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Antwort mit Gebrüll

Von Martin Gödderz
Freitag, 12.06.2015 | 06:22 Uhr
Draymond Green und Stephen Curry waren wieder brandgefährlich aus der Distanz
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Steve Kerr entscheidet sich dafür, seinen Center Andrew Bogut aus der Starting Five zu nehmen und verschafft den Golden State Warriors damit einen entscheidenden Vorteil. So siegen die Warriors am Ende deutlich mit 103:82 (BOXSCORE) bei den Cleveland Cavaliers, wo LeBron James von Krämpfen und einer offenen Wunde am Kopf geschwächt wird.

Andrew Bogut raus, Andre Iguodala rein. Eine Umstellung mit Folgen bei den Golden State Warriors. Mit Smallball, überragendem Shooting und einer starken Team-Leistung eroberte die Mannschaft von Steve Kerr die Quicken Loans Arena. Wie schon in der Serie gegen die Memphis Grizzlies glich der Western Conference Champion einen 1:2-Rückstand aus.

Dabei stach kein Warrior besonders heraus, gleich vier Spieler punkteten zweistellig. Stephen Curry (8/17 FG, 6 Assists) und Andre Iguodala (8/15 FG, 8 Rebounds) waren mit je 22 Punkten die Top-Scorer, während Draymond Green wieder zurück in die Spur fand und mit 17 Punkten, 7 Rebounds sowie 6 Assists glänzte.

Bei den Cavaliers spielte LeBron James nach einem Sturz auf eine Kamera mit blutender Wunde am Kopf und zeigte mit 20 Punkten (7/22 FG), 12 Rebounds und 8 Assists eine menschliche Leistung. Während Clevelands Guards und Flügelspieler durch die Bank enttäuschten, machte der Frontcourt um Timofey Mozgov (28 Punkte, 10 Rebounds) und Tristan Thompson (12 Punkte, 13 Rebounds) ein starkes Spiel.

Die Serie im Überblick!

Die Reaktionen:

Klay Thompson: "Wir waren wirklich hungrig, fast verzweifelt nach einem Sieg. Es war einfach großartig, dass wir rausgegangen sind und dann auf beiden Seiten unseren Basketball durchbringen konnten. So eine Leistung wie die von heute hat uns das gesamte Jahr über viele Siege gebracht."

Draymond Green: "Es war wie ein Straßenkampf. Niemand macht dreckige Sachen, aber beide Seiten kämpfen und kämpfen. Das macht diese Serie so aufregend."

David Blatt (Trainer Cavaliers): "Wir stehen in den Finals und es sind noch drei Spiele zu absolvieren. Vor einem halben Jahr hätte ich diese Situation direkt gekauft. Wir müssen einfach zurück an die Arbeit und im nächsten Spiel wieder unseren besten Basketball zeigen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Während die Cavaliers nichts an ihrem zuletzt zweimal in Folge erfolgreichen Lineup ändern und David Blatt Dellavedova, Shumpert, James, Thompson sowie Mozgov aufs Feld schickt, nimmt Steve Kerr eine Änderung in der Starting Five der Warriors vor. Bogut sitzt zunächst draußen, dafür beginnt Iguodala an der Seite von Curry, Thompson, Barnes und Green.

3.: Bitterer Beginn für die Warriors. Curry und Iguodala vergeben vorne ihre Würfe, auf der Gegenseite sammelt Thompson gleich zwei Offensivrebounds, Mozgov haut den Dunk nach starkem James-Pass rein und Shumpert verwertet den offenen Dreier. 7:0 Cavs, Kerr nimmt die erste Auszeit.

9.: Golden State findet besser ins Spiel. Curry verwandelt zwei Dreier und Green verwertet mit ganz viel Power den Korbleger plus Foul gegen Mozgov. Schließlich ist es Thompson, der den Warriors aus der Nahdistanz die erste Führung des Spiels bringt. Beim 22:20 nimmt schließlich Blatt die Auszeit.

15.: Die Cavs haben mittlerweile enorme Probleme mit dem Tempo und dem Shooting des kleinen Warriors-Lineups. Livingston zieht zum Korb, spielt dann aber raus zu Thompson, der den Dreier zum 38:28 durch die Reuse jagt. Zwei bedeutende Stats bis hierhin? Golden State mit 11 Team-Assists und ohne einen einzigen Turnover.

19.: Schrecksekunde für die Cavs. James wird beim Zug zum Korb von Bogut gefoult. Er verliert die Balance und fällt mit vollem Tempo auf eine Kamera. Obwohl er sich vor Schmerzen windet und am Kopf blutet, muss James aber die beiden Freiwürfe nehmen, weil er sonst nicht mehr am Spiel teilnehmen darf. Er trifft einen zum 44:33.

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25.: Mit zwölf Punkten Rückstand gehen die Cavs in die Kabine und was machen die Warriors mit ihrem ersten Spielzug aus der Pause heraus? Iguodala knallt den nächsten Dreier zum 57:42 rein. Es läuft alles nach dem Geschmack von Steve Kerr.

30.: Cleveland kämpft sich wieder heran. James findet Shumpert in der Ecke. Der täuscht den Dreier an, zieht dann doch zum Korb und verwertet den Runner. Golden State führt nur noch mit 63:58.

36.: Die Warriors haben ihren Rhythmus verloren. Die Cavs dagegen wühlen unter den Brettern und holen sich weiter fleißig Offensivrebound. James verwertet einen Abpraller direkt und kurz vor der Sirene ist Cleveland auf drei Punkte dran. Dann allerdings vernascht Curry Tristan Thompson mit einem Crossover und knallt den Dreier zum 76:70 rein.

38.: Zwei Minuten lässt Blatt den unter Krämpfen und Kopfschmerzen leidenden James draußen, schon ziehen die Warriors wieder an. Green vollendet den Slam Dunk im Fastbreak, Thompson den Korbleger. Beim 80:70 kommt der King zurück.

41.: Smith vergibt drei Dreier hintereinander. Curry zeigt auf der Gegenseite, wie es richtig geht und bringt Golden State aus der Distanz mit 85:72 in Führung. Eiskalt, der MVP.

43.: Iggy brennt! Der Flügel schießt gleich zwei Dreier in Folge ganz tief ins Herz der Cavaliers und bringt Golden State mit 93:77 in Front. In der Halle ist es plötzlich ganz still.

46.: Gut zwei Minuten vor Schluss gibt Blatt auf. Beim Stand von 98:79 für die Warriors wechselt er James aus, stattdessen bringt er Miller, Perkins und Co. Die Warriors holen sich somit den Heimvorteil zurück.

Cavaliers vs. Warriors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Andre Iguodala. Schon als Sixth Man leistete Iggy in dieser Serie einen tollen Job. Nun entschied sich Kerr, den Flügelspieler von Anfang an zu bringen und machte damit alles richtig. Iguodala lieferte erneut einen hervorragenden Job gegen James und engte dessen Kreise gleich von Beginn an ein. Doch nicht nur das: Offensiv avancierte er mit 22 Punkten zum besten Mann bei Golden State und sorgte mit zwei Dreiern vor Schluss für die Entscheidung.

Der Flop des Spiels: J.R. Smith. Es gibt Tage, da scheint es so, als träfe der Shooting Guard auch Dreier von außerhalb der Halle und es gibt Tage wie diesen, an denen bei Smith absolut gar nichts zusammenläuft. Der Sixth Man der Cavs war von Beginn an eiskalt (2/12 FG, 0/8 Dreier) und versuchte sein Glück irgendwann zu erzwingen, als er im letzten Viertel drei Dreier hintereinander vergab. Wenn nicht einmal Smith punktet, hat Cleveland eigentlich gar keine Bank.

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Das fiel auf:

  • Kerr setzte gleich zu Beginn ein klares Zeichen. Durch die Herausnahme von Bogut war Smallball angesagt. Zudem kam der im dritten Spiel so starke David Lee bereits im ersten Viertel rein. Dabei zeigten die Umstellungen des Coaches schnell Wirkung. Die Warriors-Offensive wirkte flüssiger und kreierte viele offene Dreier. Golden State suchte schnelle Abschlüsse, die Pace war gerade im ersten Viertel enorm hoch. Am Ende stand Golden State bei starken 12 von 30 verwandelten Distanzwürfen.
  • Zwar hatte Tristan Thompson schon zur Halbzeit beinahe ein Double-Double auf dem Konto und Mozgov war am Ende mit 28 Punkten Top-Scorer bei Cleveland, doch genau das war im Sinne der Warriors. Es bedeutete eben auch: Weniger Dreier für die Cavs. Das kleinere Lineup verteidigte stark am Perimeter und hielt Cleveland am Ende bei lediglich 4 von 27 erfolgreichen Dreierversuchen.
  • Beeindruckend war, wie wenige Fehler die Warriors trotz des großen Tempos machten. Der erste Turnover des Western Conference Champs kam erst nach 20 Minuten. Cleveland fand einfach keinen Zugriff in der Verteidigung und kam nicht in die Passwege.
  • LeBron James legte zum ersten Mal kein Über-Spiel hin. Neben seiner offenen Wunde hatte das aber einen ganz einfachen Grund: Seine Teamkollege waren zu ungefährlich von außen. So ging Golden State schon früh dazu über den King zu doppeln, weil aus der Distanz eben wenig Gefahr lauerte. Das schränkte James' Kreise ein.
  • Obwohl James nicht derart brillierte und die Cavaliers gerade einmal 33 Prozent ihrer Feldwürfe trafen, waren sie lange im Spiel. Das lag an der hervorragenden Arbeit beim Offensivrebound. Ganze 16 Abpraller holte sich Cleveland in der Offensive, während die Warriors vorne gerade einmal 6 Boards abgriffen. Natürlich hatte auch das mit der Smallball-Aufstellung der Warriors zu tun, doch Thompson und Mozgov machten mit je 6 Offensvirebounds einen tollen Job.

Der Spielplan im Überblick

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