Sonntag, 19.04.2015

Schlaglichter

Rose anno 2011

Die Chicago Bulls haben ihre erste Pflichtaufgabe gegen die Milwaukee Bucks gelöst. Beim 103:91-Sieg überzeugten die Bullen besonders mit schönem Teambasketball. Derrick Rose kehrte in die Playoffs zurück und spielte, als wäre er nie weg gewesen.

Chicago Bulls (50-32) - Milwaukee Bucks (41-41) 103:91 (BOXSCORE)

Vor knapp drei Jahren spielte Derrick Rose sein letztes Playoff-Spiel. Gegen die Philadelphia 76ers riss er sich am 28.04.2012 das Kreuzband, es folgten lange Jahre mit etlichen Knieverletzungen. Jetzt ist der 26-Jährige wieder zurück und er bewies, dass er und sein Körper bereit für die harten Playoffs sind.

Zeitweise sah Rose wie der MVP von 2011 aus. Er zog zum Korb, schloss in unnachahmlicher Derrick Rose-Manier ab, fand den freien Mitspieler, schmiss sich nach Loose-Balls und dunkte im Fastbreak. Nach 10 Punkten in sechs Minuten im zweiten Viertel animierte er bei seiner Auswechslung sogar die Fans im United Center. Es war ein emotionaler Ausbruch, den man so sonst nicht von ihm zu sehen bekommt und der unterstreicht, wie froh der Superstar ist, zurück zu sein.

So war es auch Rose vorbehalten, seinem Team die erste Führung von über zehn Punkten des Spiels zu besorgen. In einer unerwartet offensiven Partie - beide Teams warfen knapp 60 Prozent aus dem Feld im ersten Viertel - blieben die Bucks in der ersten Halbzeit immer in Schlagdistanz.

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In der zweiten Halbzeit war es dann Rose, der mit drei Dreiern in Folge und 10 Punkten in drei Minuten für die erste zweistellige Führung der Partie sorgte. Die Fans dankten es ihm mit MVP-Sprechchören. Ein weiterer Grund für den Erfolg war das unfassbar starke Ball-Movement der Bullen. Es hagelte Assists. Bei insgesamt 38 Field Goals wurden ganze 30 durch eine direkte Vorlage ermöglicht. Alle neun eingesetzten Spieler verteilten mindestens einen Assist.

Neben Rose (23 Punkte, 7 Assists in 27:14 Minuten) überzeugte besonders Jimmy Butler. Mr. Buckets avancierte mit 25 Zählern bei 8 von 14 aus dem Feld zum Topscorer der Partie. Pau Gasol, der kaum im Post gesucht wurde und seine Punkte durch Midrange-Jumper erzielte, steuerte ein Double-Double aus 10 Punkten und 13 Rebounds bei.

Bei den Bucks, denen besonders gegen Ende des Spiels die Puste ausging, zeichnete sich Khris Middleton (18 Punkte) als bester Punktesammler aus. Vier weitere Bucks scorten zweistellig, gereicht hat diese Vorstellung gegen ein starkes Bulls-Team aber nicht.

© spox

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