Samstag, 02.01.2016

NBA-Schlaglichter

Die Bulls rasten aus

Die Chicago Bulls geben gegen New York erst eine hohe Führung aus der Hand, geben im letzten Viertel aber wieder richtig Gas. Auch Toronto braucht einen starken Schlussabschnitt, um die Hornets zu besiegen. Außerdem: Die Wizards schlagen ihren Lieblingsgegner und die Lakers gewinnen das Duell der Schlusslichter.

Jimmy Butler und die Bulls drehten das Spiel im Schlussabschnitt
© getty
Jimmy Butler und die Bulls drehten das Spiel im Schlussabschnitt
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Washington Wizards (15-16) - Orlando Magic (19-14) 103:91 (BOXSCORE)

"Sie sind gesprintet, wir sind gejoggt", kritisierte Magic-Head-Coach Scott Skiles nach dem Spiel sein Team. Denn in den entscheidenden Momenten waren die Hauptstädter immer einen Schritt schneller - besonders im letzten Viertel.

Dieses entschieden die Gastgeber nämlich mit 31:19 für sich, nachdem die 36 Minuten zuvor durchaus ausgeglichen über die Bühne gingen. Doch dann verloren die jungen Magic phasenweise die Konzentration und leisteten sich im Schlussabschnitt 5 Ballverluste, die zu einfachen Punkten auf der anderen Seite führten.

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Damit hat Washington gegen seinen Lieblingsgegner nicht nur den dritten Sieg der Saison eingefahren, sondern den insgesamt elften in Serie. An diesem hatte ein Duo besonderen Anteil: John Wall und Otto Porter. Wall (24 Punkte, 13 Assists) stellte erneut seine Spielmacherfähigkeiten unter Beweis. Davon profitierte auch Porter, der mit 20 Punkten und 11 Rebounds ebenfalls ein Double-Double auflegte.

Für die Gäste erzielte Victor Oladipo von der Bank kommend 20 Punkte, während die Starting Five schwächelte. Nikola Vucevic (14 Punkte, 7 Rebounds) erreichte noch am ehesten seine Normalform.

Toronto Raptors (21-13) - Charlotte Hornets (17-15) 104:94 (BOXSCORE)

Es war anscheinend die Nacht der vierten Viertel in der Association, denn auch die Raptors benötigten eine Leistungssteigerung im Schlussabschnitt. Diese führte vor allem ein kleiner Mann herbei.

Die Kanadier gingen mit einem 8-Punkt-Rückstand in die letzten 12 Minuten, ehe Kyle Lowry auf den Plan trat und die Wende einläutete. Er legte 10 seiner 18 Punkte in besagtem Spielabschnitt auf und verteidigte darüber hinaus auf sehr hohem Niveau - Charlotte traf plötzlich nur noch 19 Prozent aus dem Feld.

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"Wir wussten das ganze Spiel über, dass wir nur ein paar gute Possessions und ein paar Stops benötigen würden, um in unseren Rhythmus zu kommen und um das Spiel noch zu drehen. Und genau das ist passiert", freute sich auch DeMar DeRozan. Der Guard war einmal mehr der Topscorer seines Teams und legte 23 Punkte auf.

Auf der anderen Seite haderte Kemba Walker mit der Rebound-Ausbeute seines Teams: "Sie haben einen Haufen Offensiv-Rebounds geholt und viele zweite Chancen gehabt. Das raubt einem in der Verteidigung einfach zu viel Energie", so der Guard, der selber auf 14 Punkte und 7 Rebounds kam. Sein Team verlor das Rebound-Duell mit 43:54 (14:20 Offensiv-Rebounds).

Chicago Bulls (19-12) - New York Knicks (15-19) 108:81 (BOXSCORE)

Es dauerte beinahe vier Minuten, ehe Kristaps Porzingis sich ein Herz fasste und die ersten Punkte für die Gäste aus New York erzielte. Zuvor hatten die Knicks ihre ersten 10 Würfe verballert, während Chicago kaum Anlaufzeit brauchte und ruck zuck mit 23:6 führte.

Immerhin: Die Knickerbockers rissen sich noch einmal am Riemen und kämpften sich zurück. Mitte des dritten Viertels hatten sie das Spiel komplett auf den Kopf gestellt und führten plötzlich mit 67:65 - doch nur, um anschließend wieder komplett einzubrechen.

Denn das vierte Viertel verlief noch schlimmer als das erste. Der Durchgang ging mit 31:8 an Chicago, während die Jungs aus dem Big Apple stolze 10,5 Prozent ihrer Feldwürfe versenkten. Gerade Porzingis (9 Punkte, 4/14 FG) und Carmelo Anthony (20 Punkte, 8/18 FG) fanden keinen Rhythmus.

Jimmy Butler (23 Punkte, 8/18 FG, 6 Assists) war zwar nicht die Effizienz in Person, aber trotzdem der beste Mann auf dem Feld. Auch die Auftritte von Nikola Mirotic (17 Punkte, 6/8 FG, 7 Assists, 5 Rebounds) und Bobby Portis (16 Punkte, 10 Rebounds) lassen aufhorchen.

Los Angeles Lakers (7-27) - Philadelphia 76ers (3-32) 93:84 (BOXSCORE)

Wenn das Schlusslicht der Western Conference auf das Schlusslicht der Eastern Conference trifft, dann erwartet man nicht unbedingt Basketball für Feinschmecker. Und den gab es auch nicht. Vor allem nicht im ersten Viertel.

In diesem trafen beide Teams exakt 33,3 Prozent ihrer Würfe - und das lag nicht unbedingt an einer erdrückenden Verteidigung. Immerhin: Drei Viertel lang sahen die durchaus lautstarken Zuschauer im Staples Center ein spannendes Spiel, es gab insgesamt 13 Führungswechsel zu bestaunen. Damit war im letzten Abschnitt aber Schluss.

Denn mit freundlicher Mithilfe der Gäste (6 TO im letzten Viertel, 16 insgesamt) erarbeitete sich L.A. eine zweistellige Führung und bot auch einige schön vollendete Fastbreaks an. Einen davon veredelte D'Angelo Russell in bester Magic-Johnson-Manier, indem er den Ball aus dem Lauf heraus rückwärts über seinen Kopf zu Randle passte.

Das war einer von 5 Assists des Rookies, der darüber hinaus auf 6 Punkte kam. Deutlich auffälliger agierte da Lou Williams, der mit 24 Punkten Topscorer wurde. Kobe Bryant spielte aufgrund seines Schulter-Leidens nicht mit. Die Lakers bleiben dank des Sieges im Jahr 2016 noch ungeschlagen. Darüber hinaus ist es der zweite Erfolg in Serie - das gelang Purple & Gold zuletzt vor rund einem Jahr.

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