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Eine doppelte Schelle

Dienstag, 27.05.2014 | 15:39 Uhr
LeBron erzählte gegen Indiana 32 Punkte, 10 Rebounds und 5 Assists
© getty
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Von LeBron James böse abgestraft, von den Teamkollegen harsch kritisiert: Lance Stephenson hatte nach der Niederlage in Spiel 4 nichts zu lachen. Doch seine Aussagen waren nicht der einzige Grund für die Pleite der Indiana Pacers gegen Miami.

Da saß Lance Stephenson nun nach dem Spiel wie ein Häufchen Elend in der Kabine der Pacers. Mit gesenktem Kopf und leiser Stimme beantwortete Born ready die Fragen der Journalisten und die kannten verständlicherweise nur ein Thema.

Stephenson hatte LeBron James' Trash Talk in Spiel 3 als "Zeichen von Schwäche" bezeichnet, James nahm es als Extra-Motivation und legte eine Gala hin. Der Swing Man der Pacers spielte dagegen das schwächste Spiel in dieser Serie. Stephenson blieb aufgrund von Foul-Problemen in der ersten Halbzeit ohne Punkt und hatte am Ende lediglich 9 Zähler auf dem Konto.

Kollegen kritisieren Stephenson

Zu allem Überfluss gab es hinterher noch richtig Schelte von den Kollegen. "Ihr wisst, Lance ist noch jung und in der Lernphase. Manchmal muss man einfach aufpassen, was man sagt. Es ist eine große Bühne hier. Alles, was du sagst, hat große Bedeutung. Wir müssen da einfach cleverer sein und unsere Meinung auch mal zurückhalten", diktierte Paul George in die Notizblöcke.

"Wenn du solche Sachen raushaust, muss du es dann auch auf dem Platz zeigen. Ich bin mir sicher, dass viele Leute nur eingeschaltet haben, um zu sehen, wie Lance sich nach den Aussagen schlägt", sagte George weiter.

Lance lieferte nicht ab und der Haussegen hängt mal wieder schief bei den Pacers. Bereits Ende der Saison soll es interne Querelen gegeben haben. In der entscheidenden Saisonphase ist dies natürlich Gift, zumal Stephenson wenig Einsicht zeigt.

Keine Einsicht

"Ich bedauere nichts, ich habe versucht, Basketball zu spielen und in seinen Kopf zu kommen. Er hat die Sache in die Hand genommen und den Sieg geholt. Ich kann mit der Kritik umgehen und einstecken", sagte Stephenson.

Und LeBron? Den amüsierte die Diskussion ziemlich. "Ich habe darüber nur gegrinst. Ich brauche keine Motivation. Die Motivation, wieder in die Finals einzuziehen, reicht mir vollkommen", sagte James. Ähnlich sieht es auch Pacers-Forward David West. "Sie sind die amtierenden Champions. Ich weiß nicht, ob sie wirklich Extra-Motivation brauchen." Einen Rüffel für Stephenson konnte er sich aber auch nicht verkneifen.

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Ohnehin legten die Pacers eine verquere Wahrnehmung der Dinge an den Tag. Nach einem Blick aufs Stats Sheet war George doch der Meinung, dass sie den Heat überlegen waren. Die Tatsache, dass Miami doppelt so häufig an der Freiwurflinie stand und 19 Treffer mehr von dort erzielte, schob er allein auf die Leistung der Referees. Die NBA bedachte ihn für die deutliche Kritik im Nachhinein mit einer Geldstrafe.

"Wir hatten nur fünf Turnover, sieben Steals und 20 Punkte aus ihren Ballverlusten. Das hat alles nichts mit Freiwürfen zu tun", erwiderte James. Die Ballverluste waren in der Tat richtig teuer. Dabei hatte Coach Frank Vogel vor der Partie noch gepredigt, wie wichtig es ist, auf den Ball aufzupassen. Allein fünf Turnover im ersten Viertel zeigen, dass seine Spieler wohl nicht richtig zugehört hatten.

Bosh ist auf einmal da

Dass zudem nicht nur Stephenson eine Off-Night hatte, sondern auch wieder einmal Roy Hibbert, wurde von George verschwiegen. Hibbert blieb zum vierten Mal in den diesjährigen Playoffs ohne Punkt und hatte große Mühe mit Chris Bosh.

Die traditionellen Probleme, die der Heat-Center normalerweise gegen Indiana hat, waren wie von Zauberhand verschwunden. Bosh fand früh seinen Rhythmus und lockte mit seinen Distanzwürfen Hibbert immer wieder aus der Zone. Nie seit seiner Ankunft in Miami erzielte der Ex-Raptor mehr Punkte (25) gegen Indiana als in Spiel 4. Bosh machte den Unterschied.

So wirkte sich das Fehlen von Chris Andersen nicht weiter aus, obwohl Ersatz Rashard Lewis keinen guten Abend erwischte. Die Pacers haben mit dem Team, das Miami im Vorjahr zu sieben Spielen zwang, aktuell wenig gemein. Die gesamten Playoffs verlaufen wie eine einzige Achterbahnfahrt. Die Konstanz aus dem Saisonstart sucht man vergebens, die Gründe für die Probleme sind nicht bekannt.

Und so steht Indiana vor dem "Todesstoß" im heimischen Bankers Life Fieldhouse. LeBron ist zumindest bereit, die Serie zu beenden. "Wir wollen nicht für Spiel 6 zurückkommen. Natürlich lieben wir unsere Fans. Wir lieben es, in Miami zu sein, aber wir wollen versuchen, es zu beenden." Große Zweifel daran, dass es so kommen wird, haben die Wenigsten.

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