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In defense we trust!

Von Philipp Jakob
Sonntag, 15.03.2015 | 03:02 Uhr
Tyler Zeller (l.) führte die Celtics mit 18 Punkten zum Sieg über Indiana
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Die Boston Celtics (29-36) schlagen die Indiana Pacers (30-35) mit ihren eigenen Mitteln: Der Defense. Mit dem 93:89-Sieg (BOXSCORE) machen die Kelten zudem einen weiteren Schritt im Kampf um die Playoffs. Dabei steht die Verteidigung der Celtics sehr gut und trotzt selbst dem heißlaufenden George Hill.

Der Point Guard der Pacers hält sein Team zwar mit einer starken Leistung und 30 Punkten (11/18 FG), 8 Assists sowie 5 Rebounds in der Partie, doch alleine kann auch er das starke Teamplay der Celtics nicht schlagen. Dafür fehlte es dem 28-Jährigen schlicht und einfach an der Unterstützung.

Die gute Defense der Celtics ließ dem Angriffsspiel der Gastgeber extrem wenig Raum, sodass Rodney Stuckey (12 Punkte) und Co. in der Offense mehr als enttäuschten. Auch defensiv präsentierte sich Indiana zwar solide, aber nicht so stark wie in den Spielen zuvor. Das nutzte Boston eiskalt aus.

Die C's überzeugten mit gutem Teamplay und kamen so auf starke 28 Assists. Topscorer war dabei Tyler Zeller (18 Punkte, 7 Rebounds, 8/10 FG), aber auch Avery Bradley, Brandon Bass und Jae Crowder zeigten mit jeweils 16 Zählern eine ansprechende Leistung. Damit holte sich Boston den vierten Sieg in Serie und pirscht sich immer weiter an die Playoffränge heran. Auf Platz zehn liegend, trennt die Celtics nur noch ein halbes Spiel von den Charlotte Hornets auf dem achten Platz.

Die Reaktionen:

David West (Indiana Pacers): "Das war einfach ein schwieriges Spiel für uns. Wir sind nicht in einen guten Rhythmus oder Flow gekommen. Wir haben uns ein paar Mal herangekämpft, aber wir waren nicht gut genug, um einen Sieg einzufahren."

Jae Crowder (Boston Celtics): "Solch harte Spiele helfen unserem Team, vor allem wenn wir so wie jetzt versuchen, in die Playoffs zu kommen. Wir wissen, dass das schwierig wird, aber wir kämpfen weiter."

Brad Stevens (Celtics-Coach): "Wir wussten, dass sie nochmal einen Lauf starten werden. Wir haben einfach auf Möglichkeiten in der Offense gewartet und defensiv so gut gespielt wie wir konnten. So sind wir an die Sache herangegangen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Pacers können sich über die Rückkehr von Roy Hibbert freuen. Der Center verpasste die letzte Partie aufgrund einer leichten Verletzung am Ellbogen. C.J. Miles, George Hill, Solomon Hill und David West komplettieren die Starting Five für Indiana. Auf Seiten der Celtics starten Marcus Smart, Avery Bradley, Evan Turner, Brandon Bass und Tyler Zeller. Allerdings muss Celtics-Coach Brad Stevens auf Isaiah Thomas (Ellbogenverletzung) verzichten.

6.: Keine Gnade für Marcus Smart. Der Celtics-Guard wird unter dem Korb eiskalt von Hibbert abgeräumt. Wie erwartet steht die Verteidigung der Pacers stark - und wie erwartet haben sie in der Offense noch Probleme. Indiana führt aber mit 9:8.

11.: Jetzt ist wohl auch Rodney Stuckey in der Partie angekommen. Nach einem Airball vor einigen Sekunden, zieht der Sixth Man dieses Mal zum Korb. Dort kann er gegen zwei Kelten abschließen und verkürzt auf 18:20.

15.: Boston trifft gerade einmal 36 Prozent der Würfe und führt trotzdem mit 7 Punkten - das sagt einiges über diese Partie aus. Offensiv geht bei beiden Team wenig bis gar nichts. Das kann sich auch Pacers-Coach Frank Vogel nicht weiter mit ansehen, der eine Auszeit nimmt. 25:18 für die Celtics.

17.: Die Auszeit geht aber nach hinten los. Boston legt einen weiteren 7:0-Lauf auf's Parkett und zieht ein wenig davon. Indiana trifft weiterhin so gut wie nichts. Nächster Versuch von Vogel, sein Team mit einer Auszeit in die richtige Bahn zu lenken. Boston liegt mit 32:20 in Front.

22.: Zwar versenkt Zeller einen butterweichen Jumper zur 15-Punkte-Führung der Celtics, doch Indiana zeigt ein Lebenszeichen. 7:2-Lauf der Pacers, die auf 33:43 verkürzen.

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28.: Jetzt machen die Pacers Ernst! Die Defense hat den Schalter von "solide" zu "exzellent" wohl endlich gefunden und auf der anderen Seite läuft es auch deutlich besser - nur noch 50:48 für Boston.

35.: Nachdem Hill sein Team mit 11 Zählern im dritten Viertel wieder bis auf 1 Punkt herangebracht hat, können sich die Celtics wieder ein wenig absetzen. Brandon Bass erhöht von der Freiwurflinie auf 67:58.

40.: George Hill ist nach einer Ruhepause wieder zurück in der Partie und macht gleich mit einem Jumper auf sich aufmerksam. Allerdings zeigt Marcus Smart genau die richtige Antwort und versenkt den Dreier. Boston baut die Führung auf 77:66 aus.

44.: Hier ist noch lange nichts entschieden! C.J. Watson setzt von Downtown das Ausrufezeichen auf einen 8:0-Lauf der Pacers - und die Celtics kriegen Probleme. Nur noch 80:76 für Boston.

48.: Die Pacers verlieren nach einem Defensiv-Rebound leichtfertig den Ball. Das wird von den C's gnadenlos bestraft. Boston spielt die Zeit runter und schließlich kann Bradley auch noch punkten. Zwar hämmert Hill anschließend noch einen Dreier durch die Reuse und auch Stuckey macht es nochmal spannend, aber Boston bringt den Sieg von der Freiwurflinie nach Hause. Die Kelten gewinnen mit 93:89

Indiana Pacers vs. Boston Celtics: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Avery Bradley. Gut, zugegeben: Die Quoten des 24-Jährigen waren schon mal besser (7/19 FG). Aber Bradley lieferte ein starkes drittes Viertel ab, in dem er 7 seiner 16 Punkte erzielte und sich damit den herankämpfenden Pacers entgegenstellte. Neben seinen 16 Zählern hatte der Guard auch noch 4 Rebounds, 2 Assists sowie 2 Steals im Boxscore vorzuweisen und überzeugte mit starker Defense.

Der Flop des Spiels: Die Bank der Pacers. Eigentlich ist die Bank einer der großen Stärken der Pacers, doch in dieser Partie kam keiner der Reservisten ins Rollen. So musste sich Indiana im Duell der Bänke mit 31:30 gegen die Celtics geschlagen geben. Das war einfach zu wenig und George Hill stand dementsprechend mit seiner tollen Leistung allein auf weiter Flur.

Das fiel auf:

  • Klar, die Defense der Pacers ist eine der besten der Liga und das stellte das Team von Frank Vogel auch unter Beweis. Doch dank dem hervorragenden Ball-Movement auf Seiten der Gäste, fanden die Celtics immer wieder Lücken. Jederzeit war das Auge für den offenen Mitspieler erkennbar, was zu 18 Assists allein in der ersten Halbzeit führte. Insgesamt verwandelte Boston in den ersten 24 Minuten 19 Fiel Goals - fast jedem erfolgreichen Wurf ging also ein Assist voraus. Beeindruckend!
  • Dennoch konnten sich die Celtics nur über wenige, offene Würfe freuen. Die Defense der Pacers stand insgesamt ziemlich solide. Von daher drückte Boston nach eigenem Ballgewinn immer wieder auf's Tempo, um die gegnerische, in diesen Fällen unsortierte Defense zu überrumpeln. Da merkte man auch, dass es den Pacers in der ersten Halbzeit in einigen Momenten an der nötigen Energie, am Einsatz und am Willen mangelte. Eigentlich untypisch für dieses Team.
  • Pacers-Coach Vogel fand in der Kabine aber offenbar die richtigen Worte an sein Team. In Halbzeit zwei zeigte Indiana ein anderes Gesicht und überzeugte in der Defense mit einer deutlich gesteigerten Intensität. So erzwangen die Pacers insgesamt 12 Boston-Turnover - 10 davon in den zweiten 24 Minuten. Allerdings leistete sich das Team immer mal wieder dämliche Fehler, die den Celtics leichte Punkte ermöglichten.
  • Untypisch war auch die schwache Leistung der Bank. In der laufenden Saison stellt Indiana mit durchschnittlich 42 Punkten pro Partie die beste Bank der NBA - gegen die Celtics kam aber keiner der Reservisten so richtig in Schwung. Auch Rodney Stuckey (12 Punkte), der zuletzt zu überzeugen wusste, fand nie seinen Rhythmus. So kam die Bank der Pacers nur auf 30 Zähler.
  • In dieser Partie machte sich die große Schwäche der Pacers mehr als deutlich bemerkbar: Die Offense. Nur 36,6 Prozent der Feldwurfversuche fanden in der ersten Hälfte den Weg durch die Reuse, die Half-Court-Offense präsentierte sich fast schon erschreckend schwach. Selten wurde ein ordentlicher Angriff zu Ende gespielt, viel zu oft wurden falsche Entscheidungen getroffen und schlechte Würfe genommen. In Halbzeit zwei wurde es nur dank der One-Man-Show von George Hill ein wenig besser.

Der Spielplan im Überblick

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