Montag, 06.04.2015

NBA-Schlaglichter

Indy siegt bei George-Comeback

Nach mehr als acht Monaten Verletzungspause feiert Paul George seine Rückkehr auf den Court und verhilft den Pacers zu einem wichtigen Sieg. Die Clippers fegen den Stadtrivalen vom Parkett, ein Rookie lässt die Jazz jubeln und Harden fügt OKC trotz Westbrooks Triple Double eine schmerzhafte Pleite zu.

Paul George wurde von den Fans in Indianapolis frenetisch empfangen
© getty
Paul George wurde von den Fans in Indianapolis frenetisch empfangen

Oklahoma City Thunder (42-35) - Houston Rockets (53-24) 112:115 (BOXSCORE)

James Harden formte mit der einen Hand eine Schüssel, mit der anderen rührte er mit einem imaginären Löffel darin herum. Yes, he was cookin'! Nachdem die Thunder das Spiel kurz vor Schluss ausgeglichen hatten, übernahm The Beard das Kommando, versenkte zwei tödliche Dreier sowie einen Elbow-Jumper und demonstrierte einmal mehr seine Clutchness.

Es waren die Punkte 34 bis 41 von Harden, der damit einen Zähler mehr erzielte als Russell Westbrook (40). Mit 11 Rebounds und 13 Assists sicherte sich der Thunder-PG sein elftes Triple Double der Saison, doch auch das reichte das nicht zum Sieg. OKC traf zwar starke 47 Prozent von Downtown, doch das Team von Scott Brooks schickte Houston satte 50 Mal an die Freiwurflinie. Dwight Howard zeigte ein gutes Spiel (22 Punkte, 10/15 FG, 8 Rebounds), während Enes Kanter auf Seiten der Thunder erneut ein eindrucksvolles Double Double auflegte (21 Punkte, 17 Rebounds).

Mit dem Erfolg bleibt Houston auf Rang zwei der Western Conference, Niederlagen dürfen sich die Rockets jedoch nicht erlauben, da ihnen die Konkurrenz aus Memphis, Portland, L.A. und San Antonio direkt im Nacken sitzt. Für OKC kann die Pleite richtig teuer werden, da sie nun nicht mehr aus eigener Kraft in die Playoffs einziehen können. Gewinnen die Pelicans ihre verbleibenden sechs Spiele, steht New Orleans am Ende auf Rang acht - und die Thunder hätten Sommerpause.

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Indiana Pacers (34-43) - Miami Heat (34-43) 112:89 (BOXSCORE)

Etwas mehr als acht Monate war es her, dass sich Paul George bei der WM-Vorbereitung mit dem Team USA Schien- und Wadenbein gebrochen hatte. Gegen die Heat stand er zum ersten Mal wieder auf dem Parkett - und er genoss jede Sekunde.

Als er Mitte des ersten Viertels eingewechselt wurde, erhoben sich die Fans im Bankers Life Fieldhouse und auch im weiteren Verlauf begleiteten sie jede Aktion von PG-13 lautstark mit ihren Rufen. "So empfangen zu werden, war vermutlich der größte Moment, den ich in meiner Karriere jemals hatte", so ein überglücklicher George nach dem Spiel: "Es war echt schwer, mich nicht von dem Moment hinwegtragen zu lassen."

Ein wichtiges Spiel im Kampf um die Playoff-Plätze im Osten war aber auch noch zu spielen und mit einem 20:8-Lauf im dritten Viertel konnte sich Indy entscheidend absetzen. Zwei Dreier von George im Schlussabschnitt besiegelten die vierte Pleite der Heat in Serie. Indiana liegt nun gleichauf mit Miami auf Rang neun, ein Spiel hinter den Boston Celtics.

Topscorer der Pacers war Luis Scola mit 23 Punkten, zudem griff er sich 12 Rebounds. George stand nach 15 Minuten Einsatzzeit bei 13 Punkten, 2 Rebounds, 2 Assists und 2 Steals. Für die Heat, die ohne die verletzten Hassan Whiteside und Chris Andersen antreten mussten, erzielte Dwyane Wade 27 Punkte. Goran Dragic kam auf 15 Punkte und 5 Assists.

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New York Knicks (15-62) - Philadelphia 76ers (18-60) 101:91 (BOXSCORE)

Auch am Tabellenende der Eastern Conference geht es noch um etwas - nämlich um die besten Chancen auf den No-1-Pick. Im Duell der beiden schlechtesten Teams der Liga behielt New York dank eines starken Schlussspurts die Oberhand.

Philly spielte wie immer Run and Gun und feuerte unglaubliche 27 Würfe mehr ab als die Knicks, die Quote war aber weitaus schlechter (38 Prozent FG) als bei New York (51 Prozent FG). Zudem schafften es die 76ers nur 8 Mal an die Linie.

Andrea Bargnani war mit 25 Punkten, 8 Rebounds, 4 Assists und 4 Blocks überall auf dem Court zu finden, während Shane Larkin mit 15 Punkten, 11 Assists und 7 Rebounds überzeugte. Ish Smith und Hollis Thompson erzielten jeweils 17 Zähler für die Sixers.

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Sacramento Kings (26-50) - Utah Jazz (35-42) 95:101 (BOXSCORE)

DeMarcus Cousins war einem Triple Double gegen Utah ganz nah, allerdings hätte er dafür zwei weitere Turnover gebraucht. Neben seinen 26 Punkten und 12 Rebounds leistete sich der Big Man der Kings nämlich auch 8 Ballverluste und konnte damit nicht an das starke Pass-Spiel der letzten Begegnungen anknüpfen.

Das Resultat blieb indes das gleiche. Sacramento verlor erneut, die Trefferquote von lediglich 58 Prozent von der Freiwurflinie und insgesamt 20 Turnover erschwerten das Siegen auch beträchtlich. Die Jazz gingen ebenfalls sorglos mit dem Ball um, erarbeiteten sich aber acht Würfe mehr, die am Ende bei fast identischer Feldwurf- und Dreierquote den Ausschlag gaben.

In Abwesenheit von Trey Burke (Rückenprobleme) stellte Rodney Hood mit 25 Punkten ein neues Career High auf, Rudy Gobert kam auf 10 Punkte, 9 Rebounds und 2 Blocks. Auf Seiten der Kings erwischte Ben McLemore einen guten Tag (20 Punkte, 8/12 FG, 5 Rebounds, 4 Assists, 4 Steals).

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Los Angeles Lakers (20-56) - Los Angeles Clippers (52-26) 78:106 (BOXSCORE)

Da ist er, der Franchise-Rekord! Sechs Spiele vor dem Ende haben die Lakers die schlechteste Saison ihrer Historie perfekt gemacht. Und besser als mit einem Blowout gegen den Stadtrivalen hätte Purple & Gold diesen Tiefpunkt nicht feiern können.

Chris Paul spielte sämtliche Gegenspieler schwindelig, narrte Carlos Boozer mit einem Dribbling durch die Hosenträger und legte Blake Griffin einen Alley-Oop übers Brett auf. Zwischenzeitlich führte das Team von Doc Rivers mit 44 Punkten, weil die Lakers auf das Verteidigen quasi komplett verzichteten. Da ist selbst die Intensität im Training der Clippers höher.

Nach dem zehnten Sieg im elften Spiel liegen Paul und Co. im Western weterhin auf Rang sechs, aber nur noch ein halbes Spiel hinter den drittplatzierten Grizzlies. CP3 hielt sich mit dem Punkten zurück, brachte aber 15 Assists an den Mann. Griffin kam auf 18 Punkte und 5 Rebounds, DeAndre Jordan erzielte 16 Zähler und griff sich 11 Boards. Für die Lakers legte Wesley Johnson 16 Punkte auf.

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