptors versuchten zwischenzeitlich, mit einem großen Lineup (Valanciunas und Biyombo zusammen auf dem Feld), irgendwie die Kontrolle in der Zone zu erlangen. Allerdings klappte auch das nicht, da JV - wen wundert's - noch etwas steif unterwegs war und die Cavs es mit ihrem Spacing ohnehin schafften, mindestens einen der Großen nach draußen zu ziehen.
  • Die Cavaliers dominierten jeden Bereich des Spiels - auch die Rebounds, was ja in Toronto nicht unbedingt der Fall war. Bismack Biyombo sammelte mickrige 4 Abpraller ein, sein Team kam insgesamt nur auf 27 Stück. Allerdings gab's bei einer gegnerischen Trefferquote von am Ende 58 Prozent auch nicht viel einzusammeln. Cleveland dagegen holte 48 Rebounds, besonders Tristan Thompson (10 Rebounds, 5 davon offensiv) setzte sich in der Zone stark durch.

Der Spielplan im Überblick

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