Montag, 04.04.2016

Golden State Warriors - Portland Trail Blazers 136:111

Dem Rekord wieder ein Stück näher

Die Golden State Warriors (69-8) haben ihr Heimspiel gegen die Portland Trail Blazers (41-37) deutlich mit 136:111 (BOXSCORE) gewonnen und sich damit nach der ersten Heimpleite der Saison gegen die Celtics rehabilitiert. Angeführt vom überragenden MVP Stephen Curry rückte man damit dem Rekord von 73 Saisonsiegen wieder ein Stückchen näher.

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Die Blazers legten mit 37 Punkten ein bärenstarkes erstes Viertel hin, aber bis zur Pause hatten die Dubs die Führung übernommen und bauten diese dann methodisch aus, bevor es am Ende richtig deutlich wurde. Dafür sorgte vor allem die sensationelle Quote der Hausherren von der Dreierlinie (18/30).

Das Point-Guard-Duell zwischen Curry und Damian Lillard enttäuschte nicht, und am Ende gewann Curry in dieser Kategorie denkbar knapp mit 39:38 Punkten. Neben Curry legte Klay Thompson 21 Punkte auf, Draymond Green lieferte ein bärenstarkes Triple-Double (22 Punkte, 10 Rebounds, 10 Assists).

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Die Warriors sind erst das vierte Team, das es in einer Saison auf 69 Saisonsiege bringt. Bei noch fünf verbleibenden Partien fehlen drei Siege, um die Bestmarke der Chicago Bulls von 1995/96 (72-10) einzustellen - oder sogar zu übertreffen. Am Dienstag muss man gegen die Timberwolves antreten. Die Blazers treffen am Dienstag auswärts auf die Sacramento Kings.

Die Reaktionen:

Stephen Curry (Golden State Warriors): "Die negative Energie, die daraus entsteht, wenn man etwas überanalysiert, oder sogar diese leichte Panik - sie ist nicht nötig. Wir sind als Einheit sehr fokussiert, wir wissen, wie man nach Niederlagen zurückkommt. Wir bleiben uns treu."

Steve Kerr (Coach Warriors): "Mir hat unsere Konzentration gefallen, wir waren im Gegenzug zum letzten Mal voll da. Eine gute Antwort auf die Niederlage."

Damian Lillard (Portland Trail Blazers, über sein Duell mit Curry): "Er wird nicht aufstecken, und ich ganz sicher auch nicht. Es war aber kein 'Ich-gegen-ihn-Ding. Er hat einen guten Spielzug geliefert, und ich auf der anderen Seite dann eben auch."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Warriors müssen auf Center Andrew Bogut verzichten, freuen sich dafür aber über die Rückkehr von Backup Festus Ezeli, der nach wochenlanger Pause wieder mitwirken kann und prompt in die Starting Five rückt. Neben ihm starten Curry, Thompson, Barnes und Green. Die Blazers bauen in der Jagd nach den Grizzllies mit Lillard, McCollum, Harkless, Aminu und Plumlee.

1. Viertel: Wenig Defense in den ersten Minuten, dafür eine Menge Offense - und es bahnte sich früh das erwartete Point-Guard-Duell an. Die Blazers zogen zu Beginn einmal mit 8 Punkten weg, zum Ende des Viertels sogar mit 11, weil die Rebounds und Tipouts irgendwie immer in ihren Armen landeten. Vor der Sirene schweißte Curry noch seinen typischen wilden Dreier rein. Curry - Lillard 14:14, 37:31 Blazers.

Stephen Curry: Die Karriere in Bildern
Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Doch gleich mehrere Knöchelverletzungen ließen Zweifel an Currys Profisport-Tauglichkeit aufkommen. In der Saison 2011/2012 konnte er nur 26 Spiele bestreiten
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Aber die Warriors glaubten an ihn und Curry unterschrieb eine Rookie-Extension über vier Jahre und 44 Mio. Dollar, die für das Team nicht ohne Risiko war. Doch in der Saison 2012/2013 folgte der endgültige Durchbruch...
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Curry wurde die Ehre zuteil, bei seinem ersten All-Star-Game direkt zu starten. Schnell zog er in der Gunst der NBA-Fans an Point-Guard-Liebling Chris Paul vorbei
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In der Postseason 2013 sorgten die Dubs für Aufsehen, als sie die Spurs um Spielmacher-Legende Tony Parker an den Rand der Niederlage brachten
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Durch seine starken Leistungen in der besten Basketballliga der Welt wurde Curry auch beim Team USA einer der wichtigsten Spieler. Zwar fehlt ihm noch Olympiagold, aber zwei Weltmeistertitel darf er bereits sein Eigen nennen
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Dass Curry der beste Distanzschütze der Association ist, stellte er beim Dreier-Contest 2015 unter Beweis. Mit 286 getroffenen Longballs in der Saison verbesserte er zudem seinen eigenen Rekord
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Im Rennen um den MVP Award setzte sich Curry mit einer bockstarken Saison gegen LeBron James und James Harden durch. Adam Silver überreichte ihm die Trophäe während der Playoffs 2015
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Auch privat läuft es für den Superstar. 2011 Heiratete er seine langjährige Freundin Ayesha Alexander...
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... 2012 kam Tochter Riley zur Welt. Und bei einigen Pressekonferenzen stahl ihm das extrovertierte Mädchen mit Leichtigkeit die Show
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Nach einer Saison mit 76 Siegen spielten sich die Warriors 2015 in die Finals, wo es zu einem erbitterten Kampf mit den Cleveland Cavaliers kam
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Am Ende siegte Golden State mit 4-2 und holte die erste Championship seit 40 Jahren nach Oakland. Andre Iguodala, der die Kreise von LeBron James enorm einengte, wurde zum Finals-MVP gekürt - und Curry freute sich mit ihm
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2015/2016 läuft noch besser: Die Warriors jagen aktuell den 72-Siege-Rekord der Bulls (1995/1996) und haben schon 59 Erfolge auf dem Konto
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In dieser Saison hat sich Curry noch einmal verbessert und schon bis Anfang März 300 Dreier eingenetzt. Und das bei einer Quote von 46 Prozent
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Auch individuell stößt Curry in neue Sphären vor: Mit 30,4 Punkten pro Spiel, einem PER von 32,2, einem True Shooting von 67,9 Prozent sowie 13,9 Win Shares ist der MVP auf dem Weg zu einer historischen Saison
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Zum besten Spieler des Planeten hat es Curry vor allem dank seines Arbeitseifers geschafft. Und die Konkurrenz hat jetzt schon Angst davor, der Chef könnte in den nächsten Jahren noch stärker werden...
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Zum besten Spieler des Planeten hat es Curry vor allem dank seines Arbeitseifers geschafft. Und die Konkurrenz hat jetzt schon Angst davor, der Chef könnte in den nächsten Jahren noch stärker werden...
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2. Viertel: Die Bank durfte es beim Champion richten, zudem zogen die Defenses an, die sich etwas besser auf die jeweiligen Gegner eingestellt hatten. Die Dubs glichen aus und zogen vor der Halbzeit sogar leicht weg. Viele Offensiv-Rebounds waren hier zu verzeichnen (10:9 Warriors). Curry führte das Privatduell mittlerweile mit 20:16, Draymond war auf dem Weg zum Triple-Double (11, 7 & 5). 63:56 Warriors.

3. Viertel: Guter Viertel-Start der Dubs, und dann verwandelte sich das dritte Viertel in eine Curry-Show, der innerhalb von eineinhalb Minuten vier Triples traf, den letzten von 30 Fuß - warum auch nicht? Portland steckte nicht auf und verkürzte verbissen durch gutes Ball Movement, aber zum Ende des Viertels regnete es wieder ein paar Dreier. Curry - Lillard: 34:32, 101:89 Dubs.

4. Viertel: Am Ende wurde es dann deutlich. Lange bewegte sich die Führung im 10-Punkte-Bereich, doch dann hatten die Blazers dem guten Ball Movement einfach nichts mehr gegenzusetzen. Ein offener Dreier nach dem anderen, auch die Bank machte fleißig mit. So ist der Titelverteidiger unschlagbar. Endstand: 136:111.

Golden State Warriors vs. Portland Trail Blazers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Stephen Curry. Ähem. Was soll man da noch sagen. 39 Punkte in 35 Minuten, 9/13 von Downtown, dazu noch 7 Assists und 6 Rebounds. Als ob die MVP-Trophy nicht schon längst graviert wäre. Nur der eine oder andere seiner 4 Turnover war etwas zu verspielt.

Der Flop des Spiels: C.J. McCollum. Neben "Batman" Lillard hätten die Blazers einen ebenso guten "Robin" gebraucht, und 18 Punkte sind auf dem Papier auch nicht so schlecht. Aber die Quote (6/14 FG) ließ zu wünschen übrig, dazu kamen auch 5 Ballverluste - niemand hatte mehr. So sind dann auch die -25 im Plus/Minus zu erklären.

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Das fiel auf:

  • Gegen die Celtics sei man müde gewesen, hatte Warriors-Coach Steve Kerr noch gesagt. Davon war gegen die Blazers in den ersten Minuten noch etwas zu sehen - vielleicht war es auch ein bisschen abgefallene Spannung nach der ersten Heimniederlage der Saison. 37 Punkte, schlampige Arbeit an den Brettern, Lillard war nicht zu halten.
  • Im zweiten Viertel versenkte Curry übrigens den 1000. Dreier der Warriors in dieser Saison. Die Bestmarke vor dieser Spielzeit? 933 von den Rockets.

  • Die Big Three der Warriors sind ja hinreichend bekannt, aber die Bank macht eben auch immer mächtig Heu. Auch wenn einiges davon der Garbage Time am Ende geschuldet war: Alle sieben Akteure von der Bank hatten ein positives Plus/Minus zu verzeichnen, und die Quoten waren einfach nur außerirdisch: 17/25 FG, 5/6 3FG, 42 Punkte.
  • Festus Ezeli durfte mit nur neun Minuten Spielzeit nach langer Pause erst einmal wieder reinschnuppern und war im schnellen Spiel mit 2 Punkten und 3 Rebounds auch nicht sonderlich vonnöten. Da bei Bogut aber immer mal eine Verletzung droht, wird seine Rolle in den Playoffs sicherlich noch wachsen, vor allem gegen größere Frontlines. Seine Rückkehr ist enorm wichtig und wird die Bank noch einmal verstärken.
  • Die Blazers hielten über fast drei Viertel gut mit, es ist aber kein Wunder, dass sie vor allem im 2. und 4. Viertel, in denen die Bankspieler viele Minuten bekommen, Rückschläge verkraften mussten. Nur 22 Punkte von der Bank. Die muss im Rennen um den 5. Platz im Westen noch einmal zulegen - am Einzug in die Playoffs sollte eigentlich nichts mehr anbrennen.

Der Spielplan im Überblick

Stefan Petri

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Stefan Petri(Redaktion)

Stefan Petri, Jahrgang 1983, ist seit 2012 für SPOX.com tätig. Aufgewachsen in Hemsbach an der schönen Bergstraße, verschlug es ihn nach seinem Anglistik- und Geschichtsstudium in Heidelberg nach München. Festes Mitglied im NFL- und im NBA-Ressort, kümmert sich als Sports-Allrounder u.a. auch um Tennis, Baseball, Snooker, Wintersport, etc.

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