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NBA

Mavs stolpern gegen Indiana

Von Philipp Jakob
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Die Dallas Mavericks (10-5) müssen gegen die Indiana Pacers (6-8) eine 111:100-Niederlage (BOXSCORE) hinnehmen und verlieren damit das zweite Spiel in Folge. Während Dirk Nowitzki einen soliden Abend erlebt, schießt Donald Sloan die Mavs aus der Halle.

Der 26-Jährige Point Guard der Pacers führte sein Team mit 29 Punkten und 5 Assists zum Sieg und überragte dabei mit hervorragenden Quoten. Starke 10 seiner 14 Feldwurfversuche fanden den Weg durch die Reuse, 3 davon kamen von Downtown.

Neben Sloan war es vor allem die starke Team-Leistung, die bei den Gästen sofort ins Auge sprang. Insgesamt kamen 7 Spieler auf eine zweistellige Punkteausbeute. Luis Scola erzielte 14 Zähler und schnappte sich 11 Rebounds und Chris Copeland sowie Damjan Rudez steuerten je 11 Punkte von der Bank bei.

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Auf Seiten der Mavericks war es dagegen vor allem die Bank, die enttäuschte - ganz abgesehen von Brandan Wright. Der Center legte die nächste starke Leistung auf's Parkett und verwandelte alle seiner 6 Würfe für 13 Punkte. Hinter ihm kam allerdings nicht mehr viel, sowohl Devin Harris als auch J.J. Barea enttäuschten.

So bleib viel der Offensiv-Last an Dirk Nowitzki und Monta Ellis hängen. Der Deutsche kam auf 22 Punkte (9/17 FG) sowie 11 Rebounds, sein Plus/Minus-Wert von -17 war aber nicht unbedingt optimal. Ellis hielt die Mavs nach einer eher schwachen ersten Hälfte (6 Punkte) im dritten Viertel dann allerdings lange im Spiel und erzielte insgesamt 24 Zähler.

Dank der schlechten Quote von der Freiwurflinie (57,1 Prozent), teils enttäuschender Defense und dem hervorragend aufgelegten Donald Sloan mussten die Mavs schlussendlich ihre fünfte Saisonpleite hinnehmen. In allen Niederlagen kam Dallas übrigens nie über 105 Punkte hinaus.

Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Mir fehlen die Worte. Eine furchtbare Niederlage. Erschreckend. Ekelhaft. Mehr fällt mir dazu nicht ein."

Donald Sloan (Indiana Pacers): "Ich habe niemals an mir gezweifelt! Weder als ich in der D-League, noch in China oder sonst wo gespielt habe. Mir wurde immer gesagt: 'Du wirst eine Möglichkeit bekommen, um zu zeigen, was in dir steckt.' Wenn diese Chance da ist, dann musst du einfach alles geben."

Tyson Chandler (Dallas Mavericks): "Man kann nicht jede Nacht versuchen, einfach mehr Punkte zu erzielen als der Gegner. Manchmal musst du dich auch auf deine Verteidigung verlassen können."

Frank Vogel (Pacers-Coach) über seine gesunden Spieler: "Sie bekommen gute Chancen. Sie haben viel Selbstvertrauen, haben viel an sich gearbeitet und jetzt nutzen sie einfach ihre Möglichkeiten. Sie wurden für ihre harte Arbeit belohnt."

Rick Carlisle (Mavericks-Coach): "Wenn du jedes Viertel verlierst, dann ist das eine Demontage. Das war eine körperliche Demontage."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Während bei den Mavericks wie gewohnt Jameer Nelson, Monta Ellis, Chandler Parsons, Dirk Nowitzki und Tyson Chandler starten, muss Pacers-Coach Frank Vogel bei all den Verletzungssorgen auch noch auf Roy Hibbert (verstauchter Knöchel) verzichten. Also stehen Donald Sloan, Rodney Stuckey, Solomon Hill, Luis Scola und Ian Mahinmi von Beginn an auf dem Parkett.

4.: Nachdem Sloan und Nelson sich gegenseitig die Dreier um die Ohren hauen, denkt sich Nowitzki: "Das kann ich auch". Der Deutsche bringt Dallas von Downtown mit 10:7 in Führung.

9.: Chris Copeland hat in dieser Saison bisher die meisten Versuche von Downtown auf dem Konto und scheint seine Führung weiter ausbauen zu wollen. Der 30-Jährige versenkt seinen zweiten Dreier und bringt die Pacers mit 21:19 in Front.

14.: Brandan Wright konnte in letzter Zeit vor allem in der Offensive auf sich aufmerksam machen, jetzt räumt er aber Luis Scola bei dessen Korbleger ab. Auf der anderen Seite scheitert Barea allerdings zwei Mal an der Freiwurflinie - 34:34.

21.: Monta Ellis zieht endlich mal aggressiv zum Korb und öffnet dafür Räume für Wright. Der wird mustergültig bedient und hämmert den Spalding per krachendem Dunk durch die Reuse - 46:43 für die Pacers.

26.: Guter Start für Ellis in die zweite Hälfte. In der Defensive holt er sich den Steal, nur um dann auf der anderen Seite den Jumper zu versenken. Chandler folgt mit dem nächsten Alley-Oop. Aber Indiana führt immer noch mit 59:57.

30.: Und wieder Ellis! Mit einem klasse Tear-Drop verkürzt der 29-Jährige auf 67:66. Allerdings trifft Indiana weiterhin so gut wie alles - die Mavs müssen aufpassen.

35.: Nach zwei unnötigen Turnover in Folge können die Pacers ihren Vorsprung weiter ausbauen. Sloan macht von der Freiwurflinie die 85:76-Führung für Indiana perfekt.

38.: Geht hier noch noch was für Dallas? Wright bringt den armen Scola auf's Poster und verkürzt den Abstand. Aber C.J. Miles antwortet direkt mit einem Dreier - 91:82 für die Pacers.

45.: Mit einem 7:0-Lauf kommen die Mavericks zwischenzeitlich bis auf 5 Punkte heran. Doch Donald Sloan krönt seinen tollen Abend und verwandelt seinen dritten Dreier. Jetzt sind es schon wieder 10 Punkte Unterschied - 103:93 Indiana.

47.: Ellis scheitert zwei Mal von Downtown. Damit hat Dallas die letzten 8 Würfe an den Ring gesetzt. Besser macht es Stuckey, der die Partie per Dreier entscheidet. Die Pacers führen 106:95.

Dallas Mavericks vs. Indiana Pacers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Donald Sloan. Der Point Guard der Pacers ist einer der wenigen, der sich innerlich zumindest ein wenig über die Verletzungen von George Hill und C.J. Watson freuen kann. Immerhin kommt der 26-Jährige so zu deutlich mehr Spielzeit, die Sloan in den bisherigen Spielen auch durchaus zu nutzen wusste. So auch gegen Dallas.

Von Beginn an lief es für Sloan nahezu perfekt - einfach jeder Wurf fand sein Ziel! Insgesamt erzielte der Guard 29 Punkte und traf 10 seiner 14 Würfe aus dem Feld. Dazu verteilte er auch noch 5 Vorlagen und führte die Pacers damit zum Sieg.

Der Flop des Spiels: Die Backup-Guards. Bis auf den gewohnt starken Brandan Wright konnte die Bank der Mavericks im Gegensatz zu den bisherigen Partien so gut wie keine Akzente setzen. Vor allem Devin Harris und J.J. Barea blieben über die gesamte Partie blass. Zusammengenommen trafen sie nur 3 ihrer 10 Würfe aus dem Feld und kamen so auf nur 6 magere Zähler und 7 Assists. Das ist definitiv zu wenig.

Das fiel auf:

  • Die Mavericks hatten in der Defensive arge Probleme. Besonders den quirligen und treffsicheren Donald Sloan konnte das Team von Rick Carlisle zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle bringen. Bereits zur Halbzeit hatte der 26-Jährige 16 Punkte auf seinem Konto, am Ende waren es 29 Zähler bei hervorragenden Quoten (10/14 FG). Vor allem Jameer Nelson sah im wahrsten Sinne des Wortes des Öfteren alt aus.
  • Auch ist es kein allzu gutes Zeichen, dass man dem vor der Partie drittschlechtesten Offensiv-Team (Offensive-Rating von 97,3) Wurfquoten von 48,1 Prozent aus dem Feld und 50 Prozent von der Dreierlinie (13/26 3FG) ermöglichte. Wobei man den Pacers auch attestieren muss, dass sie auch die schwierigen Würfe getroffen haben.
  • Dallas stellt aktuell die mit Abstand beste Offense der gesamten NBA. Vor allem dank der guten Mischung aus tollem Shooting und guter Zonenpräsenz. Gleich der erste Angriff stellte letzteres unter Beweis, als Tyson Chandler einen Alley-Oop durch die Reuse hämmerte. In der Folgezeit verließen sich Nowitzki und Co. allerdings viel zu sehr auf ihren Jumper, anstatt aggressiv die Zone zu attackieren. Besonders in Anbetracht der Abwesenheit von Hibbert eigentlich verwunderlich.
  • Immerhin: Im Laufe der Partie suchten die Mavs immer öfter den Weg in die gegnerische Zone. Besonders Ellis war recht aktiv unter den gegnerischen Körben, einerseits als Scorer (24 Punkte), andererseits fand er nach seinem Drive auch öfters den freien Mitspieler (6 Assists). Am Ende hatten die Mavs sich sogar einen Vorteil unter den Brettern erarbeitet und kamen auf 48 Points in the Paint (Indiana: 34).
  • Von bester Offense der Liga war an der Freiwurflinie bei den Mavericks allerdings so gut wie gar nichts zu sehen. Nur 12 der 21 Versuche von der Linie (57,1 Prozent) fanden den Weg durch die Reuse - da wurden einige wichtige und theoretisch einfache Punkte liegen gelassen. Die Pacers kamen dagegen öfters an die Linie und waren auch effektiver (24/36 FT), hätten mit ein wenig mehr Treffsicherheit die Partie aber auch schon früher in trockene Tücher bringen können.

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