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Die Rückkehr der Effizienz-Bestie

Mittwoch, 13.05.2015 | 03:46 Uhr
LeBron James war in Spiel 5 der Serie gegen die Chicago Bulls nicht zu stoppen
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Die Cleveland Cavaliers haben in Spiel 5 der Conference Semifinals gegen die Chicago Bulls einen 106:101-Sieg eingefahren und führen die Serie nun mit 3-2 an. LeBron James kehrte zur alten Effizienz zurück und hatte in Kyrie Irving einen starken, wenn auch einbeinigen Nebenmann.

Derrick Rose (16 Punkte), Jimmy Butler (29) und Mike Dunleavy (19) hielten die Bulls lange im Spiel, insbesondere Rose kühlte in der zweiten Halbzeit aber merklich ab (7/24 FG). Trotz eines 18:5-Runs im vierten Viertel reichte es am Ende nicht gegen den alles überragenden James und Irving, der 25 Punkte zum Sieg beisteuerte und in den Schlusssekunden die entscheidenden Freiwürfe traf.

Drei weitere Cavaliers punkteten zweistellig, Tristan Thompson (12 Punkte, 10 Rebounds) kam auf ein Double-Double. Die Bulls trafen in der Partie nur 39,5 Prozent aus dem Feld und 28 Prozent von der Dreierlinie.

Cleveland hat sich durch den Sieg einen Matchball erspielt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag könnten die Cavaliers in Spiel 6, das in Chicago stattfindet, den Einzug in die Conference Finals perfekt machen.

Die Reaktionen:

LeBron James (Cavaliers): "Yeah! Keine Ballverluste! Das war die erste Statistik, die ich nach dem Spiel überprüft habe. Ich wollte für meine Mitspieler effizient sein, und das ist mir heute sehr gut gelungen."

...über Matthew Dellavedova: "Er ist der härteste Typ in unserem Team. Wir wollen nur Basketball spielen, aber wir beschützen unsere Brüder, wenn uns jemand angreift."

Taj Gibson (Bulls) über seine Ejection: "Ich war überrascht. Ich habe wirklich nur versucht, meinen Fuß freizubekommen. Als ich aufstand, merkte ich, dass mein Bein von irgendwem eingeklemmt wurde."

Derrick Rose (Bulls): "Es hat mir gefallen, wie wir zurückgekämpft haben. Wir hatten eine echte Chance, das Spiel noch zu gewinnen. Wir haben es nur nicht richtig zu Ende gespielt."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Cavs steht Irving trotz seiner Verletzung in der Starting Five und beginnt neben Shumpert, James, Thompson und Mozgov. Die Bulls müssen ohne Gasol auskommen, der wieder von Gibson ersetzt wird. Zudem starten Rose, Butler, Dunleavy und Noah.

Alle Playoff-Matchups im Überblick!

3.: So haben sich die Bulls den Start vorgestellt. Erst punkten Gibson und Noah direkt am Korb, dann streut Rose den Floater über Mozgov ein. Einen Layup von Gibson später steht es bereits 8:0 und Blatt nimmt seine erste Auszeit.

7.: Hallo, LeBron! Bisher lief für die Cavs wenig zusammen, nun fängt der King jedoch einen Pass von Rose ab und stopft ihn mit Autorität. Die Antwort liefert Butler sofort per Jumper. 18:8 Bulls!

12.: Shooting, Defense und Offensiv-Rebounds bringen die Cavs zurück ins Spiel - dabei sitzt LeBron auf der Bank! Erst macht Shumpert 7 Zähler, dann besorgt Kyrie mit einem Dreier sogar die Führung für die Gastgeber. 25:24 Cavs.

16.: Thibodeau entscheidet sich, Butler mit 2 Fouls gegen James verteidigen zu lassen. Der nutzt das eiskalt aus und legt innerhalb von 4 Minuten alle 8 Punkte der Cavs auf - 33:27 Cleveland, Auszeit Chicago.

24.: Die Bulls spielen eine Offense zum Vergessen - über eine Viertelstunde gibt es nicht einen einzigen Assist, die einzigen Punkte kommen durch Einzelaktionen. Bei den Cavs punkten Irving und Shumpert - und der King ist in the zone! 24 Punkte hat James bereits auf dem Konto, mit 54:44 geht es in die Pause.

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28.: Das ging schnell! Ein Hakenwurf von Gibson hier, Layups von Butler und Noah da, und auf einmal sind die Bulls wieder auf 4 Zähler dran. Irving trifft erst den Layup, dann fängt LeBron einen Noah-Pass ab und Kyrie punktet im Break. 60:52 für Cleveland.

34.: Dieser Irving ist auch auf einem Bein ziemlich gut! Erst spielt LeBron einen herrlichen Crosscourt-Pass auf den offenen Kyrie, der den Dreier einstreut. Einen Bulls-Ballverlust später hat Irving den Ball in Transition und trifft den Stepback-Dreier über Mirotic. 68:62 für die Cavs.

36.: Wow, was für ein Abschluss des Durchgangs! Erst ein And-1 von LeBron, dann trifft Dellavedova aus der Ecke einen Dreier - mit 2 Sekunden auf der Uhr. Die nutzt Mirotic jedoch für einen Dreier von knapp hinter der Mittellinie. 80:71 Cavs!

40.: Das könnte die Vorentscheidung gewesen sein. Gibson gerät mit Dellavedova aneinander, der sein Bein eingeklemmt hatte - die Refs schmeißen trotz Replay den Bulls-Big vom Feld. Die nächsten Aktionen danach: Freiwürfe Dellavedova, Layup Irving, Dreier Smith, Alley-Oop Thompson. 92:77 für die Cavs.

48.: Die Bulls kämpfen sich wieder ran, ein Dreier von Butler (nach nicht geahndetem Schrittfehler von Rose) verkürzt eine Minute vor Schluss auf 2 Punkte Rückstand. Rose hat in Transition sogar die Chance zum Ausgleich, doch James blockt seinen Layup. Kyrie trifft zwei Freiwürfe, Noah verliert den Ball. Game over!

Cavs vs. Bulls: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: LeBron James. Der King hatte von sich selbst eine effektivere Leistung gefordert, nachdem er in der Serie bisher bloß 38 Prozent aus dem Feld getroffen hatte. Gesagt, getan. LeBron ging mehr in den Post als zuletzt und verließ sich weniger auf den Jumper. Die Folge: Er scorte effizient wie lange nicht mehr (38 Punkte bei 58,3 Prozent aus dem Feld). Ganz abgesehen davon lieferte er außerdem 12 Rebounds, 6 Assists, 3 Steals, 3 Blocks und nicht einen einzigen Ballverlust. Es war seine 51. Playoff-Partie mit 30/5/5 - damit zog er mit einem gewissen Michael Jordan gleich.

Der Flop des Spiels: Die Bulls-Bank. Eigentlich sollte Chicago nach all den Verletzungen bei den Cavs das tiefere Team haben. In der Praxis funktionierte aber nur die Starting Five der Bulls, die Bankspieler waren defensiv wie offensiv überfordert. Kirk Hinrich und Nikola Mirotic schadeten ihrem Team, was auch von ihren Plus/Minus-Werten reflektiert wurde (-7 für Hinrich, -23 für Mirotic).

Das fiel auf:

  • Die Bulls hatten zu Beginn eine einfache Strategie in der Offense: Den angeschlagenen Irving in Pick'n'Rolls zu verwickeln und ständig zu attackieren. Das funktionierte, weil es Kyrie ganz offensichtlich an lateraler Geschwindigkeit fehlte, sodass Rose immer wieder an ihm vorbei kam. Nach kurzer Zeit wurde daher häufiger Shumpert auf D-Rose angesetzt.
  • Bei allen Problemen in der Defense: Offensiv war Irving für die Cavs auch auf einem Bein unverzichtbar. Sein Shooting von draußen (3/6 3FG) war Gold wert, außerdem traf er einige seiner patentierten "Wie-geht-das-denn?"-Layups. So war er weit mehr als nur ein Köder für die Cavs.
  • Als den Bulls die Penetration genommen wurde, kam ihre Offense völlig zahnlos daher. Cleveland stellte seine Zone zu, die Shooter der Bulls konnten dies aber lange Zeit nicht bestrafen - in der ersten Halbzeit versemmelten sie alle neun Versuche von der Dreierlinie, von Spacing war keine Spur. Erst Mitte des dritten Viertels beendete Dunleavy die Durststrecke vom Perimeter (am Ende 7/25 3FG).
  • Ohne die Option Gasol im Lowpost war die Offense damit abzüglich Rose zeitweise harmlos, weil weder Noah, noch Gibson oder Mirotic am Brett großen Schaden anrichten konnten. Eine bezeichnende Statistik für die schwache Offense: Zwischenzeitlich verzeichneten die Bulls in der ersten Halbzeit über eine Viertelstunde keinen einzigen Assist.
  • Trotz der Probleme in der Offense blieb Chicago lange nah dran, was in erster Linie auf ihre alten Tugenden zurückzuführen war: Massig Minuten für die Starter, Hustle in der Verteidigung und der Fight um jeden Offensiv-Rebound (insgesamt 12). Zudem trafen sie ihre Freiwürfe (26/28). So wiesen abgesehen von Gibson sogar alle Starter ein positives Plus/Minus-Rating auf.
  • Den negativen Höhepunkt der Partie brachte ein Gerangel zwischen Dellavedova und Gibson, für das der Bulls-Big Man ein Flagrant-2 bekam und der Halle verwiesen wurde - eine mehr als fragwürdige Entscheidung der Referees. Noch ist nicht bekannt, ob Gibson über die Partie hinaus gesperrt wird.

Der Spielplan im Überblick

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