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NBA

Nichts für schwache Nerven

Von Philipp Jakob
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Die Dallas Mavericks (12-5) beenden die Siegesserie der Toronto Raptors (13-3) dank eines 106:102-Erfolges (BOXSCORE). Die Mavs müssen allerdings bis zum Ende zittern, da sich Toronto zu keinem Zeitpunkt aufgibt und sich trotz eines zwischenzeitlichen 14-Punkte-Rückstands wieder heran kämpft. Dirk Nowitzki erlebt dabei einen gebrauchten Abend, während sich DeMar DeRozan verletzt.

Der 25-Jährige rutschte im dritten Viertel beim Zug Richtung Korb weg und verletzte sich an der Leiste. In der Folge musste DeRozan das Parkett verlassen und konnte sein Team nicht mehr unterstützen. Eine genaue Diagnose der Verletzung steht noch aus.

Zuvor lief es für den letztjährigen All-Star allerdings auch nicht wirklich besser. DeRozan setzte jeden seiner 8 Feldwürfe an den Ring und beendete zum ersten Mal seit 2010 eine Partie mit 0 Punkten. Über weite Strecken lief es für seinen Backcourt-Kollegen Kyle Lowry ebenfalls schlecht. Drei extrem frühe Fouls brachten den 28-Jährigen total aus dem Konzept - erst in der Schlussminute drehte Lowry nochmal auf.

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Dann aber so richtig! 11 seiner 25 Punkte kamen in den letzten 49 Sekunden, wodurch Lowry seinem Team eine reelle Gewinnchance ermöglichte und dass, obwohl die Raptors zwischenzeitlich bereits mit 14 Punkten zurück lagen. Dank einer starken kämpferischen Leistung arbeiteten sich die Raptors aber stetig zurück in die Partie.

Letztlich sollten die Leistungen von Lowry, Amir Johnson (20 Punkte, 9 Rebounds), Lou Williams (16) und Greivis Vasquez (14) aber nicht genügen. Das lag hauptsächlich an Monta Ellis, der - ähnlich wie Lowry - im Schlussabschnitt aufdrehte und die Mavs mit 15 seiner 30 Punkte im vierten Viertel zum Sieg führte.

Dirk Nowitzki erlebte dagegen einen rabenschwarzen Abend. Zwar hatte der Deutsche 15 Punkte und 8 Rebounds auf dem Konto, die Wurfquote von 31,5 Prozent (6/19 FG, 1/7 3FG) sowie der Plus/Minus-Wert von -13 waren aber nicht unbedingt optimal. Bedanken kann sich Nowitzki vielmehr bei den Reservisten der Mavs. Al-Farouq Aminu legte eine starke Leistung hin (14 Punkte, 5/6 FG), ebenso wie J.J. Barea (5 Punkte, 9Assists). Damit gewann Dallas Head Coach Rick Carlisle übrigens sein 300. Spiel mit den Mavericks.

Die Reaktionen:

Greivis Vasquez (Toronto Raptors) über Ellis: "Er hat uns heute richtig weh getan. Er hatte ein tolles Spiel."

Al-Farouq Aminu (Dallas Mavericks) über Ellis: "Das war großartig. Er hat sich ein Herz genommen und die wichtigen Würfe genommen. Es braucht eine Menge Mut, um solche Würfe zu nehmen. Aber wir vertrauen ihm. Das ist der Grund, warum der Ball in seinen Händen ist.

Rick Carlisle (Mavs-Coach): "Wir haben Glück gehabt, hier mit einem Sieg rausgekommen zu sein. Aber wir haben uns das verdient."

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Vor dem Tipoff: Während die Raptors auf ihre gewohnte Starting Five bestehend aus Kyle Lowry, DeMar DeRozan Terrence Ross, Amir Johnson und Jonas Valanciunas zurückgreifen können, muss Rick Carlisle erneut auf Jameer Nelson verzichten. Wie schon gegen New York starten also Devin Harris, Monta Ellis, Chandler Parsons, Dirk Nowitzki und Tyson Chandler.

3.: Kein allzu schlechter Start für Toronto. Zwei Dreier in Folge und jetzt ein Alley-Oop von Ross bringen die Kanadier mit 10:0 in Front. Mavs-Coach Carlisle ist bedient und nimmt eine frühe Auszeit.

8.: Die Mavericks sind im Spiel angekommen. Mit seinen Punkten 6 und 7 sorgt Parsons für den Ausgleich, Ellis macht kurz darauf die 17:15-Führung für Dallas klar. Die Raptors konnten nur 2 ihrer letzten 11 Würfe verwandeln.

12.: Ganz im Gegensatz zum letzten Spiel gegen New York läuft es für die Mavs heute auch aus der Distanz. Jae Crowder hämmert den bereits vierten Dreier (bei vier Versuchen) durch die Reuse - 26:21 Dallas.

17.: Ein lang gezogenes "Louuuuu" schallt durch die Halle, als Lou Williams seinen ersten Dreier versenkt. Ein Steal und ein weiterer Punkt vom 28-Jährigen später steht es nur noch 35:32 für die Mavericks.

23.: Dallas lässt in der Offense ein paar gute Chancen liegen. Auf der anderen Seite macht es Amir Johnson besser und bringt die Raptors nach einem Offensiv-Rebound wieder auf 48:39 heran.

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28.: Schrecksekunde für die Raptors! DeRozan rutscht beim Zug zum Korb aus und liegt mit schmerzverzerrtem Gesicht für lange Zeit am Boden. Der 25-Jährige kann nicht mehr weitermachen. Zuvor hatte Nowitzki die Dallas-Führung auf 56:45 ausgebaut.

32.: Nach einer kleinen Aufholjagd der Gastgeber drücken die Mavs wieder ein wenig auf's Tempo. Tyson Chandler setzt mit einem Fastbreak-Dunk das Ausrufezeichen auf einen 8:0-Lauf - 66:52 für die Mavs.

37.: Zerfahrener Beginn ins vierte Viertel. Beide Teams geben nach und nach den Spalding aus der Hand, bis Nowitzki dem ganzen ein Ende bereitet und per Jumper die 75:67-Führung sichert.

41.: Die Mavs finden immer wieder die richtige Antwort auf die kleineren Runs der Raptors. Jetzt ist es Al-Farouq Aminu, der Toronto mit einem Dreier die Luft aus den Segeln nimmt - 82:71 für Dallas.

45.: Jetzt kommt auch noch ein bisschen Glück dazu. Nachdem der Spalding auf dem Ring tanzt, fällt der Ball letztlich doch. Monta Ellis macht von Downtwn den Sack ganz weit zu und erhöht wieder auf 94:83.

48.: Oder doch nicht? Die Raptors lassen sich einfach nicht abschütteln und kommen nochmal auf 104:102 heran. Lowry trumpft in der letzten Minuten nochmal auf und macht die Partie spannend. Letztlich bringen die Mavs das Spiel aber von der Freiwurflinie nach Hause - 106:102.

Toronto Raptors vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Monta Ellis. Auch wenn Ellis über weite Strecken der Partie ein wenig zu kämpfen hatte, im vierten Viertel war der 29-Jährige entscheidend zur Stelle. Immerhin erzielte er im Schlussabschnitt 15 seiner insgesamt 30 Punkte, traf 12 seiner 25 Würfe aus dem Feld und verteilte auch noch 6 Vorlagen.

Gerade da Nowitzki einen gebrauchten Abend erlebte, war es wichtig, dass Ellis im letzten Viertel Verantwortung übernahm und dieser mehr als gerecht wurde - auch in der Defense. So hatte der Shooting Guard am Ende 3 Steals und 1 Block auf dem Konto stehen.

Der Flop des Spiels: DeMar DeRozan. Ganz bitterer Abend für den 25-Jährigen. Keiner seiner 8 Feldwurfversuche fand den Weg durch die Reuse, sodass DeRozan die Partie mit 0 Zählern beenden musste - das erste Mal seit 2010. Von Beginn an lief es für DeRozan einfach nicht und so war er seinem Team keine Hilfe. Im dritten Viertel kam dann auch noch gewaltiges Pech dazu, als sich der Raptor beim Zug Richtung Korb an der Leiste verletzte und den Rest der Partie nicht mehr mitwirken konnte.

Das fiel auf:

  • Während die Mavericks gegen die New York Knicks vor wenigen Tagen noch einen Backstein nach dem anderen schmissen, lief es in Toronto von Beginn an hervorragend aus der Distanz. Bereits zur Halbzeit hatten die Mavs mehr Dreier versenkt als in der kompletten Partie zuvor und hatten so eine starke Quote von 63,6 Prozent (7/11 3FG) vorzuweisen. Am Ende waren es immerhin noch 42,3 Prozent (11/26 3FG).
  • Dabei profitierte jeder einzelne Akteur auf Seiten des Champions von 2011 vom starken Ball-Movement. Immer wieder wanderte der Spalding durch die eigenen Reihen, bis der offene Mitspieler gefunden wurde. Insgesamt gingen 27 von 40 Field Goals ein Assist voraus.
  • Eine wichtige Rolle auf beiden Seiten spielten die Reservisten. Die der Raptors kamen auf starke 42 Punkte, während bei den Mavs die Bank 26 Zähler beisteuerte. Besonders Patrick Patterson mit seinem Einsatz und Kampfeswillen sowie Lou Williams mit seinen Scoring-Fähigkeiten wussten bei den Gastgebern zu überzeugen.
  • Vor allem Williams (16 Punkte)war es, der Toronto in Schlagdistanz hielt - während die Stars der Kanadier enttäuschten. Lowry hatte schon sehr früh mit Foulproblemen zu kämpfen und fand deshalb erst sehr spät so richtig in seinen Rhythmus. Nie in der Partie drin war dagegen DeMar DeRozan, der in der ersten Hälfte keinen seiner 8 Versuche aus dem Feld im Korb unterbringen konnte und sich dann auch noch an der Leiste verletzte. Valanciunas sah ebenfalls in der Offense kein Land gegen Tyson Chandler.
  • Obwohl die Raptors nach ihrem starken Beginn immer einem Rückstand hinterherlaufen mussten, gaben die Kanadier zu keinem Zeitpunkt auf. Es wurde weiter gekämpft und gebissen, sodass sich Toronto immer wieder mit kleineren Runs gefährlich nahe bringen konnte - teilweise sogar bis auf 3 Punkte in der Schlussminute. Dallas fand allerdings immer die richtige Antwort, auch wenn es gegen Ende nochmal unnötig eng wurde.

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