Suche...

Heat gewinnen auch Spiel 2

Von Philipp Jakob
Freitag, 09.05.2014 | 04:00 Uhr
LeBron James (l.) war mit 22 Punkten der Topscorer der Partie
© getty
Advertisement
NBA
Celtics @ Bulls
NBA
76ers @ Timberwolves
NBA
Thunder @ Pacers
NBA
Lakers @ Cavaliers
NBA
Spurs @ Rockets
NBA
Jazz @ Cavaliers
NBA
Kings @ Raptors
NBA
Warriors @ Lakers
NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Lakers @ Rockets
NBA
Celtics @ Knicks
NBA
Lakers @ Warriors
NBA
Mavericks @ Hawks

Die Miami Heat sichern sich mit dem 94:82-Sieg (BOXSCORE) eine 2:0-Führung gegen die Brooklyn Nets. Ein starkes viertes Viertel gibt in einem ansonsten extrem ausgeglichenen Spiel letztendlich den Ausschlag. Nun stehen die Nets in Spiel 3 in Brooklyn bereits gewaltig unter Druck.

Ähnlich wie in Spiel eins überzeugten die Heat auch in dieser Partie mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. 5 Spieler des Titelverteidigers punkteten zweistellig - angeführt von LeBron James mit 22 Zählern.

Der 29-Jährige kam außerdem auf 4 Rebounds und 3 Assists, konnte sich aber auch auf die Unterstützung von Ray Allen (13 Punkte, 8 Rebounds), Chris Bosh (18 Punkte, 6 Rebounds, 3 Blocks) und Dwyane Wade (14 Punkte) verlassen.

Auf Seiten der Nets sorgten hauptsächlich die Rollenspieler für die Highlights. Mirza Teletovic erzielte 20 Punkte und verwandelte dabei 6 seiner 9 Dreier. Auch Shaun Livingston (15 Punkte) und Kevin Garnett mit seiner Arbeit unter den Brettern (12 Rebounds) überzeugten.

Extrem enttäuschend war allerdings der Auftritt von Deron Williams, der das erste Mal in seiner Karriere keinen einzigen Punkt in einem Playoff-Spiel erzielte. Nun geht die Serie nach Brooklyn, wo die Nets vor eigenem Publikum bereits in Spiel 3 gewaltig unter Druck stehen.

Die Reaktionen:

Joe Johnson (Nets): "Die Serie ist noch lange nicht vorbei!"

LeBron James (Heat): "Das macht unser Team so stark, uns ist egal, wer punktet,"

Jason Kidd (Nets-Coach): "Das tut weh. Wir waren nah dran. Wir haben uns eine gute Möglichkeit erarbeitet - auswärts, gegen den Titelverteidiger. Aber wir haben uns das Spiel durch die Finger sausen lassen."

Erik Spoelstra (Heat-Coach): "In dieser Serie wird es sehr wichtig sein, am Ende des Spiels die wichtigen Stops machen zu können."

Folge NBA.de bei Twitter - wie Dirk Nowitzki!

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Coaches schicken die gleichen Starting Lineups wie in Spiel 1 auf's Parkett. Für Miami starten also Mario Chalmers, Dwyane Wade, Shane Battier, LeBron James und Chris Bosh. Auf Seiten der Gäste beginnen Deron Williams, Shaun Livingston, Joe Johnson, Paul Pierce und Kevin Garnett.

2.: Vier Angriffe - 4 Turnover. Beide Teams sind noch nicht richtig auf dem Feld. Jetzt macht es Livingston aber besser und sorgt per Korbleger für die ersten Punkte der Partie. Auf der anderen Seite wirft Bosh einen mehr als hässlichen Air Ball - 2:0 Brooklyn.

8.: Bosh holt sich den Rebound am eigenen Brett und die Nets laufen nicht schnell genug zurück. Das wird von Chalmers und James aber sofort mit einem krachenden Alley-Oop bestraft - 12:12.

17.: Scoring-technisch ist bisher noch nicht allzu viel zu sehen. Beide Teams füllen den Boxscore bisher eigentlich nur in der Turnover-Kategorie. Nur einer ist extrem heiß: Mirza Teletovic. 4 seiner 4 Dreier hat er bisher verwandelt - 32:28 Brooklyn.

21.: Jetzt läuft es ein wenig besser bei Miami. Erst blockt Chris Bosh den Versuch von Marcus Thornton in der Defense und im direkten Gegenzug hämmert er den Dreier durch die Reuse. Bereits 10 Punkte für Bosh, der die Heat bis auf 2 Zähler heranbringt - 39:37 Nets.

28.: Wade erlebt bisher einen ganz schlechten Abend, ganz anders dagegen Livingston, der Brooklyn erneut in Front bringt. Und jetzt findet sich sogar der erste Brooklyn-Akteur an der Freiwurflinie wieder. Joe Johnson sorgt für die 51:49-Führung.

33.: Das Spiel ist extrem ausgeglichen, kein Team kann sich einen richtigen Vorteil erarbeiten. Miami liegt jetzt aber in Führung, nachdem sich Ray Allen um mehrere Screens kämpft und dann den Dreier ganz sicher versenkt - 61:58 Miami.

Der LEAGUE PASS: Schaue alle Spiele der Playoffs!

39.: Können sich die Heat ein wenig absetzen? Wade nimmt endlich an Fahrt auf und führt sein Team zur höchsten Heat-Führung der Partie - 6 Punkte. Dank dem starken Rebounding und der vielen Second-Chance-Points verkürzt Brooklyn aber wieder - 75:71 Miami.

43.: Chalmers und Allen bauen nicht nur den Vorsprung der Heat mit zwei Dreiern aus der gleichen Ecke aus, sondern bringen auch die Arena zum beben. Haben die Nets noch eine Antwort parat? Miami führt mit 85:77.

46.: Drei Mal probiert es James, drei Mal setzt er den Spalding an den Ring - und drei Mal holen die Heat den Offensiv-Rebound! Die vierte Chance lässt sich James nicht nehmen und sorgt für einen zweistelligen Vorsprung - 89:79 Heat.

48.: LeBron mit dem Dreier und Bosh mit einem Block setzen nochmal ein Ausrufezeichen über das starke vierte Viertel der Heat. Mit 94:82 gewinnt Miami auch Spiel zwei.

Miami Heat vs. Brooklyn Nets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Ray Allen. Mit einer ganz starken zweiten Halbzeit setzte der Dreierspezialist den Grundstein für den Sieg der Heat. Alle seiner 13 Zähler erzielte der 38-Jährige in der zweiten Hälfte, verwandelte 5 seiner 8 Würfe aus dem Feld und 3 von 5 Versuche von Downtown. Des Weiteren - und etwas untypisch für Allen - holte er sich 8 Rebounds, zwei ganz wichtige davon am offensiven Brett. Seine 2 Assists, 1 Steal und 1 Block runden die hervorragende Leistung des Veteranen ab.

Der Flop des Spiels: Deron Williams. Es war fast schon traurig, was der Point Guard in Spiel zwei ablieferte. Keiner seiner 9 Feldwurfversuche waren erfolgreich, er fand noch nicht einmal den Weg an die Freiwurflinie. Dementsprechend standen 0 Punkte im Statistikbogen von Williams - viel zu wenig, wenn die Nets eine Runde weiterkommen wollen. Da konnten auch seine 7 Rebounds und 6 Assists nicht über die ganz schwache Leistung des 29-Jährigen hinwegtäuschen.

Das fiel auf:

  • Ein Offensiv-Feuerwerk wurde im ersten Viertel definitiv nicht abgebrannt. Zusammengenommen erzielten beide Teams nur 36 Zähler (21:15 Brooklyn). Während die Heat schlicht und einfach nichts trafen (6/18 FG) und ganz besonders von Downtown große Probleme hatten (1/8 3FG), sah es auf Seiten der Nets ein wenig anders aus. Immerhin fanden 58,8 Prozent ihrer Würfe den Weg durch die Reuse (10/17 FG), Brooklyn gab diesen Vorteil aber durch viele Ballverlust leichtfertig aus der Hand (6 Turnover).
  • Im zweiten Viertel liefen die Heat dann ein wenig heiß und verwandelten 4 ihrer 5 Dreier. Das war auch dringend notwendig, denn Brooklyn verstand es extrem gut, die Heat aus der Zone herauszuhalten. Nachdem Miami in Spiel eins noch mit 52 Points in the Paint dominierte, kam der amtierende Champion nur auf insgesamt 34 Punkte in der Zone (Brooklyn mit 32).
  • Die meiste Zeit fand sich LeBron James gegenüber von Paul Pierce und größtenteils machte der Ex-Celtic auch einen recht guten Job in der Defense. Doch besonders gegen Ende der zweiten Halbzeit, als James 8 Punkte in Folge erzielte, wurde die Überlegenheit des viermaligen MVP in Sachen Athletik mehr als deutlich. Mit seinem schnellen ersten Schritt zog der 29-Jährige mehrmals ohne Probleme an Pierce vorbei und schloss gekonnt in der Zone ab. Also versuchte es Nets-Coach Jason Kidd ähnlich wie in Spiel eins erneut mit mehreren Verteidigern gegen James.
  • Aggressiv waren auch die Rollenspieler der Nets. Zu Beginn war es Shaun Livingston, der mit seiner vielseitigen Spielweise - ob aus dem Post heraus oder auch im Eins gegen Eins - den Unterschied machte (15 Zähler bei 6/9 FG). Dann übernahm Mirza Teletovic mit seinem mehr als heißen Händchen die Partie und verwandelte in den ersten 24 Minuten 5 seiner 7 Dreier. Am Ende kam der Bosnier auf 20 Punkte.
  • Teletovic profitierte dabei ganz besonders von dem teils hervorragenden Ball-Movement der Nets. Den 33 Field Goals gingen 19 Assists voraus. Der Spalding ging nahezu in jedem Angriff durch die Hände fast aller Brooklyn-Akteure, bis der beste Wurf gefunden wurde.
  • In Sachen Rebounding präsentierte sich Brooklyn ungemein stark. Mit 43:36 entschied man das Reboundduell deutlich für sich und die Nets sicherten sich dank 13 Offensiv-Rebounds auch eine Menge Second-Chance-Points. Das ließ ein wenig über die schlechte Freiwurfquote der Nets hinwegsehen. Es ist schon nicht besonders gut, wenn man nur insgesamt 14 Mal an der Linie steht. Dann allerdings auch nur 8 zu treffen, macht es nicht unbedingt besser.
  • Schlimm war auch eine zweiminütige Sequenz gegen Ende des vierten Vertels, als die Nets drei Offensiv-Rebounds in Folge zuließen. Mit der eigentlichen Überlegenheit unter den Brettern darf so etwas natürlich nicht passieren. Dadurch wurde letztlich auch das Spiel entschieden.

Die Playoffs im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung