NBA

Knicks-Debakel bei den Suns

Von SPOX
Die New York Knicks hatten bei den Phoenix Suns überhaupt nichts zu melden
© Getty
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Brooklyn Nets (38-33) - Cleveland Cavaliers (29-45) 108:97 (BOXSCORE)

"Wir halten uns immer bereit", sagte Alan Anderson über die Performance der Reservisten. "Wir haben so eine Tiefe, da weiß man nie, wer wann heiß läuft oder nicht." Paul Pierce war durchaus heiß: Der Routinier nahm aus dem Feld nur Dreier (6) und traf fünf davon, mit sieben Freiwürfen schraubte er sein Punkte-Konto auf 22 Zähler. Viel effektiver geht's nicht. Joe Johnson traf sechs seiner acht Würfe (14), aber davon abgesehen waren es vor allem die Bankspieler, die Brooklyn trugen.

48 Bank-Punkte, darunter 13 von Anderson und 10 von Andray Blatche: Die Cavs konnten diese Leistung nicht kontern. Dennoch muss man festhalten, dass Cleveland in Abwesenheit des weiter verletzten Kyrie Irving einen bewundernswerten Kampf liefert. Luol Deng und Dion Waiters (je 20) führen das Team an.

Auch Matthew Dellavedova (8 Punkte, 4 Assists) ist hervorzuheben. Mann muss sich überlegen: Ex-GM Chris Grant hatte im Draft Anthony Bennett, Sergey Karasev und Carrick Felix gezogen, jetzt ist der ungedraftete Spielmacher Dellavedova der beste Rookie der Mannschaft.

Detroit Pistons (26-46) - Miami Heat (49-22) 78:110 (BOXSCORE)

Das ist die richtige Antwort nach dem bitteren Ende des Topspiels gegen die Pacers. LeBron James verbuchte sein erstes Triple-Double der Saison (17 Punkte, 10 Rebounds, 12 Assists) und führte die Heat zu einem klaren Sieg über Detroit, die ohnehin nichts mehr mit den Playoffs zu tun haben dürften.

Nach einem soliden Start des Gastgebers und einem knappen 38:42-Rückstand brach Detroit fünf Minuten vor der Halbzeit völlig ein und lag zur Pause schon fast hoffnungslos zurück (42:57). Weil es dritten Viertel ähnlich einseitig lief, brauchte James im letzten Spielabschnitt gar nicht mehr mitmischen und konnte sich ausruhen.

"Dieser Triple-Double hat ziemlich lang auf sich warten lassen, oder?", scherzte der MVP anschließend. "Ich bin froh, dass er bei einem solchen Sieg zustande gekommen ist. Das ist das Wichtigste. Ein Triple-Double bedeutet nichts, wenn man verliert."

Mario Chalmers, Dwyane Wade, Ray Allen und Greg Oden verpassten das Spiel, aber bei der Tiefe des amtierenden Meisters macht sowas ja bekanntlich nichts aus. Zumindest nicht gegen einen solchen Gegner. Bei den Pistons waren Greg Monroe und Will Bynum mit je 12 Punkten die Topscorer. "Sie haben es uns in der ersten Hälfte gegeben und wir sind nicht wieder aufgestanden. Ich habe in der zweiten Halbzeit keine Energie gesehen", war Interims-Coach John Loyer enttäuscht.

Chicago Bulls (40-32) - Portland Trail Blazers (47-27) 74:91 (BOXSCORE)

Das dürfte Portland gut tun: Endlich mal können die Blazers auch defensiv überzeugen, halten Chicago bei mickrigen 74 Zählern und fahren einen nie gefährdeten Sieg ein. Nach dem Comeback von LaMarcus Aldridge war dies der zweite sichere Sieg in Folge, der Wert des All-Stars dürfte also offensichtlich sein.

Allerdings: Aldridge hatte gegen Chicago gar keinen guten Abend. Zwar sammelte der Big Man 13 Rebounds ein und holte 4 Steals, traf jedoch nur zwei seiner zehn Würfe und erzielte 5 Punkte. Aber die Bulls sind so etwas wie der Lieblingsgegner der Blazers, elf der letzten 13 Duelle gingen an das Team aus dem Nordwesten der USA.

Chicago wiederum verpasste nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel der Saison gegen Portland, die eigene Playoff-Teilnahme sicherzustellen. Und das, obwohl drei Spieler Double-Doubles verbuchten: Carlos Boozer kam auf 16 Punkte und 12 Rebounds, Joakim Noah auf 11 und 10 (plus 6 Assists) und Taj Gibson auf 13 und 10.

Portland hatte sechs Spieler mit zweistelliger Punktzahl, der beste war Reservist Mo Williams mit 18 Zählern.

Minnesota Timberwolves (36-35) - L.A. Lakers (24-48) 143:107 (BOXSCORE)

Franchise-Rekord in Punkten für die Wolves, natürlich kam das gegen die Lakers zustande. Die Kalifornier liefern die nächste Leistungsverweigerung ab, selbst die Reservisten der Timberwolves spielen Katz und Maus mit dem Gegner.

Minnesotas Bank wurde in dieser Saison viel und oft kritisiert - und das meist zurecht. Gegen L.A. spielten sich Alexey Shved, Robbie Hummel, Chase Budinger und Rookie Shabazz Muhammad völlig frei. Im letzten Viertel spielte Shved innerhalb von zwei Minuten drei Alley-Oop-Pässe auf Gorgui Dieng und Muhammad, die die ganze defensive Imkompetenz der Lakers schmerzhaft unterstrich.

Coach Mike D'Antoni hatte kürzlich angemahnt, dass er überhaupt nicht verstehe, wieso seine Jungs nicht kämpfen würden, immerhin gehe es für viele um die Zukunft in der NBA. Recht hat er, aber schon das Defensivkonzept des Trainerteams erscheint äußerst mangelhaft.

Es war eine - man muss es so deutlich sagen - jämmerliche Vorstellung des 16-maligen Meisters, der weiterhin lieber in Schönheit stirbt als sich die Hände schmutzig zu machen. Lob gebührt dennoch den Wolves, die in Kevin Love (22 Punkte, 10 Rebounds, 10 Assists in 29 Minuten) und Rückkehrer Nikola Pekovic (26) ihre besten Spieler hatten.

Rookie Dieng nahm wegen Pekovic' Comeback wieder seine Reservistenrolle ein und verpasste dennoch nur haarscharf ein Double-Double (14 Punkte, 9 Rebounds), Co-Rookie Muhammad (9) traf in sieben Spielminuten alle vier seiner Würfe und deutete an, dass er durchaus eine Zukunft in der NBA haben dürfte.

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