Sonntag, 07.12.2014

NBA-Schlaglichter

Rockets lassen sich nicht stoppen

Die Houston Rockets geben die Partie trotz eines zwischenzeitlichen 22-Punkte-Vorsprungs fast noch aus der Hand - am Ende reicht die Aufholjagd der Suns aber nicht. Währenddessen holen sich die Clippers den siebten Erfolg in Serie und auch San Antonio gewinnt weiter. Die Magic siegen in Sacramento und die Sixers feiern ihren zweiten Saisonsieg.

James Harden (l.) erwischte gegen die Suns eher einen gebrauchten Abend
© getty
James Harden (l.) erwischte gegen die Suns eher einen gebrauchten Abend

Detroit Pistons (3-17) - Philadelphia 76ers (2-18) 101:108 OT (BOXSCORE)

Ob man da schon von einem positiven Trend sprechen kann? Nachdem die Sixers die ersten 17 Spiele der Saison allesamt verloren, konnten sie nun zwei der letzten drei Partien für sich entscheiden. Gut, dass der Sieg gegen die Pistons kommt schmälert die Leistung allerdings ein wenig. Immerhin musste Detroit in den letzten 11 Partien Pleiten einstecken und steht mit nur einem Sieg mehr nur unwesentlich besser da als Philly.

Eine Augenweide war diese Partie - Achtung: Überraschung - nicht gerade. Dafür umso spannender, zumindest was die reguläre Spielzeit angeht. Mit nur noch 15 Sekunden auf der Uhr versenkte Hollis Thompson einen schwierigen Dreier aus der Ecke für den Ausgleich. Der anschließende, potenzielle Game-Winner von Brandan Jennings wurde geblockt. Dann kam allerdings die Overtime - und das Elend.

Beide Teams benötigten fast die Hälfte der Verlängerung, um überhaupt einen einzigen Punkt zu erzielen. Dieser Erfolg war dann Kentavious Caldwell-Pope vergönnt, der die Pistons von der Freiwurflinie mit 101:100 in Führung brachte. Das sollte allerdings auch der einzige Punkt für die Pistons bleiben, denn danach startete Philly einen 8:0-Lauf, der den Sieg brachte.

Bester Spieler bei den Sixers war Michael Carter-Williams, der 20 Punkte erzielte, 15 Assists verteilte und sich 8 Rebounds schnappte. Allerdings hatte der 23-Jährige auch 7 Turnover auf dem Konto. Eine starke Leistung zeigte auch Robert Covington, der auf 25 Punkte (9/14 FG) und 6 Rebounds kam. Auf Seiten der Pistons legte Josh Smith 23 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists auf, extrem schwach war aber erneut die Leistung des Backcourts (Jennings und Caldwell-Pope zusammen 2/20 FG).

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Houston Rockets (16-4) - Phoenix Suns (12-9) 100:95 (BOXSCORE)

In gewisser Weise erinnerte das erste Viertel dieser Partie an das aus dem Spiel der Mavericks gegen die Suns aus der Nacht zuvor. Nur dieses Mal waren es die Suns, die überrollt wurden. So stand am Ende des ersten Spielabschnitts ein mehr als deutliches Zwischenergebnis von 35:18 sowie eine Wurfquote von 63,6 Prozent auf der Habenseite der Rockets.

Phoenix traf im ersten Abschnitt dagegen nur magere 29 Prozent ihrer Würfe und musste dementsprechend schon früh einem hohen Vorsprung hinterherlaufen. Zwischenzeitlich betrug dieser 22 Zähler, aber dennoch steckten die Suns nicht die Köpfe in den Sand, sondern kämpften sich kontinuierlich näher an Houston heran.

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Mit Hillfe eines 8:2-Laufes konnte das Team von Jeff Hornacek den Rückstand sogar noch auch 4 Punkte verkürzen. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings nur noch 21 Sekunden zu spielen und Houston hatte keine Probleme mehr, den Sieg über die Zeit zu retten. "Wir haben in der zweiten Hälfte deutlich besser gespielt als sie, aber wir dürfen einfach nicht schon mit 20 Punkten zur Halbzeit zurück liegen", erklärte der Head Coach der Suns.

Sein Gegenüber, Kevin McHale, war dagegen zufrieden, vor allem mit der Leistung von Patrick Beverley: "Ohne ihn hätte wir dieses Spiel nicht gewonnen!" Durchaus korrekt, denn bei seiner Rückkehr nach einer Oberschenkelverletzung steuerte der Point Guard 19 Punkte von der Bank bei und verwandelte einige wichtige Dreier (5/8 3FG). Auch Trevor Ariza kam auf 19 Punkte, während James Harden mit 13 Punkten und 2 Assists einen eher gebrauchten Abend erlebte. Bei den Suns traten eigentlich nur Eric Bledsoe (23 Punkte) und P.J. Tucker (15 Punkte, 8 Rebounds) positiv in Erscheinung.

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San Antonio Spurs (15-5) - Minnesota Timberwolves (4-15) 123:101 (BOXSCORE)

Die Tiefe macht's! Obwohl die Spurs auf den Einsatz von Tony Parker und Manu Ginobili verzichteten, hatte der amtierende Champion nicht das geringste Problem mit den Timberwolves. Die hatten der exzellenten Team-Leistung von San Antonio nämlich rein gar nichts entgegenzusetzen und mussten sich dementsprechend deutlich geschlagen geben.

In der Mannschaft von Head Coach Gregg Popovich kamen 7 Akteure auf eine zweistellige Punkteausbeute - Topscorer war Marco Belinelli, der seine gesteigerte Einsatzzeit zu nutzen wusste. Der Italiener kam auf 20 Punkte sowie 6 Assists und versenkte dabei 7 seiner 12 Versuche. Belinelli war aber nur das Sahnehäubchen auf der starken Leistung der Spurs, die insgesamt hervorragende 30 Vorlagen verteilten und 57,3 Prozent aus dem Feld trafen.

"Alles hat funktioniert", meinte auch Danny Green (11 Punte, 8 Rebounds). "Wir haben den Ball sehr gut bewegt, haben die offenen Mitspieler gefunden, die Zone attackiert und sind an die Freiwurflinie gekommen." Auch Kawhi Leonard (18), Cory Joseph (18) und Boris Diaw (17) konnten mit ihren gezeigten Leistungen zufrieden sein.

Auf Seiten der Timberwolves galt dies allerdings nur für Zach LaVine und Shabazz Muhammad. Der Rookie erzielte 22 Punkte (8/15 FG) und verteilte 10 Assists, während Muhammad auf 20 Zähler kam. "Sie sind ein Championship-Team. Sie sind raus gegangen und haben genau das getan, was man mit einem jungen Team machen muss: Als erstes zuschlagen und dann schauen,wie der Gegner reagiert", resümierte Thaddeus Young (14 Punkte). "Wie man sehen konnte, haben wir nicht gut reagiert."

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Sacramento Kings (10-10) - Orlando Magic (9-14) 96:105 (BOXSCORE)

Nachdem die beiden Team die erste Hälfte noch ziemlich ausgeglichen gestalteten, zog Orlando angeführt von Tobias Harris im dritten Abschnitt dann ein wenig davon. Der erst 22-Jährige erzielte 27 Punkte (10/17 FG) und führte die Magic damit zu einem 16-Punkte-Vorsprung zu Beginn des vierten Viertels. Spiel entschieden? Noch lange nicht.

Die Kings gaben sich nicht geschlagen und kämpften sich langsam aber sicher in Schlagdistanz zu den Magic.Dabei stach Darren Collison mit seinen 22 Zählern und 4 Assists besonders hervor und auch Jason Thompson mit 28 Punkten und 9 Rebounds oder Rudy Gay mit 16 Punkten sowie 6 Assists zeigten ansprechende Leistungen.

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Vergessen darf man dabei allerdings nicht Derrick Williams. Der 23-Jährige erzielte alle seiner 14 Punkte in den letzten 11 Minuten und sorgte kurz vor Schluss sogar für den Ausgleich. Nachdem Channing Frye allerdings einen Clutch-Dreier mit Ablauf der Shotclock versenkte und somit erneut für einen 5-Punkte-Vorsprung sorgte, waren die Chancen der Kings mehr oder weniger dahin.

Sacramento muss damit die fünfte Niederlage in den letzten sechs Spielen hinnehmen und hofft sehnlichst auf das Comeback von DeMarcus Cousins, der immer noch an den Folgen einer Infektion leidet. Die Magic konnten dagegen den zweiten Erfolg in Folge feiern und stehen nun bei 9 Saisonsiegen.

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Los Angeles Clippers (14-5) - New Orleans Pelicans (8-10) 120:100 (BOXSCORE)

So souverän, wie das Endergebnis es vermuten lässt, war das Spiel der Clippers definitiv nicht. Denn eigentlich hätte schon nach den ersten 12 Minuten alles entschieden sein sollen, doch LAC gab einen 18-Punkte-Vorsprung bis zur Halbzeit noch leichtfertig aus der Hand. Dabei trafen die Pelicans im zweiten Spielabschnitt 74 Prozent aus dem Feld, verwandelten 5 von 6 Dreier und gingen so mit einem wohlverdienten Unentschieden in die Kabine.

Dort mussten sich die Clippers aber offenbar einiges anhören und zeigten in der zweiten Hälfte eine starke Reaktion. Dank 30 Zählern von Blake Griffin (dazu noch 7 Rebounds, 5 Assists) sowie 18 Punkten und 16 Assists von Chris Paul, ließ Los Angeles den Gästen im weiteren Spielverlauf nicht mehr den Hauch einer Chance.

Neben Griffin und CP3 konnten auch J.J. Redick (21 Punkte), Jamal Crawford (20 Punkte) sowie DeAndre Jordan (8 Punkte, 18 Rebounds, 5 Blocks) überzeugen. Gegenwehr erhielten die Clippers hauptsächlich von Anthony Davis, der mit 26 Punkten mal wieder bester Scorer seines Teams war. Allerdings schnappte sich "The Brow" nur 3 Rebounds und hatte keinen Assist auf dem Konto.

Neben ihm erzielte Ryan Anderson noch 16 Zähler, der Rest blieb aber eher blass. Außerdem fanden die Pelicans einfach kein Mittel gegen die Distanzschützen der Clippers, die 17 von 32 Versuche von Downtown (53,1 Prozent) durch die Reuse hämmerten. Damit sicherten sich die Clippers letztendlich doch noch deutlich den 7. Sieg in Serie.

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