Mittwoch, 04.02.2015

NBA-Schlaglichter

Miami verliert trotz Bosh-Show

Philadelphia ist auf dem Vormarsch und zieht Denver immer tiefer in die Krise. Boston kühlt die Knicks ab und Portland gibt den Sieg fast noch aus der Hand. Trotz 34 Punkten von Chris Bosh unterliegen die Heat den Pistons.

Chris Bosh hatte gegen Detroit als Alleinunterhalter einen schweren Stand
© getty
Chris Bosh hatte gegen Detroit als Alleinunterhalter einen schweren Stand

Philadelphia 76ers (11-39) - Denver Nuggets (19-30) 105:98 (BOXSCORE)

"Unsere Defense war heute quasi nicht existent", So Brian Shaw: "Wenn du deine Würfe nicht machst, musst du halt verteidigen. Und wenn du beides nicht machst, dann hast du eben keine Chance."

Klare Worte vom Nuggets-Coach, die aber leider der Wahrheit entsprechen. Die Männer aus der Mile High City kommen einfach nicht raus aus ihrer Misere, 10 der letzten 11 Spiele hat Denver verloren.

Gegen Philly war der Hauptgrund dafür Hollis Thompson. Der Shooting Guard der Sixers legte ein Career High von 23 Punkten auf und traf seine ersten 8 Würfe. Erst kurz vor Ende des dritten Viertels setzte er einen Versuch daneben.

Zu diesem Zeitpunkt betrug die Führung von Philadelphia bereits stattliche 28 Punkte. Im vierten Viertel konnte Denver zwar noch einmal bis auf 6 Zähler herankommen, aber das Aufbäumen kam zu spät.

Die 76ers leisteten sich zwar deutlich mehr Ballverluste (20:14), hatten aber dennoch nach Fastbreak-Punkten die Nase vorn (26:16). Zudem arbeiteten sie besser am Brett (49:37 Rebounds).

Michael Carter-Williams kam auf 15 Punkte, 12 Assists und 8 Rebounds, während auf Seiten der Nuggets Wilson Chandler (19 Punkte, 7/15 FG, 6 Rebounds) und Danilo Gallinari (22 Punkte, 5/11 FG) überzeugen konnten.

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Detroit Pistons (19-30) - Miami Heat (21-27) 108:91 (BOXSCORE)

Einmal ist immer das erste Mal. Das Duell gegen die Pistons war so ein erstes Mal. 17:0 lautete die Bilanz der Heat, wenn Chris Bosh 30 oder mehr Punkte erzielte. Gegen Detroit waren es derer 34 (14/23 FG), dennoch setzte es eine herbe Pleite.

"Wissen Sie, was uns das zeigt?" fragte Miamis Coach Erik Spoelstra nach dem Spiel in die Runde: "Einer unserer Jungs kann ein überragendes Spiel machen, aber wenn wir nicht verteidigen, haben wir keine Chance, zu gewinnen."

Die Defense war vor allem am Ende des ersten Viertels erschreckend. In wenigen Minuten legten die Pistons einen 25:1-Run hin, von dem sich die Heat nicht mehr erholen sollten. Ohne Dwyane Wade kam von den anderen Miami-Akteuren zu wenig, lediglich Hassan Whiteside bestätigte seinen positiven Trend mit 11 Punkten, 10 Rebounds und 5 Blocks.

Der beste Mann bei den Gastgebern war D.J. Augustin. Seit der schweren Verletzung von Brandon Jennings spielt er als Point Guard die erste Geige und gibt es seinen Kritikern ordentlich. 25 Punkte (8/14 FG), 13 Assists und 4 Rebounds hatte D.J. am Ende auf dem Konto.

"Wir sind alle großartige Spieler in dieser Liga, aber natürlich ist es einfacher, wenn du weißt, dass du eine Menge Minuten bekommst", so Augustin: "Man kann sich dem Rhythmus des Spiels anpassen, anstatt in kurzen Abschnitten spielen zu müssen." Den Sieg sieht der Spielmacher allerdings nicht als das Ergebnis seines guten Auftritts: "Das war ein Team-Erfolg. Jeder hat vollen Einsatz gezeigt, gute Defense gespielt und seine Würfe getroffen."

Detroit leistete sich nur 6 Turnover und traf 45 Prozent von der Dreierlinie (9/29 3FG). Insgesamt punkteten alle fünf Starter plus Jodie Meeks zweistellig. Andre Drummond kam auf ein Double-Double (14 Punkte, 14 Rebounds).

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New York Knicks (10-39) - Boston Celtics (17-30) 97:108 (BOXSCORE)

Brad Stevens war nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams am vergangenen Sonntag gegen Miami als die Celtics lediglich 75 Punkte erzielten. Gegen New York änderte er daraufhin seine Starting Five und beorderte Marcus Smart sowie Jared Sullinger in die erste Fünf. Und das zeigte Wirkung.

Angeführt von Sully und Smart legte Boston los wie die Feuerwehr und erspielte sich nach wenigen Minuten eine 16:4-Führung. Im zweiten Viertel lief Avery Bradley heiß und bescherte den C's eine 55:39-Führung zur Pause.

Wie so oft kam New York spät zu einem Run und konnte im vierten Viertel einiges vom Rückstand abknabbern, näher als 8 Zähler ließen die Celtics ihren Kontrahenten aber nicht heran.

Beeindruckend vor allem die Quote von Bradley, der 11 seiner 14 Würfe versenkte und mit 26 Punkten Topscorer der Begegnung war. Sullinger kam auf 22 Zähler, 9 Rebounds und 6 Assists.

Auf Seiten der Knicks hieß der beste Punktesammler - überraschenderweise - Carmelo Anthony (21 Zähler, 9/23 FG), Jose Calderon erzielte seine 17 Punkte aber deutlich effizienter (7/12 FG).

Nach zuletzt 5 Siegen aus 7 Spielen muss New York also wieder eine Niederlage einstecken, für Boston ist es der erste Erfolg nach drei sieglosen Partien in Serie.

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Portland Trail Blazers (33-16) - Utah Jazz (17-31) 103:102 (BOXSCORE)

"Er hilft nicht nur der Starting Five, er hilft dem Team insgesamt, da es die feste Rotation wieder etabliert", so Wesley Matthews. Wer? Die Rede ist natürlich von Robin Lopez. "Jeder ist wieder in der Rolle, die er gewohnt ist und die er schon so lange spielt", sagte ein erleichterter Wes nach dem Spiel.

Lopez war nach sechs Wochen Abstinenz aufgrund eines gebrochenen Handgelenks wieder auf dem Court zurück und half Portland, den vergangenen Auswärts-Trip zu vergessen - drei Spiele, drei Pleiten die ernüchternde Bilanz in fremden Arenen.

Wieder zurück im Moda Center machte es das Team um LaMarcus Aldridge deutlich besser. Das Duell gegen Utah war über die gesamte Spieldauer hart umkämpft, am Ende schien Portland das Ding im Griff zu haben. Denkste.

Drei Dreier in Folge von Gordon Hayward, Joe Ingles und Trey Burke brachten die Jazz bis auf einen Zähler heran, aber mit 0,4 Sekunden auf der Uhr verwarf Damian Lillard absichtlich seinen letzten Freiwurf und Utah kam nicht mehr in Ballbesitz. Sicher hatte auch Lillard das Wahnsinns-Play von Trevor Booker vor ein paar Wochen gesehen und wollte kein Risiko eingehen.

Apropos Lillard: Der Allstar-Snub ließ seine Wut über die Nicht-Nominierung auf dem Parkett raus und hämmerte einen wuchtigen Slam über die French Wall, Rudy Gobert, durch die Reuse.

Lillard kam auf 25 Punkte (10/17 FG), 6 Assists und 4 Rebounds, während LMA 22 Zähler und 11 Boards auflegte. Lopez erzielte bei seinem Comeback 11 Punkte (5/9 FG) und holte 6 Boards. Auf Seiten der Jazz war Hayward mit 27 Punkten (10/16 FG) Topscorer, Gobert schnappte sich von der Bank kommend 15 Rebounds.

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