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NBA

Neue Spieler, alte Westbrook-Show

Von SPOX
Russell Westbrook war auch an der Seite neuer Teamkollegen der überragende Spieler
© getty

Die Thunder setzen erstmals ihren zahlreichen Neuverpflichtungen ein, die auch zu überzeugen wissen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass All-Star-MVP Westbrook mal wieder das komplette Spiel an sich reißt und die nächste Show abliefert. In Miami verlieren verunsicherte Heat beim durchwachsenen Dragic-Debüt gegen die Pelicans, die ihrerseits aber Anthony Davis und Ryan Anderson verlieren.

Charlotte Hornets (22-31) - Oklahoma City Thunder (30-25) 103:110 (BOXSCORE)

Neue Spieler, altes Spiel bei den Thunder. Die Last-Minute-Verpflichtungen Enes Kanter, D.J. Augustin und Kyle Singler waren erstmals dabei für Oklahoma City. Center Kanter und Small Forward Singler liefen auch beide von Beginn an auf, wobei vor allen Dingen der Türke zu überzeugen wusste. Kanter legte mit 10 Punkten und 13 Rebounds gleich mal ein Double-Double auf.

Die Neuzugänge änderten aber relativ wenig daran, dass auch die Zuschauer in Charlotte wieder eine Russell-Westbrook-Show geboten bekamen. Der All-Star-MVP bleibt einer der heißesten Spieler der Liga. Zwar leistete sich der Point Guard auch wieder 6 Turnover und hatte keine berauschenden Quoten (12/27 FG) vorzuweisen, dennoch spielte er Charlotte schwindelig und war am Ende mit 33 Punkten und 10 Assists wieder einmal bester Scorer und bester Assistgeber bei OKC. Mit zusätzlichen 7 Rebounds schrammte er nur knapp am Triple-Double vorbei.

In Abwesenheit des erneut verletzten Kevin Durant trug Russ die Thunder so einmal mehr auf seinen Schulter, konnte sich aber auch darüber freuen, dass er mit Neuverpflichtung D.J. Augustin (12 Punkte, 3 Rebounds) nun einen zuverlässigen Ersatzmann hat.

Neben der Westbrook-Show ging fast unter, dass Hornets-Neuzugang Mo Williams ein glänzendes Debüt im Hornets-Dress feierte und es das gesamte Spiel über ebenbürtig mit Westbrook aufnahm. Der Point Guard stand gleich in der Startformation der Hornets und legte mit 24 Punkten (5/10 Dreier) und 12 Assists direkt ein Double-Double auf. Auf das kam auch Al Jefferson mit 20 Punkten und 12 Rebounds. Michael Kidd-Gilchrist erzielte ebenfalls 20 Punkte (8/14 FG).

Miami Heat (23-31) - New Orleans Pelicans (28-27) 91:105 (BOXSCORE)

In den letzten Tagen ist viel passiert rund um den South Beach. Die Verpflichtung vor Goran Dragic und die Schock-Nachricht um Chris Bosh ließen in Miami niemanden kalt. Coach Erik Spoelstra sprach von "sehr emotionalen Tagen". Nun war es an der Zeit, erstmals seit dem All-Star-Break wieder auf dem Court zu stehen. Das Ergebnis war ernüchternd. Beim Debüt von Goran Dragic, der gleich in der Starting Five stand, lief nicht viel zusammen bei Miami.

Vor allen Dingen Dragic startete schwach ins Spiel. Er traf keinen seiner ersten fünf Wurfversuche und spielte nicht einmal einen Assist in der ersten Hälfte. Am Ende stand der Slowene immerhin bei 12 Punkten (4/11 FG) und einer Vorlage. Generell lief der Ball bei den Heat aber einfach nicht gut in den eigenen Reihen. Lediglich 14 Team-Assists konnte Miami verzeichnen. Bester Vorlagengeber war dabei Dwyane Wade (19 Punkte, 4 Assists), der in seinem zweiten Spiel nach längerer Verletzungspause aber Probleme mit dem Wurf hatte und nur 8 von 23 Feldwurfversuchen traf.

Gerade das Thema Verletzungen ist in New Orleans ein allgegenwärtiges. So werden die Pelicans sich auch kaum freuen über den Sieg gegen schwache Heat. Der Grund dafür: Sowohl Anthony Davis, der sich erneut an seiner lädierten Schulter verletzte, wie auch Sixth Man Ryan Anderson, der sich ganz unglücklich das Knie verdrehte, mussten bereits früh im Spiel das Feld verlassen.

So war Pelicans-Coach Monty Williams zur Improvisation gezwungen. Er warf gleich mal Norris Cole gegen sein Ex-Team ins kalte Wasser. Der Point Guard zeigte mit 12 Punkten und 6 Rebounds aber eine gute Leistung von der Bank. Ansonsten fing New Orleans den Ausfall zwei seiner besten Spieler aber als Team auf, wobei ein Mann herausragte: Eric Gordon. Der Shooting Guard übernahm das Kommando und besiegte Miami dank 24 Punkten (6/11 Dreier) und 6 Assists.

Houston Rockets (37-18) - Toronto Raptors (37-18) 98:76 (BOXSCORE)

Nach dem überragenden 105:80-Sieg bei den Hawks waren die Raptors auf dem besten Weg einen neuen Franchise-Rekord aufzustellen. Ein Sieg in Houston hätte den sechsten Auswärtserfolg in Serie bedeutet, das haben die Kanadier vorher noch nie geschafft. Vielleicht war das der Grund dafür, dass die Raptors von Beginn an überaus nervös zu Werke gingen und so letztendlich den Rekord wegwarfen.

Dass Toronto sich ganze 23 Ballverluste leistete, ist an sich schon ein schlechtes Zeichen, spielte aber keine ganz so große Rolle, weil die Rockets sich in einem wahren Turnover-Festival exakt die gleiche Anzahl an Ballverlusten erlaubten. Anders als Toronto, fand Houston aber wenigstens hin und wieder den Korb (41,7 Prozent FG). Die Raptors dagegen warfen nicht nur häufig den Ball weg, sie trafen auch generell so gut wie nichts (32,5 Prozent FG).

Spätestens nach dem dritten Viertel, das sich die Rockets mit 28:17 holten, war der Auswärtsrekord für die Kanadier Geschichte. Kyle Lowry (11 Punkte, 2/13 FG, 7 Turnover) und DeMar DeRozan (10 Punkte, 4/14 FG, 5 Turnover) wirkten neben der Spur. Da half dann auch die Monster-Leistung von Small Forward James Johnson, der als Starter überragende 27 Punkte (10/16 FG), 4 Steals und 4 Blocks auflegte, herzlich wenig.

Gerade die Raptors-Bank erwies sich als wenig produktiv. Acht Bankspieler setzte Toronto-Coach Dwayne Casey ein, zusammen erzielten die 17 Punkte. Die Rockets dagegen hatten auf ihrer Bank den überragenden Spieler des Abends sitzen. Corey Brewer war mit 26 Punkten, 10 Rebounds und 5 Steals neben Superstar James Harden (20 Punkte, 7 Assists) der entscheidende Mann für den Sieg.

Los Angeles Clippers (37-19) - Sacramento Kings (19-35) 126:99 (BOXSCORE)

Die Geschichte des Spiels ist ziemlich schnell erzählt. Die Kings kamen gut in die Begegnung und entschieden sogar den ersten Durchgang für sich. Danach fingen die Clippers an so richtig loszulegen und über Sacramento hinwegzurollen. Nachdem die Kings das zweite Viertel mit 18:42 hergaben, fanden sie bis zum Schluss nicht mehr zu sich. Das Spiel war eigentlich schon zur Hälfte durch.

Während bei den Kings nach dem vielversprechenden ersten Viertel selbst einfachste Korbleger nicht mehr reinfallen wollten, warfen sich die Clippers zwischenzeitlich in einen Rausch. Gegen eine nie wirkliche existente Kings-Defensive traf Los Angeles 48,4 Prozent seiner Feldwürfe und 14 von 35 Dreiern. Quoten, die nur wegen der Garbage-Time, die sich über das gesamte letzte Viertel zog, so "schlecht" ausfielen.

Das Ball-Movement funktionierte phänomenal gut. Am Ende standen die Clippers bei 31 Team-Assists, wobei Chris Paul mit 9 Assists (dazu 10 Punkte) wieder einmal bester Vorlagengeber war. Die Punkte machten in Abwesenheit des weiterhin verletzten Blake Griffin andere. Zum Beispiel Trainersohn Austin Rivers, der mit 28 Punkten (11/19 FG) überragte und einen neuen Karriererekord aufstellte, oder Jamal Crawford, der ebenso wie Rivers von der Bank kam und 23 Punkte erzielte.

Bei den indisponierten Kings war DeMarcus Cousins mit 21 Punkten (6/19 FG) der Top-Scorer. Der Center stand aber lediglich 25 Minuten auf dem Spielfeld, danach brach schon die Garbage-Time an. Dort sammelte Omri Casspi noch ein Double-Double mit 11 Punkten und 17 Rebounds.

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