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Der Wahnsinn geht weiter

Von Philipp Jakob/Max Marbeiter
Montag, 05.05.2014 | 17:38 Uhr
Kevin Durant (l.) und Russell Westbrook kämpfen um den Einzug in die Conference Finals
© getty
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Die erste Runde der wahrscheinlich besten Playoffs aller Zeiten liegt hinter uns, doch es bleibt keine Zeit für eine Verschnaufpause. Die Conference Semifinals stehen an und versprechen genauso viel Spannung wie die ersten Spiele. Doch welche Teams werden den Sprung in die nächste Runde schaffen?

Indiana Pacers (1) - Washington Wizards (5)

Saisonbilanz: 2-1 Pacers

Ausgangsposition: Normalerweise bringt ein Number-1-Seed seine Erstrundenserie relativ schnell zu Ende. Vier, fünf, ganz vielleicht sechs Spiele - und das Conference-Halbfinale ist gebucht. Trifft die Nummer eins dort auf die Nummer fünf, hat letztere im Normalfall bereits mehr Spiele hinter sich gebracht. Nun geht in diesen Playoffs aber relativ wenig seinen gewohnten Gang, und so konnten die Wizards ganz entspannt zusehen, wie sich die Pacers in Runde zwei mühten.

Indiana konservierte seine überschaubare Form aus den letzten Wochen der Regular Season. Roy Hibbert trieb seine Mutation zum Non-Faktor abgesehen von Spiel 7 weiter munter voran. Die Probleme blieben. Beinahe hätten die von Verletzungen gebeutelten Hawks die Saison des einstigen Titelfavoriten so bereits in Runde eins beendet. Doch ausgerechnet das entscheidende Spiel macht Mut im Hoosier-State. Paul George ging voran, die Pacers funktionierten als Team, sogar Hibbert lieferte ab (13 Punkte, 7 Rebounds). So sehr nach Normalform roch es rund um das Bankers Life Fieldhouse lange nicht.

Zu spät kommt die Leistungssteigerung allerdings keinesfalls, sind die Wizards doch vielleicht die Überraschung der bisherigen Playoffs. Qualität besitzt Washington, klar, dass man Chicago aber derart dominieren würde, hatten wohl die wenigsten erwartet. Washington verteidigte, Washington scorte - und Washington nutzte seine Matchup-Vorteile.

Wann immer ein anderer Bulle als Taj Gibson so etwas wie einen Scoring-Run entwickelte, nahmen ihn die Wizards entweder noch im selben, spätestens aber im nächsten Spiel an die ganz kurze Leine. Chicagos ohnehin eher Richtung Non-Existenz tendierende Offense fand so überhaupt keinen Rhythmus. Vorne ließ die Kombination aus John Walls Playmaking, Bradley Beals Shooting und der Masse der Herren Marcin Gortat und Nene selbst eine der besten Defenses der Liga häufig schlecht aussehen.

Andererseits kommt Hibbert ein Matchup gegen die kräftigen Big Men der Wizards deutlich eher entgegen als jenes gegen Atlantas Armada aus großgewachsenen Dreierschützen. Ob die Steigerung aus Spiel 7 Selbstvertrauen verleiht und er wieder an bessere Tage anknüpfen kann oder ob Nene und Gortat mit Hibbert ähnlich unsanft umspringen wie mit Joakim Noah, immerhin Defensive Player of the Year, muss sich allerdings zeigen.

Das Schlüsselduell: Paul George vs. Trevor Ariza. Die große Aufmerksamkeit wurde Wall, Nene und Beal zuteil, doch auch Ariza war für die Wizards in Runde eins von unschätzbarem Wert. Einerseits als unglaublich guter Schütze (49,1 FG, 46,4 3FG) und damit effektiver Floorspacer, andererseits als starker Verteidiger, der speziell D.J. Augustin nach dessen Scoring Run aus Spiel zwei beinahe komplett aus der Serie nahm.

Zu vergleichen ist George mit dem Bulls-Playmaker zwar nicht, eine einfache Serie wird es für PG dennoch nicht. Arizas Athletik und lange Arme dürften Indianas Go-to-Guy in der Offense vor deutlich größere Probleme stellen als DeMarre Carroll. Findet George seinen Rhythmus nicht, leidet Indianas Angriff deutlich - womit man, wenn auch nicht im selben Ausmaß, wieder bei den Bulls wäre.

Der X-Faktor: Bradley Beal ist 20 Jahre alt, hat bis vor zwei Wochen noch nicht ein Playoffspiel absolviert - und interessiert sich für derartige Fakten herzlich wenig. Der Shooter trat gegen Chicago mit der Selbstverständlichkeit eines Veteranen auf. Seine Quoten verbesserte Beal im Vergleich zur Regular Season deutlich (41,9 Prozent vs. 44 Prozent FG, 40,2 Prozent vs. 45,5 Prozent 3FG) und war so nicht unerheblicher Teil von Washingtons zweiköpfigem Monster aus Outside-Shooting und Inside-Scoring.

Prognose: Trotz der Steigerung in Spiel 7 wirken die Pacers weiter nicht wie das Team, das zu Saisonbeginn noch monatelang die Liga dominierte. Washington hat dagegen bewiesen, dass teils mangelnde Erfahrung nicht zwingend ein Nachteil sein muss. Zudem wissen die Wizards mit stark verteidigenden, physischen Teams umzugehen, die in der Offense gerne ihre Probleme haben. Außerdem gewannen sie in Runde eins jedes einzelne ihrer Auswärtsspiele. Es wird eng. Wizards in 7.

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