Chicago Bulls - Atlanta Hawks 90:113

Bulls überfordert - Schröder Topscorer

Von Thorben Rybarczik
Donnerstag, 11.02.2016 | 08:39 Uhr
Die Atlanta Hawks ließen den Chicago Bulls keine Chance
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Die Atlanta Hawks (31-24) haben bei den Chicago Bulls (27-23) keine Probleme und gewinnen deutlich mit 113:90 (BOXSCORE). Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, doch im zweiten Durchgang machte sich die Personal-Situation Chicagos bemerkbar. Dennis Schröder wird Topscorer seines Teams.

Damit hat sich das Team von Head Coach Mike Budenholzer von zuletzt zwei Niederlagen in Folge erholt und sich die Bulls gleichzeitig in der Tabelle vom Leib gehalten. Die Entscheidung fiel im dritten Viertel, das die Hawks mit 38:25 für sich entschieden und dabei knapp 80 Prozent aus dem Feld trafen.

Auch Dennis Schröder machte eine starke Partie und wurde mit 18 Punkten (6/10 FG) und 4 Assists sogar Topscorer seines Teams. Dazu punkteten sieben weitere Hawks-Spieler zweistellig. Einer von ihnen war Kyle Korver (10 Punkte), der gleichzeitig Chauncey Billups in der ewigen Liste bei verwandelten Dreiern überholte (1831 Stück, Platz 7).

Für die verletzungsgebeutelten Bulls legte Pau Gasol 20 Zähler und 10 Rebounds auf, Doug McDermott kam auf 17 Zähler.

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Die Reaktionen:

Mike Budenholzer (Coach Hawks): "Wir brauchen das ganze Team. Es kann nicht Paul Millsap in einem, Al Horford im nächsten und Kyle Korver in einem weiteren Spiel sein - es müssen alle gleichzeitig gut spielen, und so war es heute."

Pau Gasol (Bulls): "Ich denke, wir können sehr viel mehr als das, was wir derzeit zeigen. Die [All-Star-]Pause sollte jetzt helfen, um uns zu sammeln und um zu reflektieren, wo wir uns verbessern müssen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Alles wie gehabt bei den Hawks: Es starten Teague, Bazemore, Korver, Millsap und Horford. Auf der anderen Seite hat Fred Hoiberg wenig Optionen und schickt Rose, Moore, Dunleavy, Gibson sowie Gasol aufs Feld.

Zur Erinnerung: Mit Butler (Knie), Mirotic (Blinddarm) und Noah (Schulter) fehlen den Gastgebern drei Schlüsselspieler.

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5.: Ausgeglichener Beginn, kein Team kann sich absetzen. Dreh- und Angelpunkt der Bulls-Offensive ist Derrick Rose, der aus der Halbdistanz zum 15:12 trifft. Atlanta fehlt noch die Abstimmung.

9.: Nach einem 8:0-Lauf der Bulls läuft jetzt auch Atlantas Offensive geschmeidiger. Der eingewechselte Schröder holt sich aus der Halbdistanz seinen Rhythmus ab, kurze Zeit später sitzt auch der Dreier - 23:21 für die Hawks.

17.: Bei Atlanta ist Teague auf der Eins zurück, der das zuletzt hohe Tempo wieder drosselt. Das kommt allerdings eher den Bulls zu Gute, die nach einem 6-Punkte-Rückstand auf 38:40 verkürzen.

23.: Kurz vor der Pause liefern sich beide Teams ein Turnover-Festival - 16 Stück haben sie gemeinsam schon gesammelt. Dann schenken sich Horford und Gasol gegenseitig Punkte ein und zeigen damit, dass es sich doch um ein NBA-Spiel handelt. Halbzeitstand: 53:48 für Atlanta.

27.: Nach der Pause kommt Atlanta deutlich besser aus den Startlöchern als die Bulls. Teague bekommt im Fastbreak kaum Gegenwehr und versenkt zwei einfacher Korbleger, Korver trifft einen seiner unnachahmlichen Dreier zum 63:53.

35.: Das dritte Viertel gehört ganz klar den Gästen - Chicago fällt offensiv nicht mehr viel ein und hat defensiv Probleme mit dem Spacing der Hawks. Bei denen findet der Dreier jetzt regelmäßig den Weg durch die Reuse und auch der Schnellangriff bleibt eine Waffe. Das 90:71 riecht schon nach Vorentscheidung.

41.: Paul Millsap zeigt noch einmal sein ganzes Arsenal an Post-Bewegungen und vernascht zwei Mal in Folge den überforderten Cameron Bairstow. 100:83.

45.: Hier geht's nur noch darum, die Zeit irgendwie rumzukriegen. Die ersten Fans erkennen, dass für die Bulls nichts mehr zu holen ist und gehen nach Hause.

Der Star des Spiels: Dennis Schröder. Der Guard führte eine bärenstarke zweite Garde an und machte damit die Bulls-Führung aus der Anfangsphase zunichte. Bewies ein gutes Gespür dafür, wann er das Tempo anziehen musste und nahm obendrein gute und hochprozentige Würfe.

Der Flop des Spiels: Derrick Rose. Der Ex-MVP (14 Punkte, 6/18 FG) erwischte zwar einen guten Start, war in der zweiten Halbzeit aber genauso überfordert wie seine Kollegen. Viele Abschlüsse waren überhastet, sodass es ihm selten gelang, einen zweiten Verteidiger auf sich zu ziehen, um seine Kollegen besser ins Spiel zu bringen.

Das fiel auf:

  • Der zum All-Star Game nachnominierte Pau Gasol stellte von Anfang an seine Vielseitigkeit unter Beweis und spielte das erste Viertel durch. Standen ihm Millsap oder Horford gegenüber, so schonte er seinen Körper und gab von der Freiwurflinie aus den zweiten Spielmacher. Bekam er es jedoch mit Muscala zu tun, dann suchte er den Weg in den Post und vernaschte den Jüngling mit seiner immer noch vorzüglichen Fußarbeit. Die Ausbeute nach 12 Minuten: 8 Punkte (4/4 FG), 4 Rebounds und 3 Assists.
  • Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge musste besonders die Bank der Hawks viel Kritik einstecken, gab dazu in diesem Spiel aber keinen Anlass. Angeführt von Dennis Schröder - der das Tempo im Vergleich zum Kollegen Teague deutlich anzog - bügelte die zweite Garde den knappen Rückstand des ersten Viertels aus und sorgte für das erste, kleine Punkte-Polster.
  • Das Spacing der Hawks ist ja ohnehin berüchtigt, erreichte gerade im dritten Viertel aber ein besonderes Niveau. Die Big Men Millsap und Horford dachten gar nicht daran, sich in der Zone zu platzieren und stellten stattdessen ihre Reichweite bis hinter die Dreierlinie unter Beweis.
  • Aus dieser Aufstellung heraus ließen sich zahlreiche Mismatches kreieren. Ein Beispiel: Millsap (von Gibson verteidigt) stellte einen Block für den ballführenden Korver (von Rose verteidigt). Dieser hatte zuvor zwei Dreier versenkt, sodass Gibson bei ihm aushelfen musste. Diese Situation las Millsap goldrichtig und trat den Weg zum Korb an, wo er nur vom kleinen Rose verteidigt wurde - Gibson war ja draußen bei Korver. So ging der Ball in den Post und mangels Optionen für die Bulls-Helpside folgten die einfachen Punkte.
  • Nach dem vorentscheidenden dritten Viertel hatte der letzte Durchgang nur noch die Intensität eines Trainingsspiels. Die dezimierten Bulls hatten vor allem offensiv nicht die Qualität, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Das merkten natürlich auch die Gäste und ließen es entsprechend locker angehen.

Der Spielplan im Überblick

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