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Thunder feiern Comeback-Sieg

Von Philipp Jakob
Freitag, 16.05.2014 | 08:00 Uhr
Steven Adams (l.) lieferte eine hervorragende Leistung gegen die Clippers ab
© getty
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Die Oklahoma City Thunder können sich mit 104:98 (BOXSCORE) gegen die Los Angeles Clippers durchsetzen und stehen damit in den Western Conference Finals, wo die San Antonio Spurs warten. Auch ein zwischenzeitlicher 16-Punkte-Rückstand kann einen überragenden Kevin Durant nicht aufhalten.

Der MVP der regulären Saison erzielte fabelhafte 39 Punkte (13/23 FG), schnappte sich 16 Rebounds, verteilte 5 Assists und blockte 2 gegnerische Würfe - und das, obwohl der 25-Jährige einen miserablen Start hinlegte.

Gleiches gilt für Russell Westbrook, der allerdings zu keinem Zeitpunkt so richtig ins Spiel fand (5 Turnover, nur 4/15 FG). Dennoch kam Westbrook letztlich auf 19 Zähler und brillierte mit 12 Assists. Außerdem durften sich die beiden Superstars über eine Menge Unterstützung von der Bank freuen, besonders in Person von Steven Adams.

Der Neuseeländer stand 40 Minuten auf dem Parkett und legte ein starkes Double-Double auf (10 Punkte, 11 Rebounds), Reggie Jackson erzielte 14 Punkte und Nick Collison zeigte ebenfalls eine klasse Leistung. Serge Ibaka musste die Partie dagegen mit einer Wadenverletzung vorzeitig beenden.

Dabei sah es nach dem ersten Viertel noch nach einer klaren Angelegenheit für die Clippers aus. Dank hervorragendem Team-Basketball erspielten sich Chris Paul und Co. eine 30:16-Führung, nur um diese im Laufe der Partie wieder aus der Hand zu geben.

Paul kam dabei auf 25 Punkte, 11 Assists und 7 Rebounds und schrammte damit nur knapp an einem Triple-Double vorbei, ähnlich wie Blake Griffin (22 Punkte, 8 Assists, 8 Rebounds). Dieser musste die entscheidenden Minuten allerdings mit 6 Fouls auf der Bank verbringen.

Während die Saison der Clippers damit zu Ende ist, geht es für OKC am kommenden Montag mit den Western Conference Finals gegen die San Antonio Spurs weiter.

Die Reaktionen:

Kevin Durant (Thunder): "Unsere Erfahrung hat uns definitiv viel geholfen und auch, dass wir schon so lange zusammen spielen. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns. Wir können definitiv besser spielen. Das war einen Serie, die uns alles abverlangt hat."

Russell Westbrook (Thunder): "Wir haben gut zusammengehalten. Durant hat einen klasse Job gemacht, sich freizuspielen und an die Spots zu gelangen, wo er am effektivsten ist."

Chris Paul (Clippers): "Oklahoma City hat es definitiv verdient. Wir haben ein wirklich gutes Team, ein großartiges Team. Man spielt die komplette Saison und erst in den letzten paar Spielen haben wir herausgefunden, wer wir sind und wie wir spielen müssen. Es ist verrückt, dass es schon wieder vorbei ist."

Doc Rivers (Clippers-Coach): "Wir haben in den letzten drei oder vier Wochen einiges durchgemacht. Ich glaube aber nicht, dass das der Grund war, warum wir nicht gewonnen haben. Wir sollten das nicht als Ausrede benutzen. Wir befinden uns immer noch in einem Prozess. Ich dachte, wir wären dieses Jahr gut genug, um zu gewinnen. Oklahoma City hat uns gezeigt, dass das nicht der Fall ist."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Weder Clippers-Coach Doc Rivers noch Thunder-Coach Scott Brooks überraschen mit ihren Starting Lineups. Chris Paul, J.J. Redick, Matt Barnes, Blake Griffin und DeAndre Jordan starten für Los Angeles, während bei OKC Russell Westbrook, Thabo Sefolosha, Kevin Durant, Serge Ibaka und Kendrick Perkins auflaufen.

5.: Scott Brooks ist nicht zufrieden mit dem, was er bisher sieht und nimmt die Auszeit. Vor allem Blake Griffin geht ganz gut ab und sorgt mit seinem 7 Punkten für eine frühe 15:8-Führung für die Clippers.

12.: Auf der einen Seite sorgen gerade Matt Barnes und Glen Davis (!) für die Punkte, während Durant auf der anderen Seite den Spalding aus der Hand gibt - bezeichnend für das Spiel der Thunder bisher. Los Angeles liegt mit 30:16 in Front!

16.: Die Clippers haben weiterhin alles unter Kontrolle und begeistern mit tollem Offensiv-Basketball. Durant ist bisher komplett abgemeldet und hat nur 1 seiner 7 Würfe getroffen - 35:23 für Los Angeles.

20.: Jetzt geht es erst so richtig los! Durant verwandelt seinen dritten Dreier in Folge und bringt die Thunder quasi im Alleingang wieder zurück in die Partie. Es steht nur noch 41:36 für de Clippers.

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25.: Der Beweis, dass es für Los Angeles gut läuft? Blake Griffin hämmert OKC jetzt auch noch einen Dreier um die Ohren. Die Clippers haben die richtige Antwort auf den Lauf der Thunder gefunden und führen nun wieder mit 53:42.

31.: Während Durant mittlerweile komplett im Spiel angekommen ist, steht Westbrook immer noch ein wenig neben sich. Dem 25-Jährigen gelang noch kein Field Goal - dennoch sind die Thunder in Schlagdistanz: 62:55 Clippers.

36.: Da ist der Ausgleich! Nick Collison sorgt von Downtown (erst sein 5. Dreier in der gesamten Saison) für das 72:72. Die 16-Punkte-Führung der Clippers ist dahin!

41.: Es scheint fast so, als ob Oklahoma City mittlerweile leichte Vorteile im Spiel hat. Durant unterstreicht dies mit einem klasse Dreier, der die Thunder mit 87:80 in Führung bringt.

46.: Die Clippers geben noch lange nicht auf, doch zwei Offensiv-Fouls in Folge bringen Doc Rivers zur Verzweiflung. Außerdem fällt so gut wie kein Distanzwurf von LAC und jetzt muss auch noch Griffin mit seinem 6. Foul auf die Bank. War's das etwa? OKC führt mit 97:86.

48.: Noch lange nicht. Chris Paul versenkt trotz Foul einen Korbleger - And One! Auf der anderen Seite funktioniert die wohlbekannte One-Man-Show der Thunder einfach nicht. Doch immerhin ist OKC unglaublich sicher von der Freiwurflinie. OKC gewinnt!

Los Angeles Clippers vs. Oklahoma City Thunder: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kevin Durant. Nach einem ganz schwachen Start drehte der MVP im Laufe der Partie unglaublich auf und führte die Thunder von einem 16-Punkte-Rückstand bis zum Sieg. Seine 39 Punkte (13/23 FG), 16 Rebounds und 5 Assists sagen allein schon einiges aus und immer wieder machte Durant deutlich, dass er letztendlich nicht zu verteidigen ist.

Der Flop des Spiels: Matt Barnes. Zeitweise machte er zwar einen recht guten Job in der Verteidigung von Kevin Durant, doch offensiv kam von dem Dreierspezialisten so gut wie gar nichts. Nur 9 Punkte hatte der 34-Jährige am Ende im Boxscore stehen - und das bei miserablen Wurfquoten von 28,5 Prozent aus dem Feld (4/14 FG) und 16,6 Prozent von der Dreierlinie (1/6 3FG). Einige der Fehlwürfe waren dabei extrem mies, obwohl er oft relativ offen stand.

Das fiel auf:

  • Die Clippers zeigten zu Beginn fantastischen Offensiv-Basketball. Allen voran das Ball-Movement war überragend und allen 11 Field Goals im ersten Viertel ging ein Assist voraus - beeindruckend! Insgesamt standen Los Angeles 26 Assists zu Buche, was in Bezug auf die 40 verwandelten Field Goals immer noch eine gute Quote ist. An die Thunder kamen sie aber diesbezüglich nicht heran (25 Assists bei 33 Field Goals).
  • Durch das Ball-Movement profitierte das komplette Team. Da jeder Spieler, wenn er denn auf dem Feld stand, bei fast jedem Angriff den Spalding berührte, fanden auch die Reservisten relativ schnell in einen guten Rhythmus. Jeder von Doc Rivers eingesetzte Spieler kam bereits nach den ersten 24 Minuten auf mindestens 1 Punkt. Überraschend stark war vor allem Glen Davis, der auf 6 Zähler bei einer guten Quote (3/5 FG) kam. Allerdings wurde er nur zu Beginn der Partie eingesetzt und musste ähnlich wie die anderen Reservisten weite Teile der zweiten Halbzeit von der Bank aus verfolgen.
  • Ein Problem für die Thunder waren die zahlreichen Turnover. Insgesamt 15 Mal gab Oklahoma City den Spalding aus der Hand - und hatten damit 6 Ballverluste mehr als die Clippers. Besonders im dritten Viertel hätte man ohne die vermeidbaren Turnover vielleicht schon früher die Führung übernehmen können.
  • Nach dem hervorragenden Start der Clippers, fiel die Wurfquote nach und nach in den Keller. Abgesehen vom ersten Viertel (11/21 FG) trafen die Clippers nur 29 ihrer 74 Versuche aus dem Feld (39,1 Prozent). Selbst weit offene Dreier wurden teilweise an den Ring gesetzt - wenn überhaupt. Da half es auch nicht besonders, dass an der Freiwurflinie einige einfache Punkte liegen gelassen wurden (12/20 FT).
  • Doc Rivers versuchte es mit mehreren unterschiedlichen Verteidigungsvarianten gegen Kevin Durant. Beim Pick & Roll wurde meistens geswitcht und wenn der MVP in den Post ging, kam sofort ein zweiter Verteidiger. Vor allem zu Beginn hatte Durant damit einige Probleme (zwischenzeitlich 1/7 FG), doch es wurde deutlich, dass man den 25-Jährigen nicht über die kompletten 48 Minuten stoppen kann.
  • Eine unglaublich wichtige Rolle spielten die Reservisten der Thunder, allen voran Nick Collison, Reggie Jackson und Steven Adams. Besonders der Neuseeländer überzeugte, erzielte in 40 Minuten 10 Punkte und holte sich 11 Rebounds. Außerdem hatte Adams den besten Plus/Minus-Wert aller Akteure vorzuweisen (+17). Aber auch Collison lieferte eine exzellente zweite Halbzeit ab, nachdem er in den ersten 24 Minuten gar nicht zum Einsatz kam.

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