Dienstag, 12.01.2016

Golden State Warriors - Miami Heat 111:103

Warriors kämpfen Miami nieder

Die Miami Heat (22-16) liefern den Golden State Warriors (36-2) einen harten Fight - und müssen sich am Ende dennoch geschlagen geben. Zwar ist die Partie lange ausgeglichen, doch die Dubs gewinnen verdient mit 111:103 (BOXSCORE). Am Ende fehlt den Heat die Antwort auf Stephen Curry.

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Allerdings hatte auch der amtierende MVP seine Probleme in dieser Partie. Nach seinem starken Auftritt gegen die Kings, wo noch fast jeder Dreierversuch saß, wollte an diesem Abend nicht allzu viel von Downtown fallen. Die Warriors versenkten für ihre Verhältnisse schwache 30.4 Prozent ihrer Dreier, Curry traf 4 von 11 Versuchen aus der Distanz.

Dennoch kam der 27-Jährige auf 31 Punkte und 6 Assists und bewies vor allem im Schlussabschnitt Nervenstärke. Draymond Green steuerte 22 Zähler, 12 Rebounds sowie 6 Assist zum 36. Heimsieg der Warriors in Folge bei (saisonübergreifend in der Regular Season). Klay Thompson kam auf 17 Punkte.

Dem konnten die Heat langte Zeit ihren gut funktionierenden Gameplan entgegensetzen. Miami gab sich alle Mühe, das Spieltempo zu drosseln und möglichst effektiv zu agieren. Das funktionierte auch sehr gut und so brachten die Heat dank Dwyane Wade (20 Punkte, 11 Assists), Chris Bosh (15 Punkte, 12 Rebounds) und Gerald Green (15 Punkte) den amtierenden Champion immerhin an den Rand einer Niederlage.

Die Reaktionen:

Steph Curry (Warriors) über die Unterstützung der Reservisten: "Das ist ein Riesen-Bonus für uns. Wir Starter haben ganz gut gespielt, aber konnten das nicht aufrechterhalten. Unsere Bank-Spieler sind reingekommen, haben die Kontrolle übernommen und uns über die Ziellinie geführt."

Shaun Livingston (Warriors) über die Bilanz seines Teams: "Das ist eins der Dinge, wo du denkst: 'Wow, 36-2, das ist verrückt.' Das ist wie an der High School. Aber wir versuchen, uns weiter auf den Moment zu konzentrieren."

Erik Spoelstra (Coach Heat): "Jedes Mal, wenn du einen Fehler machst, dann wissen sie, wie sie ihn ausnutzen können. Wir haben wirklich hart gespielt und uns selbst die Chance erarbeitet, zu gewinnen. Auch, wenn es nicht gereicht hat."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Den Heat steht eine schwierige Aufgabe beim amtierenden Champion bevor. Und als wäre es nicht schon schwierig genug, gegen Steph Curry und Co. zu spielen, muss Head Coach Erik Spoelstra auch noch auf Hassan Whiteside (Knieprobleme) verzichten. Also sollen es Goran Dragic, Dwyane Wade, Justise Winslow, Luol Deng und Chris Bosh richten. Auf Seiten der Dubs stehen Currry, Klay Thompson, Brandon Rush, Draymond Green und Andrew Bogut von Beginn an auf dem Parkett.

7.: Steph Curry macht mal wieder richtig Feuer! Der Point Guard der Dubs hat bereits 9 Punkte auf dem Konto und bedient nun Green mit einem tollen Pass in die Zone. Der Korbleger sitzt zwar, doch Miami führt mit 19:15.

12.: Da hat eigentlich vieles gestimmt. Andre Iguodala schnappt sich nach hartem Kampf den Rebound, sichert den Ball mit einem Behind-the-Back-Move und sieht Curry an der Dreierlinie. Pump Fake und... nur der Ring. Bezeichnend für das erste Viertel. Die Oracle Arena war kurz davor, auszurasten - so bleibt es beim 25:25.

21.: Von Spektakel ist bisher noch nicht allzu viel zu sehen. Aktuell duellieren sich beide Teams an der Freiwurflinie, niemand kann sich einen wirklichen Vorteil erarbeiten. Immerhin versenkt Miami jetzt nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder einen Dreier - 52:49 für die Gäste aus Florida.

28.: Miami muss eine frühe Auszeit im dritten Viertel nehmen. Die Warriors befinden sich gerade auf einem 15:2-Lauf und nun können auch endlich die Fans ausgelassen feiern. Die Heat müssen sich dringend fangen, sonst wird es eng - Golden State führt mit 64:56.

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35.: Miami hat sich zwar gefangen, doch Golden State lässt den Fuß nicht vom Gas. Curry und Green bauen den Vorsprung weiter aus. Doch dank Gerald Green bleibt Miami in Schlagdistanz. Der 29-Jährige hämmert einen Dreier durch die Reuse und verkürzt auf 80:73.

Stephen Curry: Die Karriere in Bildern
Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Das Basketballspielen wurde Stephen Curry in die Wiege gelegt, schließlich war schon sein Vater Dell Curry in der NBA aktiv.
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Bereits bei seinem eher unbekannten College-Team, den Davidson Wildcats, war der Point Guard nur schwer zu stoppen. In drei Uni-Jahren legte er im Schnitt aber mehr als 25 Punkte auf
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Auch wenn ihn aufgrund seines schmächtigen Körpers viele eher kritisch sahen, hinderte das die Golden State Warriors nicht daran ihn 2009 an 7. Stelle zu draften
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Dort wurde er mit dem 2011 gedrafteten Klay Thompson zusammengeführt, mit dem er seitdem die Splash Brothers bildet. Logisch, dass ein Spitzname bei dem starken Shooting der beiden nicht lange auf sich warten ließ
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Nach seinem zweiten Platz beim Rookie of the Year Award 2010 war er auch als Sophomore weiter erfolgreich. In seiner zweiten Saison gewann er die NBA Skills Challenge und zeigte, dass mit dem Ball nur wenige so gut umgehen können, wie er
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Doch gleich mehrere Knöchelverletzungen ließen Zweifel an Currys Profisport-Tauglichkeit aufkommen. In der Saison 2011/2012 konnte er nur 26 Spiele bestreiten
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Aber die Warriors glaubten an ihn und Curry unterschrieb eine Rookie-Extension über vier Jahre und 44 Mio. Dollar, die für das Team nicht ohne Risiko war. Doch in der Saison 2012/2013 folgte der endgültige Durchbruch...
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Curry wurde die Ehre zuteil, bei seinem ersten All-Star-Game direkt zu starten. Schnell zog er in der Gunst der NBA-Fans an Point-Guard-Liebling Chris Paul vorbei
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In der Postseason 2013 sorgten die Dubs für Aufsehen, als sie die Spurs um Spielmacher-Legende Tony Parker an den Rand der Niederlage brachten
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Durch seine starken Leistungen in der besten Basketballliga der Welt wurde Curry auch beim Team USA einer der wichtigsten Spieler. Zwar fehlt ihm noch Olympiagold, aber zwei Weltmeistertitel darf er bereits sein Eigen nennen
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Dass Curry der beste Distanzschütze der Association ist, stellte er beim Dreier-Contest 2015 unter Beweis. Mit 286 getroffenen Longballs in der Saison verbesserte er zudem seinen eigenen Rekord
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Im Rennen um den MVP Award setzte sich Curry mit einer bockstarken Saison gegen LeBron James und James Harden durch. Adam Silver überreichte ihm die Trophäe während der Playoffs 2015
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Auch privat läuft es für den Superstar. 2011 Heiratete er seine langjährige Freundin Ayesha Alexander...
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... 2012 kam Tochter Riley zur Welt. Und bei einigen Pressekonferenzen stahl ihm das extrovertierte Mädchen mit Leichtigkeit die Show
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Nach einer Saison mit 76 Siegen spielten sich die Warriors 2015 in die Finals, wo es zu einem erbitterten Kampf mit den Cleveland Cavaliers kam
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Am Ende siegte Golden State mit 4-2 und holte die erste Championship seit 40 Jahren nach Oakland. Andre Iguodala, der die Kreise von LeBron James enorm einengte, wurde zum Finals-MVP gekürt - und Curry freute sich mit ihm
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2015/2016 läuft noch besser: Die Warriors jagen aktuell den 72-Siege-Rekord der Bulls (1995/1996) und haben schon 59 Erfolge auf dem Konto
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In dieser Saison hat sich Curry noch einmal verbessert und schon bis Anfang März 300 Dreier eingenetzt. Und das bei einer Quote von 46 Prozent
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Auch individuell stößt Curry in neue Sphären vor: Mit 30,4 Punkten pro Spiel, einem PER von 32,2, einem True Shooting von 67,9 Prozent sowie 13,9 Win Shares ist der MVP auf dem Weg zu einer historischen Saison
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Zum besten Spieler des Planeten hat es Curry vor allem dank seines Arbeitseifers geschafft. Und die Konkurrenz hat jetzt schon Angst davor, der Chef könnte in den nächsten Jahren noch stärker werden...
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39.: Und wieder steht das Publikum! Nachdem sich Miami wieder herankämpfen konnte, sorgt Marreese Speights gerade quasi im Alleingang für die 9-Punkte-Führung. Zusätzlich erhöht Harrison Barnes auf 88:79. Die Heat brauchen eine Auszeit.

44.: Da fällt endlich auch mal wieder ein Dreier für Steph Curry. Fast schon erleichtert feiert der MVP seinen Erfolg von Downtown - denn der Dreier kommt zum genau richtigen Zeitpunkt! Curry bringt sein Team mit 101:88 in Front. Eine Vorentscheidung?

48.: Nein, keine Vorentscheidung! Miami kämpft sich nochmal bis auf 6 Zähler heran. Doch letztendlich ist es wieder Curry. Trotz seiner Probleme von Downtown versenkt der 27-Jährige eiskalt einen Dreier in der letzten Minute. Das war's. Die Warriors bringen das Spiel von der Freiwurflinie nach Hause - 111:103 für Golden State.

Golden State Warriors vs. Miami Heat: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Steph Curry. Gut, eine ähnlich dominante Performance wie in den Partien zuvor lieferte der 27-Jährige sicherlich nicht ab - die Quote von gerade mal 4 verwandelten Dreiern bei 11 Versuchen ist für ihn unterdurchschnittlich. Dennoch zeigte sich Curry in den wichtigen Situationen präsent und führte die Warriors mit 31 Punkten und 6 Assists zum Sieg. Gerade seine beiden Dreier im Schlussabschnitt waren extrem wichtig für den Erfolg.

Der Flop des Spiels: Goran Dragic. Eigentlich ist es schwierig, bei der insgesamt sehr guten Teamleistung der Heat einen Flop des Spiels auszumachen. Doch gerade von Dragic hätte man noch mehr erwarten können. Besonders in Sachen Scoring kam vom 29-Jährigen zu wenig. Seine 13 Punkte reichten nicht aus, um Dwyane Wade und Co. erfolgreich zu unterstützen. Immerhin kam Dragic noch auf 5 Rebounds und 5 Assists.

Das fiel auf:

  • Nach dem Dreierregen der Warriors gegen Sacramento hätte man ähnliches natürlich auch gegen Miami erwarten können, vor allem, da GSW in den letzten 5 Spielen knapp 49 Prozent aller Dreierversuche versenkte! Doch an diesem Abend schien der Korb von Downtown wie vernagelt. Die Heat versenkten immerhin noch gute 36,8 Prozent ihrer Würfe, während Curry, Thompson und Co stärkere Probleme hatten (7/23 Dreier, 30,4 Prozent) - auch bei relativ offenen Würfen.
  • Um die eigene Wurfschwäche wieder auszugleichen, suchte Golden State vermehrt den Weg in die gegnerische Zone. Da mit Hassan Whiteside der etatmäßige Rim Protector in Reihen der Heat fehlte, waren die Warriors mit dieser Devise auch durchaus erfolgreich. So kamen die Dubs auf starke 50 Punkte in der Zone und hatten trotz der Wurfschwäche eine gute Quote aus dem Feld vorzuweisen (47,7 Prozent FG).
  • Miami kam mit einem klaren Gameplan in die Bay Area: Das Tempo so gut wie möglich drosseln. Das gelang den Jungs von Head Coach Erik Spoelstra vor allem in der ersten Halbzeit auch sehr gut, sodass GSW nicht so gut in die Partie kam wie sonst und die Heat das Spiel dementsprechend ausgeglichen gestalten konnten. Erst später konnten die Warriors dank schneller Outlet-Pässe und viel Druck das Tempo erhöhen und erarbeiteten sich mit einigen Fastbreak-Punkten einen Vorteil (GSW: 23, MIA: 5).
  • Ein Grund, warum die Warriors gerade zu Beginn ihren schnellen Spielstil nicht zur Entfaltung bringen konnten: Miami leistete sich so gut wie keine Ballverluste. Zur Halbzeit hatten die Heat gerade einmal 2 Turnover auf dem Konto. In Hälfte zwei lief das allerdings nicht mehr so gut. Insgesamt standen 11 Ballverluste im Boxscore, die Golden State in 16 Zähler ummünzte.
  • Insgesamt konnte Miami mit der Leistung gegen den amtierenden Champion sehr zufrieden sein - trotz der Niederlage. Die Gäste lieferten Golden State einen harten Kampf und ließen zu keinem Zeitpunkt locker. Das gebührt Respekt. Auch stark war der Auftritt der Reservisten. Besonders Gerald Green trumpfte mit 15 Zählern auf und führte die Heat-Bank zu 34 Punkten. Die Reservisten der Warriors steuerten allerdings auch 32 Zähler bei.

Der Spielplan im Überblick

Philipp Jakob

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