Sonntag, 15.03.2015

Schlaglichter

Blowout nach allen Regeln der Kunst

Was für eine Machtdemonstration der Golden State Warriors! Die Splash Brothers lassen einen Dreier nach dem anderen regnen und demütigen die Knicks. Die Memphis Grizzlies finden gegen Milwaukee wieder in die Spur, Washington holt den dritten Sieg in Folge, die Nets beenden ihren Negativlauf und Utah gewinnt das Frontcourt-Duell gegen Detroit.

Die Warriors um Klay Thompson (M.) überrannten die Knicks nach allen Regeln der Kunst
© getty
Die Warriors um Klay Thompson (M.) überrannten die Knicks nach allen Regeln der Kunst

Washington Wizards (38-28) - Sacramento Kings (22-43) 113:97 (BOXSCORE)

Ein DeMarcus Cousins ist ganz offenbar einfach nicht genug für die Kings. Auch nicht, wenn dieser mit 30 Punkten (9/17 FG, 12/16 FT), 6 Rebounds und 5 Assists mal wieder eine klasse Leistung auf's Parkett zaubert und auch dann nicht, wenn sich Sacramento eine 21-Punkte-Führung erspielt.

Genau das war nämlich zu Beginn des dritten Viertels der Fall, doch es reichte schlicht und einfach nicht. Mit einem 19:2-Lauf kämpften sich die Wizards wieder zurück in Schlagdistanz und mit nur noch 10 Minuten auf der Uhr eroberte sich Washington sogar die erste Führung. Zu diesem Zeitpunkt ging bei den Kings schon lange nichts mehr und mit einem weiteren 16:0-Lauf machte Washington den Deckel zu.

Dabei half es aus Sicht der Kings weder, dass DMC sich 5 Minuten vor Schluss sein sechstes Foul einheimste, noch dass Rudy Gay mit Knieproblemen aussetzen musste. Ohne den 28-Jährigen konnten die Kings schlicht und einfach nicht genug Unterstützung für ihren Center aufbringen. Allein Ray McCallum und Derrick Williams kamen mit je 15 Zählern noch auf eine zweistellige Punkteausbeute.

Gegen die Wizards - und vor allem gegen John Wall - reichte das aber nicht. Der Point Guard erwischte einen Sahnetag und führte sein Team mit 31 Punkten sowie 12 Assists zum dritten Sieg in Serie. Neben ihm kam noch Paul Pierce auf 17 Punkte, Bradley Beal und Rasual Butler steuerten jeweils 13 Zähler bei. Damit bleibt Washington weiter an den Chicago Bulls dran, um sich den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde zu sichern.

Philadelphia 76ers (15-51) - Brooklyn Nets (26-38) 87:94 (BOXSCORE)

Die Hoffnungen auf die Post-Season hat auch in Brooklyn noch niemand aufgegeben. Zwar redet man hauptsächlich von Boston, Miami, Charlotte und Indiana, wenn es um die letzten beiden Playoff-Plätze geht, doch auch die Nets haben noch gute Chancen und liegen in der Lauerstellung auf Platz elf. Nach fünf Niederlagen in Folge war gegen die Sixers ein Sieg aber dringend nötig.

Dieses Minimalziel wurde zwar erreicht, wirklich souverän war das aber nicht - vor allem für ein Team mit Playoff-Ambitionen. Nachdem die Nets zur Halbzeit sogar noch einem Rückstand hinterherlaufen mussten, drehte das Team aus dem Big Apple den Spieß im dritten Viertel um (23:10 für Brooklyn) und nach ein paar Zittermomenten im Schlussabschnitt war der Sieg letztlich auch in trockenen Tüchern.

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Bedanken können sich die Nets dabei besonders bei Thaddeus Young. Der ehemalige Sixer lieferte eine starke Leistung ab und war mit 21 Punkten und 9 Rebounds Topscorer auf dem Parkett. Neben ihm kamen noch fünf weitere Nets-Akteure auf eine zweistellige Punkteausbeute, angeführt von Joe Johnson (15).

Auf Seiten der Sixers stach Nerlens Noel mit einer guten Partie heraus (17 Punkte, 7 Rebounds, 7/10 FG), ansonsten konnte aber keiner von sich überzeugen. Besonders in Sachen Distanzwürfe erwischte Philadelphia mit 21,6 Prozent einen rabenschwarzen Tag (8/37 3FG). Die Nets dürfte es gefreut haben, immerhin liegen sie jetzt nur noch 3 Spiele hinter den Hornets und dem achten Rang.

Memphis Grizzlies (46-20) - Milwaukee Bucks (34-32) 96:83 (BOXSCORE)

Nach zwei Niederlagen in Folge sah es für die Grizzlies auch zu Beginn dieser Partie gar nicht gut aus. Rotzfrech versenkten die Bucks einfach mal 6 ihrer ersten 7 Versuche aus dem Feld gegen eine der besseren Verteidigungen der Liga und erarbeiteten sich einen frühen 10-Punkte-Vorsprung.

Den Bucks verging das Lachen anschließend allerdings relativ schnell. Trotz einer guten Leistung von Giannis Antetokounmpo (19 Punkte, 6 Rebounds, 7/10 FG) oder auch Khris Middleton (17 Punkte), fiel Milwaukee in ein Loch, aus dem der Sechstplazierte aus dem Osten nicht so schnell wieder herauskam.

Eigentlich gar nicht mehr. Vor allem aus der Distanz wollte auf Seiten der Bucks nichts fallen (5/19 3FG). Ein ganz anderes Bild dagegen bei den Grizzlies. Die versenkten nicht nur 8 ihrer 14 Versuche von Downtown (57,1 Prozent), sondern drehten auch im dritten Spielabschnitt mächtig auf (29:19 für Memphis) und legten somit den Grundstein für den Sieg.

Dabei scorten alle Starter zweistellig, angeführt von Courtney Lee mit 17 Zählern. Zach Randolph und Jeff Green steuerten jeweils 15 Punkte bei, während sich Marc Gasol in Sachen Scoring eher zurückhielt (12). Dafür überzeugte der Spanier mit 7 Rebounds sowie 7 Assists. Dank diesem Erfolg festigten die Grizzlies den zweiten Rang in der Western Conference vor den Portland Trail Blazers.

Utah Jazz (29-36) - Detroit Pistons (23-43) 88:85 (BOXSCORE)

Die Jazz machen ihren Fans aktuell richtig Freude! Mal ganz abgesehen davon, dass gegen die Pistons der bereits fünfte Sieg in Folge gefeiert werden konnte, sticht vor allem die tolle Entwicklung der Jungs aus dem Mormonen-Staat dem Betrachter ins Auge. Besonders der Frontcourt kann mittlerweile die Erwartungen erfüllen.

Kein Wunder also, dass die Offense der Jazz die meiste Zeit der Partie durch die Hände von Derrick Favors lief. Der 23-Jährige rechtfertigte dabei das in ihn gesetzte Vertrauen und führte die Jazz mit 26 Punkten (8/14 FG, 10/13 FT) und 4 Blocks zum Sieg.

Gordon Hayward hielt sich in Sachen Offense derweil ein wenig zurück (12 Punkte), während Rudy Gobert erneut ein Double-Double vorzuweisen hatte (10 Punkte, 19 Rebounds). Auch wenn die Fans ein sehr spannendes Spiel zu Gesicht bekamen, einen kleinen Wehrmutstropfen gab es für den neutralen Fan dann allerdings doch.

Dem heiß ersehnte Duell zwischen den beiden Frontcourts aus Utah und Detroit wurde durch eine Gehirnerschütterung von Andre Drummond ein wenig der Reiz genommen. So war Greg Monroe (16 Punkte, 13 Rebounds) mehr oder weniger allein auf weiter Flur, da Detroits restliche Starter allesamt enttäuschten. Immerhin kam von der Bank in Person von Anthony Tolliver (14) ein wenig Unterstützung, für den Sieg reichte das allerdings nicht. Nach der zehnten Pleite in Folge schwinden in der Motor City auch langsam die Hoffnungen auf die Playoffs.

Golden State Warriors (52-13) - New York Knicks (13-52) 125:94 (BOXSCORE)

Was für eine Machtdemonstration der Warriors! Nachdem die Knicks zwölf Minuten lang mithalten durften, war im zweiten Viertel der Spaß vorbei. Angeführt von den Splash Brothers schüttelten die Dubs einfach mal so einen Dreierregen aus dem Ärmel, der in 47 Punkten (!) allein im zweiten Spielabschnitt endete.

Danach war - kein Wunder - das Spiel gelaufen. Diesem Auftreten hatte das schlechteste Team der NBA absolut nichts entgegenzusetzen - und es wurde nicht unbedingt besser. Auch nach der Pause behielt Golden State den Fuß auf dem Gaspedal und 12 Minuten später waren 38 weitere Punkte auf dem Scoreboard zu bestaunen.

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Von dem zwischenzeitlichen 40-Punkte-Rückstand konnten sich die Knicks - erneut: Kein Wunder - nicht mehr erholen und Stephen Curry durfte an seinem Geburtstag schon nach 27 Minuten Einsatzzeit auf der Bank Platz nehmen. Die Pause hatte sich der 26-Jährige nach 25 Punkten, 11 Assists und 6 verwandelten Dreiern auch redlich verdient.

Auch sein Backcourt-Kollege Klay Thompson ließ sich nicht lumpen und stieg ebenfalls mit 6 Dreiern in den Spaß mit ein. In nur 26 Minuten Einsatzzeit kam er sogar auf 27 Zähler. Insgesamt trafen die Dubs 50 Prozent aus dem Feld (45/90 FG) und versenkten zudem enorm starke 19 von 34 Dreier (55,9 Prozent). Kurzum: Eine Demütigung nach allen Regeln der Kunst!

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