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Denver Nuggets - Dallas Mavericks 116:114 OT

The Manimal frisst glücklose Mavs

Von Martin Gödderz
Montag, 07.03.2016 | 02:27 Uhr
Dirk Nowitzki (r.) lieferte sich ein grandioses Duell mit Kenneth Faried
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Die Dallas Mavericks (33-30) kassieren die nächste ganz unglückliche Niederlage. Dirk Nowitzki spielt offensiv zwar bärenstark, wird auf der anderen Seite aber von Kenneth Faried dominiert. Der bringt sein Team in die Overtime, wo die Denver Nuggets (25-38) schließlich dank D.J. Augustin mit 116:114 (BOXSCORE) siegen.

Was für ein Thriller in Denver! Wie so oft in dieser Saison müssen die Mavs in die Overtime, ziehen dort aber schließlich den Kürzeren, weil D.J. Augustin (12 Punkte, 3/10 FG) am Ende 8 von 10 Nuggets-Punkte macht und das Spiel von der Freiwurflinie entscheidet.

Zuvor war es vor allem Kenneth Faried, der Dallas vor schier unlösbare Probleme stellte. The Manimal legte mit 25 Punkten (11/18 FG) und 20 Rebounds ein überragendes Double-Double auf. Rookie Emmanuel Mudiay kam auf 16 Punkte (7/13 FG)

Dirk Nowitzki, der mit 30 Punkten (11/18 FG) wieder einmal Topscorer des Spiels war, machte gegen die Nuggets seinen 1000. Punkt der Saison. Er ist einer von nur fünf Spielern in der NBA-Geschichte, dem dies bereits zum 16. Mal gelang.

Dies war allerdings nur ein schwacher Trost für den Deutschen, der bei der Overtime-Pleite von David Lee (18 Punkte, 12 Rebounds, 4 Blocks), Deron Williams (17 Punkte, 6/10 FG) und J.J. Barea (15 Punkte, 6/13 FG) unterstützt wurde.

Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavericks): "Wir hatten eine Million Möglichkeiten, wie wir dieses Spiel hätten gewinnen können. Diese Niederlage ist wirklich hart."

Emmanuel Mudiay (Nuggets): "Wir hatten vorher erst einmal in der Overtime gewonnen in dieser Saison, deswegen war das ein großer Sieg. Am Schluss war es die D.J.-Augustin-Show. Wir haben ihm einfach nur noch den Ball gegeben und ihn machen lassen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Nuggets-Coach Malone vertraut ohne den verletzten Gallinari auf die gleiche Starting Five wie bei der Niederlage in Brooklyn. Also starten Mudiay, Harris, Sampson, Faried und Jokic. Auch bei Dallas alles wie immer. Williams, Matthews, Parsons, Nowitzki und Pachulia beginnen.

5.: Ausgeglichener Beginn. Beide Teams treffen nicht allzu viel. So vergibt Gary Harris auch einen relativen einfachen Runner. Doch Faried schnappt sich das Ding und stopft es per Putback Dunk spektakulär rein. 9:6 Nuggets.

11.: Ein klassischer Nowitzki. Dirk täuscht den Dreier an, geht zwei Schritte nach vorne, setzt zum Midrange Jumper an, wird dabei von Darrell Arthur gefoult und trifft trotzdem. Auch der Bonus-Freiwurf sitzt. Dennoch: 17:15 für Denver.

17.: Barea dreht auf und wuselt sich auf seine unnachahmliche Weise durch die Nuggets-Defense. So kommt der kleine Guard gleich mehrere Male zu Punkten in der Zone und sorgt für Entlastung von der Bank in einem engen Spiel. 30:30.

24.: Faried, immer wieder Faried. Die Mavs lassen The Manimal viel zu häufig frei in der Zone. Das hat etliche spektakuläre Slam Dunks zur Folge, welche die Arena in Denver zum Kochen bringen. Der gut aufgelegte Nowitzki verkürzt aber aus der Mitteldistanz auf 54:50.

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29.: Mittlerweile haben sich beide Teams aus der Distanz warmgeschossen. Der starke Jokic bedient Sampson, der den Eckendreier sicher verwandelt. Auf der Gegenseite antwortet aber Matthews aus der Distanz zum 61:67 aus Mavs-Sicht.

34.: Allmählich erwachen auch die anderen Mavs aus dem Winterschlaf und so kommt Dallas heran. Der anfangs unsichtbare Parsons dreht langsam auf, haut erst den Slam Dunk rein und lässt dann einen Dreier folgen. Lee sorgt schließlich mit Freiwürfen für den Ausgleich. 73:73.

39.: Die Mavs rollen! Mittlerweile läuft der Spalding blendend durch die eigenen Reihen. Barea macht fünf schnelle Punkte in Folge und als Nowitzki freistehend seinen vierten Dreier des Spiels zum 90:81 für Dallas reinhaut, nimmt Malone die Auszeit.

44.: Die Nuggets bleiben im Spiel. Dallas leistet sich in der Offensive einige unnötige Fehler und auf der Gegenseite bringt Harris sein Team per Dreier wieder auf 90:93 heran. Dieses Mal ist es Carlisle, der zur Auszeit greift.

48.: Deron Williams dreht in der Crunchtime mächtig auf und erzielt die letzten 13 Mavs-Punkte. Dallas hat zehn Sekunden vor Schluss den Ball und mit zwei Punkten Vorsprung den Sieg vor Augen. Doch Parsons kriegt den Einwurf nicht rechtzeitig an den Mann gebracht und wirft stattdessen Mudiay an. Der Rookie spielt Faried frei, der das Spiel per Slam Dunk in die Overtime befördert. 106:106.

OT: Nowitzki knallt seine Punkte 28 bis 30 aus dem Pick and Pop rein, auf der Gegenseite antwortet Augustin aus der Distanz. Knapp eine Minute vor Schluss ist wieder alles ausgeglichen. Dann leistet sich Dallas aber einen folgenschweren Fehlwurf und Denver hat am Ende Ballbesitz. Felton foult Augustin 0,9 Sekunden vor Schluss. Der bleibt cool von der Freiwurflinie und entscheidet das Spiel. 116:114 für Denver.

Denver Nuggets vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kenneth Faried. The Manimal ist zurück. Der Power Forward zeigt sich seit dem All-Star-Game in immer besserer Verfassung und bestätigte dies gegen die Mavs mit Nachdruck. Dallas hatte keinerlei Gegenspieler, die ihn stoppen konnten, so dass er gerade mit Nowitzki und Lee Katz und Maus spielte. Dank Faried war Denver im Reboundduell (58:46) so überlegen, dank Faried ging es überhaupt in die Overtime, wo die Nuggets schließlich die Oberhand behielten.

Der Flop des Spiels: Raymond Felton. Es war nicht der Abend des Guards. Abgesehen davon, dass Felton in knapp 30 Minuten Spielzeit lediglich auf 3 Punkte (1/8 FG) kam, war er auch entscheidend für die Niederlage verantwortlich. Schließlich war er es, der wenige Momente vor Schluss auf einen Trick von D.J. Augustin reinfiel und zu einem Foul griff, das einem Veteranen nicht passieren darf.

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Das fiel auf:

  • Die Fans in Denver sahen einen überraschend verhaltenen Beginn zweier Teams, die sich eher über ihre Offensive definieren. Mavs und Nuggets fanden anfangs zu überhaupt keinem Rhythmus. Vor allem der Wurf wollte auf keiner der beiden Seiten fallen. Nach dem ersten Viertel hatte kein einziger Mavs-Guard auch nur einen einzigen Punkt erzielt, stattdessen hielten Lee und Nowitzki Dallas im Spiel, indem sie gemeinsam 17 der 19 Mavs-Punkte im ersten Viertel erzielten.
  • Nach 18 Minuten verwandelte Mike Miller den ersten Dreier des gesamten Spiels. Danach allerdings zeigten sich die Teams wieder von ihrer gewohnten Seite und liefen immer heißer, wobei vor allen Dingen die Mavs zunehmend Probleme in der Defense offenbarten, weil sie die Zone nicht dicht bekamen und immer wieder leichte Punkte durch die Mitte zuließen.
  • Dass Dallas in der Mitte lange unterlegen war, lag wohl auch daran, dass sich deren Big Men zu sehr um die Offensive kümmern mussten. Weil die Mitspieler schwächelten, trugen Nowitzki und Lee das Team vor allem in der ersten Hälfte gemeinsam mit Barea auf ihren Schultern. Das Trio machte 37 der 50 Mavs-Punkte im ersten Durchgang. Die restlichen Kollegen standen neben sich.
  • Carlisles Reaktion auf die Schwächen in der Mitte? Er ergriff eine ungewöhnliche Maßnahme und ließ extrem klein spielen. Er baute teilweise auf Vier-Guard-Lineups mit Felton, Barea, Williams und Harris um Nowitzki herum. Der Plan ging auf. Mit Smallball kämpfte sich Dallas im dritten Viertel zurück, die kleineren Spieler kamen besser ins Spiel und somit waren auch die Mavs wieder dran.
  • Während Faried in der Zone nicht zu verteidigen war, fanden die Nuggets defensiv nur sehr selten eine Lösung gegen die simplen Pick and Rolls (mit Lee) oder Pick und Pops (mit Nowitzki), welche die Mavericks immer wieder spielten. Erst in der Overtime schaffte Denver es defensiv einen Gang höher zu schalten, während die Mavs sich in der Verteidigung bis zum Schluss eklatante Fehler erlaubten.

Der Spielplan im Überblick

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