Donnerstag, 26.02.2015

Rajon Rondo für ein Spiel suspendiert

"Sind beide verantwortlich"

Während des Spiels der Dallas Mavericks gegen die Toronto Raptors kam es zur Auseinandersetzung zwischen Rick Carlisle und seinem Point Guard Rajon Rondo. Auch in der Kabine soll es ein weiteres Wortgefecht gegeben haben, das dann in einer Suspendierung Rondos für ein Spiel mündete. Coach Rick Carlisle sucht die Schuld jedoch nicht nur beim Point Guard.

Carlisle und Rondo hatten im dritten Viertel gegen die Raptors eine lautstarke Auseinandersetzung
© getty
Carlisle und Rondo hatten im dritten Viertel gegen die Raptors eine lautstarke Auseinandersetzung

"Die Vorkommnisse der letzten Nacht liegen jetzt in der Vergangenheit und wir müssen weiter nach vorne sehen", erklärte Carlisle am Mittwoch vor dem Spiel gegen die Atlanta Hawks. Zudem Der Coach unterstrich die beiderseitige Abhängigkeit: "Ich muss mich hier echt sehr klar ausdrücken: Er ist ein sehr wichtiger Teil unseres Teams. Wenn wir unseren besten Basketball spielen wollen, muss er gut mit uns spielen und wir müssen gut mit ihm spielen."

Laut Carlisle wurde das Problem aus dem Weg geräumt: "Das Problem war, dass die Kommunikation zwischen uns nicht perfekt funktioniert hat. Dafür sind wir beide verantwortlich. Wir haben uns lange unterhalten und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns regelmäßiger besprechen müssen. Wir müssen uns jetzt zusammenraufen, um seine Zeit als Dallas Maverick so erfolgreich, wie möglich zu gestalten. Es geht um 23 Spiele hier. Gerade jetzt ist eine kritische Zeit für uns."

Auch Kidd hatte Schwierigkeiten

Ursache für den Disput waren offenbar unterschiedliche Ansichten über die Verantwortlichkeit beim Ansagen der Plays. Mitte des dritten Viertels gegen Toronto hatte Carlisle eine Auszeit genommen und war Rajon Rondo verbal angegangen, der Playmaker seinem Coach umgehend lautstark geantwortet. Wie "ESPNDAllas" berichtet, soll es nach dem Spiel in der Kabine einen weiteren Disput gegeben haben.

Da Carlisle Plays häufig selbst ansagt, bestehen die Spannungen angeblich wohl bereits länger. Keine neue Problematik. Offenbar hatte während seines ersten Jahres in Dallas auch Jason Kidd Schwierigkeiten, sich an die Angewohnheit seines Coaches zu gewöhnen - wenngleich es nie zu einer öffentlichen Auseinandersetzung kam.

Am Ende arbeiteten Kidd und Carlisle jedoch erfolgreich zusammen. Und auch Rondo hat bereits signalisiert, sich mit der Situation anfreunden zu wollen. "Ich kann mich an alles gewöhnen und anpassen", erklärte der Playmaker vergangene Woche. "Der Coach sagt viele Plays an. So ist das."

Mark Cuban sieht die ganze Geschichte deshalb auch relativ gelassen: "So ist das Leben", sagt der Besitzer der Mavs. "Das ist nicht das erste und wird nicht das letzte Mal sein. Es wird wieder passieren. Es ist nicht nur Rajon. Es ist eine lange Saison. In meinen 15 Jahren hier habe ich so eine Situation öfter gesehen als ich zählen kann und wir haben immer überlebt."

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