Dienstag, 31.03.2015

Das Playoff-Rennen im Osten

Bis der Tiebreaker uns scheidet

Die Regular Season ist auf den Zielgeraden. Noch rund zwei Wochen bis zum Saisonende und im Osten kämpfen noch sechs Teams um drei Playoffplätze. SPOX blickt auf das Restprogramm von Milwaukee, Miami, Boston, Brooklyn, Indiana und Charlotte.

Die Boston Celtics und die Brooklyn Nets kämpfen im Osten um die Playoffs
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Die Boston Celtics und die Brooklyn Nets kämpfen im Osten um die Playoffs

Platz 6, Milwaukee Bucks (36-38)

Restprogramm: CHI (H), BOS (A), ORL (H), CLE (H), NYK (A), BKN (H), PHI (A), BOS (H)

Tiebreaker: MIA (4-0), BOS (1-0)*, BKN (2-1)*, IND (2-2), CHA (1-2)

Situation: Lange Zeit sah es so aus, als wenn die Bucks recht locker und souverän in die Playoffs einziehen würden. Doch seit dem All-Star-Break und dem Trade von Brandon Knight nach Phoenix läuft es nicht mehr rund im jungen Team von Jason Kidd. Seit Mitte Februar wurden nur 6 von 21 Partien gewonnen.

Dass es einen Bruch im Spiel der Bucks geben würde, war zu erwarten und nahmen die Verantwortlichen in der Bierstadt in Kauf, aber dass er so heftig ausfallen würde, hat dann doch überrascht. Nur drei Teams erzielen seit dem All-Star Game weniger Punkte. Knights offensive Präsenz kann Nachfolger Michael Carter-Williams nicht leisten.

Dass Milwaukee überhaupt so eine erfolgreiche Saison spielen würde, hatte ohnehin niemand erwartet. Die Leistung ist noch höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass sie über weite Strecken verletzungsbedingt auf Leistungsträger verzichten mussten. Jabari Parker fehlt mit einem Kreuzbandriss, Spielmacher Kendall Marshall verletzte sich ebenfalls am Kreuzband und wurde dann nach Phoenix verschifft. Larry Sanders fehlte aufgrund von persönlichen Problemen und ist inzwischen entlassen.

Prognose: Aktuell haben die Bucks noch drei Spiele Vorsprung auf die Brooklyn Nets auf Platz 9, aber mit den Bulls und den Cavaliers warten noch zwei Hochkaräter. Außerdem muss Milwaukee noch zwei Mal gegen Boston ran und die Nets kommen auch noch nach Milwaukee. Die Bucks könnten davon profitieren, dass die Cleveland eventuell nicht mit der kompletten Kapelle an den Start geht. Platz zwei ist den Cavs mehr oder weniger sicher. Die Bucks halten Platz 6.

Platz 7, Miami Heat (34-39)

Restprogramm: SAS (H), CLE (A), DET (A), IND (A), CHA (H), CHI (H), TOR (H), ORL (H), PHI (A)

Tiebreaker: MIL (0-4), BOS (3-1), BKN (4-0), IND (1-2)*, CHA (1-2)*

Situation: Es steht und fällt alles mit Dwyane Wade. Und nein, das ist kein Artikel aus dem Jahr 2006. Der Veteran nimmt die Heat aktuell komplett alleine auf seine Schultern und das muss er auch. Das Lazarett am South Beach ist randvoll.

Reich und sexy auch ohne Erfolg
Das Forbes-Magazine veröffentlicht jährlich die Liste der wertvollsten NBA-Teams. Auf Platz 15 stehen die Cleveland Cavaliers mit einem Wert von 915 Millionen Dollar. Das haben sie sicher auch der Rückkehr von LeBron James zu verdanken
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In der Liga sind die San Antonio Spurs der amtierende Champion, im Ranking reicht es für die Texaner nur für Platz 11 (1 Mrd. Dollar)
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Auch ohne LeBron James besitzen die Miami Heat noch reichlich Anziehungskraft. Platz 9 mit einem Wert von 1,175 Mrd. Dollar
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Aktuell stehen Chris Bosh (Blutgerinsel in der Lunge), Chris Andersen (Oberschenkel), Josh MCRoberts (Knie) und Hassan Whiteside (Hand) sicher nicht zur Verfügung. Michael Beasley (Ellbogen), Luol Deng (Knie) und Shabazz Napier sind zumindest angeschlagen.

Da trifft es sich gut, dass Wade aktuell seinen zweiten Frühling erlebt. Den Pistons schenkte er mal eben 40 Punkte ein, im gesamten März steht er bei 25,2 Punkten pro Spiel. Wade ist so wie fit wie lange nicht. Die Knie machen keine Probleme. Dazu kommt die Heimstärke. In der American Airlines Arena sind die Heat eine Macht. Im gesamten März verloren sie dort nur eine Partie.

Prognose: Miami hat ein gesalzenes Restprogramm. Mit San Antonio und Cleveland warten zwei hochkarätige Gegner auf die Heat. Beide Partien bringen zudem eine Menge Prestige mit sich. Zudem müssen sie noch gegen Indiana, Charlotte, Chicago und Toronto ran. Da sie aber auch noch fünf Mal zuhause spielen, sichern sich die Heat Platz 7.

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Platz 8, Boston Celtics (33-41)

Restprogramm: IND (H), MIL (H), TOR (A), DET (A), CLE (A), CLE (H), TOR (H), MIL (A)

Tiebreaker: MIL (0-1)*, MIA (1-3), BKN (3-1), IND (2-1)*, CHA (2-2)

Situation: Eigentlich standen die Zeichen in Boston auf eine weitere Saison im Rebuild. Rajon Rondo und Jeff Green wurden während der Saison abgegeben, um der jungen Garde mehr Spielzeit zu verschaffen. Und plötzlich waren die Celtics wieder mittendrin im Playoff-Rennen.

Das gefällt Danny Ainge zwar nicht so wirklich, aber niemand verliert nun mal absichtlich. "Es ist nicht mein Ziel, als Achter in die Playoffs zu gehen. Mein Ziel ist es, Titel zu gewinnen und bis dahin ist noch ein weiter Weg", sagte Ainge unlängst.

Sein Team wird sich nicht darum scheren und damit ist Bostons Präsident dann auch einverstanden. "Ich freue mich, dass unsere Spieler und unser Trainer, den Rest der Saison noch wichtige Spiele vor sich haben." Das Team auch. 10-8 stehen sie im März.

Für die restlichen Spiele ist auch Topscorer Isaiah Thomas wieder dabei. Der Point Guard hat seine Verletzung auskuriert und kommt so langsam wieder in Form. Damit gibt es mit Jared Sullinger nur einen Langzeitverletzten.

Prognose: Boston ist auch auf einen schlagkräftigen Kader angewiesen. Das Restprogramm hat es durchaus in sich. Drei Mal hat man noch einen direkten Konkurrenten vor der Brust. Weder gegen Indiana noch gegen Milwaukee ist der Tiebreaker entschieden und der könnte im Fotofinish entscheidend sein. Dazu geht es noch zwei Mal gegen Cleveland und zwei Mal gegen Toronto. Boston packt es trotzdem.

Seite 1: Milwaukee, Miami & Boston

Seite 2: Brooklyn, Indiana & Charlotte

Marc-Oliver Robbers

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Marc-Oliver Robbers(Verantwortlicher Redakteur NBA.de)

Marc-Oliver Robbers, Jahrgang 1982, ist seit Anfang 2013 bei SPOX.com und leitet die NBA-Basketball-Redaktion. Kam 2011 als Praktikant aus dem Oldenburger Münsterland zu SPOX und ist nach einem kurzen Abstecher zu Sport1.de nun zurück im Hause PERFORM. Kernressort: Basketball, aber auch im Fußball und Tennis zuhause.

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