Donnerstag, 14.01.2016

NBA-Schlaglichter

Dritte Pleite! Nuggets schlagen Warriors

Der Champion kommt in der Mile High City unter die Räder, auch wenn Stephen Curry im letzten Viertel unfassbar aufdreht. Die Nuggets nutzen dabei aus, dass ein Warriors-Star geschont wird. Auch Dennis Schröder erlebt mit seinen Atlanta Hawks einen gebrauchten Abend. Brooklyn gewinnt das Big-Apple-Duell gegen ersatzgeschwächte Knicks - und Blake Griffin wird irgendwie nicht vermisst.

Auch die Monsterleistung von Stephen Curry (l.) reichte den Warriors in Denver nicht
© getty
Auch die Monsterleistung von Stephen Curry (l.) reichte den Warriors in Denver nicht
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Charlotte Hornets (18-20) - Atlanta Hawks (23-16) 107:84 (BOXSCORE)

Eigentlich waren die Vorzeichen klar. Während die Hawks nach dem überzeugenden Sieg gegen die formstarken Bulls mit breiter Brust nach Charlotte kamen, hatten die Hornets ihre letzten acht Spiele in Folge verloren und sich somit erst einmal aus dem Playoffrennen im Osten verabschiedet. Es roch also nach einem weiteren Hawks-Sieg.

Ein Viertel lang gestaltete sich das Spiel noch ausgeglichen, dann aber wurde es deutlich und nicht etwa Atlanta, sondern die angeschlagenen Hornets fegten plötzlich über das Feld. Charlotte spielte den Division-Rivalen an die Wand und erarbeitete sich schnell ein dickes Polster, was man bis zum Schluss nicht mehr hergeben sollte.

Angeführt von Kemba Walker (23 Punkte, 9/13 FG) und Cody Zeller (19 Punkte, 10 Rebounds) setzten sich die Hornets bis zur Halbzeit neun Punkte ab, nach drei Vierteln führte Charlotte bereits mit 22 Punkten, ehe die Hornets auch im letzten Viertel noch einen 21:8-Lauf starteten und damit alles klar machten.

Bis auf Paul Millsap (20 Punkte, 7/12 FG) standen nahezu alle Hawks neben sich. Jeff Teague erlebte mit 9 Punkten (3/10 FG) und 2 Assists einen düsteren Abend. Dennis Schröder erging es auch nicht viel besser. Der Deutsche traf lediglich 3 seiner 13 Wurfversuche, war mit 6 Assists aber immerhin bester Vorlagengeber seines Teams.

Washington Wizards (18-19) - Milwaukee Bucks (16-25) 106:101 (BOXSCORE)

Mehr als einen Monat mussten die Wizards auf Bradley Beal verzichten. Der Shooting Guard laborierte an einer Stressreaktion im rechten Bein und wurde seither schmerzlich vermisst in der Hauptstadt. Gegen die Bucks gab Beal sein Comeback. Von der Bank kommend erzielte er gleich 11 Punkte (3/8 FG) in 23 Minuten Einsatzzeit und sorgte vor allen Dingen für neuen Schwung.

Angestachelt von der Rückkehr des Teamkollegen punkteten gleich alle Starter bei den Wizards zweistellig und trugen die Hauptstädter so zu einem knappen Sieg, der vor allem dank eines starken dritten Viertels möglich wurde. Nachdem die Wizards noch verschlafen aus der Umkleide gekommen waren und ihren 13-Punkte-Halbzeitvorsprung im dritten Viertel komplett hergaben, fingen sie sich rechtzeitig um als Sieger vom Feld zu gehen.

Die Bucks dominierten zwar dank Giannis Antetokounmpo (19 Punkte, 11 Rebounds) und Greg Monroe (21 Punkte, 12 Rebounds) unter den Brettern nach Belieben, was die 62:38 Punkte in der Zone, der deutliche Vorteil beim Reboundduell (47:30) sowie die bärenstarke Wurfquote von 52,8 Prozent zeigen, doch Milwaukee war einfach zu ungefährlich aus der Distanz (1/8 Dreier) und leistete sich unfassbare 27 Ballverluste.

Angeführt von John Wall (19 Punkte, 8 Assists) und Garrett Temple (11 Punkte, 5 Steals) holten sich die Wizards gleich 18 Steals und zwangen die Bucks so in die Knie, auch wenn Center Marcin Gortat, der sich momentan aufgrund einer Infektion im Krankenhaus befindet und sein zweites Spiel in Folge verpasste, an vielen Stellen fehlte.

Brooklyn Nets (11-28) - New York Knicks (20-21) 110:104 (BOXSCORE)

Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen, darunter prestigeträchtige Erfolge wie gegen den Rivalen aus Boston sowie der Doppelsieg gegen die Hawks. Kurzum: Es lief zuletzt sehr gut für Knickerbockers. Beinahe zu gut. Eine Niederlage gegen den schwer kriselnden Stadtrivalen, der unlängst Coach Lionel Hollins herausgeworfen hatte, war also vorprogrammiert. Und genau so kam es auch.

Die Knicks vermissten Superstar Carmelo Anthony, der im letzten Spiel gegen die Celtics umgeknickt war, an allen Ecken und Enden des Feldes. Weil auch Rookie Kristaps Porzingis trotz Double-Double (12 Punkte, 10 Rebounds) nie zu seinem Wurf fand und lediglich 5 seiner 17 Versuche aus dem Feld traf, tat sich New York schwer in der Offensive.

So konnten die Knicks auch kein Kapital daraus schlagen, dass sie im Barclays Center beinahe ein Heimspiel hatten, da sie in der ausverkauften Halle von zahlreichen eigenen Fans unterstützt wurden. Zwar glänzte Derrick Williams mit 31 Punkten (11/17 FG) und 7 Rebounds von der Bank, doch auf der Gegenseite glänzten die Nets vor allem als Team.

Sechs Spieler bei Brooklyn punkteten zweistellig, insgesamt kamen die Nets auf starke Quoten (52,3 Prozent Feldwürfe, 9/17 Dreier). Neben Topscorer Brook Lopez (20 Punkte) und Thad Young (19 Punkte, 11 Rebounds) spielten vor allen Dingen die Bankspieler um Shane Larkin (17 Punkte) und Bojan Bogdanovic (14 Punkte, 4/5 Dreier) stark auf.

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