Montag, 13.04.2015

Der Playoff-Kampf in der NBA

Zwischen Hoffen und Bangen

Noch zwei Spiele, dann ist auch die Saison 2014-2015 in den Büchern. Zwei Spiele noch, in denen es für die meisten Klubs nur noch darum geht, den Groove für die Playoffs zu finden oder beizubehalten, beziehungsweise sich von seinen Anhängern in die lange Sommerpause zu verabschieden. Nicht so für die Boston Celtics, Brooklyn Nets, Indiana Pacers, Miami Heat, New Orleans Pelicans und Oklahoma City Thunder. Für sie geht darum, die letzten Playoff-Plätze einzusacken. Wer hat dabei die besten Karten?

Davis und Westbrook kämpfen mit ihren Teams noch um den Einzug in die Postseason
© getty
Davis und Westbrook kämpfen mit ihren Teams noch um den Einzug in die Postseason

Eastern Conference

Boston Celtics (Platz 7, 38-42)

Ausstehende Spiele: Raptors (H), Bucks (A)

Ausgangslage: Die Celtics haben beste Voraussetzungen, ihre Saison doch noch zu verlängern. Im Endeffekt müssten sie aus den verbleibenden zwei Spielen nur noch eine Partie gewinnen, und die Playoffs wären gebucht. Mit den Raptors und den Bucks treten die C's aber nicht gegen Kanonenfutter an. Toronto braucht jeden Sieg, um sich die Bulls vom Leib zu halten und Milwaukee will mit einem positiven Ergebnis in die Postseason gehen.

Die Celtics sind aber zur richtigen Zeit extrem gut drauf. Mit ihren vier Siegen am Stück haben sie nach den Spurs den aktuell längsten Winning-Streak aller NBA-Teams. Sollten sie dennoch die nächsten beiden Spiele verlieren, käme alles auf die Resultate der Nets und Pacers an. Gewinnen Brooklyn und Indiana ihre letzten beiden Partien wäre Boston bei zwei eigenen Niederlagen raus. Bei gleicher Bilanz halten die Celtics sowohl gegen die Nets als auch gegen die Pacers den Tiebreaker und wären deshalb durch.

Die Tabellen der Eastern- und Western Conference

Brooklyn Nets (Platz 8, 37-43)

Ausstehende Spiele: Bulls (H), Magic (H)

Ausgangslage: Und da sind wir auch schon bei den Jungs aus Brooklyn. Die haben sich ja erst durch ihre furiose Aufholjagd in den letzten Wochen eine reelle Möglichkeit zum Einzug in die Playoffs gegeben. Seit dem 14. März hat das Team von Lionel Hollins 12 von 17 Partien gewonnen. Dabei überragte vor allen Dingen Brook Lopez, der auf einmal wie ein MVP-Anwärter spielt.

Trotzdem ist auch bei den Nets noch längst nicht alles in Stein gemeißelt. Klar ist, dass auch sie bei zwei Siegen in den Playoffs dabei wären. Ansonsten würde viel davon abhängen, was die Pacers machen. Der Tiebreaker liegt in jedem Fall bei Brooklyn, was ihnen den Vorteil bei einer ausgeglichenen Bilanz mit Indy gibt.

Indiana Pacers (Platz 9, 37-43)

Ausstehende Spiele: Wizards (H), Grizzlies (A)

Ausgangslage: Die Pacers müssen also auf Ausrutscher der Nets hoffen und ihre eigenen Spiele gewinnen. Und wer die aufopferungsvoll kämpfenden Thunder besiegen kann, sollte doch auch gegen die Wizards und Grizzlies bestehen können, oder? Eigentlich schon, aber gerade Memphis hat mit dem zweiten Platz im Westen noch ein klar definiertes Ziel vor Augen.

Im Endeffekt haben die Pacers durch die Rückkehr von Franchise Player Paul George schon gewonnen, natürlich würde ein erneutes Einziehen in die Postseason der Saison aber die Krone aufsetzen. Das heißt, zwei Siege sind Pflicht und die Daumen sollten für die Bulls und/oder Magic gedrückt sein.

So sehen die Playoff-Paarungen aktuell aus!

Miami Heat (Platz 10, 35-45)

Ausstehende Spiele: Magic (H), Sixers (A)

Ausgangslage: Die Heat haben nur noch Außenseiterchancen auf den Einzug in die Postseason. Dabei muss gesagt werden, dass sich Dwyane Wade und Co. ihr eigenes Grab geschaufelt haben. Neun der letzten zwölf Spiele wurden abgegeben, sogar sechs der letzten sieben verloren. Jetzt heißt es zwei Pflichtsiege gegen Orlando und Philly einfahren und hoffen, dass die anderen Teams Federn lassen.

Definitiv raus wären die Heat, wenn sie eines ihrer verbliebenen zwei Spiele verlieren. Doch auch bei zwei Siegen müsste noch einiges passieren. Und zwar müssten sowohl die Nets als auch die Pacers beide Spiele verlieren. Dadurch käme es zwischen den Teams zu einem sogenannten Three-Way-Tiebreaker, bei dem die jeweilige Bilanz der drei Teams gegeneinander ausgerechnet werden würde. So könnten die Heat (5-3) noch vor den Pacers (4-3) und Nets (1-6) ins Ziel einlaufen.

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Philipp Scherping

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