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Philadelphia 76ers - Dallas Mavericks 103:110

Wenig schmeichelhafter Arbeitssieg

Von Philipp Jakob
Sonntag, 30.11.2014 | 04:26 Uhr
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Ohne Dirk Nowitzki, der von Head Coach Rick Carlisle eine Pause bekommt, blamieren sich die Dallas Mavericks (13-5) fast gegen die immer noch sieglosen Philadelphia 76ers (0-16). Nach einigen Führungswechseln im dritten Viertel erarbeiten sich die Mavs schließlich den 110:103-Erfolg (BOXSCORE). Die Sixers stellen damit einen traurigen Rekord auf.

Die Philadelphia 76ers sind nun mit 16 Niederlagen in Folge in die Saison gestartet - so schlecht war die Franchise aus der Stadt der brüderlichen Liebe noch nie. Immerhin konnten die Sixers die Texaner über weite Strecken der Partie ärgern und mussten sich schließlich nur knapp geschlagen geben. Überzeugend waren vor allem die Auftritte von Michael Carter-Williams und K.J. McDaniels.

Der Rookie zeigte eine ganz starke Leistung und stellte mit seinen 21 Punkten und 13 Rebounds neue Karrierebestwerte auf. Gleiches gilt für Michael Carter-Williams, der 16 Assists verteilte. Daneben kam der amtierende Rookie of the Year auch noch auf sein drittes Triple-Double in seiner NBA-Karriere (18 Punkte, 10 Rebounds, 16 Assists).

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Beide trübten ihre hervorragenden Leistungen allerdings durch eine Vielzahl an Turnover. MCW und McDaniels gaben jeweils 5 Mal den Spalding aus der Hand, insgesamt hatten die Sixers 24 Ballverluste auf dem Konto. So brachte sich das Team von Head Coach Brett Brown selbst um die verdiente Belohnung für einen guten Auftritt.

Die Mavericks auf der anderen Seite entgingen nur knapp einer Blamage. In Abwesenheit von Dirk Nowitzki waren die allenfalls soliden Leistungen von Monta Ellis (18 Punkte), Chandler Parsons (17 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists) und Devin Harris (15 Punkte) nicht genug, um das wahrscheinlich schlechteste Team der NBA zu besiegen.

So war Dallas stark auf Tyson Chandler angewiesen, der mit 20 Zählern (7/9 FG)und 13 Rebounds (7 davon am offensiven Brett) klar der beste Spieler auf Seiten der Gäste war. Von der bisher so starken Offense der Mavs war über weite Strecken der Partie eher wenig zu sehen, vor allen Dingen war es der Dreier, der nicht saß (8/30 von Downtown).

Die Reaktionen:

Tyson Chandler (Dallas Mavericks): "Das ist éin Team, gegen das man nicht verlieren darf. Nichts für ungut."

K.J. McDaniels (Philadelphia 76ers): Ich bin stolz auf mein Team, einfach wie wir gekämpft haben."

Brett Brown (Sixers-Coach): "Ich will nicht, dass die Jungs sich um irgendeine Bilanz Sorgen machen. Wir müssen uns einfach zusammenreißen und weitermachen. Ich habe eine Menge Respekt vor dem Team, denn ihr Wille ist noch nicht gebrochen."

Rick Carlisle (Mavs-Coach: "Wir wussten, dass wir gegen ein Team antreten müssen, das mit viel Feuer und Herz spielen wird und das taten sie auch. Das war bisher ein schwieriges Jahr für sie, aber ich respektiere ihren Coach und wie hart sie spielen."

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Vor dem Tipoff: Mavs-Coach Rick Carlisle gönnt Dirk Nowitzki eine Pause und schickt Devin Harris, Monta Ellis, Chandler Parsons, Al-Farouq Aminu und Tyson Chandler auf's Parkett. Auf Seiten der Sixers fehlt mit Tony Wroten (Knieverletzung) der beste Scorer des Teams (17,9 Punkte). Michael Carter-Williams, Hollis Thompson, Luc Richard Mbah a Moute, Nerlens Noel und Henry Sims sollen es richten.

4.: Schön anzuschauen ist das Ganze bisher noch nicht. Schon nach den ersten knapp vier Minuten haben beide Teams zusammen 6 Turnover im Boxscore stehen. Auch die Würfe wollen bisher nicht richtig fallen - 6:6.

9.: Charlie V hits the three! In Abwesenheit von Nowitzki gibt es ein bisschen mehr Spielzeit für Charlie Villanueva, der bereits seinen zweiten Dreier der Partie versenkt. Die Mavs können sich mit einem 7:0-Lauf ein wenig absetzen und übernehmen eine 25:17-Führung.

16.: Bei den Mavs klappen heute noch nicht einmal die Alley-Oops. Vor einigen Minuten setzte Chandler einen Alley-Oop-Dunk an den Ring, jetzt verliert Parsons in der Luft den Ball. Auf der anderen Seite stehen die Sixers schon bei 11 Ballverlusten - 35:30 für die Mavericks.

22.: Nach einem tollen Pass hämmert Tyson Chandler den Spalding durch die Reuse und wird dabei gefoult - And One! Darauf folgen zwei Dreier von Alexey Shved und Parsons - 52:43 für Dallas.

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28.: Was Parsons auf der einen Seite nicht gelingt, macht Hollis Thompson deutlich besser. Der Shooting Guard versenkt seinen Wurf von Downtown und bringt die Sixers damit auf 66:61 heran.

32.: Nach 4 Offensiv-Rebounds in Folge versenkt K.J. McDaniels endlich den Spalding im Korb. Anschließend bringt Shved die Sixers von Downtown bis auf 78:76 heran. Carlisle ist bedient - Auszeit Dallas.

39.: Nach mehreren Führungswechseln im dritten Viertel ziehen die Mavs jetzt wieder ein wenig davon. Devin Harris ist sowohl per Jumper als auch per Korbleger erfolgreich und sorgt für eine 96:86-Fühung.

42.: Wirklich absetzen kann sich Dallas allerdings nicht - unter anderem dank K.J. McDaniels, der das Spiel seines Lebens macht. Sein Dreier verringert den Abstand wieder auf 4 Punkte. Noch führen die Mavs mit 98:94.

46.: Parsons versenkt den wichtigen Jumper von Downtown. Auf der anderen Seite sind die Sixers seit über 4 Minuten ohne eigenes Field Goal - 105:96 für Dallas.

47.: Jetzt ist das Spiel entschieden. Monta Ellis versenkt einen langen Zweier zur 110:98-Führung und zerstört damit alle Hoffnungen der Sixers-Fans auf den ersten Saisonsieg.

Philadelphia 76ers vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Tyson Chandler. Es wird wohl nicht mehr allzu oft in dieser Saison vorkommen, dass der Center der Mavericks bester Schütze seines Teams ist. Mit seinen 20 Punkten war das aber gegen die Sixers der Fall, einerseits begünstigt durch den Ausfall von Dirk Nowitzki und andererseits von den eher mageren Leistungen von Monta Ellis und Chandler Parsons.

Chandler präsentierte sich dagegen höchst effektiv aus dem Feld (7/9 FG) und von der Freiwurflinie (6/7 FT) und bearbeitete mit 7 Offensiv-Rebounds (insgesamt 13) die Bretter. Dazu hatte der Center auch noch 3 Assists, 4 Steals sowie ein Plus/Minus-Wert von +29 vorzuweisen.

Der Flop des Spiels: Das Turnover-Festival der Sixers. Hätte Philadelphia nicht ganze 24 Mal den Spalding aus der Hand gegeben, dann wäre hier für die Sixers mit Sicherheit der erste Saisonsieg drin gewesen. Aber dank immer wiederkehrender, teils sehr einfacher Fehler hat sich Philadelphia diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Die je 5 Ballverluste von Michael Carter-Williams und K.J. McDaniels trüben die ansonsten starke Leistung der beiden ein wenig.

Das fiel auf:

  • Einen zerfahreneren Beginn in die Partie hätte man sich eigentlich gar nicht vorstellen können. Auf beiden Seiten lief nicht besonders viel zusammen, die Spielweise der Mavericks wirkte teilweise sogar extrem lethargisch. Irgendwie bezeichnend, dass Tyson Chandler Mitte des ersten Viertels einen Alley-Oop mehr oder weniger unbedrängt nur an den Ring setzte.
  • Dazu kam auch noch das Turnover-Festival der Sixers, das das Spiel recht unattraktiv machte. Schon nach den ersten 6 gespielten Minuten hatte Philadelphia 6 Ballverluste im Statistikbogen stehen. Zur Halbzeit waren es dann 13, am Ende der Partie 24. Aber auch Dallas hatte in der ersten Hälfte Probleme mit der Ballkontrolle und leistete sich 8 Turnover. Dieses Problem konnten die Mavs aber immerhin in den Griff bekommen (insgesamt 12 TO).
  • Die Minuten, die normalerweise Dirk Nowitzki auf dem Parkett steht, wurden konsequent unter den Reservisten aufgeteilt. So kamen Charlie Villanuva (9 Minuten), Richard Jefferson (26) oder auch J.J. Barea (23) auf mehr Spielzeit als üblich. Allen voran wusste Charlie V seine Chance zu nutzen, der den Sixers in der ersten Halbzeit 3 Dreier um die Ohren ballerte.
  • Gerade in Abwesenheit von Nowitzki erwartete man in jedem Moment, dass Monta Ellis das Spiel an sich reißt. Dieser Moment kam allerdings nie so richtig. Nach einem ganz schwachen Start in die Partie (nur 2 Punkte, 0/4 FG zur Halbzeit) drehte Ellis zwar im dritten Viertel kurzzeitig auf, für konstante Scoring-Gefahr konnte der 29-Jährige aber nicht sorgen.
  • Zwar stellen die Dallas Mavericks statistisch gesehen die beste Offense der NBA, von der Freiwurflinie hapert es von Zeit zu Zeit aber ein wenig. Die Freiwurfquote von 76,9 Prozent ist ligaweit nur Mittelmaß und auch gegen die Sixers ließen sie viele einfache Punkte von der Linie liegen. Immerhin fanden sie dank kontinuierlicher Attacken zum Korb recht häufig den Weg an die Linie, trafen allerdings nur 22 ihrer 30 Versuche (73,3 Prozent). Die Sixers präsentierten sich dagegen effektiver und verwandelten 80,6 Prozent von der Linie (25/31 FT).

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