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Die letzte Hürde vor den Finals

Von Philipp Jakob
Sonntag, 18.05.2014 | 15:37 Uhr
Tony Parker hat sich nach seiner Oberschenkelverletzung für Spiel fit gemeldet
© getty
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Nur noch vier Teams sind im Kampf um die NBA-Krone noch im Rennen: Indiana, Titelverteidiger Miami, San Antonio und Oklahoma City. Den Auftakt zu den Conference Finals haben am Sonntag die Heat und die Pacers (Analyse) gemacht.Mindestens genauso viel Spannung verspricht die Serie zwischen den San Antonio Spurs und den Oklahoma City Thunder. Doch wer kann sich am Ende durchsetzen?

San Antonio Spurs (1) - Oklahoma City Thunder (2)

Saisonbilanz: 4:0 Thunder

Ausgangslage: Genau wie im Osten konnten sich auch in der so spannenden und ausgeglichenen Western Conference die beiden besten Teams der Regular Season durchsetzen. Genau wie im Osten hatte ein Team dabei deutlich mehr Probleme als das andere: Oklahoma City.

Nach zwei kräftezehrenden Playoff-Schlachten gegen Memphis (7 Spiele) und die Clippers (6 Spiele) stehen die Thunder nun einem Gegner gegenüber, der - nach dem zugegeben harten Kampf gegen Dallas - in der zweiten Runde gegen die Trail Blazers locker und leicht weiterkam.

Allerdings nicht ohne sorgenvollen Mienen. In Spiel fünf zog sich Point Guard Tony Parker eine Oberschenkelverletzung zu und es bleibt die Frage: Wie fit ist der Franzose? Immerhin sieht es so aus, als ob Parker zum Auftakt der Serie dabei ist - und das wäre aus Sicht der Spurs auch dringend notwendig.

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Der Franzose nimmt mit seinem Scoring und seinen Spielmacher-Qualitäten eine unglaublich wichtige Rolle ein. Besonders in Sachen Spielkontrolle ist die Erfahrenheit und Klasse des 32-Jährigen gefragt. Denn um nicht komplett von den Thunder überrannt zu werden, müssen die Texaner die Pace des Spiels so niedrig wie möglich halten. Das wird die Hauptaufgabe von Parker sein, denn am defensiven Ende des Courts wird er es gegen Russell Westbrook schwer haben.

Ganz unabhängig vom Gegenspieler genießt Parker nicht unbedingt den Ruf, ein sehr guter Verteidiger zu sein. Und jetzt muss er sich auch noch die meiste Zeit mit Westbrook und Reggie Jackson herumschlagen, gegen die er in Sachen Athletik kein Land sehen wird.

Hier ist also das Team-Konzept von Head Coach Gregg Popovich gefragt, der für seine exzellenten Coaching-Moves und seine Flexibilität bekannt ist - ganz im Gegensatz zu seinem Gegenüber Scott Brooks. Besonders in der Crunch-Time wirkte die Offense von OKC oft viel zu eindimensional, zu berechenbar, zu abhängig von Westbrook oder Kevin Durant. Für einen Coach wie Pop sollte es also möglich sein, eine brauchbare Defensiv-Strategie zu finden.

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Als extrem schmerzhaft könnte sich für OKC dabei die Wadenverletzung von Serge Ibaka herausstellen, der aller Voraussicht nach die restlichen Playoffs verpassen wird. Denn einerseits strahlt der Spanier aus der Mitteldistanz und unter dem Korb eine Menge Scoring-Gefahr aus, und andererseits landete er nicht umsonst auf dem vierten Rang beim Voting zum Defensive-Player-of-the-Year.

Ohne Ibaka bleibt den Thunder also nur noch eine Big-Men-Rotation bestehend aus Kendrick Perkins, Steven Adams und Nick Collison, die zwar alle ihre Qualitäten haben, aber eben auch deutliche Mängel in ihrem Spiel aufweisen. Vor allem gegen Tim Duncan, aber auch gegen Tiago Splitter oder Boris Diaw, steht die OKC-Defense vor einer ganz schwierigen Aufgabe.

Das Schlüsselduell: Kevin Durant vs. Kawhi Leonard. Für Leonard steht wohl die schwierigste Aufgabe überhaupt an. Über weite Strecken der Serie wird Popovich den 22-Jährigen auf den MVP der regulären Saison ansetzen, in der Hoffnung, dass Leonard KD wenigstens ein bisschen einschränken kann. Denn stoppen lässt sich Durant mit Sicherheit von nichts und niemandem.

Abgesehen von der Defense muss Leonard den Small Forward der Thunder auch in der Offense beackern, um Durant an beiden Enden des Courts hart arbeiten zu lassen, sodass dieser sich keine Ruhepausen gönnen kann. Dass auch diese Aufgabe relativ schwierig werden wird, steht allerdings außer Frage: Leonard ist ein Scorer der sporadischen Sorte.

In den vier Aufeinandertreffen in der Regular Season ließ Durant darüber hinaus viele seiner Gegenspieler überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und zwang sie zu einer miserablen Wurfquote von 27 Prozent (6/22 FG) und nur zu zusammengerechnet 14 Punkten in insgesamt 40 Minuten - egal, ob es gegen Leonard, Danny Green, Manu Ginobili oder Marco Belinelli ging.

Der X-Faktor: Reggie Jackson. Wie bereits erwähnt müssen die Thunder unbedingt ihren Vorteil in Sachen Athletik gegen die alten Herren aus Texas ausnutzen. Jackson könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, denn nach dem Ausfall von Ibaka ist ein Small-Ball-Lineup mit Jackson und Westbrook gemeinsam auf dem Feld durchaus denkbar. Dieser Backcourt strahlt eine unglaubliche Gefahr für die Spurs aus.

Die Qualitäten eines Reggie Jackson mussten Popovich und Co. bereits in der regulären Saison kennenlernen, als der 24-Jährige 21,3 Punkte pro Partie auflegte und damit für die so wichtige Bench-Production auf Seiten von OKC sorgte. Die Reservisten werden auch in dieser Serie mal wieder eine wichtige Rolle spielen, wobei hier der Vorteil klar bei San Antonio liegt - außer Jackson dreht wieder auf.

Prognose: In gewisser Weise ist es ein Duell der Generationen. Die jungen Wilden um Durant und Westbrook wollen die altgedienten Herren aus San Antonio endlich und für alle Zeiten vom Thron im Westen stoßen. Allerdings haben die Spurs noch einiges dagegen einzuwenden. Zwar wird es schwierig, Durant und Westbrook zu verteidigen, aber Popovich sollte den Rest der Thunder mehr oder weniger kontrollieren können. Besonders der Ausfall von Ibaka wiegt schwer und könnte letztlich der entscheidende Faktor sein. Spurs in 7.

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