Donnerstag, 07.01.2016

NBA-Schlaglichter

Irving-Show und Spurs-Wahnsinn

Kyrie Irving liefert in Washington eine krasse Show ab und führt die Cavs im Alleingang zum Sieg. Die San Antonio Spurs machen kurzen Prozess mit den Jazz und stellen einen Franchise-Rekord ein. In New York ist Partylaune angesagt, die Suns beenden ihren Negativtrend, während Durant und Westbrook mal wieder überragen. Und: Kuriosum in Portland.

Kyrie Irving (r.) erzielt führt die Cavaliers mit 32 Punkten zum Sieg gegen Washington
© getty
Kyrie Irving (r.) erzielt führt die Cavaliers mit 32 Punkten zum Sieg gegen Washington
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Miami Heat (21-14) - New York Knicks (18-19) 90:98 (BOXSCORE)

Partylaune in New York! Schon jetzt, Anfang Januar, haben die Knicks mehr Siege auf dem Konto als in der kompletten vergangenen Saison. Der Schlüssel gegen die Heat war dabei pure Effizienz. New York versenkte starke 55 Prozent aller Feldwurfversuche und schnappte sich so relativ ungefährdet den dritten Sieg in Folge.

Bester Mann bei den Gästen war definitiv Carmelo Anthony, der 25 Punkte erzielte, sich 5 Rebounds schnappte sowie 4 Assists verteilte - und ganz nebenbei auch noch 9 seiner 12 Würfe aus dem Feld traf. Das gleiche machte auch Robin Lopez, der so auf 19 Punkte kam. Derrick Williams steuerte zudem 13 Zähler und 8 Rebounds von der Bank bei.

"Wir haben intensiv gespielt, aber dennoch relaxed gewirkt, als hätten wir alles unter Kontrolle", meinte Head Coach Derrick Fisher. Das traf auch durchaus zu, denn Miami konnte der Effizienz der Knicks nicht viel entgegensetzen. Vor allem von Downtown wollte nichts fallen (2/17 Dreier), sodass die starken Leistungen von Chris Bosh (28 Punkte, 5 Rebounds) und Dwyane Wade (18 Punkte, 6 Assists, 6 Rebounds) ohne Wirkung blieben.

Orlando Magic (19-17) - Indiana Pacers (20-15) 86:95 (BOXSCORE)

Erfolg ist nicht immer sexy. Das haben die Pacers gegen Orlando eindrucksvoll bewiesen. "Sie haben einige freie Würfe daneben gesetzt, genau wie wir", brachte George Hill das Geschehen in Orlando auf den Punkt. "Aber wenn du überleben willst, dann musst du irgendwie deine Blutung stoppen und wir konnten am Ende die wichtigen Würfe versenken."

Damit meinte er vor allem sich selbst und Monta Ellis. Beide kamen im Schlussabschnitt auf jeweils 9 Zähler und führten die Pacers damit zum Sieg. Insgesamt hatte Hill 16 Zähler im Boxscore stehen, Ellis kam auf 19 sowie 7 Assists, 4 Rebounds und 4 Steals. Paul George war der dritte im Bund mit einer zweistelligen Punkteausbeute (20 Zähler, 7 Rebounds), trat aber nicht so dominant auf wie in den Partien zuvor (nur 5/13 FG, 1/6 Dreier).

Dominant war bei den Magic auch niemand so wirklich. Zwar lieferte Victor Oladipo mit 20 Punkten, 5 Rebounds sowie 3 Assists eine gute Leistung ab, doch mit einer Dreierquote von 19,4 Prozent (6/31) wurde es nichts damit, die vierte Niederlage in Folge zu verhindern. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass Indiana wirklich gut gespielt hat", erklärte Magic-Coach Scott Skiles, "aber sie haben uns trotzdem geschlagen." Das sagt einiges aus.

Washington Wizards (15-18) - Cleveland Cavaliers (24-9) 115:121 (BOXSCORE)

Nur 7 Spiele hat Kyrie Irving in dieser Saison auf dem Buckel, den Rest hat der 23-Jährige aufgrund einer Verletzung verpasst. Dennoch macht es den Anschein, als ob sich der Point Guard bereits in absoluter Topform befindet. Irving lieferte im vierten Viertel gegen Washington eine beeindruckende Show ab und sicherte den Cavaliers den fünften Erfolg in Serie.

"Das war verrückt!", meinte auch J.R. Smith, der 25 Punkte und 5 Dreier zum Sieg beisteuerte. "Nach 9 oder 10 Monaten Pause zurückzukommen und so zu spielen, das ist schon beeindruckend." Gegen Irving hatten dann am Ende auch die Wizards keine Chance mehr, obwohl sie offensiv eine klasse Partie ablieferten (55,3 Prozent aus dem Feld, 58,3 Prozent von Downtown und 31 Assists).

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Den größten Anteil daran hatte John Wall, der auf 20 Punkte und 12 Assists kam, allerdings auch 7 Turnover zu verzeichnen hatte. Dazu erzielte Garrett Temple 21 Zähler und 4 weitere Akteure kamen auf eine zweistellige Punkteausbeute. So konnte Washington das Spiel zu Beginn des Schlussabschnitts sogar kurzzeitig ausgleichen

Doch dann fing Irving Feuer! Der 23-Jährige erzielte kurzerhand 10 Punkte in Folge und kam im vierten Viertel auf 21 seiner insgesamt 32 Zähler (dazu 5 Rebounds und 3 Assists bei 14/22 FG). Da rückte die ebenfalls starke Leistung von LeBron James (34 Punkte, 10 Rebounds) schnell in den Hintergrund.

Boston Celtics (19-16) - Detroit Pistons (20-16) 94:99 (BOXSCORE)

Für Detroit war das Ganze ein altbekannter Ablauf. Erst verschläft das Team von Head Coach Stan van Gundy die Anfangsphase, bläst dann zur Aufholjagd und bringt dank eines starken Schlussabschnitts den Sieg schließlich doch noch in trockene Tücher - das war gegen Boston nicht anders.

"Wir haben in dieser Saison schon einige solcher Spiele gehabt", erkannte auch van Gundy. "Das Problem ist, dass wir uns nicht daran gewöhnen dürfen. Sonst denken wir irgendwann, dass wir sowieso erst im vierten Viertel mit dem Basketballspielen anfangen brauchen. Und das kann gefährlich werden." Gegen Boston war das allerdings nicht der Fall, was die Pistons vor allem Reggie Jackson zu verdanken hatten.

Der 25-Jährige erzielte 9 seiner 24 Punkte im Schlussabschnitt (dazu 6 Assists), den Detroit mit 33:19 für sich entscheiden konnte. Kentavious Caldwell-Pope steuerte 20 Punkte bei, Andre Drummond blieb für seine Verhältnisse mit 13 Zählern und 5 Rebounds eher blass. Bester Mann bei Boston war Isaiah Thomas (22 Punkte, 10 Assists) und obwohl die komplette Starting Five zweistellig punktete, mussten die Celtics die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen hinnehmen.

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