Dienstag, 03.05.2016

Die Heat in den Playoffs

Das Kryptonit für den König?

Gibt es im Osten ein Team, das LeBron James und seine Cleveland Cavaliers tatsächlich vom Thron stoßen kann? Die beste Chance hat womöglich sein Ex-Team vom South Beach. Die Miami Heat haben einen nahezu optimalen Mix beisammen, lediglich die Konstanz fehlt. Im Fokus steht Hassan Whiteside, der den Verlauf der Playoffs entscheidend beeinflussen könnte.

Dwyane Wade geht in sich - und träumt von einer weiteren Finals-Teilnahme?
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Dwyane Wade geht in sich - und träumt von einer weiteren Finals-Teilnahme?

Die Raptors? Naja. Sie haben jetzt zwar endlich mal eine Serie gewonnen, besonders souverän sah das allerdings nicht aus. Die Hawks? Naja. Wir haben letztes Jahr gesehen, wie das ausgeht. Warum sollte es in dieser Saison anders laufen?

Sind wir ehrlich: Natürlich ist der Osten näher zusammengerückt. Natürlich wird man auch den Teams aus Atlanta und Toronto nicht wirklich gerecht, indem man sie so abschmettert.

Aber wenn man in sich geht und sich Szenarien vorzustellen versucht, in denen LeBron James nicht zum sechsten Mal in Folge (!) die Eastern Conference gewinnt, landet man doch irgendwie immer wieder bei seinem Ex-Team. Man landet am South Beach. Und das trotz einer ebenfalls nicht gerade souveränen Erstrundenserie gegen Charlotte - und diverser anderer Umstände.

Trades, Kritik, Ausfälle

Man kann nämlich nicht behaupten, dass die Heat völlig ereignislos durch die Saison gekommen wären. Im Gegenteil. Erik Spoelstra musste immer wieder auf Ausfälle reagieren, allen voran auf den von Chris Bosh, der seit Anfang Februar kein Spiel mehr absolviert hat. Bis dahin war der Big Man, der eine Rückkehr während der Playoffs immer noch nicht ausschließt, nicht weniger als der wichtigste Spieler in Miami.

Auch sonst lief nicht alles harmonisch ab. Gerade Hassan Whiteside stand zu Beginn der Saison regelmäßig in der Kritik, nicht zuletzt durch seine eigenen Teammates - der werdende Free Agent, der auch bei den Mavericks gehandelt wird, spiele zu sehr für die eigenen Statistiken und nicht für das Team, hieß es. Zudem galt er als nicht kritikfähig und unprofessionell. Ob Goran Dragic und Dwyane Wade im Backcourt würden koexistieren können, wurde ebenfalls angezweifelt.

Spoelstra musste auch damit umgehen und nicht zuletzt während der Saison mehrfach neue Gesichter integrieren beziehungsweise alte verabschieden. Macht's gut, Mario Chalmers und Chris Andersen. Fühl' dich ganz wie zuhause, Joe Johnson!

Verstärkung aus der zweiten Runde

Die Saison hatte zweifellos ihre Aufs und Abs, doch pünktlich zu den Playoffs haben die Heat ihr Mojo, ihren Rhythmus scheinbar gefunden. Dank einiger alter Bekannter wie Spoelstra und Wade, der wieder eine größere Last schultert als in den letzten Jahren an LeBrons Seite, dank einiger gestandener Veteranen wie Johnson, Amar'e Stoudemire oder Luol Deng, aber auch dank einiger Youngster.

Spoelstra hat im Saisonverlauf eine Truppe zusammengezimmert, die völlig anders auftritt und aussieht, als man es vor der Saison hätte erwarten können. Dass Justise Winslow schon als Rookie viele Minuten spielen würde, war zwar absehbar, aber wer hätte den Aufstieg des Josh Richardson voraussehen können?

All-Time Scorer Playoffs: LeBron überholt den Diesel
PLATZ 25: Clyde Drexler - 2.963 Punkte in 145 Spielen - Portland Trail Blazers, Houston Rockets
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PLATZ 25: Clyde Drexler - 2.963 Punkte in 145 Spielen - Portland Trail Blazers, Houston Rockets
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PLATZ 24: Reggie Miller - 2.972 Punkte in 144 Spielen - Indiana Pacers
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PLATZ 24: Reggie Miller - 2.972 Punkte in 144 Spielen - Indiana Pacers
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PLATZ 23: James Worthy - 3.022 Punkte in 143 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 23: James Worthy - 3.022 Punkte in 143 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 22: Julius Erving - 3.088 Punkte in 141 Spielen - Philadelphia 76ers
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PLATZ 22: Julius Erving - 3.088 Punkte in 141 Spielen - Philadelphia 76ers
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PLATZ 21: Dennis Johnson - 3.116 Punkte in 180 Spielen - Seattle Supersonics, Phoenix Suns, Boston Celtics
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PLATZ 21: Dennis Johnson - 3.116 Punkte in 180 Spielen - Seattle Supersonics, Phoenix Suns, Boston Celtics
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PLATZ 20: Paul Pierce - 3.159 Punkte in 163 Spielen - Boston Celtics, Brooklyn Nets, Washington Wizards, Los Angeles Clippers (Stand 2. Mai 2016)
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PLATZ 20: Paul Pierce - 3.159 Punkte in 163 Spielen - Boston Celtics, Brooklyn Nets, Washington Wizards, Los Angeles Clippers (Stand 2. Mai 2016)
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PLATZ 19: Kevin McHale - 3.182 Punkte in 169 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 19: Kevin McHale - 3.182 Punkte in 169 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 18: Wilt Chamberlain - 3.607 Punkte in 160 Spielen - Philadelphia und San Francisco Warriors, Philadelphia 76ers, Los Angeles Lakers
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PLATZ 18: Wilt Chamberlain - 3.607 Punkte in 160 Spielen - Philadelphia und San Francisco Warriors, Philadelphia 76ers, Los Angeles Lakers
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PLATZ 17: Elgin Baylor - 3.623 Punkte in 134 Punkte - Minneapolis und Los Angeles Lakers
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PLATZ 17: Elgin Baylor - 3.623 Punkte in 134 Punkte - Minneapolis und Los Angeles Lakers
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PLATZ 16: Scottie Pippen - 3.642 Punkte in 208 Spielen - Chicago Bulls, Houston Rockets, Portland Trail Blazers
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PLATZ 16: Scottie Pippen - 3.642 Punkte in 208 Spielen - Chicago Bulls, Houston Rockets, Portland Trail Blazers
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PLATZ 15: Dirk Nowitzki - 3.663 Punkte in 145 Spielen - Dallas Mavericks (Stand: 26. April 2016)
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PLATZ 15: Dirk Nowitzki - 3.663 Punkte in 145 Spielen - Dallas Mavericks (Stand: 26. April 2016)
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PLATZ 14: Magic Johnson - 3.701 Punkte in 190 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 14: Magic Johnson - 3.701 Punkte in 190 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 11: Hakeem Olajuwon - 3.755 Punkte in 145 Spielen - Houston Rockets, Toronto Raptors
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PLATZ 11: Hakeem Olajuwon - 3.755 Punkte in 145 Spielen - Houston Rockets, Toronto Raptors
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PLATZ 12: Dwyane Wade - 3.781 Punkte in 165 Spielen - Miami Heat (Stand: 20. Mai 2016)
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PLATZ 12: Dwyane Wade - 3.781 Punkte in 165 Spielen - Miami Heat (Stand: 20. Mai 2016)
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PLATZ 11: John Havlicek - 3.776 Punkte in 172 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 11: John Havlicek - 3.776 Punkte in 172 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 10: Tony Parker - 3.885 Punkte in 213 Spielen - San Antonio Spurs (Stand 14. Mai 2016)
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PLATZ 10: Tony Parker - 3.885 Punkte in 213 Spielen - San Antonio Spurs (Stand 14. Mai 2016)
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PLATZ 9: Larry Bird - 3.897 Punkte in 164 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 9: Larry Bird - 3.897 Punkte in 164 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 8: Jerry West - 4.457 Punkte in 153 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 8: Jerry West - 4.457 Punkte in 153 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 7: Karl Malone - 4.761 Punkte in 193 Spielen - Utah Jazz, Los Angeles Lakers
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PLATZ 7: Karl Malone - 4.761 Punkte in 193 Spielen - Utah Jazz, Los Angeles Lakers
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PLATZ 6: Tim Duncan - 5.172 Punkte in 251 Spielen - San Antonio Spurs (Stand: 14. Mai 2016)
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PLATZ 6: Tim Duncan - 5.172 Punkte in 251 Spielen - San Antonio Spurs (Stand: 14. Mai 2016)
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PLATZ 5: Shaquille O'Neal - 5.250 Punkte in 216 Spielen - Orlando Magic, Los Angeles Lakers, Miami Heat, Phoenix Suns, Cleveland Cavaliers, Boston Celtics
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PLATZ 5: Shaquille O'Neal - 5.250 Punkte in 216 Spielen - Orlando Magic, Los Angeles Lakers, Miami Heat, Phoenix Suns, Cleveland Cavaliers, Boston Celtics
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PLATZ 4: LeBron James - 5.572 Punkte in 199 Spielen - Cleveland Cavaliers, Miami Heat
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PLATZ 4: LeBron James - 5.572 Punkte in 199 Spielen - Cleveland Cavaliers, Miami Heat
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PLATZ 3: Kobe Bryant - 5.640 Punkte in 220 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 3: Kobe Bryant - 5.640 Punkte in 220 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 2: Kareem Abdul-Jabbar - 5.762 Punkte in 237 Spielen - Milwaukee Bucks, Los Angeles Lakers
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PLATZ 2: Kareem Abdul-Jabbar - 5.762 Punkte in 237 Spielen - Milwaukee Bucks, Los Angeles Lakers
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PLATZ 1: Michael Jordan - 5.987 Punkte in 179 Spielen - Chicago Bulls
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PLATZ 1: Michael Jordan - 5.987 Punkte in 179 Spielen - Chicago Bulls
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Im vergangenen Draft an 40 gepickt, musste der Swingman noch im Winter mehrfach in die D-League, doch seitdem hat sich seine Rolle beständig gesteigert. Im März und April stand Richardson auf einmal 30 Minuten pro Spiel auf dem Court und sahnte sogar eine "Rookie des Monats"-Auszeichnung ab. Er ist eine Verstärkung für Miami, die nahezu aus dem Nichts kam; Zweitrundenpicks kommen bekanntlich komplett ohne Garantien in die Liga.

Whiteside: Geläutert durch die Bankrolle?

Und dann ist da natürlich noch Whiteside. Der 26-Jährige, der vergangenes Jahr ähnlich aus dem Nichts kam wie Richardson, scheint sich die Kritik an ihm zu Herzen genommen zu haben. Nachdem er Ende Januar verletzt sechs Spiele aussetzen musste, kam er ohne zu murren auf einmal von der Bank und mauserte sich schlagartig zum produktivsten sechsten Mann der Liga.

Mit 3,7 Blocks pro Spiel führte Whiteside die Liga deutlich an, 11,8 Rebounds pro Spiel reichten für Platz 3 und 60,6 Prozent aus dem Feld für Platz 4 in der Liga - doch die nackten Zahlen waren ja ohnehin nie das Problem. Seit Whitesides Zwangspause ist er aber auch für den Teamerfolg ein integraler Bestandteil.

Mit einem Defensiv-Rating von 95 legte er den besten Wert der letzten fünf Jahre auf - seit dem All-Star Break war Miami pro 100 Ballbesitze um 6 Punkte besser, wenn der Center auf dem Court stand. Die Unkenrufe, die Heat seien ohne ihn eigentlich besser dran, hat er damit ad acta gelegt. Spoelstra lobte kürzlich: "Hassan versteht jetzt, dass gewinnbringende Plays in der Defensive nicht zwangsläufig im Boxscore auftauchen müssen."

Spiel 7 der Serie gegen Charlotte war ein gutes Beispiel für den neuen Impact Whitesides. Er verzeichnete 5 Blocks und dominierte Gegenüber Al Jefferson, der ihm zuvor regelmäßig große Probleme bereitet hatte, nach Strich und Faden. Sein Plus/Minus-Rating von +22 in 29 Minuten Spielzeit sprach Bände, zumal er auch einen großen Anteil daran hatte, dass der zuvor so starke Kemba Walker überhaupt nicht ins Spiel finden wollte. Wenn Whiteside sich nicht durch Fakes aus dem Gleichgewicht bringen lässt oder Fouls anhäuft, gibt es wohl keine furchterregendere Präsenz rund um den Korb.

"Werde nie einen Award gewinnen"

Dass er bei der Wahl zum Defensive Player of the Year "nur" Dritter wurde - eigentlich überraschend hoch -, stachelte Whiteside noch zusätzlich an: "Ich kenne das ja schon, dass ich immer übersehen werde. Das geht mein ganzes Leben schon so. Ich werde in der NBA wahrscheinlich nie einen Award gewinnen, dabei lege ich Zahlen auf, die ihr alle noch nie gesehen habt."

Die Aussagen zeugen nicht unbedingt von einem Vollprofi, der den Teamerfolg über individuelle Auszeichnungen stellt, aber Wade sah das nicht so eng: "Es ist gut, dass ihn diese Wahl enttäuscht. Genau so will man das sehen." Stoudemire hatte folgende Ansicht parat: "Das sollte ihn umso mehr motivieren, den Haupt-Award am Ende der Saison zu gewinnen."

Bis dahin ist es freilich noch ein weiter Weg, im Endeffekt steht Miami bisher auch bloß in den Conference Semifinals - gegen einen höheren Seed. So beeindruckend der Blowout in Spiel 7 auch war, so brenzlig war die Situation in den Spielen zuvor. Was sich über Whiteside sagen lässt, kann man problemlos auf sein Team übertragen: An einem guten Tag sieht Miami wie ein Contender, Whiteside wie ein Max-Player aus. An schlechten Tagen hat man dagegen auch mit deutlich weniger talentierten Teams wie Charlotte Probleme.

"Niemand will gegen uns antreten"

Bei aller gebührenden Vorsicht gibt es dennoch ausreichend Gründe für Optimismus am South Beach. Mit ihrer Mischung aus Abgezocktheit, Talent, Erfahrung und jugendlicher Energie sind die Heat zur richtigen Zeit in einer Form, die dem Rest der Eastern Conference Sorgen bereiten sollte.

Trikot-Highlights der NBA-Geschichte
Sein NBA-Debüt lieferte Center-Legende Shaquille O'Neal einst im weißen Nadelstreifenanzug, mit dem die Magic durch die 90er-Jahre tourten
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Sein NBA-Debüt lieferte Center-Legende Shaquille O'Neal einst im weißen Nadelstreifenanzug, mit dem die Magic durch die 90er-Jahre tourten
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Auch ein Kind der 90er: Alonzo Mourning und das Auswärtstrikot der Hornets
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Auch ein Kind der 90er: Alonzo Mourning und das Auswärtstrikot der Hornets
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Die Umrisse der Mile High City und drumrum ganz viel Color(ado) - da haben sich die Grafiker einiges gedacht. Alex English schien auch zufrieden
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Die Umrisse der Mile High City und drumrum ganz viel Color(ado) - da haben sich die Grafiker einiges gedacht. Alex English schien auch zufrieden
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2012 traten die Clippers hin und wieder in einem freundlichen Baby-Blau an. Bei den Fans kam die Kreation gut an - aber wer hat sich bitte das geschrumpfte "E" ausgedacht?
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2012 traten die Clippers hin und wieder in einem freundlichen Baby-Blau an. Bei den Fans kam die Kreation gut an - aber wer hat sich bitte das geschrumpfte "E" ausgedacht?
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So kurz die Geschichte der Thunder sein mag, mit dem Navy-Trikot hängt bereits ein Design-Klassiker im OKC-Museum. Schlicht und schön. Oder?
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So kurz die Geschichte der Thunder sein mag, mit dem Navy-Trikot hängt bereits ein Design-Klassiker im OKC-Museum. Schlicht und schön. Oder?
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Viele Veränderungen gibt es beim Klassiker der Boston Celtics selten, einzig freudige Festivitäten wie der St. Patrick's Day schenken den Boston-Jerseys einen neuen Anstrich
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Viele Veränderungen gibt es beim Klassiker der Boston Celtics selten, einzig freudige Festivitäten wie der St. Patrick's Day schenken den Boston-Jerseys einen neuen Anstrich
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Schon fast in Vergessenheit geraten, aber zwischen 1996 und 2002 trug die Stammfranchise von LeBron James viel Blau in der Bekleidung
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Schon fast in Vergessenheit geraten, aber zwischen 1996 und 2002 trug die Stammfranchise von LeBron James viel Blau in der Bekleidung
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Auch Dallas kann hin und wieder anders. Nachdem Mark Cuban den Mavericks ein neues Gesicht verpasst hatte, kehrte das alte Grün der 80er- und frühen 90er-Jahre erst 2006 wieder zurück
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Auch Dallas kann hin und wieder anders. Nachdem Mark Cuban den Mavericks ein neues Gesicht verpasst hatte, kehrte das alte Grün der 80er- und frühen 90er-Jahre erst 2006 wieder zurück
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Nur selten liefen die Heat bisher in der schicken weiß-rosa-orangefarbenen Kombination auf. Wirklich glücklich wirken König LBJ und The Flash nicht
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Nur selten liefen die Heat bisher in der schicken weiß-rosa-orangefarbenen Kombination auf. Wirklich glücklich wirken König LBJ und The Flash nicht
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Mit dem neuen Star-Spieler Grant Hill verabschiedeten sich die Pistons auch in Sachen Logo und Farben von ihrer Vergangenheit - so sollten ordentlich Pferdestärken aufs Parkett gebracht werden
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Mit dem neuen Star-Spieler Grant Hill verabschiedeten sich die Pistons auch in Sachen Logo und Farben von ihrer Vergangenheit - so sollten ordentlich Pferdestärken aufs Parkett gebracht werden
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Da lacht der zweimalige Champ: Im Karriereabend von Hakeem Olajuwon fügten die Rockets ihren sonst roten Trikots noch ein dunkles Blau hinzu. Die aggressive Rakete gab es oben drauf
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Da lacht der zweimalige Champ: Im Karriereabend von Hakeem Olajuwon fügten die Rockets ihren sonst roten Trikots noch ein dunkles Blau hinzu. Die aggressive Rakete gab es oben drauf
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Hollywood Nights nennt sich diese ungewöhnliche Kreation, die auf Wunsch der Fans seit 2013 ab und zu bei Heimspielen getragen wird. Swaggy P. gefällt das
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Hollywood Nights nennt sich diese ungewöhnliche Kreation, die auf Wunsch der Fans seit 2013 ab und zu bei Heimspielen getragen wird. Swaggy P. gefällt das
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Auch wenn der Name 'Jazz' wenig mit Salt Lake City gemein hat und eigentlich auf den alten Sitz in New Orleans zurückgeht: Zumindest das - total naturgetreue - Gebirgsrelief schuf Ende der 90er eine Brücke zum Staate Utah
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Auch wenn der Name 'Jazz' wenig mit Salt Lake City gemein hat und eigentlich auf den alten Sitz in New Orleans zurückgeht: Zumindest das - total naturgetreue - Gebirgsrelief schuf Ende der 90er eine Brücke zum Staate Utah
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Nach wie vor warten die Fans in Seattle sehnsüchtig auf eine Rückkehr ihrerer alten Traditionsfranchise. Vielleicht dann irgendwann wieder in diesem Outfit?
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Nach wie vor warten die Fans in Seattle sehnsüchtig auf eine Rückkehr ihrerer alten Traditionsfranchise. Vielleicht dann irgendwann wieder in diesem Outfit?
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Als die NBA durch die Vancouver Grizzlies das erste kanadische Team verpasst bekam, wollte man auch optisch neue Wege gehen. Heute sind diese Sammlerstücke nur noch für viel Geld zu erwerben
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Als die NBA durch die Vancouver Grizzlies das erste kanadische Team verpasst bekam, wollte man auch optisch neue Wege gehen. Heute sind diese Sammlerstücke nur noch für viel Geld zu erwerben
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Auch die aktuellen Jerseys der Hawks machen einiges her. Doch bis heute gilt das Jersey, in dem Steve A. Smith zahlreiche Schlachten schlug, als absoluter Klassiker in der Team-Historie
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Auch die aktuellen Jerseys der Hawks machen einiges her. Doch bis heute gilt das Jersey, in dem Steve A. Smith zahlreiche Schlachten schlug, als absoluter Klassiker in der Team-Historie
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So fröhlich warf sich Charles Barkley zu seiner Zeit in Phoenix in Schale
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So fröhlich warf sich Charles Barkley zu seiner Zeit in Phoenix in Schale
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Das himmelblaue Jersey der Kings ist eine Neuauflage des Powder-Blue-Designs, das 1985-1989 die Körper der Sacramento-Spieler schmückte. Look! it's a Baby-Boogie!
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Das himmelblaue Jersey der Kings ist eine Neuauflage des Powder-Blue-Designs, das 1985-1989 die Körper der Sacramento-Spieler schmückte. Look! it's a Baby-Boogie!
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Auch die Golden State Warriors besannen sich mit ihrem reduzierten Entwurf auf die Anfangstage und spielen im Vintage-Look ziemlich erfolgreich
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Auch die Golden State Warriors besannen sich mit ihrem reduzierten Entwurf auf die Anfangstage und spielen im Vintage-Look ziemlich erfolgreich
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Lässig der Vince! Die Raptors planten in einem sehr comichaften Outfit die Übernahme der NBA. Air Canada schien es zu gefallen...
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Lässig der Vince! Die Raptors planten in einem sehr comichaften Outfit die Übernahme der NBA. Air Canada schien es zu gefallen...
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Neben der abenteurlichen Haarfarbe von George Hill sticht gleich die eigenwillige Klamotte des Indiana-Guards ins Auge. Damit ehren die Pacers das 30-jährige Jubiläum des Basketball-Filmklassikers 'Hoosiers', der in Indiana spielt
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Neben der abenteurlichen Haarfarbe von George Hill sticht gleich die eigenwillige Klamotte des Indiana-Guards ins Auge. Damit ehren die Pacers das 30-jährige Jubiläum des Basketball-Filmklassikers 'Hoosiers', der in Indiana spielt
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Es war die perfekte Symbiose: Bad Boy Allen Iverson mit seinen Cornrows in einem weiß-schwarzen Jersey mit goldfarbenem Schriftzug - mehr HipHop ging zur Jahrtausendwende kaum
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Es war die perfekte Symbiose: Bad Boy Allen Iverson mit seinen Cornrows in einem weiß-schwarzen Jersey mit goldfarbenem Schriftzug - mehr HipHop ging zur Jahrtausendwende kaum
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Wie viele junge Baller hat man Anfang der 2000er eigentlich im Trikot von Kevin Garnett auf den Freiplätzen weltweit gesehen? Man beachte auch die kleinen Tannenbäume entlang des Saums
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Wie viele junge Baller hat man Anfang der 2000er eigentlich im Trikot von Kevin Garnett auf den Freiplätzen weltweit gesehen? Man beachte auch die kleinen Tannenbäume entlang des Saums
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Als Ray Allen das NBA-Hardwood das erste Mal betrat, trug er die lilafarbene Kreation der 90er-Bucks. Bis 2003 sollte dies seine Arbeitsklamotte bleiben
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Als Ray Allen das NBA-Hardwood das erste Mal betrat, trug er die lilafarbene Kreation der 90er-Bucks. Bis 2003 sollte dies seine Arbeitsklamotte bleiben
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Nein, das ist kein Weihnachts-Outfit, das Ben Gordon anno 2005 bei den Bulls trug. Es war eine Hommage an die Chicago Stags, die zwischen 1946 und 1950 beim NBA-Vorgänger BBA spielten
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Nein, das ist kein Weihnachts-Outfit, das Ben Gordon anno 2005 bei den Bulls trug. Es war eine Hommage an die Chicago Stags, die zwischen 1946 und 1950 beim NBA-Vorgänger BBA spielten
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"Wir gehen selbstbewusst in die Playoffs", hatte Dragic, der in Spiel 7 seine vielleicht beste Leistung im Heat-Trikot zeigte, schon vor den Playoffs gesagt. "Wir werden ein gefährliches Team sein, auch für Cleveland oder Toronto. Mit unserem A-Game können wir jeden Gegner schlagen. Niemand will gegen uns antreten."

Lerneffekt durch Game 7?

Wade, der sein Team in Spiel 6 noch selbst mit einer Vintage-Leistung retten musste, hofft zudem auf einen Lerneffekt bei seinen jüngeren Teammates. "Ich bin kein Prophet oder so etwas, aber ich wusste, dass wir dieses Spiel gewinnen würde", sagte The Flash nach Spiel 7.

"So ein siebtes Spiel zeigt, wer du bist. Wenn du eine Chance bekommst, musst du sie nutzen und darfst nicht aufgeben. Das haben wir die ganze Saison über gemacht. Immer wenn es danach aussah, als würde die Tür sich schließen, sind wir irgendwie trotzdem noch durchgekommen."

Fun Fact: Seitdem LeBron James zurück in Cleveland ist, haben die Cavs kein einziges Spiel in Miami gewinnen können. Ohne "ein Prophet oder so etwas" zu sein: Es wäre gut möglich, dass er das ziemlich bald erneut versuchen kann.

Die Miami Heat im Überblick

Ole Frerks

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Ole Frerks(Redaktion)

Ole Frerks, Jahrgang 1990, ist seit 2013 bei SPOX.com. Nach dem Abitur im Jahre 2008 studierte er in Hamburg und sammelte verschiedene Arbeitserfahrungen in den Bereichen Journalismus und Online-Marketing. Bei SPOX.com Bestandteil der NBA-Redaktion, außerdem zuständig für Basketball, Tennis und Fußball.

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