Los Angeles Clippers - Dallas Mavericks 98:91

Dallas muss doch weiter zittern

Montag, 11.04.2016 | 00:10 Uhr
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Die Dallas Mavericks (41-39) haben im Kampf um die Playoffs bei den L.A. Clippers (52-28) eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen. Beim 98:91 halten die Mavs eine Halbzeit lang mit, brechen nach der Pause aber völlig ein und kommen auch nicht durch Hack-a-DJ zurück ins Spiel.

Da die Rockets (39-41) parallel ihr Spiel gegen die Lakers gewinnen konnten, haben die Mavericks den Playoff-Platz noch immer nicht endgültig sicher, die Ausgangslage ist aber weiterhin günstig: Sie sind dann durch, wenn sie entweder selbst eins ihrer Spiele (in Utah, zuhause gegen San Antonio) gewinnen oder Houston eines seiner Spiele (in Minnesota, zuhause gegen Sacramento) verliert.

Mavs-Topscorer bei der Pleite in L.A. war Raymond Felton mit 21 Punkten, Dirk Nowitzki kam auf 14 Zähler, haderte aber ebenso wie der Rest seines Teams mit der Präzision aus der Distanz (1/4 3FG) und wurde in der Schlussphase geschont. Rückkehrer Deron Williams kam auf 15 Punkte.

Bei den Clippers war Jamal Crawford mit 22 Punkten der beste Werfer, J.J. Redick kam auf 20. Blake Griffin (17 Punkte, 11 Rebounds, 7 Assists) und DeAndre Jordan (12 und 10) lieferten ihre obligatorischen Double-Doubles.

Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavs): "Das dritte Viertel hat uns das Genick gebrochen. Da haben wir einige gute Möglichkeiten liegen gelassen."

Chris Paul (Clippers) über Griffin: "Seine Präsenz war heute wichtig für uns. In der Schlussphase haben wir wieder den Blake gesehen, den wir kennen. Er war wirklich aggressiv."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: L.A. macht es diesmal nicht im Schongang, alle Stars sind dabei: Es starten Paul und Redick im Backcourt, dazu kommen Mbah a Moute, Griffin und Jordan. Die Mavs treten wie erwartet ohne Barea (Leiste) an, dafür ist Williams überraschend wieder dabei und direkt Starter. Zudem beginnen Matthews, Anderson, Nowitzki und Pachulia.

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1. Viertel: Das Spiel begann auf beiden Seiten schleppend. Die Clippers ließen zunächst zu viel über Griffin laufen, der aber noch keinen Rhythmus hatte - Redick dagegen machte es mit 9 Punkten deutlich besser. Bei den Mavs wiederum lief noch weniger zusammen, da sie zu oft den Ball verloren. Erst Felton (9 Punkte im ersten Viertel) schaffte Abhilfe, nach zwölf Minuten stand es 23:21 für L.A.

2. Viertel: Felton und Crawford lieferten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs einen Zweikampf mit Dreiern vom Parkplatz und butterweichen Floatern. Clippers-untypisch wurde die Team-Performance dann schwächer, als die Starter zurück ins Spiel kamen, Dallas legte einen 7:0-Run hin. Doch dank Redick und Crawford fing sich das Heim-Team schnell wieder und ging mit 49:47 in die Pause.

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3. Viertel: Paul schaffte es zu Anfang des Viertels, Griffin ein paar einfache Punkte zu verschaffen, prompt antwortete Carlisle mit Hack-a-DJ. Das half aber wenig, da die Mavs nun völlig kalt waren und nur ein Field Goal in sechs Minuten zustande brachten. Zum Ende des Viertels legten die Clippers einen 13:0-Run hin und führten vor dem letzten Durchgang mit 78:59.

4. Viertel: Kaum waren fünf Minuten rum, da war Dallas schon wieder auf 7 dran, sodass Rivers seine Starter wieder ins Spiel bringen musste. Die rückten die Verhältnisse dank des nun deutlich stärkeren Griffin doch wieder zurecht. Mit vielen weiteren Fouls an Jordan zögerten die Mavs das Ganze noch unnötig in die Länge - die Clippers siegten am Ende souverän.

Los Angeles Clippers vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: J.J. Redick. Mal wieder beeindruckend effizient und mit seinen vielen Cuts einfach nicht in den Griff zu kriegen. Die Mavs versuchten es mit mehreren Verteidigern, aber niemand war in der Lage, am Edelschützen dranzubleiben. Am Ende mit 20 Punkten bei überragenden Quoten (8/10 FG, 4/4 3FG).

Der Flop des Spiels: Die Schützen der Mavs. Die miese Freiwurfquote der Clippers fiel stärker auf, aber die Mavs standen Jordan und Co. mit ihrem Dreiergeballer in nichts nach. Katastrophale 8 von 30 Triples fanden ihr Ziel, gerade bei Matthews und Felton ging wenig, trotzdem erzwangen sie es immer wieder, statt nach anderen Wegen zu suchen. In dieser Hinsicht fehlte Barea am meisten.

Das fiel auf:

  • Carlisle wirbelte in der Defense viel durch, sodass sich diverse Cross-Matchups ergaben. Matthews jagte beispielsweise Paul übers ganze Feld, Rückkehrer Williams wurde gegen Mbah a Moute versteckt. Das beudetete für Rookie Anderson, dass er den vielleicht nervigsten Job übernehmen musste - Redick um Blöcke jagen. Gerade am Anfang fehlte bei den vielen Switches dann aber auch recht häufig die Abstimmung.
  • Die Clippers-Defense kam nicht gerade furchteinflößend daher. Gerade Williams und Felton kamen zumeist recht mühelos zum Korb durch. Dass die Mavs sich dennoch extrem viele Ballverluste (16) leisteten, lag eher an der eigenen Nachlässigkeit. Umso bitterer, dass die Clippers aus diesen Ballverlusten 15 Punkte machen konnten, denn im Setplay ging lange wenig.
  • Der Grund dafür war leicht zu finden. Wann immer Griffin auf dem Court stand, versuchten die Clippers alles, um dem Rückkehrer einen Rhythmus zu verschaffen. Das Problem dabei war, dass Blake fast nur aus der Mitteldistanz draufhielt, dabei aber überhaupt keinen guten Tag erwischte. Verständlich, dass L.A. Griffin zum Playoff-Start pushen möchte, aber in dieser Form war das "Force-Feeding" doch etwas übertrieben. Immerhin: In der Schlussphase ging er wieder mehr zum Korb und hatte dann doch noch einige Erfolgserlebnisse.
  • Als die Clippers Anfang des dritten Viertels leicht davonzogen, packte Carlisle Hack-A-DJ aus. Das machte insofern auch Sinn, da Jordan selbst für seine Verhältnisse absolut grausam warf (4/19 FT!). Allerdings kam die Offense der Mavs dadurch umso mehr aus dem Gleichgewicht. Dallas lief kaum noch richtige Plays - teilweise wirkte die eigene Offense wie (schlechtes) Gezocke auf dem Freiplatz. Als man sich wieder fing, war das Loch schon ein Stück zu groß geworden.

Der Spielplan im Überblick

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