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Spurs-Dominanz geht weiter

Von Jan-Hendrik Böhmer
Sonntag, 11.05.2014 | 07:29 Uhr
Die Spurs benötigen nur noch einen Sieg zum Weiterkommen
© getty
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Die San Antonio Spurs bleiben in den Playoffs auf Erfolgskurs. Im dritten Spiel gegen die Portland Trail Blazers setzte sich das Team von Coach Gregg Popovich mit 118:103 (Boxscore) durch. Den Spurs fehlt jetzt nur noch ein Sieg zum Weiterkommen.

Tony Parker (29 Punkte, 2 Rebounds, 6 Assists) leitete den Erfolg seines Teams mit einer extrem starken Vorstellung in der ersten Halbzeit ein und war am Ende zudem der beste Scorer der Partie. Kawhi Leonard machte ebenfalls ein starkes Spiel und konnte sich über ein Double-Double (16 Punkte, 10 Rebounds) freuen.

Tim Duncan (19 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) lieferte ebenfalls eine gute Partie ab. Von der gewohnt starken Bank der Spurs trugen Manu Ginobili (14 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists), Patty Mills (10 Punkte) und Boris Diaw (9 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists) entscheidende Punkte bei.

Beeindruckende Statistik am Rande: In allen drei Spielen der Serie zusammengenommen haben die Spurs weniger als eine Minute in Rückstand gelegen. So sieht Dominanz aus.

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Bei den Trail Blazers hatten es Damian Lillard (21 Punkte, 9 Assists) und LaMarcus Aldridge (21 Punkte, 12 Rebounds) trotz zweistelliger Punkte enorm schwer. Lillard traf keinen seiner 6 Versuche von Downtown (7/21 aus dem Feld).

Alle Starter für Portland punkteten zweistellig. Nicolas Batum (20 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists) und Wesley Matthews (22 Punkte) ragten heraus.

Die Reaktionen:

Tony Parker (Spurs): "Wir haben heute wirklich gut gespielt. Wir wussten, dass es auswärts nicht einfach wird. Portland wird von den Fans gut unterstützt und hat deshalb immer wieder angegriffen. Wir wussten, dass wir in der Defense gut stehen müssten - und das haben wir geschafft. Wir waren extrem motiviert und wollen jetzt den Sweep. Nachdem wir gegen die Mavericks 7 Spiele gebraucht haben, könnten wir eine Pause jetzt gut gebrauchen."

Gregg Popovich (Coach Spurs): "Tony war heute unser Motor. Er ist sehr gut ins Spiel gekommen, selbst schnell gepunktet und dann auch noch seine Mitspieler gut in Szene gesetzt. Insgesamt war unsere Offensive heute erneut sehr gut. Doch nicht nur das. Dazu haben wir den Ball sehr gut abgeschirmt. Wir haben uns in der kompletten ersten Halbzeit nur einen Turnover geleistet. Das war gut. Allerdings kann man alles weiter verbessern - und das werden wir tun"

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Keine Überraschungen auf beiden Seiten. Bei den Spurs stehen wie gewohnt Tim Duncan, Kawhi Leonard, Tiago Splitter, Tony Parker und Danny Green in der Starting Five. Die Trail Blazers starten wie bereits in Spiel 2 mit LaMarcus Aldridge, Nicolas Batum, Robin Lopez, Damian Lillard und Wesley Matthews.

3.: Was für ein Auftakt von Tony Parker! Er beginnt mit einem Assist für Duncan - und macht dann die nächsten 8 Punkte für die Spurs höchst selbst. Die Offense der Spurs läuft einfach weiterhin auf Hochtouren. 10:3 für die Spurs.

6.: Hoppla! Jetzt spielen hier plötzlich nur noch die Blazers. Dank Aldridge und Lillard führt Portland plötzlich. Parker muss foulen, um Lillard zu bremsen. Auf der anderen Seite vergeben er und Duncan Würfe. Blazers mit einem Punkt vorne.

14.: Die Spurs lassen aktuell die zweite Garde ran. Und die Reservisten legen gleich mal richtig los. Belinelli und Mills mit zwei Dreiern hintereinander, Diaw schiebt einen Layup hinterher. Timeout Blazers. 36:20-Führung für San Antonio.

20.: Leonard setzt sich in der Paint sehenswert durch und erhöht auf 48:29 für die Spurs. Auf der anderen Seite fallen die Würfe hingegen überhaupt nicht mehr. Die letzten vier Versuche für Portland gingen allesamt daneben. Besonders bei Lillard (2/7 aus dem Feld, 0/2 von Downtown) will es aktuell einfach nicht klappen.

Der LEAGUE PASS: Schaue alle Spiele der Playoffs!

26.: Tony Parker macht genau da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Erst lässt er Lopez ganz alt aussehen und zieht an ihm vorbei zum Korb, dann versenkt er den Jumper aus der Halbdistanz. Auf der anderen Seite punkten jetzt aber auch die Trail Blazers besser. 7:0-Run und noch 12 Punkte Rückstand für Portland. Timeout Spurs.

31.: Hoppla! Portland mit einigen guten Stops und dann den schnellen Punkten in der Transition. Dank Matthews ist der Vorsprung der Spurs auf 8 Punkte zusammengeschmolzen. Geht hier doch noch einmal was für die Blazers? 68:60 Spurs.

36.: Wildes Ende des dritten Viertels: Beide Teams treffen einfache Würfe nicht, unter den Körben gibt es gleich mehrfach Gerangel. Belinelli am Ende mit einem Airball von Downtown für die Spurs - doch Diaw reagiert blitzschnell und vollendet mit dem Layup. Ganz wichtiger Korb für San Antonio und wieder 14 Punkte Vorsprung.

42.: Die Spurs ziehen das Tempo wieder ein wenig an - und schon wächst der Vorsprung. Duncan mit einigen starken Aktionen in der Paint und 7 Punkten hintereinander, dazu Parker und Leonard. 102:81 für die Spurs.

47.: Immer wieder kommt Portland ein wenig heran - kann den Spurs aber nie wirklich gefährlich werden. Trotz starker Unterstützung der Fans in der Halle und einer besseren Leistung in der zweiten Halbzeit reicht es nicht für die Blazers.

Portland Trail Blazers vs. San Antonio Spurs: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Tony Parker. Der Spurs-Guard konnte besonders zu Beginn machen, was er wollte. Ausgedehnte Dribblings durch die Paint, anschließend raus an die Baseline - Dreier. Dazu ganz starke Vorlagen für seine Teamkollegen und geschickte Steuerung des Spiels. Kurz: der Franzose war von den Trail Blazers lange Zeit nicht zu verteidigen. Matthews hatte immer wieder deutliche Probleme, Batum wurde später auf ihn angesetzt und machte seine Sache dann etwas besser. Dennoch war Parker der Hauptgrund für den Erfolg der Spurs.

Der Flop des Spiels: Die Bank der Trailblazers. Zwei Punkte - im kompletten Spiel. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Natürlich setzt ein Team, das in den Playoffs ums Überleben kämpft und dann in eigener Halle auch noch so schnell so hoch zurück liegt, vor allem auf seine Starter. Doch das hängt auch damit zusammen, dass von den Reservisten im Falle eines Falles derzeit wenig bis gar nichts kommt Thomas Robinson (0/3 in 9 Minuten) und Will Barton (0/2, 2 Turnover in 9 Minuten) konnten nicht überzeugen. C.J. McCollum war mit 4 Punkten in der Garbage Time bester Werfer.

Das fiel auf:

  • Was soll man zu San Antonio noch sagen: Die Offensiv-Maschine der Spurs läuft einfach weiterhin auf Hochtouren, nur kurzzeitig konnten die Trail Blazers etwas dagegen ausrichten. Bereits nach dem ersten Viertel war die Partie eigentlich gelaufen, zum dritten Mal in dieser Serie erzielten die Spurs mindestens 60 Punkte in der ersten Halbzeit. Parker spielte überragend, Duncan mehr als solide und Leonard war effektiv. Lediglich im dritten Viertel wurde es etwas enger.
  • Auch die Defense der Spurs spielte über weite Strecken stark, hatte Lillard und Aldridge meistens im Griff. Egal was die Trail Blazers auch versuchten, San Antonio hatte immer die richtige Antwort parat. Einmal mehr zahlte es sich aus, dass Coach Gregg Popovich während der Regular Season immer wieder verschiedene Lineups ausprobiert hatte.
  • Die Bank der Spurs bleibt eine ihrer größten Stärken. 21 Punkte steuerten die Reservisten bereits in der ersten Halbzeit bei. Zum Vergleich: Bei Portland kamen von der Bank im selben Zeitraum lediglich 2 Punkte.
  • Dass die Blazers überhaupt zwischenzeitlich eine Chance hatten, lag vor allem auch daran, dass Batum Parker im dritten Viertel deutlich besser unter Kontrolle hatte. Nach den schnellen Punkten direkt nach dem Wiederbeginn konnte Portland die Produktivität des Spurs-Guards vorübergehend einschränken. Zudem kamen Lillard und Aldridge etwas besser ins Spiel.
  • Ein weiterer Baustein zur Blazers-Pleite: ihre Turnover. Besonders in der ersten Halbzeit verlor Portland immer wieder den Ball - was von den Spurs sofort ausgenutzt wurde. Am Ende leisteten sich die Blazers 15 Ballverluste, die San Antonio in direkter Folge in 22 Punkte umwandelte. Zum Vergleich: Die Spurs ließen sich lediglich 7 Mal den Ball abnehmen (11 Punkte für Portland).

Die Playoffs im Überblick

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