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Das B-Team macht’s

Von Philipp Jakob
Donnerstag, 07.01.2016 | 04:50 Uhr
Charlie Villanueva (r.) und das B-Team der Mavs behalten die Oberhand
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Kein Dirk, kein Problem! Nowitzki und drei weitere Starter der Dallas Mavericks (21-15) bekommen eine Verschnaufpause und dennoch gewinnt Dallas mit 100:91 (BOXSCORE) gegen die New Orleans Pelicans (11-23). Die enttäuschen trotz Anthony Davis auf ganzer Linie, während sich Dallas mit eisernem Willen und guter Defense durchsetzt.

In Abwesenheit von Dirk Nowitzki, Deron Williams, Wesley Matthews und Zaza Pachulia war es zunächst Chandler Parsons, der zum Go-to-Guy bei den Mavericks avancierte und die Offense der Gäste mehr oder weniger in die eigene Hand nahm (21 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists). Wie das ganze Team hatte aber auch der 27-Jährige starke Probleme aus der Distanz.

Nur 7 der 28 Versuche von Downtown fanden bei Dallas den Weg durch die Reuse. Da es allerdings auch bei New Orleans keinen Deut besser lief, sahen die Zuschauer in der ersten Hälfte ein insgesamt recht ausgeglichenes Spiel auf eher niedrigem Niveau. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Mavs aber schließlich dank ihrer starken Defense und dem stärkeren Willen die Kontrolle.

Neben Parsons lieferten dabei auch Dwight Powell (13 Punkte, 10 Rebounds, 2 Blocks), Devin Harris (10 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assist) und Raymond Felton (22 Punkte, 6 Assists) gute Leistungen ab. Vor allem Felton spielte im Schlussabschnitt stark auf und führte sein Team mit 12 Zählern allein im vierten Viertel zum Sieg.

Anthony Davis musste dagegen trotz einer starken Leistung mal wieder in die Röhre schauen. Seine 26 Zähler, 12 Rebounds, 7 Assists sowie 3 Blocks reichten nicht aus. Erneut mangelte es dem 22-Jährigen an der Unterstützung seiner Kollegen. Zwar kamen Tyreke Evans (16 Punkte, 9 Rebounds, 5 Assists) und Eric Gordon (14) noch auf zweistellige Punkteausbeuten, doch die lethargische und meist ideenlose Spielweise der Pelicans brachte sie letztendlich um den Sieg gegen das B-Team der Mavericks.

Die Reaktionen:

Raymond Felton (Dallas Mavericks): "Ich bin einfach jemand, den es nicht stört, wichtige Würfe zu nehmen. Jemand, den es nicht stört, Verantwortung zu übernehmen und alles versucht, was dem Team den Sieg bringen könnte. Ich bin niemand, der vor irgendetwas einen Rückzieher macht."

Rick Carlisle (Mavs-Coach) über Raymond Felton: "Was soll man groß über seine Würfe am Ende des Spiels sagen? Ein wichtiger Wurf nach dem anderen. Das ist ein klasse Erfolg."

Alvin Gentry (Pelicans-Coach) über die Niederlage: "Das ist nicht fair den Fans gegenüber. Das ist nicht fair von uns so rauszugehen und so wenig Einsatz zu zeigen. Ich bin echt enttäuscht."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Nach dem kräftezehrenden Doppel-Overtime-Sieg gegen die Kings gönnt Mavs-Coach Rick Carlisle gleich vier Startern eine Pause. Dirk Nowitzki, Deron Williams, Wesley Matthews und Zaza Pachulia werden das Parkett an diesem Abend nicht betreten. Dafür starten J.J. Barea, Raymond Felton, Chandler Parsons, Charlie Villanueva und JaVale McGee. Die Pelicans können dagegen auf ihre Stammkräfte zurückgreifen und schicken Eric Gordon, Tyreke Evans, Alonzo Gee, Anthony Davis und Omer Asik von Beginn an ins Rennen.

5.: Nach einer extrem frühen Auszeit von Pels-Coach Alvin Gentry steht die Defense der Gastgeber nun etwas besser. New Orleans erarbeitet sich dank leichter Punkte von Davis und Gordon einen 7:0-Lauf - nun hat Carlisle Gesprächsbedarf! Die Pelicans führen mit 16:9.

13.: The Brow macht da weiter, wo er im ersten Viertel aufgehört hat. Mittlerweile hat Davis schon 14 Zähler auf dem Konto und bringt New Orleans damit zu einer 26:22-Führung. Die gute Bank der Mavs macht es aber weiterhin spannend.

19.: Besser spät als nie! Raymond Felton hämmert den ersten Dreier für die Mavericks durch die Reuse. Ein Befreiungsschlag war das aber offensichtlich nicht - der nächste Versuch landet erneut nur am Ring. Dennoch liegt Dallas mit 38:37 in Front.

27.: Das geht gut los für die Pelicans. Nach kleinen Unstimmigkeiten Sekunden nach dem Start in die zweite Hälfte, hat sich New Orleans gefunden und startet einen 8:0-Lauf - auch weil es die Mavs gerade immer wieder erfolglos von Downtown probieren - 58:51 für die Pelicans.

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33.: New Orleans leistet sich in der Offense jetzt einen Turnover nach dem andern und kann sich dementsprechend nicht absetzen. Vielmehr sind es die Mavs, die die Fehler der Pels gnadenlos ausnutzen und selbst einen Lauf starten - 64:64.

38.: Dallas hat die Partie gedreht. Dank starker Defense auf der einen Seite läuft es bei den Pelicans aktuell ganz und gar nicht gut. In der Offense hämmert Dwight Powell jetzt einen krachenden Dunk durch die Reuse. Die Mavericks gehen mit 75:68 in Führung.

43.: Jetzt ziehen die Mavs sogar davon! Nach tollem Assist von Parsons versenkt Felton schon den dritten Dreier im Schlussabschnitt. Offenbar haben die Pelicans keine Antwort parat. War's das schon für New Orleans? 86:72 für Dallas.

48.: Die Pelicans machen es nochmal spannend - doch Raymond Felton hat etwas dagegen! Mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr versenkt der Veteran eiskalt seinen nächsten Dreier. Das nennt man Clutch! Letztendlich bringen die Mavs das Spiel nach Hause und gewinnen mit 100:91.

Pelicans vs. Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Raymond Felton. In Abwesenheit von Dirk Nowitzki musste jemand anderes Verantwortung in den entscheidenden Minuten der Partie übernehmen - und dieser jemand war Felton! Der 31-Jährige erzielte 12 seiner insgesamt 22 Punkte im vierten Viertel und trug so maßgeblich zum Erfolg bei. Felton war mit wichtigen Treffern immer zur Stelle und bewies seine Clutchness. Zudem steuerte er auch noch 6 Assists sowie 2 Rebounds bei und war damit neben Dwight Powell und Chandler Parsons bester Mann bei den Mavs.

Der Flop des Spiels: Ryan Anderson. Der Power Forward ist dafür bekannt, mit seiner Wurfstärke aus der Distanz für Gefahr zu sorgen und ist so eine wichtige Stütze für das Spacing bei den Pelicans. Blöd nur, wenn der gefürchtete Dreier so ganz und gar nicht fallen will. Anderson versenkte keinen einzigen seiner 6 Versuche von Downtown und steuerte nur 10 Zähler bei. Das ist definitiv zu wenig, um Anthony Davis gewinnbringend zu unterstützen.

Das fiel auf:

  • Der Sieg nach zweifacher Overtime gegen die Sacramento Kings hat den Mavs einiges an Kraft gekostet. Sowohl Dirk Nowitzki als auch Deron Williams, Wesley Matthews und Zaza Pachulia standen dabei über 40 Minuten auf dem Parkett. Kein Wunder also, dass alle Vier im zweiten Spiel des Back-to-Backs eine Verschnaufpause bekamen. Profitieren konnte davon in gewisser Weise Chandler Parsons, der zum Go-to-Guy avancierte.
  • Parsons übernahm zumeist die Kontrolle in der Offense der Mavericks und überzeugte dabei auf ganzer Linie. Im Eins-gegen-Eins oder auch nach Pick & Rolls zog es den 27-Jährigen dabei immer wieder Richtung Zone. Seine aggressiven Drives waren so gut wie immer von Erfolg gekrönt. Insgesamt probierte Dallas recht häufig sein Glück in der Painted Area (44 Punkte in der Zone, 19/22 Freiwürfe).
  • Das war auch deshalb der richtige Weg, da aus der Distanz wenig bis gar nichts ging. In der ersten Halbzeit fanden bei den Mavs gerade einmal 2 der 12 Versuche von Downtown den Weg durch die Reuse (16,7 Prozent). Insgesamt standen am Ende 7 erfolgreiche Dreier im Boxscore - bei 28 Versuchen. Zum Glück aus Sicht der Gäste lief es bei New Orleans auch nicht besser. Die Pelicans versenkten ebenfalls nur schwache 23,3 Prozent ihrer Würfe aus der Distanz.
  • Das Problem dabei: Ohne die Gefahr von außen war Anthony Davis bei den Pels oft auf sich allein gestellt. Was schon so oft in New Orleans zu beobachten war, war auch gegen Dallas wieder der Fall: The Brow fehlte es einfach an Unterstützung. Zwar lieferte Davis eine starke Partie ab, doch ansonsten kamen nur 4 weitere Akteure der Pelicans auf eine zweistellige Punkteausbeute. So kann man noch nicht mal das B-Team der Mavericks schlagen.
  • Allerdings war auch von Davis in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zu sehen. Die starke Mavs-Defense meldete den 22-Jährigen relativ gut vom Spielgeschehen ab und ließ auch sonst nicht viel zu. Mit der intensiven und aggressiven Gangart erzwangen die Mavs allein im dritten Viertel 7 Ballverluste der Pelicans (insgesamt 10). Allerdings wirkte die Offense von New Orleans unerklärlicherweise nicht wirklich motiviert und präsentierte sich zumeist ideenlos.

Der Spielplan im Überblick

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