Samstag, 17.01.2015

NBA-Schlaglichter

"Sie sind eine gut geölte Maschine"

Elfter Sieg in Folge: Eine überragende Mannschaftsleistung lässt die Atlanta Hawks in Toronto jubeln, auch Dennis Schröder liefert eine gute Partie ab. Die Cavaliers und Thunder lassen gegen starke Gegner aufhorchen, Russell Westbrook spielt historisch. Die Spurs begrüßen Finals-MVP Kawhi Leonard zurück, für Detroit trifft ein Center den Game-Winner. Und in Washington werden zwei Akteure von Trade-Gerüchten offenbar beflügelt.

Jeff Teague (l.) kann von der Defense nicht am Layup gehindert werden
© Getty
Jeff Teague (l.) kann von der Defense nicht am Layup gehindert werden

Indiana Pacers (15-26) - Detroit Pistons (15-25) 96:98 (BOXSCORE)

Detroit Basketball! Wenige Sekunden noch zu spielen, 96:96. Brandon Jennings, bis dato mit 37 Punkten Topscorer der Partie, zieht zum Korb und will den Gamewinner. Sein Layup fällt nicht - aber da ist ja noch Andre Drummond. Der Big Man ist nicht zu halten, steigt hoch und tippt das Leder in den Korb. Sein zehnter Offensiv-Rebound des Tages - und der zehnte Sieg für die Pistons in den letzten zwölf Spielen.

"Der Plan war, dass Jennings über die linke Seite zum Korb zieht und ich mich so positioniere, dass ich den Ball im Ernstfall tippen kann", erklärte Drummond (16 Punkte, 16 Rebounds) wenig später. "Brandon hat Roy Hibbert gut vom Korb weggezogen, weil der ihn blocken wollte." Es ist der siebte Auswärtserfolg der Pistons in Serie: Franchise-Rekord eingestellt.

Jennings zeigte sich zuvor für einen Run im dritten Viertel verantwortlich, der die Pistons nach enger erster Hälfte auf die Siegerstraße brachte. 19 Punkte markierte er in diesem Abschnitt, 8 seiner 13 Dreier fanden ihr Ziel. "Wir haben gegen harte Point Guards gespielt", musste Hibbert (14 Punkte) zugeben. "Ich muss sie einfach besser im Zaum halten." Sechs Pacers punkteten zweistellig, aber keiner kam über die 14 Punkte des Centers hinaus.

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Orlando Magic (15-28) - Memphis Grizzlies (28-11) 96:106 (BOXSCORE)

So hatten sich das die Grizzlies vorgestellt, als sie Tayshaun Prince und einen First-Round-Pick im Tausch für Jeff Green abgaben: 21 Punkte machte der Neuzugang aus Boston in seinem zweiten Spiel für das neue Team, darunter 12 im letzten Viertel - und ein krachender Dunk über Victor Oladipo war auch noch dabei. "Er lernt, wie er mit den anderen spielen muss", erklärte Coach Dave Joerger. "Er ist ein guter Cutter, er ist klug."

Die Magic, die zuvor überraschende Siege über Chicago und Houston gefeiert hatten, machten es auch den Grizzlies alles andere als einfach. Angeführt von Rookie Elfrid Payton, der mit 22 Punkten und 12 Assists gleich zwei persönliche Bestmarken aufstellte, war man eine Minute vor Schluss auf vier Punkte herangekommen. Dann aber stopfte Green gleich zweimal - die Entscheidung.

"Mit Jeff sind wir vielseitiger", erklärte Mike Conley, der aufgrund eines verstauchten rechten Knöchels aussetzen musste. "Er kann von der Bank kommen, die Drei oder die Vier Spielen, er ist athletisch. Danach haben wir gesucht, er füllt diese Lücke." Mit Marc Gasol (12 und 16) und Zach Randolph (18 und 12) dominierten die Gäste die Zone und machten dort 58 Punkte gegenüber 42 bei den Magic.

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Philadelphia 76ers (8-31) - New Orleans Pelicans (19-20) 96:81 (BOXSCORE)

Anthony Davis gegen Nerlens Noel - es hätte ein großartiges Duell zweier talentierter Big Men werden können. Weil der MVP-Kandidat der Pelicans jedoch mit einer Zehenverletzung pausieren musste, hatte Noel genügend Platz unter dem Korb. Und er nutzte diesen mit 17 Punkten und 11 Rebounds weidlich aus. "Ich will mich in die Offense eingliedern", so der Big Man, "aber wenn ich offen bin, sollte ich auch den Ball fordern."

Ohne ihren Superstar waren die Gäste aus dem Big Easy aufgeschmissen. Mit 33 Punkten im ersten Viertel zogen die Sixers davon, machten kaum Fehler (nur zwei Ballverluste in der ersten Hälfte) und lagen nach 36 Minuten mit 73:59 vorn. "Wir haben heute saft- und kraftlos gespielt", kritisierte Eric Gordon, der 16 Punkte markierte. "Sie dagegen waren schnell, haben ihre Dreier und schwere Würfe getroffen."

Bester Schütze der Sixers war Michael Carter-Williams mit 22 Punkten, er steuerte auch noch 7 Assists und 6 Rebounds bei. Dank Omer Asik und Alexis Ajinca (je 14 Rebounds) gewannen die Pelicans zwar den Kampf unter den Brettern mit 55:39, 18 Turnover und nur 4 getroffene Dreier waren dann aber nicht gut genug.

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Washington Wizards (27-13) - Brooklyn Nets (17-23) 80:102 (BOXSCORE)

In den letzten Tagen verdichteten sich Trade-Gerüchte um Brook Lopez und Jarret Jack - da kann man ja nochmal allen zeigen, was man so drauf hat! Dank der Gala von diesem Duo, das jeweils 26 Punkte auflegte, gerieten die Wizards in eigener Halle so richtig unter die Räder. "Wir hatten schon verloren, als wir aus der Kabine kamen", schimpfte Washington-Coach Randy Wittman. "Wir hatten keine Konzentration, keine Energie, keine zwingenden Aktionen. Wenn man seinen Gegner und das Spiel nicht respektiert, dann passiert so etwas."

Sein Gegenüber war dagegen mehr als zufrieden. "Das bringt mich zum Lächeln", so Lionel Hollins. "Die vielen Niederlagen waren hart, richtig hart." Gegen den eigentlich so starken Frontcourt der Wizards machte Lopez von der Bank kommend in der zweiten Hälfte 25 Punkte in 18 Minuten. Eine Message? Und an wen eigentlich? "Ich achte da gar nicht drauf", wehrte er ab. "Ich bin hier, und war schon meine ganze Karriere über hier. Seit sechseinhalb Jahren werde ich in Trades gehandelt, das ist keine große Sache."

Jack, der das Duell gegen John Wall (13 Punkte, 6 Assists) klar für sich entschied, war da schon deutlicher. "Ich will nirgendwo anders hin. Ich will [die Saison] mit den Jungs hier zu Ende bringen. Aber das liegt nicht in meiner Hand."

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Seite 1: Drummond als Held, Lopez macht Werbung

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