Montag, 25.04.2016

Spiel 4: Rockets - Warriors 94:121

Dubs siegen, Curry erneut verletzt

Die Golden State Warriors haben das vierte Spiel gegen die Houston Rockets mit 121:94 (BOXSCORE) gewonnen und liegen in der Serie nun mit 3-1 in Front. Dennoch gab es bittere Nachrichten für die Dubs: Stephen Curry verletzte sich im letzten Angriff der ersten Hälfte und kehrte nicht mehr ins Spiel zurück.

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Vier Spiele sind in der Serie gespielt, nur 39 Minuten davon stand Steph Curry bisher auf dem Parkett. Und doch haben die Warriors drei Duelle gewonnen. Auch heute konnte Steve Kerr auf sein restliches Team zählen, nachdem der MVP zum Ende der ersten Hälfte ausgerutscht war und sich das Knie verdreht hatte.

Klay Thompson (23 Punkte, 8/15 FG), Andre Iguodala (22 Punkte, 9/11 FG) und Draymond Green (18 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists) machten den Ausfall des MVP vergessen und die Warriors stellten ohne Currys Mithilfe sogar einen neuen Playoff-Rekord für getroffene Dreier in einem Spiel auf. Satte 21 Longballs ballerte Golden State den Rockets durch die Reuse.

Houston konnte eine Halbzeit lang mithalten, doch im dritten Viertel fielen die Rockets auseinander. James Harden (18 Punkte, 7 Rebounds, 10 Assists, 7 Steals) zeigte eine starke Partie, doch ihm fehlte die UNterstützung. Lediglich Dwight Howard (19 Punkte, 15 Rebounds) stemmte sich mit gegen die dritte Niederlage der Serie.

Die Reaktionen:

Steve Kerr (Head Coach Warriors): "Wenn man so ein Team hat wie das unsere, wo sich jeder um den anderen kümmert, dann lässt man sich gerne von seinen Emotionen leiten. Die Jungs haben begriffen, das wir beisammen stehen mussten."

Draymond Green (Warriors): "Sein wir mal ehrlich. Wenn man solche Würfe trifft, wie wir sie treffen, dann gewinnt man solche Spiele!"

James Harden (Rockets): "Das war einfach eine furchtbare Art, eine wirklich furchtbare Art, dieses Spiel zu verlieren. Das war ein furchtbares Viertel. Wir haben das Spiel ohne große Gegenwehr aus der Hand gegeben.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Stephen Curry ist wieder mit von der Partie, daher kann Warriors-Coach Steve Kerr auf sein gewohntes Starting Lineup mit dem MVP, Thompson, Barnes, Green und Bogut bauen. Für die Rockets beginnen Beverley, Harden, Ariza, Motiejunas und Howard.

1. Viertel: Curry verfehlte seine ersten drei Würfe, doch mit einem Layup and One kam er aufs Scoreboard. Harden hielt zu Beginn sehr zurück, agierte viel als Vorbereiter und sammelte Assists. Dann kam er, der erste berüchtigte Dubs-Run. Thompson traf gleich mehrfach, ein Dreier von Iguodala brachte Golden State eine frühe zweistellig Führung. Doch Houston steckte nicht auf. Mit dem Buzzer netzte Harden einen wilden Wurf aus 10 Metern ein, der das Spiel wieder ausglich. 29:29.

2. Viertel: Die Rockets gaben weiterhin in der Zone Gas, Howard war ein ums andere Mal Nutznießer guter Harden-Pässe. Mitte des Viertels hatte D12 bereits ein Double Double, dazu brachte Michael Beasley gutes Shooting von der Bank. Nach einer Phase von Hack-a-Howard und Hack-an-Ezeli gingen beide Coaches zu Small Bal über. Beim letzten Play der Halbzeit rutschte Curry, der bisher wenig traf, aus und verdrehte sich das Knie. Mit 56:56 ging es in die Pause.

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3. Viertel: Curry konnte die zweite Hälfte nicht starten, ebenso wie Beverley, der aufgrund einer Beinverletzung von Terry ersetzt werden musste. Nach Technischen Fouls für Howard und Livingston konnte sich Golden State absetzen. Warum? Weil Houston katastrophal spielte. Offensiv ging nichts, dazu drei Dreier von Thompson, drei von Green, dazu einige Transition-Punkte - schnell wuchs die Dubs-Führung auf 97:76.

4. Viertel: Houston versuchte noch einmal, ins Spiel zurückzukommen, doch die Dubs ließen es schlichtweg nicht zu. Iguodala und Barnes nahmen den Rockets die Hoffnung. Mitte des Viertels hisste Coach Bickerstaff die weiße Flagge und läutete die Garbage Time ein. Die Warriors gewannen mit 121:94.

Rockets vs. Warriors: Hier geht's zum BOXSCORE

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Der Star des Spiels: Draymond Green. Der Power Forward hatte seine Finger mal wieder überall im Spiel. Ob Scoring (7/12 FG, 4/6 Dreier), Arbeit am Brett (8 Rebounds) oder Playmaking (6 Assists) - Green machte alles. Seine starke Defense wird schon kaum noch gelobt. Ebenfalls stark: Andre Iguodala (9/11 FG).

Der Flop des Spiels: Trevor Ariza. Kein Zug zum Korb, keine Gefahr von draußen. Ariza konnte kaum etwas zum Offensivspiel der Rockets beitragen. Traf nur 3 seiner 11 Würfe, sammelte in 36 Minuten lediglich 2 Rebounds und verzeichnete keinen Assist.

Stephen Curry: Die Karriere in Bildern
Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Doch gleich mehrere Knöchelverletzungen ließen Zweifel an Currys Profisport-Tauglichkeit aufkommen. In der Saison 2011/2012 konnte er nur 26 Spiele bestreiten
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Aber die Warriors glaubten an ihn und Curry unterschrieb eine Rookie-Extension über vier Jahre und 44 Mio. Dollar, die für das Team nicht ohne Risiko war. Doch in der Saison 2012/2013 folgte der endgültige Durchbruch...
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Curry wurde die Ehre zuteil, bei seinem ersten All-Star-Game direkt zu starten. Schnell zog er in der Gunst der NBA-Fans an Point-Guard-Liebling Chris Paul vorbei
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In der Postseason 2013 sorgten die Dubs für Aufsehen, als sie die Spurs um Spielmacher-Legende Tony Parker an den Rand der Niederlage brachten
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Durch seine starken Leistungen in der besten Basketballliga der Welt wurde Curry auch beim Team USA einer der wichtigsten Spieler. Zwar fehlt ihm noch Olympiagold, aber zwei Weltmeistertitel darf er bereits sein Eigen nennen
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Dass Curry der beste Distanzschütze der Association ist, stellte er beim Dreier-Contest 2015 unter Beweis. Mit 286 getroffenen Longballs in der Saison verbesserte er zudem seinen eigenen Rekord
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Nach einer Saison mit 76 Siegen spielten sich die Warriors 2015 in die Finals, wo es zu einem erbitterten Kampf mit den Cleveland Cavaliers kam
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Am Ende siegte Golden State mit 4-2 und holte die erste Championship seit 40 Jahren nach Oakland. Andre Iguodala, der die Kreise von LeBron James enorm einengte, wurde zum Finals-MVP gekürt - und Curry freute sich mit ihm
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2015/2016 läuft noch besser: Die Warriors jagen aktuell den 72-Siege-Rekord der Bulls (1995/1996) und haben schon 59 Erfolge auf dem Konto
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In dieser Saison hat sich Curry noch einmal verbessert und schon bis Anfang März 300 Dreier eingenetzt. Und das bei einer Quote von 46 Prozent
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Auch individuell stößt Curry in neue Sphären vor: Mit 30,4 Punkten pro Spiel, einem PER von 32,2, einem True Shooting von 67,9 Prozent sowie 13,9 Win Shares ist der MVP auf dem Weg zu einer historischen Saison
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Zum besten Spieler des Planeten hat es Curry vor allem dank seines Arbeitseifers geschafft. Und die Konkurrenz hat jetzt schon Angst davor, der Chef könnte in den nächsten Jahren noch stärker werden...
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Das fiel auf:

  • Die Rockets haben in Dwight Howard immer noch eine guten Big Man in der Zone, doch die Dubs halfen in der zweiten Hälfte gut unter dem Korb aus. Das wurde nicht bestraft, da das Spacing der Rockets überhaupt nicht funktionierte. Ariza (0/4 Dreier) oder Corey Brewer (23 verworfene Dreier in Serie) brauchte Golden State nicht eng zu verteidigen.
  • Bereits im zweiten Viertel handelten sich Green, Bogut und Barnes ihr jeweils drittes Foul ein. Während Green noch lange auf dem Parkett blieb, ging Steve Kerr ohne Bogut zu Hack-a-Howard über. Nach mehreren vergebenen Freiwürfen reagierte J.B. Bickerstaff und nahm seinen Center vom Feld.
  • Kurz nach der Pause folgten zwei weitere Pfiffe gegen Bogut, der dann direkt wieder auf die Bank musste. Und der Höhepunkt: Im vierten Viertel brachte Kerr den Australier wieder zurück, acht Sekunden später führte ein Offensivfoul dazu, dass das Spiel für ihn gelaufen war.
  • Die Rockets trafen in der ersten Hälfte unterirdisch von Downtown: lediglich 2 der 13 Dreier-Versuche fanden ihr Ziel. Golden State machte es deutlich besser, wobei Curry (1/7 Dreier) die Quote ironischerweise nach unten zog. Am Ende luchsten die Warriors sogar noch den Cavs (2016), Mavericks (2011), Sonics (1996) und sich selbst (2015) den Rekord für die meisten Dreier in einem Playoff-Spiel ab.

Der Spielplan im Überblick

Martin Klotz

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Martin Klotz(Redaktion)

Martin Klotz, Jahrgang 1988, ist seit Anfang 2014 bei SPOX.com. Den gebürtigen Bremer zog es zuletzt immer weiter Richtung Süden. Nach vier Jahren beim NDR in Hannover und einem Journalistik-Studium an der Uni Leipzig kam er nach Unterföhring. Als Volontär Mitglied der NBA-Redaktion und darüber hinaus zuständig für die Euroleague.

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