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Schluss. Aus. Vorbei.

Von Philipp Dornhegge
Montag, 05.05.2014 | 00:20 Uhr
Tim Duncan und die Spurs wurden in Spiel sieben gegen die Mavericks ihrer Favoritenrolle gerecht
© getty
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Die Dallas Mavericks sind in der ersten Runde der Playoffs ausgeschieden. Gegen die favorisierten San Antonio Spurs standen Dirk Nowitzki und Co. in Spiel sieben von Anfang an auf verlorenem Posten und verloren deutlich mit 96:119 (BOXSCORE).

Der Gastgeber kam mit unheimlichem Schwung in die Partie und setzte sich schnell ab, zur Halbzeit hatten die Spurs knapp 70 Prozent ihrer Würfe getroffen und 68 Punkte erzielt - die beste Halbzeit in einem siebten Spiel seit 40 Jahren.

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Nach der Pause versuchten die Mavs ein Comeback, arbeiteten sich von zwischenzeitlich 29 Zählern auf nur noch 14 heran. Aber eine kleine taktische Umstellung und mehr Druck von Parker reichten den Spurs, um die Partie wieder und damit endgültig in den Griff zu bekommen.

Der lange Zeit sehr gute Dirk Nowitzki (22 Punkte, 9 Rebounds) wurde zusehends müde und konnte kein Paroli mehr bieten, auch sonst bot sich niemand für die Führungsarbeit an. Außer dem Deutschen punkteten nur die Reservisten Devin Harris (17) und Vince Carter (10) sowie Starter Monta Ellis (12) zweistellig.

Die Spurs hatten ihren besten Spieler in Parker (32), auch die beiden anderen Routiniers Manu Ginobili (20 Punkte, 5 Assists, 6 Steals) und Tim Duncan (15 Punkte, 8 Rebounds) waren sehr stark in Form. Dazu verbuchten Danny Green (16) und Kawhi Leonard (15) zweistellige Punktzahlen.

Während Dallas mit einer herben Klatsche in die Sommerpause geht, zieht San Antonio nach sieben Spielen in die zweite Playoff-Runde ein und trifft dort auf die Portland Trail Blazers, die zuvor die Houston Rockets ausgeschaltet hatten.

Die Reaktionen:

Tony Parker (Spurs): "Ich wusste einfach, dass ich aufgrund der Strategie, die die Mavs gewählt hatten, aggressiv sein muss, wollten wir eine Chance haben, zu gewinnen."

Gregg Popovich (Spurs): "Was uns auf dem Court durcheinander gebracht hat war, dass sie überall gute Schützen haben. Dirk Nowitzki bekommt viel Aufmerksamkeit. Wenn du ihn dann doppelst, lässt du die übrigen Schützen offen. Deshalb haben wir ihn heute viel Eins-gegen-Eins verteidigt. Ihre Fähigkeiten, zu werfen, das Feld breitzumachen, Ricks (Carlisle, Anm. d. Red.) Sets und der Speed von Harris und Ellis waren für uns schwer zu bewältigen."

Rick Carlisle (Mavs): "Wir haben uns heute Chancen ausgerechnet, wurden aber früh überrollt. Sie haben heute ihr bestes Spiel gezeigt und wir konnten einfach nicht genug entgegensetzen, um zu Beginn dranzubleiben."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Spurs sind vollzählig und werfen mit Parker, Green, Leonard, Duncan und Splitter ihre gewohnte Starting Five in den Ring.

Auch Dallas nimmt keine Veränderungen vor. Calderon startet trotz gebrochener Nase, dazu spielen Ellis, Marion, Nowitzki und Dalembert von Beginn an.

8.: Der Start ist sicher nicht nach dem Geschmack der Mavs. Ellis früh mit dem zweiten Foul, Parker erhöht für die Spurs auf 24:12.

11.: Läuft nicht. Ginobili mit ziemlich offensichtlichem Flop, Marion bekommt ein Offensivfoul. Auf der anderen Seite nagelt der Argentinier den Dreier rein. 30:16 Spurs, da droht schon früh ein Blowout.

12.: Die Mavs sind jetzt besser drin, kommen auf neun Punkte ran. Aber ein später Ballverlust von Carter führt zu einem Dreier von Green. Der tut weh - und bedeutet, dass es zur Pause 35:23 steht.

16.: Die Mavs switchen in der Defense schon wieder, sodass Ginobili mal wieder das Mismatch gegen Nowitzki hat. Ein paar mal war der Argentinier locker vorbeigezogen, jetzt gibt ihm der Deutsche mehr Platz. Da nimmt Ginobili eben den Jumper. 46:25, höchste Führung der Spurs in der Serie!

23.: Parker zieht lockerleicht gegen Harris zum Korb, Blair wird abgeschirmt. Carters Hilfe kommt viel zu spät, Nowitzkis gar nicht. Layup des Franzosen, immerhin fällt der Freiwurf nicht. Aber das Spiel ist trotzdem schon so gut wie gelaufen, 66:37.

29.: Bombenstart der Mavs in die zweite Hälfte, Dallas hat den Rückstand schon deutlich verkürzt. Carter hatte sich gerade erst den Fuß vertreten, zieht jetzt aber doch mit Dampf zum Korb und legt über Duncan ab. 75:61 Spurs, der Gastgeber gönnt sich eine Auszeit.

33.: Der Run der Mavs ist verpufft, Parker hat das Heft wieder in die Hand genommen. Beim nächsten Layup wird der Franzose übel von Crowder erwischt, die Schiedsrichter entscheiden zu Recht auf Flagrant Foul. Parker versenkt einen seiner zwei Freiwürfe zum 85:65.

36.: Zum Ende des dritten Viertels holen die Spurs noch mal einen Offensivrebound, Ginobili versenkt den Dreier und macht wohl endgültig den Deckel drauf. 94:68 Spurs.

San Antonio Spurs vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Tony Parker, Tony Parker, Tony Parker. Der Franzose war Dreh- und Angelpunkt in der Offense der Spurs - nicht überraschend. Die Mavericks verteidigten vor allem das Pick'n'Roll miserabel, ließen Parker immer wieder in der Mitteldistanz zu viel Raum und abdrücken. Gingen sie enger ran, war der Weg zum Korb frei.

Schon zur Halbzeit lag Parker bei 24 Punkten, mehr hatte er noch in keinem Spiel der Serie erzielt. Die Spurs führten komfortabel mit 22 Zählern. Danach war er im dritten Viertel noch mal kurzzeitig gefordert, als die Mavs ein Comeback versuchten.

Der Flop des Spiels: Die Mavericks-Defense. Eine Hauptrolle im negativen Sinne nahm dabei - leider Gottes - Dirk Nowitzki ein. Der zukünftige Hall of Famer war besonders nach einem Switch im Pick'n'Roll regelmäßig auf verlorenem Posten. Aber er war beileibe nicht allein verantwortlich für die miese Verteidigung. Die Nervosität schien vielmehr die gesamte Mannschaft zu lähmen.

Es kam keine Hilfe, am Mann fehlte die Geschwindigkeit und die Smartness, um gewitzte Spieler wie Parker und Ginobili effektiv zu verteidigen. Mit einem schwachen Start gruben sich die Mavs innerhalb weniger Minuten ein Loch, aus dem sie nicht mehr rauskrabbeln konnten.

Das fiel auf:

  • Der Gastgeber hatte nicht nur offensiv gleich seinen Rhythmus gefunden, er war auch insgesamt deutlich wacher. Nowitzki wurde wieder gut zugestellt, die Zone war fast durchgehend dicht. Und waren Loose Balls einzusammeln, fielen sie sicher nicht zufällig meist in die Hände eines San-Antonio-Spielers. Die Erfahrung der Spieler, gepaart mit dem Heimvorteil: Das dürfte den Unterschied gemacht haben.
  • Dirk Nowitzki hatte bisher alle vier Game 7s seiner Karriere gewonnen - und dabei im Schnitt 28,9 Punkte gemacht. Zudem hatte nur Elgin Baylor (5) in mehr siebten Spielen 30 Punkte-10-Rebounds-Performances rausgehauen, Nowitzki lag in der Hinsicht bei drei Spielen. In seinem fünften Anlauf machte der Deutsche als einziger Maverick von Beginn an ein gutes Spiel, vor allem schien er seine Nerven im Griff zu haben. Nowitzki ließ Splitter endlich wie der solide, aber nicht überragende, Spieler aussehen, der er ist und punktete über drei Viertel konstant (22), ehe er sich müde gespielt hatte. An den Brettern reichte es aber "nur" zu 9 Rebounds.
  • Zur Halbzeit standen für die Spurs zwar nur 9 Fastbreak-Punkte auf dem Statistikbogen, dennoch spielte San Antonio gefühlt fast jeden Angriff in der Semi-Transition aus. Nur gelegentlich schafften es die Mavs, den Gegner in eine langsame Halbfeld-Offense zu zwingen, die Defense war einfach zu langsam im Umschaltverhalten und zu löchrig, sodass meist schon zwei Pässe oder ein Block ausreichten, um zum Korb zu ziehen oder einen offenen Wurf zu kreieren.
  • Um zu Beginn der zweiten Hälfte das hohe Tempo der Spurs mitgehen zu können, schaltete Coach Rick Carlisle auf ein Small-Ball-Lineup um, bei dem Calderon, Harris, Ellis, Carter und Nowitzki auf dem Court standen. San Antonio musste plötzlich Duncan gegen Nowitzki stellen, das schmeckte den Spurs gar nicht. Nach einem 15:7-Start ins dritte Viertel stellt Popovich seinerseits um. Diaw ging auf die Fünf, Leonard übernahm die Arbeit gegen "Power Forward" Carter. So bekam San Antonio das Spiel schnell wieder in den Griff.

Die Playoffs im Überblick

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