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Spiel 1: Cavaliers - Bulls 92:99

Bulls klauen Spiel 1 dank Vintage-Rose

Von Martin Gödderz
Dienstag, 05.05.2015 | 03:48 Uhr
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Gleich im ersten Spiel der Conference Semifinals lieferten sich die Cleveland Cavaliers und Chicago Bulls einen waschechten Thriller mit einem spektakulären Point-Guard-Duell. Am Ende behielten die Bulls dank Rose und eines herausragend verteidigenden Jimmy Butler mit 99:92 die Oberhand und entführten Spiel 1 aus Cleveland.

Es war das elektrisierende Duell des Spiels: Derrick Rose im Vintage-Modus gegen einen glänzend aufgelegten Kyrie Irving. Während der Bulls-Spielmacher dank der Ruhepause nach der Serie gegen die Bucks wieder an gute alte Zeiten anknüpfen konnte und auf 25 Punkte (11/26 FG), 5 Assists und 5 Rebounds kam, zeigte Irving mit 30 Punkten (10/23 FG) und 6 Assists die nächste großartige Vorstellung in der ersten Postseason seiner noch jungen Karriere.

Am Ende behielt Rose allerdings mit seinen Bulls die Oberhand, was vor allen Dingen daran lag, dass Chicagos Spielmacher hervorragend unterstützt wurde. Pau Gasol holte sich ein bärenstarkes Double-Double mit überragenden Quoten (21 Punkte, 10/16 FG, 10 Rebounds, 4 Blocks). Auch Jimmy Butler machte an beiden Enden des Feldes einen herausragenden Job.

Hinten zwang Jimmy Buckets Gegenüber LeBron James zu 6 Ballverlusten und hielt den King bei 19 Punkten (9/22 FG) sowie 9 Assists. Vorne kam Butler auf 20 Punkte (7/16 FG) und 6 Assists. Neben dem starken Trio punktete bei Chicago auch Mike Dunleavy zweistellig und kam auf 14 Punkte (5/6 FG). Clevelands Iman Shumpert stellte mit 22 Punkten (8/17 FG) einen persönlichen Playoffrekord auf.

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Die Reaktionen:

David Blatt (Trainer Cavaliers): "Wir wussten, wie schwer dieses Spiel würde und nun müssen wir von dieser Niederlage lernen. Das wird eine Serie, in der kleine Änderungen entscheiden. Wir hatten die Chance auf den Sieg, jetzt geht es aber direkt zurück an die Arbeit."

LeBron James (Cavaliers): "Es geht jetzt darum, morgen die Videos vom Spiel zu analysieren und dann in Spiel 2 besser zu sein. Diese Serie hat sieben Spiele, es ist also nichts verloren, wir müssen im nächsten Spiel einfach einiges besser machen."

Derrick Rose (Bulls): "Wir haben ihr Spiel heute gut gelesen und schon während des Spiels entscheidende Verbesserungen vorgenommen. Vor allem haben die Jungs aber die Würfe getroffen. Jetzt müssen wir im nächsten Spiel einfach noch mehr Gas geben."

Tom Thibodeau (Bulls): "Es war nur der Start. Wir wissen, dass es lediglich ein Sieg war und dass es in den nächsten Spielen ganz anders aussehen kann."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Keine Überraschungen auf beiden Seiten. Tom Thibodeau hat seine beste Startformation beim Auswärtsspiel im Gepäck. Es beginnen Rose, Dunleavy, Butler, Gasol und Noah. Bei den Cavs wird Love durch einen Guard ersetzt. Irving, Shumpert, Miller, James und Mozgov starten.

4.: Die Cavs wirken etwas eingerostet. Vorne fällt erst einmal nichts, hinten zeigen sich große Löcher. Erst darf sich Dunleavy ohne Bedrängnis den Offensivrebound holen und direkt in Korbnähe verwerten, ehe Gasol per Layup zum 10:2 für die Bulls erhöht. Blatt nimmt früh die Auszeit.

8.: Chicago ist definitiv on fire. Dunlevay, Rose und wieder Dunleavy: Es regnet Dreier. So führt Chicago bereits 21:8.

14.: Auch Chicagos zweite Reihe ist richtig gut drauf. Kirk Hinrich verwandelt aus der Ecke den sechsten Bulls-Dreier beim achten Versuch. Auf der Gegenseite dreht James langsam auf und bringt Cleveland mit zwei Korblegern auf 33:21 ran.

21.: Angeführt von Kyrie Irving kämpfen sich die Cavs ins Spiel zurück. Dreier, Korbleger, Freiwürfe - Der Point Guard erzielt in nur vier Minuten 14 von 16 Cavs-Punkten. So steht es nur noch 45:39 für Chicago.

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26.: Dunleavy leistet sich den Fehlpass und James holt sich den Steal. Er initiiert den Cavs-Angriff und bedient Irving. Der zieht mit viel Tempo zum Korb und sieht dann Mozgov. Der Russe hat direkt unter dem Korb leichtes Spiel und netzt zum 51:51-Ausgleich ein.

29.: Kaum sind die Cavs dran, startet Chicago den 10:0-Run. Rose haut den ganz schwierigen langen Zweier über die Arme von James hinweg rein, Butler lässt nach einem Steal zwei schnelle Fastbreak-Punkte folgen und schon steht es wieder 63:53.

34.: Gerade schien das Momentum auf der Seite der Bulls, schon knallen die Cavs zwei Eckendreier in Folge rein. Erst nagelt Dellavedova den Spalding durch die Reuse, anschließend ist Shumpert aus der Distanz zur Stelle. Thibodeau nimmt sofort das Timeout. 74:66 Bulls.

39.: Shumpert knallt den Dreier rein und bringt Cleveland wieder auf sechs Punkte heran. Doch auf der Gegenseite schlafen die Cavs in der Deckung. So haut Gibson ohne Gegenwehr den Slam Dunk zum 83:75 für Die Bulls in die Maschen.

44.: Cleveland schnuppert immer wieder am Ausgleich, doch die Bulls haben stets eine Antwort. Rose zieht aggressiv zum Korb und zieht gleich drei Cavs-Verteidiger auf sich. Dann bedient er Butler, der an der Dreierlinie völlig blank steht. Nichts als Nylon. 92:86 Bulls.

48.: Shumpert bringt die Cavs per Layup wieder auf vier Punkte heran und Cleveland zwingt Rose zum extrem schwierigen Jumper mit ablaufender Wurfuhr. Daneben. Doch auch James vergibt im Gegenzug den Korbleger. Dafür punktet Butler aber mit einem grandiosen Fadeaway 30 Sekunden vor Schluss. Dann macht Chicago von der Freiwurflinie alles klar und gewinnt 99:92.

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Der Star des Spiels: Derrick Rose. Nicht nur den Fans des Spielmachers geht bei solchen Leistungen das Herz auf. Einmal mehr in diesen Playoffs ließ Rose seine riesige Krankenakte links liegen und drehte mächtig auf. Der Point Guard schien stets die richtige Mischung zu finden zwischen Attacke, Pass und Sprungwurf.

Vor allen Dingen aus der Mitteldistanz war Rose sehr treffsicher und stellte Gegenspieler Irving defensiv vor große Probleme. Lediglich gegen Ende des Spiels verlor er etwas den Rhythmus. Auch stark: Jimmy Butler und Pau Gasol.

Der Flop des Spiels: Timofey Mozgov. Der Cavs-Center tat sich sehr schwer gegen Chicagos Frontcourt. Dass er offensiv kein großer Faktor war, ist nicht weiter schlimm, schließlich hat Cleveland hier andere Optionen. Er hatte aber vor allem hinten Probleme mit dem immer wieder weit herausrückenden Gasol, der etliche Male völlig frei aus der Mitteldistanz einnetzte. 5 Rebounds sind für einen Center zudem ziemlich mager.

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Das fiel auf:

  • James lief zwar nominell als Power Forward auf, war aber natürlich überall in der Cavs-Offensive zu finden und wurde von Bulls-Edelverteidiger Butler gedeckt. Der engte die Kreise des selbsternannten Kings gut ein. So hatte James nach den ersten zwölf Minuten vier Feldwürfen genommen, Iman Shumpert dagegen sieben. Kurzum: Chicagos Gameplan in der Defensive gegen James schien zu funktionieren. Butler hing wie Klebstoff an James und holte 3 Steals.
  • Nach seinem fantastischen ersten Viertel mit 13 Punkten und 5 von 5 verwandelten Feldwürfen kam Dunleavy die Sonderbewachung von James zuteil. James legte den Gegenüber an die Kette und sorgte so dafür, dass die Bulls das Momentum verloren und Cleveland im zweiten Viertel wieder herankam. Nach getaner Arbeit übernahm James in der Defensive aber wieder die Deckung von Butler. Während Butler in der Verteidigung konsequent bei seinem Mann blieb, deckte James eigentlich jeden Bulls-Spieler von Rose bis Noah einmal.
  • Das Duell des Spiels lieferten sich allerdings nicht die beiden Small Forwards sondern Rose und Irving. In der Defensive hatten beide Probleme mit dem jeweiligen Gegenüber, so dass die Spielmacher offensiv brillieren konnten. Irvings 14 Punkte im zweiten Viertel waren beeindruckend, doch Rose stand ihm in nichts nach. Er war es schließlich, der Chicago zum entscheidenden 13:0-Run führte.
  • Cleveland war sichtlich darum bemüht die Zone dicht zu machen. Trotz des Ausfalls von Love waren die Cavs im Reboundduell ebenbürtig (42:39 Bulls). Dafür erhielten die Bulls logischerweise viele offene Dreier und Mitteldistanzwürfe. Das Problem für Cleveland: Gasol und Rose verwandelten gerade die langen Zweier traumhaft sicher und auch aus der Distanz zeigte sich Chicago sehr treffsicher (10/18 Dreier).
  • David Blatt experimentierte etwas mit seinem Lineup. Teilweise ließ er sehr groß spielen mit Mozgov, Thompson, Marion und James. Im dritten Viertel sah man allerdings auch eine Formation mit James als Center. Auffällig: Immer wenn James bei den kleineren Lineups ins Post-Up ging, war er erfolgreich. Hier hatte der schmächtigere Butler Probleme und ließ sich relativ leicht wegschubsen.

Der Spielplan im Überblick

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