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Golden State Warriors - Oklahoma City Thunder 121:106

Dubs stellen nächsten Bulls-Rekord ein

Freitag, 04.03.2016 | 07:01 Uhr
MVP gegen MVP: Kevin Durant (l.) zieht gegen Stephen Curry zum Korb
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Die Golden State Warriors (55-5) haben ihr Heimspiel gegen die Oklahoma City Thunder (42-20) mit 121:106 (BOXSCORE) gewonnen und damit ihren 44. Heimsieg in Serie feiern können. Damit stellte der Titelverteidiger die Bestmarke der Chicago Bulls von Michael Jordan ein - und hält weiter Kurs auf die beste Regular Season der Liga-Geschichte. Nach drei ausgeglichenen Vierteln zeigt OKC am Ende bekannte Schwächen, Stephen Curry hat diesmal eine Menge Hilfe.

Nur wenige Tage nach dem verrückten 121:118-Overtime-Erfolg der Warriors in Oklahoma City bleibt das Rückspiel der beiden Titelanwärter aus der Western Conference auch diesmal lange spannend - im dritten führen die Thunder sogar zwischenzeitlich mit 80:71. Dann jedoch drücken die daheim noch ungeschlagenen Dubs aber auf die Tube, holen sich zu Beginn des Schlussabschnitts wieder die Führung und machen dank 39 Punkten in den letzten 12 Minuten einen letztlich ungefährdeten Sieg perfekt.

Mit 33 Punkten ist Curry bester Schütze seines Teams, trifft aber zur Abwechslung nur 5 seiner 15 Versuche von Downtown. Klay Thompson steuert 21 Punkte bei (10/19 FG), vier weitere Spieler punkten zweistellig. Bei OKC verpasst Kevin Durant mit 32 Punkten, 10 Rebounds und 9 Assists (9 Turnover) nur knapp ein Triple-Double, Russell Westbrook (22) und Serge Ibaka (20) knacken ebenfalls die 20 Punkte.

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Mit 44 Heimsiegen, 26 davon in diesem Jahr, egalisieren die Warriors die Marke der Chicago Bulls, die in den Jahren 1994-1996 ebenso oft daheim ungeschlagen blieben. Am Montag könnte gegen die Orlando Magic ein neuer Rekord aufgestellt werden. Zudem haben die Dubs weiter hin die Marke von 72-10 (Chicago, 1995/96) im Visier.

Die Reaktionen:

Steve Kerr (Coach Warriors) über die Serie von 44 Heimsiegen: "Ach, ich war damals bei den Bulls und wusste gar nicht, dass wir den Rekord gebrochen hatten. Langfristig, in 20 Jahren oder so, interessiert so etwas niemanden mehr."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Es ist das Rematch: Nach dem dramatischen Game-Winner von Steph Curry am Samstag in Oklahoma City bekommen die Thunder ihre dritte Chance in dieser Saison, dem Champion endlich die ersehnte Niederlage beizubringen. Fünf der letzten sechs Duelle hat man nun verloren. Außerdem traten in der vorigen Nacht gegen die Los Angeles Clippers erneut die Schwächen des Teams zutage, als man einen großen Vorsprung in den letzten Minuten noch verspielte.

Die Warriors können auf der Jagd nach dem 44. Heimsieg in Folge dagegen personell aus dem Vollen schöpfen: Curry und Iguodala, die gegen Atlanta beide angeschlagen passen mussten, sind wieder dabei. Bei den Starting Fives gibt es keine Überraschungen: Curry-Thompson-Barnes-Green-Bogut gegen Westbrook-Roberson-Durant-Ibaka-Adams.

5.: Guter Start der Thunder, die in den ersten drei Minuten nur 3 Punkte zulassen, auch Curry hat schon zweimal nicht getroffen. Dann aber sieht sich der MVP Kevin Durant gegenüber, dribbelt den schwindlig und versenkt den Teardrop. Wenig später trifft Draymond Green den Dreier. 8:5 Warriors.

10.: Bei so offensivstarken Teams wird es ganz sicher den einen oder anderen Lauf auf beiden Seiten geben. Curry trifft auf der einen Seite zwei Dreier in Folge, doch Dion Waiters und Ibaka schlagen aus der Mitteldistanz zurück. Schon 7 Punkte für Serge, Auszeit Warriors. 23:22 OKC.

17.: Die beiden Bänke machen jetzt die Musik! Mo Speights ist drin, knipst sofort aus der Mitteldistanz und trifft dann auch noch den Dreier - Curry auf der Bank ist fassungslos. Auf der Gegenseite hat Waiters bereits 6 Punkte gesammelt, zudem ist Enes Kanter unter dem Korb mal wieder nicht zu halten: Dreipunktspiel gegen das kleine Lineup der Dubs, aber der Freiwurf fällt nicht. 42:38 Dubs!

24: Ganz enge Kiste hier bislang! 13 Mal Gleichstand, 13 Führungswechsel. Meistens sind die Dubs aber ein paar Punkte in Front - natürlich auch deswegen, weil Curry mal wieder einen Dreier vom Parkplatz versenkt. Vor der Sirene stürmt Westbrook noch einmal in die Zone, sein Kickout ist aber zu ungenau, die Chance verstreicht. 63:61 Warriors.

32.: Und jetzt fällt bei den Warriors überhaupt nichts mehr. Zu viele Dreier, zu wenige geplante Aktionen, auch Curry trifft nicht. Dafür läuft Durant heiß - und dann trifft auch noch Ibaka den Dreier. 80:71 OKC!

36.: Dann nimmt Durant seine Pause und plötzlich läuft es wieder bei den Warriors, die den Rückstand fast komplett wettmachen. Curry verwirft in den letzten Sekunden aber gleich zwei Versuche zur Führung. Nur 3/12 Dreier von Steph, so kennt man ihn nicht in den letzten Tagen. Ist das die große Chance der Thunder? 83:82 Oklahoma City!

44.: Ist das der nächste Kollaps der Thunder? Es sieht ganz danach aus! Die Bank der Warriors baut den Vorsprung in den ersten Minuten des Schlussviertels aus, vor allem Shaun Livingston spielt ganz stark auf. Und auch als der Vorsprung zwischenzeitlich wieder auf 2 Punkte zusammenschmilzt - bei den Gästen hängen schon die Köpfe: Viele Turnover, viele wilde Würfe ohne Plan. Ein Dreipunktspiel von Curry stellt auf 106:97.

46.: Dagger! In ihrer Verzweiflung schicken die Thunder den gegnerischen Center per "Hack-a-Bogut" an die Linie, doch der Big Man trifft zweimal ganz lässig. Und dann zeigt Curry noch einmal sein Können von Downtown! 114:100 Warriors!

Warriors vs. Thunder: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Shaun Livingston. Was, diesmal nicht Curry? Richtig. Zwar hatte der MVP eine Menge brillante Momente, doch den entscheidenden Schlag gegen die Thunder setzte diesmal die Bank - und zwar angeführt von Livingston. Der markierte in 21 Minuten 11 Punkte, starkte 8 Assists und 3 Steals bei keinem einzigen Ballverlust und sorgte dafür, dass sich Curry im Schlussviertel eine lange Pause gönnen konnte. Mit einem Plus/Minus von +17 konnte er den besten Wert vorweisen (Curry: +6). Leistungsträger wie Livingston verschwinden oft im überlebensgroßen Schatten von Curry. Diesmal nicht.

Der Flop des Spiels: Russell Westbrook. 22 Punkte, 7 Assists und 6 Rebounds sind zwar sehr gute Zahlen, aber dafür benötigte Russ auch eine Menge Würfe (8/24 FG, 1/8 3FG). Warum er mehr Würfe nimmt als Durant, ist gerade an einem solchen Abend ein Rätsel. Generell wirkte der sonst so feurige Point Guard aber verunsichert, tauchte über mehrere Phasen fast vollständig ab und fiel immer wieder mit unnötigen Pull-Ups früh in der Shot Clock auf. Wenn die Thunder gewinnen, ist alles gut. Wenn sie verlieren, und zwar so oft wie zuletzt (2-6 in den letzten acht Spielen), fallen die Schwächen in seinem Spiel umso mehr auf.

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Das fiel auf:

  • Es war ein Abend, den man von Curry so nur selten geht: Von Downtown fiel lange fast nichts, und darunter waren nicht nur seine bekannten Versuche von weit draußen. Bezeichnend ein Triple im Schlussviertel, als er völlig frei stand und auf der rechten Seite mehrere Sekunden Zeit hatte. Dennoch fiel der Wurf nicht. Aber der Point Guard lebt nicht nur an der Dreierlinie: Durch seine Laufwege ohne den Ball und die aggressive Grunddeckung fand er mehrfach den Weg zum Korb, entweder per Dribbling oder "Doppelpass" mit einem Screener. So sind es bei nur 5/15 von draußen eben doch fast 50 Prozent aus dem Feld (12/25).

  • Thunders-Coach Billy Donovan hat in den letzten Wochen seine Strategie umgestellt und die Minuten von Durant und Westbrook abgesetzt, um möglichst immer einen seiner beiden Superstars auf dem Court zu haben. Dennoch sitzt der zweite Anzug der Thunder oftmals zu locker - während sich die Warriors auch Lineups ohne Thompson und Curry leisten können. Den Run zu Beginn des Schlussviertels verantworteten Livingston, Speights und Co. ohne ihre Superstars.

  • Zu undiszipliniert, zu viele Fehler - man "mache sich etwas vor, wenn man glaube, zu den besten Teams zu gehören", hatte Durant nach dem Kollaps gegen die Clippers heftige Kritik geübt. In der Höhle des Löwen hielt man den Champ fast drei Viertel lang in Schach, spielte bemerkenswert abgeklärt. Aber als die dann in den letzten 14 Minuten die Intensität erhöhten, das Publikum die Oracle Arena in ein Tollhaus verwandelte, kamen die bekannten Schwächen wieder zum Vorschein. Wilder Aktionismus von Russ, hängende Schultern von Durant, der das Unheil kommen zu sehen schien. Auch defensiv ließ man zu viele einfache Würfe zu.

  • Es war die zehnte Niederlage von OKC trotz Führung zu Beginn des letzten Viertels. Damit teilt man sich diese traurige Saison-Bestmarke mit den Philadelphia 76ers (8-53). Donovan muss sich für die Crunch Time (zusammen 36:74 gegen Golden State und die Clippers in den beiden Schlussvierteln) unbedingt neue Rezepte einfallen lassen: Die Clippers (40-20) liegen nur noch ein Spiel zurück - und fällt man auf den vierten Platz im Westen zurück, würde das in der zweiten Playoff-Runde wohl ein Duell mit den Warriors bedeuten.

Der Spielplan im Überblick

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