Montag, 13.04.2015

Schlaglichter

Glanzloser Sieg der Mavericks

Ungefährdet und unspektakulär: Die Dallas Mavericks bekleckern sich gegen die Los Angeles Lakers nicht unbedingt mit Ruhm. Dirk Nowitzki und Co. holen sich aber dennoch den Sieg. Die Hawks schonen ihre Starter und verlieren trotz solider Leistung von Dennis Schröder. Milwaukee sichert sich Platz 6 im Osten, die Pelicans vergeben eine große Chance und die San Antonio Spurs schnappen sich den zweiten Platz im Westen.

Dirk Nowitzki (r.) und die Mavs sicherten sich einen glanzlosen Sieg
© getty
Dirk Nowitzki (r.) und die Mavs sicherten sich einen glanzlosen Sieg

Milwaukee Bucks (40-40) - Brooklyn Nets (37-43) 96:73 (BOXSCORE)

Es ist vollbracht! Ein Jahr nach der schlechtesten Saison in der Franchise-Geschichte sichern sich die Bucks Platz 6 im Osten und damit auch die Playoffs. Somit ist Jason Kidd der erste Trainer in der NBA, der in seinen beiden ersten Jahren zwei verschiedene Teams in die Playoffs führt. Im Vorjahr gelang ihm dies bereits mit Gegner Brooklyn.

Da der Abgang dort nicht ganz geräuschlos ablief, haben die Partien zwischen beiden Teams in dieser Saison durchaus ein wenig Brisanz. Auch dieses Mal zeigten die Bucks eine aggressive Verteidigung und hielten die Nets bei einer Quote von 32,5 Prozent aus dem Feld.

Durch einen 18:6-Lauf nach der Pause setzte sich Milwaukee dann entscheidend ab. Ersan Ilyasova gelangen dabei 11 Punkte. Insgesamt kam der Türke auf 21 Zähler und war damit Topscorer der Partie. Brooklyn kann durch die Niederlage nicht mehr an den Celtics, die Cleveland aus der Halle fegten, vorbeiziehen, bleibt aber vorerst auf Platz 8 im Osten. Die Indiana Pacers konnten allerdings mit dem Sieg über die Oklahoma City Thunder (Hier geht's zur Analyse) gleichziehen.

"Wir müssen diese Partie so schnell wie möglich vergessen und uns auf das nächste Spiel gegen Chicago konzentrieren", erklärte Nets-Forward Thaddeus Young. Die Bucks können sich dagegen nun voll und ganz auf die Post-Season konzentrieren - zur Freude von Giannis Antetokounmpo: "Von Anfang an war es unser Ziel, in die Playoffs zu kommen. Jetzt haben wir es endlich geschafft!"

Detroit Pistons (31-49) - Charlotte Hornets (33-47) 116:77 (BOXSCORE)

Nachdem die Hornets sicher keine Chance mehr auf die Playoffs haben, war die Luft raus. Charlotte spielte ohne Al Jefferson (Knieprobleme), Michael Kidd-Gilchrist (Knöchelprobleme), Lance Stephenson (Zehenverletzung) und Cody Zeller (Schulterprobleme), und so war nach einem Viertel (30:10) die Sache bereits durch.

Die Pistons konnten ihren Fans im letzten Heimspiel der Saison noch ein bisschen etwas bieten. Andre Drummond legte sein fünftes Double-Double (15 Punkte, 19 Rebounds) in Serie auf. Insgesamt steht er bei 47 Double-Doubles in dieser Spielzeit. Der angehende Free Agent Greg Monroe kam auf 17 Zähler, 9 Rebounds und 4 Assists. Nur Jodie Meeks traf noch besser (24 Punkte).

Wer steht wo? Die aktuellen STANDINGS der Eastern und Western Conference

Für Detroit war es der 31. Sieg in dieser Saison. Mehr Erfolge erzielten sie zuletzt in der Spielzeit 2008/09 und so verabschiedeten sich die Spieler, indem sie T-Shirts in die Ränge des Palace' of Auburn Hills warfen.

Denver Nuggets (30-50) - Sacramento Kings (27-53) 122:111 (BOXSCORE)

Bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte konnte sich Kings-Coach George Karl über einen warmen Empfang der Nuggets-Fans freuen. Mit viel Applaus wurde der 63-Jährige dort empfangen, wo er die Nuggets von 2005 bis 2013 jedes Jahr in die Playoffs führte und in der Saison 2012/13 den Coach of the Year Award erhielt.

"Das war sehr emotional", sagte Karl nach der Partie. "Das ist ein wichtiger Moment in meinem Leben. Ich kann nicht bestreiten, dass ich Denver vermisse. Ich vermisse das Team, ich vermisse die Stadt. Das ist ein Ort, den ich liebe." Auch für Kenneth Faried, einer von 4 Spielern, die noch von Karls letztem Team in Denver übrig sind, war es nicht ganz einfach.

"Das war komisch für mich", meinte der 25-Jährige. "Er war mein erster NBA Head Coach. Er hat mir viel beigebracht und wir waren jedes Mal mit ihm in den Playoffs." Dennoch schien Faried mit der Situation ganz gut zurecht zu kommen. Immerhin schenkte er den Kings 30 Zähler ein (Season-High) und führte Denver so gemeinsam mit Wilson Chandler (21 Punkte) zum Sieg. Ohne DeMarcus Cousins und Rudy Gay hielt Sacramento zwar bis zur Halbzeit ganz gut mit, dann war aber Schluss. Da halfen auch die 22 Punkte von Omri Casspi nicht mehr viel.

Washington Wizards (46-34) - Atlanta Hawks (60-20) 108:99 (BOXSCORE)

Der Fokus der Hawks liegt schon seit längerem ganz klar auf den Playoffs. Ob da so ein Spiel gegen die Wizards kurz vor Ende der regulären Saison noch gewonnen oder verloren wird, macht für Head Coach Mike Budenholzer keinen Unterschied mehr. Insofern entschied sich der 45-Jährige, Jeff Teague, Kyle Korver, DeMarre Carroll und Al Horford eine Pause zu geben.

Da Paul Millsap immer noch verletzt aussetzen muss, stand eine komplett neue Starting Five auf dem Parkett und Dennis Schröder kam zu seinem zehnten Start in der NBA. Dabei zeigte der Deutsche mit 14 Punkten, 6 Rebounds, 3 Assists und 3 Turnovern eine recht solide Leistung, brachte allerdings nur 6 seiner 16 Wurfversuche im Korb unter.

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Chancen auf den Sieg hatten die Hawks aber ohnehin nicht. Washington erarbeitete sich bereits im ersten Viertel einen 18-Punkte-Vorsprung, der bis auf 25 Zähler im dritten Spielabschnitt ausgebaut wurde. Aufgrund einiger Schludrigkeiten der Wizards, konnte sich Atlanta im vierten Viertel zwar nochmal auf 9 Punkte herankämpfen, wirklich spannender wurde es dadurch aber nicht.

"In den letzten zwei, drei Wochen haben wir nicht so gut, nicht so konstant gespielt, wie wir es gerne hätten - da ist es auch egal, wer auf dem Parkett steht", erklärte Coach Bud. "Ich glaube, dass wir besser spielen können." In den Playoffs wird das auch nötig sein. Auf der anderen Seite wird sich John Wall (24 Punkte, 9 Assists) dann aber auch keine 10 Turnover mehr leisten dürfen, wenn die Wizards eine Chance auf die zweite Runde haben wollen.

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