Damian Lillard und der nächste Schritt

Noch längst nicht satt

Von Bob Hemmen
Montag, 12.01.2015 | 16:57 Uhr
Damian Lillard besuchte die Weber State University in Ogden
© getty
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Damian Lillard hat sich bei den Portland Trail Blazers zum Schlüsselspieler entwickelt. In seiner dritten NBA-Saison legt er beeindruckende Zahlen auf und gehört mit seiner Mannschaft zu den besten der Liga. An Konstanz mangelt es noch - aber auch dagegen hat Lillard das richtige Rezept.

Saisonauftakt im Moda Center. Nach dem Zweitrunden-Aus in den vergangenen Playoffs waren die Erwartungen bei den Portland-Fans so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Neben LaMarcus Aldridge beruhten die Hoffnungen der Trail Blazers auf Damian Lillard. Immerhin hatte der Playmaker wenige Monate zuvor per Dreier mit der Schlusssirene die Erstrunden-Serie gegen die Rockets entschieden.

Der Auftakt in die neue Saison verlief weit weniger spektakulär. Zwar gewann Portland sein Heimspiel gegen OKC, doch der Point Guard enttäuschte. Der 24-Jährige haderte in den ersten Partien der Saison mit seiner schwachen Wurfquote, auch weil sich gegnerische Teams nun mehr auf ihn konzentrierten.

Erstmals wirklich überzeugen konnte der letztjährige All-Star erst im vierten Saison-Spiel beim Sieg gegen die Cavs. Mit 5 Dreiern, 7 Assists und 6 Rebounds hatte Lillard entscheidenden Anteil am Triumph der Blazers. Im November startete Portland schließlich eine Siegesserie von neun Partien, eine Siegesserie, während der Lillard auftrumpfte und sogar von der Liga belohnt wurde.

Lillard wurde zum Spieler der Woche in der Western Conference gewählt. Beinahe scheint es, als habe sich der ehemalige Rookie of the Year aus dem Schatten von Franchise-Player Aldridge gelöst. Immerhin drückt er dem Offensivspiel der Blazers zunehmend seinen Stempel auf.

"Ein unglaublicher Schütze"

Andererseits zählt Konstanz noch nicht endgültig zu den Stärken des Damian Lillard. Seine fragwürdige Wurfauswahl ließ die Quoten zwischenzeitlich wieder leiden. Der Ex-Weber-State-University-Star hat bewiesen, dass er zu den besten Aufbauspielern der NBA gehören kann, bisher allerdings nicht zu den konstantesten. Und doch hat er sich den Respekt der Konkurrenz mittlerweile erarbeitet.

"Ähnlich wie Stephen Curry ist Damian ein unglaublicher Schütze - besonders aus der Distanz. Sein Pick-and-Roll ist eines der besten in der Liga. Er ist einer, der Spiele allein entscheiden kann und es ist verdammt unangenehm, gegen ihn zu spielen. Ein Winner-Typ", erklärte beispielsweise Dennis Schröder bei SPOX.

Career-High gegen die Spurs

Keine leeren Worte. So überraschte Lillard im Overtime-Thriller gegen die Spurs sogar den Champ und schenkte San Antonio 43 Punkte ein - 16 davon nach der regulären Spielzeit in zehn Extra-Minuten. Career-High. Entsprechend fand nach der Partie auch Spurs-Coach Gregg Popovich lobende Worte für den gegnerischen Point Guard. "Damian war unglaublich. Er war einfach nicht zu verteidigen. Er hat das Spiel in die Hand genommen und uns im Alleingang besiegt. Es war unfassbar", so Pop.

Doch nicht nur Popovich, auch die Ausrüster haben längst Notiz von Lillards Leistungen genommen. In den kommenden Tagen wird der erste Signature-Schuh des Point Guards vorgestellt. Zudem nahm Lillard an einer internationalen Kampagne seines Ausrüsters teil und repräsentierte seine Sportart. "Ich wurde für den Basketball-Bereich ausgewählt, das macht mich stolz", verriet er.

Und auch auf dem Court erarbeitete sich Lillard eine noch größere Rolle. Spätestens mit seinem Game-Winner in den vergangenen Playoffs rechtfertigte der Aufbauspieler, dass er in engen Partien ebenso großen Anspruch auf den Ball hat wie Kollege Aldridge.

Läuft Lillard heiß, gewährt ihm Coach Stotts alle Freiheiten. Zu Recht. Neben den Punkten pro Spiel erhöhte Lillard seine Assistzahlen und kreierte zusätzlich für Wesley Matthews und Nicolas Batum. Mit seiner aggressiven Penetration passt der Hobby-Rapper dabei ideal zu den Trail Blazers.

Mr. Clutch

Nach zwei erfolgreichen Saisons scheint Lillard endgültig in der Elite der Association angekommen zu sein. "Es macht immer Spaß, gegen ihn zu spielen. Er wirft besser als ich, man sollte uns nicht vergleichen, er ist ein großartiger Spieler", sagt beispielsweise Bulls-Star Derrick Rose. Und nicht nur der Ex-MVP hatte Probleme gegen Lillard. Wenige Tage nach seinem Career-High gegen die Spurs, überragte er gegen Russell Westbrook und die Thunder. Beide Guards lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und legten jeweils 40 Zähler auf.

Mit seinem Dreier am Ende des vierten Viertels erzwang der US-Nationalspieler die Overtime, Portland setzte sich erneut gegen OKC durch. Zählte Lillard bereits in der vergangenen Saison zu den Top-Clutch-Spielern der Liga, so hat er seine Zahlen in dieser Spielzeit noch einmal verbessert. In engen Partien trifft "Sub Zero" beeindruckende 50 Prozent seiner Würfe in der Schlussminute. Zudem verbucht Lillard ligaweit die meisten Punkte im letzten Viertel.

Zuletzt mussten sich die Lakers gleich zwei Mal von seinen Clutch-Fähigkeiten überzeugen. Lillard-Time hieß es erst mit insgesamt 39 Punkten, davon 16 im vierten Viertel, und dem entscheidenden Korb bei einem 98:94-Sieg in Portland. Sechs Tage später waren es 17 Zähler im Schlussabschnitt gegen erneut machtlose Lakers. "Es war genau wie beim letzten Mal", konstatierte Lakers-Coach Byron Scott. "Wir spielen gut mit und dann kommt Damian und reisst das Spiel an sich. Wir versuchten, ihn unter Druck zu setzen, wir versuchten ihn zu doppeln. Aber er hat einfach großartige Würfe getroffen. Er ist ein unglaublich guter Spieler."

Auf einer Stufe mit den Besten der NBA sieht sich der Playmaker deshalb allerdings noch nicht. "Mein Agent sagte mir, dass ich noch nicht so beliebt sei wie Stephen Curry & Co., das motiviert mich jeden Tag", erklärte er. Motiviert? Klar! Aber konstant? Weiter, nein - auch im neuen Jahr.

Große Verantwortung

Immer noch folgen auf glänzende Leistungen teils enttäuschende, sodass Lillard in Partien wie gegen die Atlanta Hawks teilweise die Kontrolle über sein Spiel verliert. Sein Eifer, seine Disziplin, sein Einsatz - all das dürfte ihm jedoch dabei helfen, auch diese Problematik eher früher als später in den Griff zu bekommen. "Ich erwarte mehr von mir selbst als von jedem anderen", äußerte er und fügte hinzu: "Ich mache mir selbst am meisten Druck."

Eine vorbildliche Einstellung. Noch dazu eine, von der auch die Blazers profitieren. So spiegelt sich Lillards Fortschritt über die letzten Jahre auch in Portlands Ergebnissen wider. Derzeit stehen die Trail Blazers auf Rang zwei der Western Conference. Und Lillard weiß um seinen Einfluss auf das Team. "Als Point Guard ist man dafür verantwortlich, dass es gut läuft", sagt er. "Das heißt, dass ich dafür verantwortlich bin, dass jeder glücklich ist. Wenn das auf diesem Level nicht der Fall ist, kann es schnell nach unten gehen."

Obwohl seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist, ist Lillard bereits jetzt essenziell für sein Team. Nach der Ernüchterung um das Potenzial von Nicolas Batum haben die Verantwortlichen ihren zweiten Franchise-Player gefunden und können sich - auch dank der verbesserten Bank - durchaus Hoffnungen auf die Finals machen.

Für Lillard persönlich steht mit seinem im Jahr 2016 auslaufenden Vertrag eine schwere Entscheidung an. Fordert er nach seinem Rookie-Vertrag einen Max-Contract, könnte das die Planungen der Franchise erschweren - allerdings ist es anhand seiner Entwicklung kaum vorstellbar, dass die Blazers "Sub Zero" ziehen lassen würden. Dafür ist die Zukunft mit ihm und LMA zu vielversprechend.

Damian Lillard im Steckbrief

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