Donnerstag, 22.01.2015

Golden State Warriors - Houston Rockets 126:113

Machtdemonstration in der Bay Area

Die Golden State Warriors (33-6) dominieren das Spiel gegen die Houston Rockets (29-14) in allen Belangen und fahren einen deutlichen 126:113-Erfolg ein (BOXSCORE). Bereits früh ziehen die Dubs nahezu uneinholbar davon. Dennoch wird es hitzig. Die Warriors erreichen gleich mehrere Meilensteine.

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Wenn zwei der statistisch besten Defenses der gesamten Liga aufeinander treffen, darf durchaus ein wenig Intensität erwartet werden. Die lieferten größtenteils allerdings nur die Warriors. Golden State überrannte Houston zu Beginn förmlich. Zwar kamen die Rockets zwischenzeitlich zurück, mit Beginn des zweiten Viertels zogen die Dubs allerdings endgültig davon und führten bereits zur Pause mit 20.

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Und es blieb dabei. Golden State dominierte, Houston war überfordert. Offensiv lief bei den Rockets kaum etwas zusammen, defensiv waren sie mit den Warriors heillos überfordert, die am Ende den 17. Heimsieg in Serie einfuhren - Franchise-Rekord. Der zehnte Heimsieg in Folge mit mindestens 13 Punkten Unterschied bedeutet zudem NBA-Rekord.

Ein kurzer Schrecken dürfte Coach Steve Kerr allerdings dennoch in die Glieder gefahren sein, als Joey Dorsey bei noch gut drei Minuten zu spielen auf 9 verkürzte. Houstons Reservisten hatten bis dahin über 20 Punkte aufgeholt. Mit Curry, Thompson und Green brachten die Warriors den Erfolg aber über die Zeit.

Topscorer der Partie war dennoch James Hardens mit 33 Punkten. Während der Zweier nahezu auf sich allein gestellt war, verteilte sich Golden States Offense mal wieder auf mehrere Schultern. Angeführt wurden die Warriors aber selbstverständlich vom ungleichen Bruderpaar Splash. Klay Thompson war mit 27 Punkten Topscorer der Dubs, Steph Curry legte 22 Zähler (3/5 3FG) auf. David Lee knackte mit seinen 9 Punkten die 10.000er Marke.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Alles beim Alten. Die Warriors starten mit Steph Curry, Klay Thompson, Harrison Barnes, Draymond Green und Andrew Bogut. Bei den Rockets beginnen Patrick Beverley, James Harden, Trevor Ariza, Donatas Motiejunas und Dwight Howard.

4.: Ein wenig hat Curry gebraucht, nun ist der Playmaker im Spiel. Kurz abgestoppt, hochgestiegen, Dreier versenkt - trotz der Hände von Beverley und Motiejunas im Gesicht. Harden marschiert auf der anderen Seite bereits zum zweiten Mal für drei Freiwürfe an die Linie. Zum zweiten Mal verwandelte er jeden einzelnen. Es folgt ein Zirkuswurf aus dem Hause Barnes, inklusive Foul und erfolgreichem Freiwurf - 14:9 Warriors!

8.: Howard erwartet offensichtlich kein allzu angenehmer Abend. Gleich zwei Mal wird D12 von Bogut abgeräumt, ehe er irgendwann dann doch trifft. Curry schnappt sich nach kurzem Timeout den Offensivrebound und versenkt über Howard - 28:18 Warriors!

12.: Zu Beginn wirkte es, als würden die Warriors Houston überrennen. Mittlerweile sind die Rockets jedoch im Spiel angekommen - vor allem dank ihrer Defense, die Golden State nun häufiger ins Setplay zwingt. Dann schickt Motiejunas Speights im Lowpost auch noch zurück auf die Schulbank und verkürzt auf 29:32.

18.: Ball in die Luft - und gut! Smith spielt den Alley-Oop auf Howard. Green antwortet jedoch von draußen, ehe J-Smoove zunächst den Dreier aus der Ecke vergibt und Howard nach dem Offensiv-Rebound den Layup verlegt. Thompson erhöht im Gegenzug auf 47:39 für die Warriors.

24.: Die Warriors dominieren das zweite Viertel komplett, Houston sieht überhaupt kein Land. Thompson bekommt unter am Brett gleich drei Wurfchancen und vollendet schließlich den Tip In. Nachdem Motiejunas kurz darauf die nächste Fahrkarte produziert, legt Golden States Shooting Guard zwei Freiwürfe obendrauf. Zur Halbzeit führen die Warriors mit 20.

28.: Weiter, immer weiter. Die Warriors lassen einfach nicht nach. Mal wieder geht es schnell, und schon steht Barnes in der Ecke frei. Der Dreier sitzt problemlos. Danach wird's schmutzig. Erst provoziert Beverley Curry, der das Technische kassiert. Nach Hardens verwandeltem Freiwurf begeht Golden States Playmaker das Offensivfoul gegen Ariza, der sich direkt mit einem kleinen, Schultercheck revanchiert, woraufhin Curry wiederum von Green zurückgehalten werden muss. Ariza kassiert das Technische Foul, Curry trifft den Freiwurf - 73:50 Warriors!

31.: Bei Dwight Howard läuft einfach nichts, überhaupt nichts. Per Wischer im Lowpost begeht D12 sein fünftes Foul und muss auf die Bank. Um den Frust ein wenig zu steigern, streut Green direkt im Anschluss den Dreier ein - 82:52 Warriors!

33.: Das war's dann für Josh Smith. J-Smoove bekommt nicht den gewünschten Foulcall und beschwert sich lautstark bei den Schiedsrichtern. Selbst ein Technisches Foul kann Smith nicht beruhigen, es folgt das zweite - Ejection! Zwischenzeitlich haben die Warriors einem 12:2-Run der Rockets übrigens stilvoll ein Ende gesetzt. Auf Greens Dreier folgte Iguodalas Alley-Oop - und schon führen die Warriors wieder mit 26.

41.: Willkommen zur Garbage Time. Die Starter haben auf der Bank Platz genommen, das Spiel scheint entschieden zu sein.

46.: Geht doch noch was? Terry verkürzt Houstons Rückstand per Dreier aus der Ecke auf 11. Steve Kerr gefällt's weniger - Timeout Warriors.

48.: Mit Curry, Thompson und Green bringen die Warriors den Sieg doch noch über die Zeit - 126:113!

Golden State Warriors vs. Houston Rockets: Hier geht's zum BOXSCORE

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Der Star des Spiels: Mit zwei Blocks binnen weniger Sekunden gegen Howard setzte Andrew Bogut direkt zu Beginn ein Zeichen und tat auch in der Folge exakt das, was die Warriors von ihm erwarten. Bogut hielt die Defense zusammen. Doch nicht nur, dass er Howard unglaublich effektiv verteidigte, dank seiner Präsenz veränderte der Australier viele Würfe und stellte mit 5 Blocks sein Season High ein. Offensiv überragte Klay Thompson.

Der Flop des Spiels: Dwight Howard war überhaupt kein Faktor - jedenfalls in positivem Sinne. Direkt zu Beginn ließ sich D12 von Bogut doppelt blocken, leistete sich ein schnelles Technisches Foul und wirkte während des gesamten Spiels irgendwie genervt. Selbst einfachste Layups erwiesen sich diesmal als zu schwer (3/8 FG). Dazu ließ sich Howard im Lowpost immer wieder den Ball klauen und leistete sich insgesamt 5 Turnover.

Das fiel auf:

  • Die Warriors legten los, als gäbe es kein morgen, Houston war völlig überfordert. Dass Golden State das beste Fast-Break-Team der Liga ist, ist mittlerweile bekannt. Was die Dubs zu Beginn in Sachen Transition-Basketball lieferten, war jedoch schlicht sensationell. Allein 17 Fast-Break-Punkte sammelten sie bis zur ersten Viertelpause und überrannten die Rockets so zu Beginn förmlich.
  • Allerdings kam Houston zwischenzeitlich zurück. Der Grund: klar, verbesserte Transition-Defense. Gegen Ende des ersten Viertels zwangen die Rockets Golden State häufiger ins Setplay und verteidigte dort durchaus effektiv. Die Warriors bekamen plötzlich weniger offene Würfe und taten sich zwischenzeitlich schwer, zu scoren.
  • Defensive Player of the Year seit 1983
    1983 & 1984: Sidney Moncrief (G, Milwaukee Bucks)
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    1983 & 1984: Sidney Moncrief (G, Milwaukee Bucks)
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    1985 & 1989: Mark Eaton (C, Utah Jazz)
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    1986: Alvin Robertson (G, San Antonio Spurs)
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    1987: Michael Cooper (G/F, Los Angeles Lakers)
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    1988: Michael Jordan (G, Chicago Bulls)
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    1990 & 1991: Dennis Rodman (F, Detroit Pistons)
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    1990 & 1991: Dennis Rodman (F, Detroit Pistons)
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    Links: David Robinson (1992, C, San Antonio Spurs) Rechts: Hakeem Olajuwon (1993 & 1994, C, Houston Rockets)
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    Links: David Robinson (1992, C, San Antonio Spurs) Rechts: Hakeem Olajuwon (1993 & 1994, C, Houston Rockets)
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    1995: Dikembe Mutombo (C, Denver Nuggets)
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    1995: Dikembe Mutombo (C, Denver Nuggets)
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    1996: Gary Payton (G, Seattle SuperSonics)
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    1997 & 1998: Dikembe Mutombo (C, Atlanta Hawks)
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    1997 & 1998: Dikembe Mutombo (C, Atlanta Hawks)
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    1999 & 2000: Alonzo Mourning (C, Miami Heat)
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    1999 & 2000: Alonzo Mourning (C, Miami Heat)
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    2001: Dikembe Mutombo (C, Philadelphia 76ers)
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    2002, 2003, 2005, 2006: Ben Wallace, Detroit Pistons
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    2004: Ron Artest (F, Indiana Pacers)
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    2004: Ron Artest (F, Indiana Pacers)
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    2007: Marcus Camby (C, Denver Nuggets)
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    2007: Marcus Camby (C, Denver Nuggets)
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    2008: Kevin Garnett (F, Boston Celtics)
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    2008: Kevin Garnett (F, Boston Celtics)
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    2009 - 2011: Dwight Howard (C, Orlando Magic)
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    2009 - 2011: Dwight Howard (C, Orlando Magic)
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    2012: Tyson Chandler (C, New York Knicks)
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    2013: Marc Gasol (C, Memphis Grizzlies)
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    2014: Joakim Noah (C, Chicago Bulls)
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    2015 und 2016: Kawhi Leonard (SF, San Antonio Spurs)
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  • Das Hoch der Rockets war allerdings nur von kurzer Dauer. Speziell im Post verteidigten die Warriors äußerst geschickt und nahmen Dwight Howard so nahezu komplett aus dem Spiel. Bogut gab keinen Millimeter preis und bewies starkes Timing beim Block. Dazu halfen die Guards sehr effektiv aus. Postete Howard auf, schnellte immer wieder eine Hand heran. Die Folge: Ungewöhnlich viele Steals im Lowpost.
  • James Harden war offensiv beinahe völlig auf sich allein gestellt. Egal, ob nun Howard, Motiejunas, Ariza oder Smith - keinem Rocket ohne markante Gesichtsbehaarung wollte wirklich etwas gelingen. Viele Würfe gerieten zu lang, dazu wurden selbst einfachste Layups verlegt. Im zweiten Viertel traf Houston lediglich 4 seiner 19 Würfe. Im Grunde verließen sich die Rockets einzig und allein auf Harden - zu wenig gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
  • Andererseits funktionierte Golden States Teamdefense abermals hervorragend. Es wurde problemlos geswitcht, kaum Mismatches zugelassen und so wenige offene Würfe gewährt.

Der Spielplan im Überblick

Max Marbeiter

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Max Marbeiter(Redaktion)

Max Marbeiter, Jahrgang 1984, ist seit 2012 bei SPOX.com. Während seines Anglistik- und Politikstudiums in Erlangen knapp 3 Jahre lang freier Mitarbeiter bei kicker.de und im Anschluss an ein Praktikum auch einige Monate in der Lokalsportredaktion der Süddeutschen Zeitung. Bei SPOX.com festes Mitglied im Basketball-Ressort. Neben Texten zur NBA zählt der europäische Basketball zum Hauptaufgabenbereich.

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