Dienstag, 07.10.2014

Preseason, 3. Spieltag

Gute Comebacks für Kobe und Rose

Kobe Bryant kehrt nach zwei schweren Verletzung gegen die Denver Nuggets zurück und führt die Lakers direkt zum Sieg. Derrick Rose glänzt in seinem ersten Spiel für die Chicago Bulls seit November 2013 durch starke Quoten, kann die Niederlage gegen die Washington Wizards aber nicht verhindern. Bei Dennis Schröder wechseln sich Licht und Schatten ab. Die Boston Celtics besiegen Philadelphia.

Kobe Bryant (r.) fiel beinahe die komplette vergangene Saison aus
© getty
Kobe Bryant (r.) fiel beinahe die komplette vergangene Saison aus

Boston Celtics - Philadelphia 76ers 98:78 (BOXSCORE)

Punkte: Evan Turner, Brandon Bass (je 15) - Tony Wroten (19)

Rebounds: Jared Sullinger (13) - Henry Sims (10)

Assists: Marcus Smart, Evan Turner (6) - Tony Wroten (5)

Zu Beginn des vierten Viertels deutete noch wenig auf einen deutlichen Sieg eines der beiden Teams hin. Mit 5 Punkten führten die Celtics, ehe sie das Spiel binnen der ersten siebeneinhalb Minuten des Schlussabschnitts entschieden. Ein 21:5-Run war einfach zu viel für die Sixers. Speziell Kelly Olynyk war während dieser Phase nur schwer unter Kontrolle zu bekommen und läutete die finalen zwölf Minuten mit fünf Punkten in Serie ein.

Selbstverständlich war Bostons Run allerdings nicht. Schließlich wollte der Wurf der Celtics absolut nicht fallen (34,1 Prozent FG, 33,3 Prozent 3FG). Zudem fehlte den Kelten neben Rajon Rondo, der sich kürzlich einen Handbruch zuzog, auch noch Jeff Green. Der Forward hatte sich an der Wade verletzt, soll allerdings bald wieder einsatzfähig sein.

In Abwesenheit der beiden Besten schulterte Neuzugang Evan Turner das Team und war am Ende gemeinsam mit Brandon Bass Bostons Topscorer. Wesentlich weniger glücklich verlief dagegen das Debüt von Marcus Smart. Dass der Rookie Probleme mit seinem Wurf bekommen könnte, war erwartet worden, nicht aber, dass er seine 8 Würfe allesamt danebensetzen würde.

Phillies Nerlens Noel, der die vergangene Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, haderte bei seinem ersten Profispiel ebenfalls mit seinem Abschluss (2/9 FG) und musste die Partie knapp viereinhalb Minuten vor dem Ende nach seinem sechsten Foul beenden. Topscorer der Sixers, die auf den amtierenden Rookie of the Year Michael Carter-Williams (Reha nach Schulter-OP) verzichten mussten, war Tony Wroten mit 19 Zählern.

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Atlanta Hawks - New Orleans Pelicans 93:87 (BOXSCORE)

Punkte: John Jenkins (13) - Ryan Anderson (14)

Rebounds: Mike Muscala (10) - Ömer Asik (12)

Assists: Dennis Schröder, Paul Millsap (4) - Austin Rivers, Jrue Holiday, Eric Gordon (4)

Beinahe hätten die Hawks New Orleans das große Comeback gestattet. Die Pelicans waren mit 15 Punkten Rückstand ins Schlussviertel gegangen, lagen plötzlich jedoch nur noch 83:86 zurück, ehe John Jenkins das Momentum wieder in Richtung Atlanta kippte. Der Topscorer der Hawks stieg von draußen hoch, traf den Dreier und verschaffte Atlanta so den entscheidenden Vorteil.

Unterstützung erhielt Jenkins von Mike Scott und Jeff Teague die jeweils 11 Zähler auflegten. Dennis Schröder stand insgesamt 25 Minuten auf dem Parkett. 25 Minuten, in denen sich Licht und Schatten fleißig abwechselten. Schröder verteilte 4 Assists, leistete sich jedoch gleichzeitig 6 Turnover. Schröder zog fleißig zum Korb, traf 5 seiner 7 Freiwürfe, setzte gleichzeitig jedoch auch 5 seiner 7 Würfe aus dem Feld daneben (9 Punkte).

Ryan Anderson traf in seinem zweiten Spiel nach seiner langwierigen Verletzung aus der vergangenen Saison dagegen deutlich sicherer aus dem Feld (5/9 FG, 4/8 3FG) und war am Ende Topscorer der Partie. Jrue Holiday kam auf 13 Zähler, Anthony Davis auf 12 (5/12 FG, 6 Rebounds).

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Chicago Bulls - Washington Wizards 81:85 (BOXSCORE)

Punkte: Nikola Mirotic (17) - Glen Rice Jr. (18)

Rebounds: Pau Gasol (8) - DeJuan Blair, Marcin Gortat (10)

Assists: Kirk Hinrich (6) - John Wall, Glen Rice Jr. (3)

Bahnt sich da etwa eine neue Rivalität im Osten an? Nach dem Duell in der ersten Playoff-Runde trafen die Bulls und Wizards zum Preseason-Auftakt erneut aufeinander. An ein Vorbereitungsspiel erinnerte das Ganze allerdings kaum. So war Paul Pierce nicht allzu scharf darauf, Jimmy Butler die einfachen Fastbreak-Punkte zu gewähren. Also fuhr "The Truth" den Arm aus und erwischte Chicagos Swingman am Hals.

Worte wurden ausgetauscht, Joakim Noah kam hinzu, man schubste sich, Pierce tippte Noah auf die Stirn, bis die beiden schließlich getrennt wurden. Angesichts derlei Aufregungen rückte ein wenig in den Hintergrund, dass Derrick Rose' nächstes Comeback für die Bulls durchaus vielversprechend verlief. Zwar stand der MVP von 2011 lediglich in der ersten Halbzeit auf dem Court, legte in 14 Minuten jedoch 11 Punkte auf. Rose traf 4 seiner ersten 5 Würfe und hatte bereits nach fünf Minuten 9 Punkte gesammelt.

Ebenfalls wohlwollend werden die Bulls Nikola Mirotic' ersten Auftritt im United Center zur Kenntnis genommen haben. Der Rookie überzeugte mit starken Quoten (5/9 FG), strahlte die erhoffte Gefahr von jenseits der Dreierlinie aus (3/5 3FG) und war am Ende mit 17 Zählern Chicagos Topscorer. Gereicht hat es am Ende dennoch nicht. Auch weil Marcin Gortat ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds) gelang und Glen Rice Jr. seine starken Scoring-Leistungen aus der Summer League auch im ersten Preseason-Spiel wiederholte (6/8 FG, 18 Punkte).

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Los Angeles Lakers - Denver Nuggets 98:95 (BOXSCORE)

Punkte: Jordan Clarkson (14) - Ty Lawson (14)

Rebounds: Jordan Hill (11) - Wilson Chandler, Jusuf Nurkic (9)

Assists: Jeremy Lin (10) - Ty Lawson (6)

He's back! Erstmals seit Dezember 2013 stand Mr. Kobe Bryant wieder auf dem Parkett. Der Auftakt verlief allerdings weniger Mamba-like. Nicht nur, dass Bryant 2 seiner ersten 3 Würfe vergab, sein Premieren-Jumper streifte gerade so das Netz. Doch Kobe wäre nicht Kobe, ließe er sich von derlei Startschwierigkeiten aus der Ruhe bringen. Gerade der Turnaround-Jumper sah im weiteren Verlauf des Spiels wieder richtig gut aus, sodass Bryant in 20 Minuten schlussendlich auf 11 Punkte und 5 Assists kam.

Ebenfalls glücklich dürfte Coach Byron Scott über die Tatsache sein, dass auch Steve Nash einige Zeit auf dem Parkett verbrachte (20 Minuten) und dabei offenbar nicht den Hauch eines Zwickens oder Ziehens verspürte. Rookie Julius Randle lieferte mit 10 Punkten (5/9 FG) und 8 Rebounds ein durchaus gelungenes Debüt, Jordan Hill ein Double-Double (10 Punkte, 11 Rebounds).

Nuggets-Coach Brian Shaw verzichtete auf sein Rekonvaleszenten-Quartett um Danilo Gallinari, J.J. Hickson, JaVale McGee und Nate Robinson, konnte sich aber wie so häufig auf Ty Lawson verlassen. Kenneth Faried haderte in seinem ersten Auftritt seit dem WM-Titel mit seinem Wurf (0/4 FG) und spielte auch unter den Brettern nicht die gewohnte Rolle (1 Rebound).

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