Donnerstag, 26.03.2015

NBA-Schlaglichter

Hawks ackern sich zurück in die Spur

Nicht schön, aber endlich wieder erfolgreich. Mit einem harten Stück Arbeit und einem durchwachsenen Dennis Schröder überwinden die Hawks in Orlando ihre Pleitenserie. Während Lionel Messi die Indiana Pacers besucht, feiert Dwight Howard eine spektakuläre Rückkehr und die Thunder werden vom Champion in alle Einzelteile zerlegt.

Dennis Schröder (r.) verlor das Duell der Nachwuchshoffnungen gegen Elfrid Payton (l.)
© Getty
Dennis Schröder (r.) verlor das Duell der Nachwuchshoffnungen gegen Elfrid Payton (l.)

Charlotte Hornets (30-40) - Brooklyn Nets (30-40) 88:91 (BOXSCORE)

Beinahe wäre Brook Lopez zum tragischen Helden des Abends geworden. Der Center war die treibende Kraft im Spiel der Nets und legte überragende 34 Punkte (16/26 FG), 10 Rebounds und 3 Blocks auf. Drei Sekunden vor dem Ende, als Brooklyn dank Lopez mit drei Punkten Vorsprung führte, warf der Big Man allerdings einen fahrlässigen Inbound Pass zu Deron Williams, den die Hornets abfingen. So hatte Charlotte selbst noch einmal die Chance einzuwerfen. Doch Lopez machte alles wieder gut, warf sich seinerseits in den Inbound Pass von Gerald Henderson (23 Punkte, 10/19 FG) und entschied so das Spiel.

Durch den enorm wichtigen Sieg in Charlotte sind die Nets nun gleichauf mit dem Team aus North Carolina und haben jetzt exakt so viele Niederlagen wie die Celtics auf dem achten Platz und Indiana als Neunter. Brooklyns Coach Lionel Hollins wusste jedenfalls, bei wem er sich dafür zu bedanken hatte. "Brook hat uns gerettet", meinte Hollins und hatte damit Recht.

Neben Lopez kam aber auch Point Guard Deron Williams auf ein Double-Double. Der Spielmacher hatte zwar Probleme mit dem Wurf (10 Punkte, 2/9 FG), verteilte aber 14 Vorlagen. Bei Charlotte bekämpfte sich Center Al Jefferson (23 Punkte, 10 Rebounds) mit Lopez auf Augenhöhe, auch wenn Coach Clifford zugab, dass sein Big Man bereits seit längerer Zeit angeschlagen ist. Verzichten können die Hornets auf ihren Center nun im Playoffkampf aber nicht.

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New York Knicks (14-58) - Los Angeles Clippers (47-25) 80:111 (BOXSCORE)

Für Top-Teams, die gerne ein paar Körner sparen und ihren Stars eine kleine Pause gönnen wollen, sind die Knicks derzeit der perfekte Gegner. Nachdem in dieser Woche schon die Raptors mit 17 Punkten Unterschied und die Grizzlies mit 21 Punkten Differenz gegen New York als Sieger vom Platz gingen, hatten nun auch die Clippers das Vergnügen und setzten mit einem 31-Punkte-Blowout noch einen obendrauf.

Bereits zur Halbzeit war alles klar, als Los Angeles schon mit 28 Punkten Vorsprung führte. So musste kein einziger Starter länger als 28 Minuten auf dem Court stehen. Am effektivsten nutzte die Zeit auf dem Feld wohl DeAndre Jordan, der 14 Punkte auflegte und dabei alle 7 Feldwurfversuche versenkte. Durch diesen perfekten Abend verbesserte der Center seine durchschnittliche Wurfquote in dieser Saison auf sagenhafte 71,3 Prozent. Besser war bislang lediglich ein gewisser Wilt Chamberlain in der Saison 1972/1973.

Während Chris Paul mit einem Double-Double (11 Punkte, 16 Assists) glänzte und Austin Rivers 21 Punkte (9/10 FG) von der Clippers-Bank beisteuerte, konnten sich die Knicks immerhin über die Saisonbestleistung von Rookie Cleanthony Early freuen, der mit 18 Punkten (5/12 FG) bester Punktesammler der Knicks war. Center Andrea Bargnani (6 Punkte, 2/7 FG) gab sich jedenfalls nach dem Spiel wortgewandt und kam auf der Suche nach dem Grund für die Niederlage zu dem Schluss: "Sie waren besser als wir."

Orlando Magic (22-51) - Atlanta Hawks (54-17) 83:95 (BOXSCORE)

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch letztendlich haben die Hawks nach zuletzt drei Niederlagen am Stück wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut aus, bis zum letzten Viertel führte Atlanta noch. Als Dennis Schröder, der mit 11 Punkten (4/13 FG), 3 Assists und 3 Ballverlusten einen durchwachsenen Abend erlebte, den Führenden der Eastern Conference mit einem erfolgreichen Dreier anfangs des letzten Viertels zum 71:71-Ausgleich führte, schien das Momentum zugunsten der Hawks zu kippen.

Dann allerdings startete Orlando noch einmal einen 8:0-Run, der die Magic gut acht Minuten vor Schluss mit 79:71 in Führung brachte. Erst da kam Atlanta ins Rollen, ließ im Anschluss nur noch vier Punkte zu und entschied so das Spiel. Ein überragender Paul Millsap steuerte 25 Punkte (9/20 FG), 11 Rebounds und 4 Blocks zum mühsam erarbeiteten Sieg in einem nicht immer schön anzusehenden Spiel bei.

Hawks-Coach Mike Budenholzer führte den Erfolg auf die gute Verteidigung zurück und betonte: "Ich denke, heute haben wir viel mehr Druck gemacht. Das hat uns eine halbe Sekunde eingebracht, die wir schneller bei den Werfern waren." So kam Orlando letztlich auch nur zu einer Dreierquote von 18,8 Prozent. Dabei waren Nikola Vucevic (16 Punkte, 12 Rebounds) und Rookie Elfrid Payton (19 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists) die Besten bei den Magic.

Washington Wizards (40-32) - Indiana Pacers (31-40) 101:103 (BOXSCORE)

Hoher Besuch in Washington. Kein Geringerer als Lionel Messi trieb sich in den Umkleiden der Wizards und Pacers herum. Der Fußball-Superstar war gemeinsam mit der argentinischen Nationalmannschaft im Verizon Center erschienen, um Landsmann Luis Scola zu unterstützen. Dabei warf La Pulga auch einen Blick in den Locker Room und wirkte umgeben von Basketball-Stars noch etwas kleiner als auf dem Fußballfeld.

Die Unterstützung trug Früchte. Dank eines schönen Korblegers des herausragenden George Hill (29 Punkte, 9 Assists) knapp drei Sekunden vor Schluss konnte Indiana seine sechs Spiele andauernde Niederlagenserie gegen die Hauptstädter ablegen. Dabei sahen Messi und Co vor allen Dingen ein spannendes Duell der Spielmacher mit Hill auf der einen und John Wall auf der anderen Seite.

Der Wizards-Playmaker erzielte mit 34 Punkten (11/21 FG) einen neuen Saisonbestwert und hielt die Wizards mit 17 Punkten im letzten Viertel fast alleine am Leben. Mit einem Dreier hatte er den Ausgleich kurz vor Schluss besorgt.

Es half alles nichts, am Ende stand Wall alleine da, auch weil lediglich Marcin Gortat (16 Punkte, 7/10 FG, 7 Rebounds) eine Stütze war. Washington bleibt nach der vierten Niederlage in Folge auf Rang fünf im Osten stehen.

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