Atlanta Hawks - San Antonio Spurs 95:114

Die Spurs sind die besseren Spurs

Von Philipp Scherping
Montag, 23.03.2015 | 07:55 Uhr
Dennis Schröder tat zwar alles, um die Niederlage zu verhindern, bekam aber zu wenig Hilfe
Advertisement
MLB
Live
Twins @ Yankees
MLB
Live
Mets @ Marlins
MLB
Dodgers @ Phillies
MLB
Twins @ Tigers
NFL
Rams @ 49ers
MLB
Yankees @ Blue Jays
MLB
Marlins @ Diamondbacks
MLB
Yankees @ Blue Jays
MLB
Red Sox @ Reds
NFL
RedZone -
Week 3
MLB
Yankees @ Blue Jays
MLB
Red Sox @ Reds
NFL
Raiders @ Redskins
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Cubs @ Cardinals
NFL
Cowboys @ Cardinals
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Cubs @ Cardinals
MLB
Blue Jays @ Red Sox
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Braves @ Marlins
NFL
Bears @ Packers
MLB
Blue Jays @ Yankees
MLB
Reds @ Cubs
NCAA Division I FBS
Clemson @ Virginia Tech
MLB
Blue Jays @ Yankees
MLB
Reds @ Cubs
NFL
Saints -
Dolphins
NFL
RedZone -
Week 4
MLB
Astros @ Red Sox
MLB
Tigers @ Twins
NFL
Colts @ Seahawks
NFL
Redskins @ Chiefs

Beim Duell Lehrling gegen Meister, wurden dem Lehrling klar die Grenzen aufgezeigt. Die San Antonio Spurs (44-25) lagen gegen die Atlanta Hawks (53-17) nie zurück und fuhren einen völlig verdienten 114:95-Sieg ein. Gegen das Ball-Movement des Champs war an diesem Abend kein Kraut gewachsen. Bei den Gastgebern erreichten nur Paul Millsap und Dennis Schröder Normalform.

Damit bewegen sich die beiden Teams kurz vor den Playoffs in unterschiedliche Richtungen. Während die Spurs jetzt drei Spiele in Folge gewonnen haben und wieder wie das Team vom letzten Jahr aussehen, verloren die Hawks ihre letzten drei Partien. Seit Freitag stehen sie zwar als Gewinner der Southeast Division fest, von ihrer Bestform sind sie zurzeit aber meilenweit entfernt.

Ganz im Gegensatz zu den Texanern. Die alten Herren schaffen es irgendwie immer wieder, kurz vor den Playoffs den besten Basketball zu spielen. An diesem Abend war besonders Tiago Splitter kaum zu stoppen. Er scorte 24 Punkte (10/14 FG) und sammelte 8 Rebounds. Boris Diaw (17 Punkte) sorgte am Ende des Spiels für die endgültige Entscheidung. Die Spurs spielten sogar so gut, dass sie nicht auf einen Sahne-Abend von Tony Parker (8 Punkte, 5 Assists) angewiesen waren.

Diesen Sahne-Abend hätten die Hawks zum Beispiel von Al Horford oder Jeff Teague gebraucht. Aber weder der Big Man (8 Punkte, 4/11 FG, 3 Rebounds), noch der Point Guard (8 Punkte, 6 Assists, 5 Turnover) waren in der Lage, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Einzig Paul Millsap, der 22 Punkte erzielte und 7 Rebounds holte, sowie Dennis Schröder (18 Punkte, 8/13 FG, 5 Assists) versuchten ihr Team am Leben zu halten.

Die Reaktionen:

Tony Parker (Spurs): "Aus irgendeinem Grund hatten wir nicht den gleichen Rhythmus, wie in den letzten Jahren. Es hat sich gut angefühlt einen Sieg gegen so ein gutes Team einzufahren."

Kyle Korver (Hawks): "Ich bin dankbar für die Maske. Beim Wurf hat es gut angefühlt. Man muss sich aber dran gewöhnen. Ich habe den Ball oft verloren, manche Situationen einfach falsch gelesen. Ich versuche weiter mich dran zu gewöhnen."

Folge NBA.de bei Twitter - wie Dirk Nowitzki!

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Auf geht's im Spitzenspiel. Mike Budenholzer kann wieder auf Sharpshooter Kyle Korver zurückgreifen, der mit einer Maske aufläuft. An seiner Seite starten Jeff Teague, DeMarre Carroll, Paul Millsap und Al Horford. Bei den Spurs gibt es keine Überraschungen. Tony Parker, Danny Green, Kawhi Leonard, Tim Duncan und Tiago Splitter sollen es für die Männer aus Texas richten.

3.: In der Anfangsphase dominiert die Verteidigung auf beiden Seiten. Teague, Leonard und Splitter scorten bis jetzt. Duncan schon mit zwei starken Blocks. Die Spurs führen 4:2.

6.: Da ist der erste Lauf. 14:2 der Spurs. Green knallt zwei Dreier rein. Splitter hat auch schon 6 Punkte und kann in der Zone machen, was er will. Und Duncan findet Leonard für den Alley-Oop-Layup. Auszeit Hawks bei 4:16.

13.: Dennis Schröder mit dem Airball von der Seite. Green bestraft das direkt mit einem Jumper aus der Halbdistanz. Nach einem Horford-Miss blockt Dennis Patty Mills beim Dreierversuch. Die Spurs führen weiter sicher: 28:13.

18.: Und jetzt läuft's bei Schröder. Mit einem schönen Floater scort er seine Punkte drei und vier. Der Maskenmann hat auch schon zwei Dreier auf dem Konto. Die Spurs sind aber wenig beeindruckt. Marco Belinelli trifft aus der Mitteldistanz. San Antonio führt immer noch mit 15.

24.: Millsap legt den Fehlwurf von Teague rein und verteidigt auf der Gegenseite Duncan gut. Carroll verwandelt zwei Freebies. Und Splitter zeigt wunderbare Hände: Er fängt den schlechten Duncan-Pass und verwandelt per Reverse-Layup. Die Gäste führen 59:41 zur Halbzeit.

Alle Spiele live! Hol Dir jetzt den reduzierten LEAGUE PASS

27.: Wenn du auf der einen Seite deine Würfe nicht machst, dann bestraft dich der Meister. Teague verlegt den völlig offenen Korbleger. Duncan macht es auf der Gegenseite deutlich besser. Coach Bud ist nicht einverstanden und kassiert das technische Foul. Höchste Führung des Abends: 66:43.

33.: Carroll setzt jetzt Zeichen und stealt erst Leonard im Fastbreak. Teague trifft den Layup für zwei weitere Punkte. Direkt danach klaut Carroll auch noch Parker den Spalding. Aus der Aktion wurde jedoch kein Kapital geschlagen. 75:58 Spurs.

38.: Schröder findet jetzt immer wieder Pero Antic. Der Mazedonier schlägt im Break zu und wird beim Korbleger noch gefoult. Die Spurs denken sich aber 'Everything you can do, we can do better'. Green trifft per Layup. 85:68.

43.: Bei den Spurs übernimmt jetzt Boris Diaw. Er trifft mit den unmöglichsten Würfen. Erst sind es Floater, dann sitzt auch der Dreier. Schröder versucht alles, um dagegen zu halten und trifft auch per Dreier. Er allein kann hier aber nichts bewegen. Die Gäste führen 98:82.

48.: Am Ende gibt es noch ein paar Möglichkeiten für die Auswechselspieler, sich zu beweisen. Mike Muscala scort noch einmal per Putback, Elton Brand scheitert am Midrange-Jumper und Kyle Anderson trifft für die Spurs. Am Ende gewinnt San Antonio verdient mit 114:95.

Atlanta Hawks vs. San Antonio Spurs: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kawhi Leonard. Der Junge mit den Cornrows ist auf dem Weg zur Weltspitze nicht mehr aufzuhalten. Und alles, was er macht, sieht so einfach und locker aus. Man bekam kaum mit, dass der Small Forward nur knapp (3 Assists) am Triple-Double scheiterte. Am Ende standen für ihn 20 Punkte, 10 Rebounds, 7 Assists und 4 Steals auf dem Konto. Defensiv hatte er keine Probleme Korver, Carroll und Co. zu stoppen.

Der Flop des Spiels: DeMarre Carroll. Vor dem Spiel wurde das Duell Carroll vs. Leonard zu einem der Schlüsselduelle ausgerufen. Hier wurde aber jedem ganz schnell klar, dass der Hawk an diesem Abend keine Chance gegen sein Pendant auf der Gegenseite haben würde. Carroll begann erst zu treffen, als das Spiel schon entschieden war und konnte Leonard zu keinem Zeitpunkt aufhalten. Seine Statline: 12 Punkte (4/12 FG), 3 Rebounds, 1 Assist, 2 Steals.

Das fiel auf:

  • Die Spurs kamen aus der Kabine und trafen einfach alles. Im ersten Viertel versenkten sie in einer Phase zehn Würfe in Folge. Auch defensiv standen sie gut. Jeder Hawks-Punkt musste hart erarbeitet werden. So stand es nach neun Minuten bereits 26:8.
  • Kyle Korver spielte bei seiner Rückkehr in das Lineup der Hawks eine solide erste Halbzeit. Zwei seiner ersten drei Dreier waren Treffer. Es war ihm aber schon anzumerken, dass die Maske störte. Nach 24 Minuten hatte er bereits vier Turnover auf dem Konto. Die Pässe waren teilweise haarsträubend. Nicht umsonst sagte Korver vor dem Spiel, dass er sich mit der Maske unwohl fühle. Und es wurde nicht besser. Der Shooting Guard blieb am Ende bei 6 Punkten und leistete sich 5 TO's.
  • Der Teambasketball der Spurs war am gesamten Abend eine Augenweide. In der ersten Hälfte trafen die Gäste 22-mal aus dem Feld, 15 dieser Treffer ging ein Assist voraus. Dieses Bild änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Insgesamt verteilten die Spurs 30 Assistenten bei 46 Field Goals.
  • Im dritten Viertel hatte Coach Bud genug gesehen. Erst echauffierte er sich über ein nicht gebenes Foul an Jeff Teague, dann war er unzufrieden mit einer Situation gegen Al Horford. Die Folge waren zwei technische Fouls und seine erste Ejection als Head Coach.
  • Absolut entscheidend in dieser Partie waren die Points in the Paint. Atlanta's Big Men schafften es nie die großen Jungs der Spurs unter Kontrolle zu kriegen. So erlaubten sie den Gästen unglaubliche 60 Punkte in der Zone. Besonders Tiago Splitter schlug aus dieser Schwäche immer wieder Kapital. Auch das Rebounding-Duell wurde klar verloren. Dort hieß es am Ende 43:29 pro Spurs.

Der Spielplan im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung