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Nothing else matters

Sonntag, 14.06.2015 | 16:26 Uhr
Cavaliers links, Warriors rechts, die Flagge in der Mitte: Die Hymne wird in der Oracle Arena zelebriert
© getty
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Nachdem die Golden State Warriors der Finalserie gegen die Cleveland Cavaliers mit dem Blowout von Spiel 4 eine neue Wendung gegeben haben, müssen die Dubs diese Leistung in der Nacht auf Montag (ab 2.00 Uhr im LIVE-TICKER) bestätigen - auch ohne Center. LeBron James und Co. mussten in den zwei freien Tagen derweil eine ganze Menge Antworten finden.

Am späten Sonntagabend werden in der Oracle Arena von Oakland zwei Künstler aufs Parkett treten. Umringt von begeisterten Fans, die ihnen vor und vor allem nach ihrem Auftritt zujubeln werden. Beide sind absolute Weltstars, überall in der Welt bekannte Namen.

Und doch sind James Hetfield und Kirk Hammett von Metallica nur der Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Auf die Protagonisten, die das Publikum eigentlich in die Halle und Millionen Zuschauer vor die Schirme gelockt hat. Ein paar Minuten bekommen die beiden Rockstars für ihre Version der Nationalhymne, aber danach gehört die Bühne für mindestens zweieinhalb Stunden den besten Basketballern der Welt.

Golden State gegen Cleveland. Game 5.

Die Serie im Überblick!

Gut möglich, dass es unter den Spielern auch Fans von Klassikern wie "Enter Sandman" oder "The Unforgiven" gibt. Für Hetfield und Hammett werden sie unter den Stars and Stripes aber wohl kaum einen Blick übrig haben. Denn beim Stand von 2-2 wird der Sieger im Roaracle wahrscheinlich schon eine mittelgroße Vorentscheidung erzwungen haben. Es gibt zu viel zu bedenken, zu viele Herausforderungen zu meistern, zu viele Hürden zu überwinden für LeBron James, Stephen Curry und Co.

Bogut, der Außenseiter

Da wären zum Beispiel die beiden Center, die sich plötzlich in einer völlig ungewohnten Rolle wiederfinden. Andrew Bogut, der defensivstarke Aussie, der als Anker der Dubs-Defensive fungierte, aber in dieser Serie keinen Fuß auf den Boden bringt - und diese Füße in Spiel 4 plötzlich unter der Bank parken musste.

Wird er mehr Zeit auf dem Parkett verbringen als die knapp drei Minuten vom Donnerstag? Sehr viel mehr wird es wohl nicht werden, auch wenn Harrison Barnes nach dem Training am Samstag erklärte: "Naja, wir haben Spiel 1 ja auch mit unserem normalen Lineup gewonnen." Coach Steve Kerr konterte die Frage verschmitzt mit einem Verweis auf seine Lüge vor Spiel 4 - "ihr solltet mir also sowieso nicht glauben."

Sowohl das Offensive Rating (mit Bogut: 97,2/ohne Bogut: 106,4), als auch das Defensive Rating (104,2 / 86,5) sprechen eine deutliche Sprache. Small Ball ist angesagt. "Wir sind nicht in der Position, hier rumzusitzen und zu schmollen", gab sich Bogut im San Francisco Chronicle als Teamplayer. "Ich bin deswegen nicht verbittert, überhaupt nicht. Wir haben ja gewonnen." Aber wer freut sich schon, wenn der Schlüssel zum Sieg ist, dass man selbst nicht spielt?

Immerhin die Zuschauer dürften dem Big Man einen warmen Empfang bereiten. Dafür hatte er spätestens mit seinen Kommentaren in Richtung LeBron gesorgt, der nach einem Foul von Bogut in Spiel 4 zwischen den Kameras gelandet war ("Ich werde nicht lügen und sagen, dass ich ihn in einem Winkel von 45 Grad gestoßen habe, so dass er drei Schritte machen und in eine Kamera fallen musste."). Und wenn Timofey Mozgov noch einmal so auftrumpft - vielleicht schlägt seine Stunde ja wieder.

Mozgov, der Lieblingsgegner

Mozgov. Der hatte in Spiel 4 mit 28 Punkten und 10 Rebounds Bestmarken aufgestellt und unter dem Korb dominiert. Vor einigen Monaten noch in der Nuggets-Versenkung verschwunden, nun Topscorer in einem Finals-Game. Freuen konnte sich der russische Hüne aber auch nur bedingt, hatte ihn der Gegner doch in gewisser Weise als Schwachstelle registriert. "Man riskiert es lieber, von Mozgov besiegt zu werden als von LeBron", hatte Draymond Green nach Spiel 4 erklärt.

Besiegen konnte Mozgov die Warriors trotz guter Leistung nicht. Stattdessen musste er plötzlich als Verteidiger auf dem Perimeter agieren. "Ich will immer in der Zone bleiben und sie bewachen", so der 28-Jährige. Das müsse er erst lernen, und James fügte hinzu: "Das macht er sonst nie. Timo muss sich jetzt umstellen."

J.R., der Problemfall

Nicht umstellen soll sich Shooting Guard J.R. Smith, dessen Cinderella-Story aus den ersten Playoff-Runden in Rauch aufgegangen ist. Nur 25 Prozent seiner Dreier trifft er, die Advanced Stats sind noch unbarmherziger. Als Pferdesch**** hatte er seinen Auftritt vom Donnerstag bezeichnet (0/8 3FG), "schlechter kann ich gar nicht spielen".

Aber der frühere Knickerbocker, dessen Selbstvertrauen nach all den Fehlwürfen und dummen Fouls am Boden scheint, soll weiter abdrücken. "Mir egal, wie viele Würfe er daneben setzt", betonte der King. "Ich will nur nicht, dass er den Kopf hängen lässt." Smith müsse positiv bleiben - "und wenn er 100 Mal nicht trifft".

Blatt, der Entscheider

Selbstbewusstsein ist das eine. Erschöpfung das andere. Und nach fast zwei Monaten mit einer Mini-Rotation sind die Akkus leer. Bei Smith, bei Dellavedova, sogar bei Übermensch James. Coach David Blatt baut darauf, dass die zwei freien Tage Wunder gewirkt haben. "Das garantiert nichts - man muss immer noch spielen - aber es hilft auf jeden Fall."

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Blatt selbst muss sich ob seiner kurzen Leine in Sachen Rotation erstmals leiser Kritik erwehren. Kerr hat vorgelegt - kann er kontern? "Wenn man sich die Spiele anschaut, waren wir mit unserer Taktik drei von vier Mal ziemlich gut", wehrte er ab. "Wir müssen diese Dinge weiter sehr gut machen."

Also keine Chance für Marion - den Veteranen und Champion von 2011, der nur auf der Bank schmort? "Ich weiß gar nicht, warum sie diesen Namen herausgreifen, es sei denn, sie wollen mir bei meiner Rotation Tipps geben", bekam ein Journalist zu hören. Man habe erfahrene Spieler, und manche hätten eben weniger gespielt.

James, der Entscheidende

Tipps geben, das darf nur der King höchstpersönlich. Und der hatte folgendes zu verkünden: "Wir werden unser Spiel spielen. Nur das hat uns so weit gebracht." Und: "Wir werden unser Starting Lineup nicht ändern." Was diese Aussage heutzutage wert ist, sei dahingestellt.

Ein anderes Zitat des völlig ausgepumpten vierfachen MVPs könnte Marion, Miller und Co. allerdings aufhorchen lassen: "Wir haben in diesem Playoff Run nicht viele Spieler genutzt." "[Tiefer in die Bank zu gehen] würde einigen Jungs, die viel gespielt haben, sicher helfen. Nur ein paar Minuten hier, ein paar Minuten da."

Wie sich Blatt auch entscheidet: Fast 48 Minuten werden wohl für die Nummer 23 reserviert sein. Der muss vermutlich wieder an den 40-10-10 kratzen. Ist die Kraft da? Der weitere Tag Pause sei "wie eine Rettungslinie" gewesen, betonte James. Folgt also ein Monstergame? In der Pressekonferenz konzentrierte sich der Forward vor allem auf das geänderte Lineup der Warriors: "Wir werden sehr viel besser darauf vorbereitet sein, wenn sie wieder so spielen."

Kerr, der Reagierende?

Das liegt in der Hand von Steve Kerr. Während der Gegner in den vergangenen Tagen im Panik-Modus herumwuselte, hat der Favorit plötzlich Oberwasser. Krisenherde gibt es dank Teamplayer Bogut keine. Curry findet seine MVP-Form, Andre Iguodala hat die bereits inne, und auch Draymond Green hatte sich in Spiel 4 zurückgemeldet ("Ich habe mich von all dem Trubel herunterziehen lassen. Ich musste den Kopf freikriegen und einfach Basketball spielen.").

Der Druck ist dennoch enorm: Wie kann das kleinere Lineup die Rebound-Unterlegenheit ausgleichen? Wie bekommt man Mozgov besser in den Griff, ohne gleichzeitig die Shooter aus den Augen zu lassen? Und wenn Blatt aus seiner Hand wirklich noch ein Ass zaubern sollte - es liegt an Kerr, umgehend per Joker zu kontern. Der Druck liegt auf dem Heimteam, weiß auch NBA-Legende Bill Walton: " Es ist das erste Mal auf der Championship-Bühne für die Warriors. Sie lernen, wie hart es ist, zu gewinnen - und wie hart es ist, zu verlieren. LeBron weiß das schon, das ist sein Vorteil." Bei einer Niederlage ist der Heimvorteil in Game 7 womöglich obsolet.

Ein weiteres Mal 48 Minuten Hochspannung, alles geben auf dem Weg zum Ring. Da können Hetfield und Hammett nicht mithalten. Vielleicht können sie nach der Nationalhymne aber noch ein bisschen bleiben und ihren größten Hit anstimmen. Nothing else matters - passender geht's nicht.

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